Rosenheim – Die aktuelle Schaufensterausstellung des Städtischen Museums Rosenheim erinnert an die Anfänge dieser Einrichtung. Präsentiert wird nämlich eines der ersten Objekte, die dem Museum im Gründungsjahr 1895 geschenkt wurden.
Es handelt sich dabei um einen Rosenkranz der Familie Santa aus Perlmutter und Filligranarbeit mit acht Medaillons. Überlassen wurde dieser kunstvolle sakrale Gegenstand dem neu gegründeten Museum von dessen damaligen Verwalter, Simon Fortner senior.
Der Vater dieses Mannes war ein Landwirt aus Högering, der laut dem Städtischen Museum Rosenheim, im Jahr 1836 in zweiter Ehe Walburga, die Witwe des Weinwirtes Franz Anton Santa, geheiratet und war zu ihr ins Santa-Haus am Max-Josefs-Platz 20 gezogen. Sein Sohn aus erster Ehe, der fünfjährige Simon, kam mit ihm, wuchs im Santa-Haus auf und übernahm 1853 das Anwesen, die Weinwirtschaft und damit auch das im Haus befindliche Erbe der Familie Santa. So kam der alte, wertvolle Rosenkranz, den er schließlich 1895 dem neu gegründeten Städtischen Museum schenkte, in seinen Besitz.
Schon aufgrund seiner imposanten Größe nimmt dieses Exponat eine herausragende Stelle in de Sammlung des Städtischen Museums Rosenheim ein.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
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