Rosenheim – Am gestrigen Mittwoch, 14.1,2026), erfolgte der symbolische Spatenstich für das neue Lehrschwimmbecken am Nörreut (Stadt Rosenheim). Zwischen der Johann-Rieder-Realschule und dem Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium entsteht an gleicher Stelle ein modernes Schwimmbad mit fünf Bahnen, einer Beckenlänge von 25 Metern und einem höhenverstellbaren Hubboden.
Das alte Lehrschwimmbecken war seit Beginn des Schuljahres 2018/2019 gesperrt. Feuchteschäden im Dachtragwerk, deutlich sichtbare Korrosionsschäden an den Bewehrungsstählen durch das chlorhaltige Wasser sowie Abplatzungen an tragenden Betonbauteilen machten den Betrieb unmöglich.
Beschluss fiel bereits im Frühjahr 2019
Bereits im Frühjahr 2019 hatte der Rosenheimer Stadtrat den Abriss und Neubau des Beckens an gleicher Stelle grundsätzlich beschlossen. In den folgenden Jahren wurde das Projekt jedoch noch nicht umgesetzt. Ein Grund dafür war, dass die Stadt auf finanzielle Unterstützung durch Fördergelder hoffte, da der Bau eines modernen Schwimmbads mit hohen Kosten verbunden ist (wir berichteten).
In den Vorplanungen war von Baukosten in Höhe von rund 16 Millionen Euro die Rede. Nun investiert die Stadt Rosenheim etwa 19,1 Millionen Euro in das Projekt, das je nach Bauablauf voraussichtlich 2027/2028 fertiggestellt wird. Der Freistaat Bayern beteiligt sich über Fördermittel nach dem Finanzierausgleichsgesetz (FAG).
Das neue Gebäude wird hochwärmegedämmt und mit moderner Schwimmbadtechnik ausgestattet. Zusätzlich sind eine Photovoltaikanlage und ein Retentionsdach zur Rückhaltung von Regenwasser geplant. Die Barrierefreiheit soll durch einen Aufzug in das Obergeschoss, bauliche Maßnahmen im gesamten Innenbereich sowie einen mobilen Lift für den Beckenzugang gewährleistet werden.
Da Lehrschwimmbecken und Doppelturnhalle eine Wand teilen, wird die Turnhalle am Nörreut ab dem 19. Januar 2026 bis voraussichtlich zum Sommer gesperrt. Betroffene Vereine und Anbieter wurden vom Sportamt der Stadt Rosenheim über mögliche Ersatzzeiten informiert.
In Zeiten knapper kommunaler Kassen ist der Neubau eines Lehrschwimmbeckens alles andere als selbstverständlich – Stichwort „Bädersterben“. Die Stadt Rosenheim investiert dennoch in das Projekt: „Rosenheim ist eine Sportstadt. Mit dem Neubau setzen wir ein starkes Zeichen für den Schwimmunterricht und Schwimmsport“, sagte Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März. „Es ist wichtig, dass möglichst viele Kinder die Möglichkeit bekommen, Schwimmen zu lernen – sei es über den Schulsport oder über die Vereine. Die Zahl der Kinder in Deutschland, die nicht schwimmen können, steigt. Dem beugen wir in Rosenheim vor und investieren mit dem Lehrschwimmbecken in die Sicherheit der nächsten Generationen.“
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)


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