Rosenheim / Bayern – Die Zahl der Insolvenzen in Bayern steigt weiter an. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden 2025 deutlich mehr Verfahren registriert als im Jahr zuvor – sowohl bei Unternehmen als auch bei Verbrauchern.
Im Jahr 2025 ist die Zahl der Insolvenzverfahren in Bayern deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 14 873 Verfahren registriert – das sind 11,0 Prozent mehr als im Jahr 2024. Damals lag die Zahl noch bei 13 400. Damit setzt sich der Anstieg fort, der bereits seit Ende 2022 zu beobachten ist.
Den größten Anteil machen die Verbraucherinsolvenzen aus. Sie stiegen auf 7 430 Fälle und damit um 14,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zusammen mit Insolvenzen ehemals Selbstständiger, Gesellschafter natürlicher Personen sowie Nachlassverfahren zählen sie zu den sogenannten übrigen Schuldnern. Deren Zahl erhöhte sich von 10 405 auf 11 557 Verfahren – ein Plus von 11,1 Prozent.
Auch bei Unternehmen ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen kletterte von 2 995 im Jahr 2024 auf 3 316 Verfahren im Jahr 2025. Das entspricht einem Plus von 10,7 Prozent.
Besonders stark betroffen ist das Gastgewerbe. Hier stieg die Zahl der Insolvenzen von 262 auf 387 Fälle – ein Zuwachs von 47,7 Prozent. Auch im verarbeitenden Gewerbe nahm die Zahl der Verfahren zu: Mit 268 Insolvenzen wurden rund 22,4 Prozent mehr Fälle gezählt als im Jahr zuvor. Im Grundstücks- und Wohnungswesen hingegen ging die Zahl der Verfahren nach mehreren Jahren Anstieg wieder zurück. Dort wurden 201 Insolvenzen registriert – etwa 27,2 Prozent weniger als 2024.
Von den Unternehmensinsolvenzen waren im Jahr 2025 insgesamt 27 991 Arbeitnehmer betroffen. Das sind zwar weniger als im Vorjahr mit 33 094 Betroffenen, dennoch bleibt das Niveau weiterhin hoch.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. In Mittelfranken sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahr um rund 13,7 Prozent. In anderen Regionen stieg sie dagegen deutlich an – etwa in der Oberpfalz um 46,4 Prozent, in Oberfranken um 34,1 Prozent und in Unterfranken um 29,5 Prozent.
Bei den Verbraucherinsolvenzen gab es hingegen in allen Regierungsbezirken einen Anstieg. Die Zuwächse reichen von 6,6 Prozent in Schwaben bis zu 26,2 Prozent in Mittelfranken.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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