Rosenheim – Wie kann die Ausbeutung von Prostituierten verhindert und ein sicherer Umgang gewährleistet werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des ersten Runden Tisches „Prostitution“ in Rosenheim. Initiiert wurde das Treffen von der Stadt Rosenheim, der Kriminalpolizei Rosenheim und dem Verein Hagar Ministry e.V., an dem Vertreter verschiedener Organisationen aus Stadt und Landkreis teilnahmen.
Im Zentrum der Veranstaltung standen das Kennenlernen der Akteure, der fachliche Austausch und die Vernetzung in gemeinsamen Handlungsfeldern.
Frau Gottwald, Leiterin des 2023 gegründeten ehrenamtlichen Vereins Hagar Ministry, erläuterte die Arbeit ihres Teams, das regelmäßig Prostituierte in Rosenheim besucht und Begleitung sowie Hilfe anbietet. Sie betonte insbesondere die Bedeutung von Prävention bereits im Jugendalter, um eine Ausbeutung junger Menschen im sexuellen Bereich zu verhindern.
Das Ordnungsamt der Stadt Rosenheim und die beteiligten Polizeidienststellen stellten die aktuellen Herausforderungen dar und hoben die bereits bestehende enge Zusammenarbeit hervor. Auch Vertreter von Frauenhäusern, Jugendamt, Jobcenter und Gesundheitsamt sind wichtige Ansprechpartner, um frühzeitig Informationen zu erhalten, Ausbeutung zu verhindern und bei Bedarf einen Ausstieg zu begleiten.
Die Veranstaltung wurde von allen Beteiligten als gewinnbringend bewertet und gilt als Auftakt für einen regelmäßigen Austausch.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Copyright PP Oberbayern Süd)



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