Rosenheim / Bayern – Ein bewegender Abschied aus der Dressurwelt: Die gebürtige Rosenheimerin und Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl hat den Tod ihres Nachwuchspferdes Diallo bekannt gegeben.
Die Nachricht kommt am Dienstag (6.1.2025) völlig unerwartet und berührt viele weit über den Reitsport hinaus. Jessica von Bredow-Werndl trauert um ihren elfjährigen Wallach Diallo. Das Pferd sei an den Folgen einer plötzlichen Erkrankung gestorben, teilte die 39-Jährige in einem emotionalen Beitrag auf ihrem Instagram-Account mit. Noch laufen Untersuchungen, der Verdacht liege auf dem Bornavirus.
Ein Abschied in wenigen Stunden
In ihrem Beitrag beschreibt die Dressur-Doppel-Olympiasiegerin von 2024, wie abrupt sich das Leben mit Diallo verändert habe. „Heute Früh musste ich dich gehen lassen, Diallo. Und kein Wort fühlt sich groß genug an für das, was gerade in mir zerbrochen ist“, schreibt sie. Noch am Wochenende zuvor seien sie gemeinsam geritten: „Noch am Wochenende haben wir gemeinsam getanzt, es hat sich alles so leicht angefühlt.“
Dann habe die Krankheit „wie ein Sturm, lautlos, gnadenlos und unaufhaltsam“ eingesetzt und sich innerhalb weniger Stunden durch seinen Körper gefressen. „Du hast gekämpft. Wir haben gemeinsam gekämpft. Wir mussten dich gehen lassen mit gebrochenem Herzen, weil deins nicht mehr konnte.“
Jessica von Bredow-Werndl zählt zu den erfolgreichsten Dressurreiterinnen der Welt. Bei den Olympischen Spielen 2024 gewann sie mit ihrer Ausnahmestute Dalera zwei Goldmedaillen und schrieb damit Sportgeschichte. Im September 2024 trug sich die gebürtige Rosenheimerin als Anerkennung für ihre außergewöhnlichen Erfolge ins Goldene Buch der Stadt Rosenheim ein – ein Moment, über den Innpuls.me berichtet hat.
Erste Erfolge mit Diallo
Diallo galt als vielversprechendes Nachwuchspferd. Mit ihm hatte von Bredow-Werndl im Jahr 2025 bereits erste sportliche Erfolge erzielt. Der Wallach war Teil jener Zukunft, die nach den großen Erfolgen mit Dalera aufgebaut werden sollte.
Nun bleibt Leere. „Jetzt ist es still und ich weiß, dass du keine Schmerzen mehr hast, dass du frei bist. Aber dein Platz ist leer. Und doch bist du überall. In dieser Liebe, die keinen Körper mehr findet“, schreibt sie.
Dank an ein besonderes Pferd
Der Abschied endet mit sehr persönlichen Worten: „Danke, Diallo. Für deine Liebe. Für deine Kraft. Für dein Vertrauen. Für jeden Moment, in dem wir beieinander waren. Du warst ein riesengroßes Geschenk.“ Und weiter: „Ich trage dich weiter in meinem Herzen. In allem, was ich bin.“
Zahlreiche Fans, Wegbegleiter und Kollegen aus dem Reitsport bekundeten in den Kommentaren ihr Mitgefühl. Der Beitrag macht deutlich, wie eng die Verbindung zwischen Mensch und Pferd sein kann – und wie schmerzhaft ein Abschied, gleich gar wenn er viel zu früh kommt.
(Quelle: Instagram-Post von Jessica von Bredow-Werndl / Beitragsbild: Symbolfoto ai)


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