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Mercosur-Abkommen: BBV kritisiert, IHK sieht Chancen für Wirtschaft

Frachtcontainer in einen Hafen. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

10. Januar 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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München – Die EU-Mitgliedstaaten haben am Freitag (9.1.2026) mehrheitlich dem Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay zugestimmt. Das Abkommen soll Zölle auf rund 90 Prozent aller gehandelten Waren schrittweise abbauen und eine der größten Freihandelszonen der Welt schaffen. Es umfasst über 700 Millionen Menschen und rund ein Fünftel der globalen Wirtschaftsleistung.

Was ist das Mercosur-Abkommen?

Das Mercosur-Abkommen ist ein seit Jahrzehnten verhandelter Handelsvertrag zwischen der EU und dem südamerikanischen Wirtschaftsblock Mercosur, zu dem unter anderem Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay gehören. Ziel ist der Abbau von Zöllen und Handelsschranken zwischen den beteiligten Staaten und der Aufbau einer der größten Freihandelszonen der Welt. Befürworter sehen Chancen für den Export europäischer Waren und eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Kritiker warnen vor Wettbewerbsnachteilen für die heimische Landwirtschaft, weil Importe aus den Mercosur-Staaten oft unter niedrigeren Produktionsstandards hergestellt werden.

In mehreren EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, haben Landwirte in den vergangenen Tagen gegen das Abkommen protestiert. Sie befürchten, dass Importe unter niedrigeren Standards die Wettbewerbsposition der EU-Bauern schwächen könnten.

BBV: Kritik an fehlenden Standards

Der Bayerische Bauernverband (BBV) äußert deutliche Kritik. Präsident Günther Felßner sagt: „Der Agrarteil … entspricht nicht dem Anspruch an faire Handelsregeln“. Nach Ansicht des BBV fehlen vergleichbare Produktionsstandards für Importe, insbesondere zu Tierwohl, Umwelt-, Klima- und Hygieneschutz. Felßner erläutert: „Importe müssen … den gleichen Anforderungen genügen, wie sie auch die heimische Erzeugung in der EU erfüllt.“ Unterschiede in der Praxis, etwa bei Antibiotikaeinsatz, Enthornen von Rindern oder Fütterung in Feedlots (Mastanlagen), zeigten für ihn die Diskrepanz zwischen südamerikanischen und europäischen Standards.

IHK: Chancen für bayerische Unternehmen

Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) bewertet das Abkommen positiv. Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl sagt: „Ein guter Tag für die Europäische Union und die europäische Wirtschaft … Das Mercosur-Abkommen stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und bayerischen Wirtschaft.“ Die EU-Kommission sieht ein zusätzliches Exportpotenzial von fast 40 Prozent, was für Bayern einem Plus von bis zu 800 Millionen Euro pro Jahr entsprechen könnte. Gößl betont zudem, dass das Abkommen Rohstoffversorgung und Lieferketten stabilisiert, den Austausch von Dienstleistungen vereinfacht und die Rechtssicherheit für Unternehmen erhöht.

Handelszahlen Bayern–Mercosur

Im Jahr 2024 belief sich das Handelsvolumen zwischen Bayern und den Mercosur-Staaten auf 2,7 Milliarden Euro: 2,1 Milliarden Euro entfielen auf Exporte, 0,6 Milliarden Euro auf Importe. Bayerische Firmen liefern vor allem Maschinen, Fahrzeuge, Chemie- und Elektrotechnikprodukte. Aus den Mercosur-Ländern kommen laut der IHk-Pressemitteilung hauptsächlich Agrarprodukte, Rohstoffe, Grundchemikalien und Industrieerzeugnisse.

Fazit
Während der BBV das Abkommen in der aktuellen Form ablehnt, weil Produktionsstandards nicht ausreichend berücksichtigt werden, sieht die bayerische Wirtschaft in der IHK-Bewertung neue Exportchancen und stabilere Lieferketten.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Infos: Pressemitteilungen Bayerischer Bauernverband (BBV) und Bayerischer Industrie- und Handelskammertag (BIHK) / Beitragsbild

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