Rosenheim – Die Jusos Rosenheim-Stadt setzen sich für mehr konsumfreie Räume ein – Orte, an denen Menschen sich aufhalten, begegnen und entfalten können, ohne etwas kaufen zu müssen. Dazu zählen zum Beispiel Jugendräume, kreative Zentren, Zwischennutzungen in Leerständen oder öffentliche Plätze mit Aufenthaltsqualität.
„Gerade für junge Menschen entscheidet der Zugang zu Freizeit und Kultur oft über soziale Teilhabe. Wenn man überall nur willkommen ist, solange man konsumiert, schließen wir viele Menschen aus“, erklärt Juso-Co-Vorsitzender Jonah Werner. „Konsumfreie Räume sind keine nette Ergänzung, sondern eine Frage von Gerechtigkeit und Chancengleichheit in unserer Stadt.“
Die Jusos weisen darauf hin, dass Rosenheim zwar über viele engagierte Initiativen und Vereine verfüge, es aber an niedrigschwelligen, offenen Räumen fehle, in denen man einfach sein könne – zum Lernen, Kreativsein, Austauschen oder gemeinsamen Verweilen. Leerstehende Flächen in der Innenstadt eröffnen nach Ansicht der Jusos großes Potenzial für temporäre Nutzungen wie offene Ateliers, Jugendtreffs, Co-Working-Spaces oder kulturelle Projekte.
„Eine lebendige Stadt definiert sich nicht nur über Geschäfte und Gastronomie, sondern über Begegnung, Vielfalt und Mitgestaltung“, betont Juso-Co-Vorsitzende Reka Molnar. „Wir wollen ein Rosenheim, in dem man sich aufhalten kann, ohne Geld ausgeben zu müssen – egal ob man jung ist, wenig verdient oder einfach einen Ort zum Durchatmen sucht.“
Stadt auch nach Ladenschluss lebendig halten
Konsumfreie Räume seien zudem ein wichtiger Beitrag gegen die Verödung der Innenstadt. Statt leerstehender Ladenflächen brauche es kreative und soziale Zwischennutzungen, die neue Impulse setzten und die Stadt auch nach Ladenschluss lebendig hielten.
„Wenn wir wollen, dass Rosenheim für junge Menschen attraktiv bleibt, müssen wir ihnen Raum geben – echten Raum, nicht nur symbolisch“, so Jonah Werner weiter.
(Quelle: Pressemitteilung Jusos Rosenheim-Stadt / Beitragsbild: Copyright SOMA PRODUCTIONS)


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