Rosenheim – Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2026 weist die Stadt Rosenheim auf verschiedene Möglichkeiten hin, sich mit der Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen. Dazu zählen interaktive Stadtrundgänge mit der App #ROmember, Besuche der mittlerweile zehn Gedenkzeichen im Stadtgebiet sowie der Wissenschaftsblog „Rosenheimer Miszellen“.
Kulturreferent Wolfgang Hauck erklärte: „Die Stadt Rosenheim begreift diesen Jahrestag als wichtigen Teil der Erinnerungskultur. Das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus ist Mahnung und Verpflichtung zugleich. Es gilt, Verantwortung zu übernehmen – für die Auseinandersetzung mit der eigenen Stadtgeschichte ebenso wie für das entschiedene Eintreten gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Ausgrenzung in der Gegenwart. Dieser Verantwortung kommen wir mit dem ‚Rosenheimer Weg‘ nach, einer eigens auf die Stadt zugeschnittenen Erinnerungskultur.“
Nach Angaben der Stadt Rosenheim wurde im vergangenen Jahr mit mehreren Maßnahmen die Erinnerungskultur unterstützt. Die Stadt bezeichnet den Start der App #ROmember am 1. April 2025 als einen „wichtigen Schritt“. Mit der App können Nutzer interaktive Stadtrundgänge zur Geschichte der NS-Verfolgung in Rosenheim erleben.
Darüber hinaus wurden im Stadtarchiv nach Angaben der Stadt mit Unterstützung interessierter Bürger Recherchen zur lokalen Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung fortgeführt. Ergebnisse werden im Wissenschaftsblog „Rosenheimer Miszellen“ veröffentlicht.
Laut Stadtverwaltung setzte die Anbringung von drei Gedenkzeichen für NS-Verfolgte am 10. Oktober 2025 ein sichtbares Zeichen im öffentlichen Raum. Die Gedenkzeichen erinnern an Josef Sebald, die Familie Maier und Josef Schober. Mittlerweile befinden sich nach Angaben der Stadt insgesamt zehn Gedenkzeichen im Stadtgebiet.
Die Stadt Rosenheim teilt mit, dass sie diese Aktivitäten fortsetzen und sich ausdrücklich zu einer aktiven und nachhaltigen Erinnerungskultur bekennt – im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und als Beitrag zu einem demokratischen, respektvollen Zusammenleben.
Weitere Informationen: Erinnerungskultur in Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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