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Kampagne „Sicher unterwegs“ soll Sicherheitsgefühl im Münchner Nahverkehr stärken

Symbolfoto Bundespolizei

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

14. März 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

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München – Mit der Informationskampagne „Sicher unterwegs“ wollen Polizei, Verkehrsbetriebe und Bahn das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Nahverkehr in München stärken. Zum Start stellten die Beteiligten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zahlreiche Maßnahmen und Anlaufstellen für Fahrgäste vor.

Polizei, Verkehrsbetriebe und Bahn haben eine neue Informationskampagne gestartet, um Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr besser über Sicherheitsangebote zu informieren. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag (13.03.2026) wurde der Beginn der Kampagne „Sicher unterwegs“ bekanntgegeben.

Die Initiative geht auf das Polizeipräsidium München zurück und wurde gemeinsam mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), der Bundespolizei und der Deutsche Bahn entwickelt. Ziel ist es, über Sicherheitseinrichtungen in Bahnhöfen, Bussen und Bahnen sowie über wichtige Verhaltenshinweise zu informieren.

Viele Sicherheitskräfte und technische Einrichtungen

Nach Angaben der Polizei gilt München weiterhin als besonders sichere Großstadt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeige, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, deutlich niedriger sei als in Städten wie Berlin, Frankfurt am Main oder Hamburg.

Trotz dieser objektiven Sicherheitslage kann der öffentliche Raum von manchen Menschen als unsicher wahrgenommen werden – etwa in Verkehrsmitteln, an Bahnhöfen oder auf dem Weg zu Haltestellen. Bereits Alltagssituationen wie lautstarke Streitigkeiten oder alkoholisierte Personen könnten das Sicherheitsgefühl beeinträchtigen.

Um dem entgegenzuwirken, sind im Großraum München täglich zahlreiche Einsatzkräfte unterwegs. Neben Beamten der Polizei sowie der Landes- und Bundespolizei sind nach Angaben der Partner rund 200 Sicherheitskräfte von MVG und Deutscher Bahn in Zügen und an Bahnhöfen im Einsatz. Zusätzlich steht Service- und Fahrpersonal als Ansprechpartner zur Verfügung.

In U- und S-Bahnen können Fahrgäste über Sprechstellen an den Türen Kontakt zum Fahrpersonal aufnehmen. An allen U-Bahnhöfen befinden sich außerdem mindestens zwei rote Notrufsäulen auf den Bahnsteigen sowie eine im Zwischengeschoss. Per Knopfdruck kann ein Notruf direkt an die Leitstelle der MVG abgesetzt werden. Über Kameras kann das Personal die Situation dort live verfolgen. An den Notrufsäulen sind zudem Nothalt-Schalter, Feuerlöscher und mindestens ein Defibrillator pro Bahnhof installiert.

Für zusätzliche Sicherheit sorgen außerdem mehr als 15.000 Kameras an Bahnhöfen, Haltestellen und in Fahrzeugen von MVG und Bahn.

Kampagne informiert über Hilfe und Verhaltenstipps

Mit der Kampagne „Sicher unterwegs“ informieren die Partner ab sofort auf Monitoren in U- und S-Bahnen sowie an Bahnhöfen über vorhandene Sicherheitseinrichtungen und Verhaltenstipps. Auch über soziale Medien und Internetseiten sollen weitere Informationen verbreitet werden. In den kommenden Monaten sind zusätzliche Inhalte, etwa zum Thema Zivilcourage, sowie begleitende Aktionen geplant.

Thomas Hampel, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums München, betonte zum Start der Initiative: „Sicherheit ist ein Gemeinschaftsprojekt, sowohl mit den hier Beteiligten, als auch gesamtgesellschaftlich. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Menschen nicht nur sicher sind, sondern sich auch so fühlen. Unsere Botschaft an die Bürgerinnen und Bürger ist klar: Wir sind für Sie da!“ (#wirfürEuch)

Auch Ingo Wortmann, Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft, verwies auf die vorhandenen Sicherheitseinrichtungen: „Die öffentlichen Verkehrsmittel sind ein Teil des öffentlichen Raums. Unsere U-Bahnhöfe und Verkehrsmittel verfügen durchgängig über Sicherheitseinrichtungen: Notrufsäulen, Sprechstellen, Sicherheitspersonal und Kameras. Darüber hinaus sorgen wir dafür, dass diese möglichst hell beleuchtet und die Zuwegungen übersichtlich sind. Nicht alle wissen das. Das nehmen wir daher sehr ernst und schaffen mit der Kampagne ‚Sicher unterwegs‘ mehr Aufklärung darüber. Es freut mich, dass wir mit dem Polizeipräsidium München, der Bundespolizei und der Deutschen Bahn dieses wichtige Thema gemeinsam vorantreiben, um den Fahrgästen ein gutes Gefühl zu geben, bei uns einzusteigen. Gleichzeitig ist uns die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr wichtig. Wir prüfen unter anderem den Einsatz von Bodycams.“

Für die Bundespolizei erklärte Steffen Quaas, Leitender Polizeidirektor der Bundespolizeiinspektion München: „Gerade im öffentlichen Personenverkehr ist es wichtig, dass sich die Menschen sicher fühlen – unabhängig von Tageszeit oder Route. Die Bundespolizei ist gemeinsam mit unseren Partnern täglich in Zügen und Bahnhöfen präsent. Mit der Kampagne ‚Sicher unterwegs‘ wollen wir zeigen: Hilfe ist schnell erreichbar, sei es durch uniformierte Einsatzkräfte, Sicherheitspersonal oder technische Notrufmöglichkeiten. Zögern Sie nicht, diese Angebote zu nutzen – wir sind da, wenn Sie uns brauchen.“

Auch die Deutsche Bahn beteiligt sich an der Initiative. Heiko Büttner, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern und Chef der S-Bahn München, erklärte dazu: „Die S-Bahn ist ein sicheres Verkehrsmittel. Damit das so bleibt, erhöhen wir mit unserem bundesweiten DB Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen die Präsenz von DB Sicherheit und bauen die Videoüberwachung aus. Saubere, übersichtliche Fahrzeuge sowie mehr Reinigung und schnellere Reparaturen an Bahnhöfen sorgen dafür, dass sich unsere Fahrgäste sicher und wohl fühlen. Mit ’sicher unterwegs‘ machen wir gemeinsam mit MVG, Bayerischer Polizei und Bundespolizei unser Engagement für Sicherheit im Münchner ÖPNV sichtbar und informieren, wie unsere Fahrgäste im Ernstfall handeln können. Am Herzen liegt uns aber auch die Sicherheit unserer Mitarbeitenden, denen wir künftig Bodycams anbieten wollen. Unsere Fahrkartenkontrolleure sind außerdem immer in Teams unterwegs und werden intensiv geschult.“
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

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