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Silvester – vom Julfest bis zum Feuerwerk

Mit Wunderkerzensternchen fliegt Korken aus Flasche. Foto re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich fĂŒr die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.
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31. Dezember 2025

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Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Bayern / Deutschland / Welt – Wenn die Uhr am 31. Dezember Mitternacht schlĂ€gt, wird weltweit gefeiert: Das alte Jahr verabschiedet und das neue begrĂŒĂŸt – oft mit Feuerwerk, Böllern und viel Krach. In diesem Artikel geht es nicht nur um die Geschichte von Silvester, sondern auch um die Entwicklung des Feuerwerks – von alten Ritualen bis zu spektakulĂ€ren Pyro-Events der Gegenwart.

Von Julius Caesar bis zum Julianischen Kalender

Vor ĂŒber 2.000 Jahren legte Julius Caesar den 1. Januar als Jahresbeginn fest. Bis dahin begann das Neue Jahr an ganz unterschiedlichen Tagen: FĂŒr die Römer war es der 1. MĂ€rz, fĂŒr frĂŒhe Christen Weihnachten oder der Dreikönigstag am 6. Januar.

Auch die Germanen kannten eigene Jahresrhythmen: Sie feierten das „Julfest“ zur Wintersonnwende. Zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar standen Sonne und Licht symbolisch still. In dieser dunklen Zeit wurden die sogenannten RauhnĂ€chte begangen, geprĂ€gt von Ritualen, RĂ€ucherungen und Opfergaben – Schutz vor bösen Geistern und eine Phase der inneren Einkehr.

Der julianische Kalender, den Caesar einfĂŒhrte, richtete sich nach dem Sonnenjahr: 365 Tage, zwölf Monate, sieben Wochentage und alle vier Jahre ein Schaltjahr.

Gregorianischer Kalender und Papst Silvester I.

Seit 1582 bestimmt der gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., wann Silvester gefeiert wird. Namensgeber des Festes ist ebenfalls ein Papst: Silvester I., Bischof von Rom, der am 31. Dezember 335 starb.
Der Legende nach heilte Silvester I. Kaiser Konstantin von seiner Lepra, woraufhin sich der Kaiser zum Christentum bekannte – ein Wendepunkt, der dem Christentum erheblichen Auftrieb verschaffte.

Interessant: Der Name Silvester bedeutet ĂŒbersetzt „der aus dem Wald Stammende“ – mit dem Jahreswechsel hatte der Name ursprĂŒnglich also nichts zu tun.

Krach und Feuerwerk – Tradition gegen böse Geister

Wie in vorchristlicher Zeit wird auch heute noch laut gefeiert. Knaller und Raketen sollten ursprĂŒnglich böse Geister vertreiben.

Das Feuerwerk hat seine Wurzeln im alten China: Bereits im 12. Jahrhundert wurde Schwarzpulver genutzt, um Geister fernzuhalten. In Europa tauchte das Feuerwerk im 14. Jahrhundert in Italien auf und wurde ab dem 16. Jahrhundert an europĂ€ischen Höfen populĂ€r. In Deutschland soll das erste große Feuerwerk 1506 zu Ehren von Kaiser Maximilian I. gezĂŒndet worden sein.

Mit der Professionalisierung der Pyrotechnik im 19. Jahrhundert und der Industrialisierung wurde Feuerwerk fĂŒr breite Bevölkerungsschichten erschwinglich. FrĂŒher dominierten einfache Schwarzpulverknaller, heute gibt es eine riesige Vielfalt an Raketen, Batterien und FontĂ€nen.

Das wohl bisher grĂ¶ĂŸte Feuerwerk ĂŒberhaupt wurde 1988 in Hokkaido, Japan, gezĂŒndet: Eine 700 Kilogramm schwere Kugelbombe mit einem Durchmesser von 1,39 Metern explodierte auf 1.200 Metern – ein wahres Spektakel.

Feuerwerk heute – immer mehr EinschrĂ€nkungen

Mittlerweile mehren sich die kritischen Stimmen aufgrund von Sorge um Umwelt und Tieren. In den Niederlanden wird ab Silvester 2026/2027 ein Feuerwerksverbot fĂŒr Privatpersonen gelten. In Deutschland haben bereits viele StĂ€dte und Regionen EinschrĂ€nkungen erlassen, in Nordtirol gilt heuer ein Feuerwerksverbot in WĂ€ldern und GefĂ€hrdungsgebieten – aus Sorge vor WaldbrĂ€nden und aufgrund anhaltender Trockenheit.

Fazit:

Silvester ist ein Fest mit langer Tradition – von der Julnacht der Germanen ĂŒber Papst Silvester I. bis hin zum heutigen Feuerwerk. Auch wenn sich BrĂ€uche wandeln, bleibt der Jahreswechsel eine Zeit des Feierns, der Reflexion und des Neuanfangs.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

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