Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Seit Freitagabend (20.3.2026) zeigt die Bad Aiblinger Künstlerin Ingeborg Benninghoven ihre aktuelle Ausstellung „Zeitläufe“ in den Gasträumen des Cafés Alte Meierei (Kolbermoorer Straße 2, 83043 Bad Aibling). Die Vernissage war sehr gut besucht. Musikalisch begleitet wurde der Abend von der aus Lettland stammenden Liedermacherin Laura Bicane, die mit eigenen Songs sowie bekannten Stücken auf Deutsch und Englisch das Publikum begeisterte.
Die Vernissage stieß auf viel Interesse. Foto: Copyright Ingeborg Benninghoven
Bereits kurz nach Beginn der Vernissage waren die 50 reservierten Plätze im Cafè vollständig belegt. Doch auch danach riss der Besucherstrom nicht ab. Dank guter Organisation konnten dennoch alle Gäste untergebracht werden – notfalls auch auf Fensterbänken.
Die Kunstwerke von Ingeborg Benninghoven zeichnen sich durch Vielfalt und Experimentierfreudigkeit aus. Foto Hendrik Heuser
Die Ausstellung bietet einen Streifzug durch Benninghovens vielseitiges Schaffen: von realistischen Porträts über abstrakte Farbflächen bis hin zu experimentellen Skulpturen und Kleinplastiken. Im Eingangsbereich ist zudem eine „Oster-Installation“ zu sehen, bestehend aus Eiern und Drahtfiguren aus Zeitungspapier.
In ihrer Eröffnungsrede gab Benninghoven Einblicke in ihre Arbeitsweise. Sie arbeitet überwiegend mit Acrylfarben, setzt aber auch ungewöhnliche Materialien wie Kalk, Erde, Sand, Rost oder sogar Lavaasche vom Ätna ein. Ihre Werke entstehen meist intuitiv in mehreren Schichten, die sie aufträgt, wieder abträgt oder übermalt. So entwickeln ihre Bilder eine eigene Struktur und Geschichte.
Neben Kunst gab es bei der Vernissage auch Musik von der aus Lettland stammenden Liedermacherin Laura Bicane – hier vorgestellt von Ingeborg Benninghoven. Foto: Hendrik Heuser
Dass sie jedoch auch anders arbeiten kann, zeigte die Künstlerin anhand eines Porträts der Malerin Frida Kahlo. Dieses Werk entstand nach sorgfältiger Planung auf Grundlage eines Schwarzweiß-Fotos. Dabei stellte sich Benninghoven die Frage, welche Farben Kahlo selbst für ihr Porträt gewählt hätte. Ähnlich konzipiert ist auch das Bild „Nähe“, das von Gustav Klimt inspiriert wurde
„Ich bin überwältigt“, zeigte sich die Künstlerin angesichts der großen Resonanz erfreut. Auch die ausgestellten Skulpturen fanden großen Anklang – die Figur „Schwanensee“ wechselte noch am Abend den Besitzer.
Die Ausstellung ist noch bis zum 17. Mai 2026 zu sehen. Geöffnet ist die Alte Meierei mittwochs bis sonntags und an Feiertagen jeweils von 9 bis 17 Uhr.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos Hendrik Heuser und Ingeborg Benninghoven, Beitragsbild, Fotos: Ingeborg Benninghoven und Hendrik Heuser)




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