Rosenheim – Der Weltfrauentag am 8. MĂ€rz fĂ€llt heuer mit den Kommunalwahlen in Bayern zusammen. In Rosenheim steht das Programm unter dem Motto âUnsere Stimmen. Unsere Macht.â. Ăber mehrere Wochen gibt es VortrĂ€ge, Workshops, Diskussionen, Aktionen, Kabarett, Konzerte und vieles mehr.
Seit 32 Jahren nutzt das AktionsbĂŒndnis Internationaler Frauentag Rosenheim den 8. MĂ€rz, um auf die Gleichstellung von Frauen aufmerksam zu machen. Das BĂŒndnis wurde 1994 anlĂ€sslich des âFrauen Streiktagsâ gegrĂŒndet. Auch 2026 bietet es ein breitgefĂ€chertes Programm im Februar und MĂ€rz, das sich ausdrĂŒcklich auch an MĂ€nner richtet.
Internationaler Frauentag: Mahnung und Auftrag
Der Internationale Frauentag wird seit 1911 begangen und macht weltweit auf Frauenrechte und bestehende Ungleichheiten aufmerksam. Bei einer Pressekonferenz im Rosenheimer Rathaus stellten die Mitglieder des AktionsbĂŒndnisses gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Rosenheim, Christine Mayer, das diesjĂ€hrige Programm vor.
âDer Weltfrauentag ist ein Tag, an dem wir sichtbar machen, wofĂŒr Frauen jeden einzelnen Tag kĂ€mpfen. Still – und laut. Im Kleinen – und auf den groĂen BĂŒhnen dieser Gesellschaftâ, sagte Mayer. Mit Blick auf das Zusammentreffen von Weltfrauentag und Wahltag betonte sie: âUnsere Stimmen waren nie selbstverstĂ€ndlich. Unsere VorgĂ€ngerinnen mussten dafĂŒr kĂ€mpfen, ĂŒberhaupt wĂ€hlen zu dĂŒrfen. Sie sind auf die StraĂe gegangen. Sie haben Widerstand geleistet. Sie haben Mut bewiesen. Und manche von ihnen haben diesen Kampf mit Ihren Leben bezahltâ.
In Sachen Gleichstellung sei bereits viel erreicht worden. Frauen seien heute sichtbarer, lauter und besser vernetzt als je zuvor. Dennoch sei Gleichberechtigung weiterhin keine RealitĂ€t. âSolange Frauen weniger verdienen. Solange Altersarmut vor allem Frauen betrifft. Solange Sorge-Arbeit unsichtbar bleibt. Solange hauptsĂ€chlich Frauen von Gewalt betroffen sind. Solange brauchen wir starke Stimmenâ, so Mayer. Der Weltfrauentag sei deshalb Mahnung und Auftrag zugleich: âJede Stimme kann verĂ€ndern – heute und an jedem einzelnen Tag.â
Breites Programm in Rosenheim
Das Programm in Rosenheim erstreckt sich ĂŒber mehrere Wochen im Februar und MĂ€rz. Neben Informationsveranstaltungen gibt es Workshops, VortrĂ€ge, Diskussionen, Aktionen, Kabarett, Konzerte und vieles mehr. Der Flyer der Stadt Rosenheim ist an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet erhĂ€ltlich und online abrufbar: https://www.rosenheim.de/fileadmin/Buergerservice/Gleichstellung/Flyer_Internationaler_Frauentag_2026.pdf
Einer der kulturellen Höhepunkte ist der Auftritt der Kabarettistin Inka Meyer am Samstag, 7. MĂ€rz, um 19 Uhr im KĂŒnstlerhof am Ludwigsplatz. Mit ihrem Programm âHighway to Healthâ nimmt sie das Publikum mit auf eine humorvolle Reise durch das Gesundheitssystem und persönliche Lebenswege. Ihr Credo: âWenn ihr selbst nichts zu lachen habt, dann lacht wenigsten ĂŒber michâ.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das âFestival mit V Rosenheimâ, das vom 6. bis 8. MĂ€rz 2026 in die dritte Runde geht. Das Festival vereint Kunst, Kultur, Kino, Klub, Konzerte und Flinta-KĂŒnstler. Geplant sind unter anderem Workshops, Konzerte, Drag Shows, Performance-Art, DJ- und ClubnĂ€chte, Filmvorstellungen, Kunstausstellungen, ein Livepodcast sowie ein Kunst- und Handwerksmarkt â verteilt auf zehn Orte im Stadtgebiet. Informationen zum Festivalprogramm und zu Tickets gibt es online: https://festivalmitv.com/
Bereits am Dienstag, 17. Februar, startet die Reihe mit dem Vortrag âGenerationskonflikt am Arschâ von Linke-Bundestagsabgeordneter Sarah Vollath (Ausschuss fĂŒr Arbeit und Soziales). Thema sind das Rentensystem, Altersarmut von Frauen und die Gender Pension Gap. Beginn ist um 19.30 Uhr im DGB-Haus Rosenheim, der Eintritt ist frei.
Den Abschluss bildet am Dienstag, 24. MĂ€rz, um 18 Uhr ein Vortrag von Boris von Heesen in der Technischen Hochschule Rosenheim. Unter dem Titel âWas MĂ€nner kosten â Der hohe Preis des Patriarchatsâ wirft er einen Blick auf die gesellschaftlich zugewiesene Rolle des Mannes und die ökonomischen Folgekosten ungesunden Rollenverhaltens. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)


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