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Protesttag in München: Apotheken fordern schnelle Honoraranpassung

Rund 3500 Teilnehmer waren beim Apothker-Protesttag in München mit dabei. Foto: Copyright BAV(Sabrina Spies

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

24. März 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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München / Bayern – Apotheker aus Bayern und teilweise aus Baden-Württemberg haben gemeinsam mit ihren Teams am gestrigen Montag (23.3.2026) auf dem Odeonsplatz in München demonstriert. Ziel war es, auf die schwierige Situation der Apotheken aufmerksam zu machen und eine schnelle Anpassung des Apothekenhonorars gemäß Koalitionsvertrag zu fordern. Nach Angaben der Polizei waren rund 3.500 Teilnehmer vor Ort.

Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes e.V., betonte in seiner Eröffnungsrede, dass die geplante Apothekenreform grundsätzlich wichtige Ansätze enthalte – etwa neue pharmazeutische Dienstleistungen, eine stärkere Einbindung in die Primärversorgung sowie zusätzliche Präventionsangebote. „Dieses Weiterentwickeln könne jedoch nur mit wirtschaftlich stabilen und freiberuflich geführten Apotheken gelingen“, erklärte Hubmann.

„Alarmierendes Bild“ gezeichnet

Angesichts eines bundesweiten Rückgangs auf nur noch 16.601 Apotheken und einer im europäischen Vergleich unterdurchschnittlichen Apothekendichte zeichnete er ein „alarmierendes Bild“. Hauptursache sei die seit Jahren anhaltende Unterfinanzierung: Während Kosten und gesamtwirtschaftliche Kennzahlen deutlich gestiegen seien, stagniere die Apothekenvergütung seit Jahren. Viele Betriebe arbeiteten inzwischen wirtschaftlich am Limit. Hubmann: „Dieses Auseinanderklaffen von Kosten und Einnahmen können wir nicht mehr schultern!“

Er kritisierte Verzögerungen auf Bundesebene sowie Widerstände einzelner Akteure und sprach sich klar gegen eine Vertretungsregelung durch Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) aus. Ziel sei es, die flächendeckende Versorgung durch inhabergeführte Apotheken langfristig zu sichern. Gleichzeitig bekräftigte er die zentrale Forderung nach einer schnellen Honoraranpassung: „Fixum anpassen – jetzt!“

Die bayerische Staatsregierung stellte sich demonstrativ hinter die Apotheken. In einer Videobotschaft unterstrich die bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, die „enge Verbundenheit“ mit der Apothekerschaft und bekannte sich ausdrücklich zur wohnortnahen Arzneimittelversorgung. Diese sei „unverzichtbar – gerade in Krisenzeiten“ und könne „zuverlässig und dauerhaft nur durch inhabergeführte Apotheken vor Ort“ gewährleistet werden. An die Teilnehmer gerichtet erklärte Gerlach: „Das können nur Sie leisten“. Versandhandel aus dem Ausland oder automatisierte Abgabesysteme seien kein gleichwertiger Ersatz. Zugleich bekräftigte die Ministerin, dass Bayern am Grundsatz festhalte, Apotheken nicht ohne approbierte Leitung zu betreiben, und sprach sich gegen eine Vertretungsregelung durch PTA aus. Mit Blick auf den Versorgungsauftrag und den geplanten Ausbau der Präventionsangebote unterstrich Gerlach die Notwendigkeit einer besseren Vergütung: Man stehe „weiterhin zu dem, was im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, vor allem zur Erhöhung des Fixums“. Ziel sei eine „starke Apothekerschaft zum Wohle der Patienten“. Abschließend dankte sie den Apotheken für ihre tägliche Arbeit vor Ort.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Apothekerverband / Beitragsbild: Copyright BAV/Sabrina Spies)

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