München – Die IHK für München und Oberbayern hat im vergangenen Jahr fast 980 neue Ausbildungsverträge in Stadt und Landkreis Rosenheim registriert. Das sind sieben Prozent weniger als 2024. Auffällig: Mehr als jeder vierte Vertrag wurde mit Bewerberinnen und Bewerbern mit ausländischem Pass abgeschlossen – insgesamt über 200 Neuverträge. Ausländische Azubis sind damit eine tragende Säule für den Fachkräftenachwuchs in der regionalen Wirtschaft.
„In einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt bietet die Berufsausbildung unseren Jugendlichen weiterhin ausgezeichnete Perspektiven und ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit“, betont Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK. „Mehr als 660 Betriebe in Stadt und Landkreis setzen konsequent auf die Ausbildung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses. So können sie die Lücken, die durch den Ruhestand der Babyboomer entstehen, passgenau nachbesetzen.“
Gleichzeitig zeigt eine IHK-Umfrage, dass 2025 jeder zweite Ausbildungsbetrieb in Bayern nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnte. Häufig fehlten geeignete Bewerbungen, teils blieb ein Platz komplett unbesetzt.
Rückgang der Abiturienten, Schwerpunkt Kaufmännisch und Technisch
Der Anteil der neuen Azubis mit Hochschulreife ist zurückgegangen: In der Stadt Rosenheim von 18,3 % auf 13,7 %, im Landkreis von 11,8 % auf 10,6 %.
Bei den neuen Verträgen entfielen in der Region 662 auf kaufmännische Berufe und 314 auf technische Berufe. Beliebteste Berufe:
- Landkreis Rosenheim: Industriemechaniker (Männer), Industriekauffrau (Frauen)
- Stadt Rosenheim: Fachinformatiker (Männer), Bankkauffrau (Frauen)
Insgesamt können junge Erwachsene in mehr als 200 IHK-Berufen eine Ausbildung absolvieren. Die IHK betreut rund 60 % aller dualen Ausbildungsverhältnisse.
(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)


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