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So werden wir beim Einkauf manipuliert

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

25. Januar 2022

Lesezeit: 2 Minute(n)

Rosenheim / WeltMan geht einkaufen und stellt an de Kasse fest, dass wieder einmal viel mehr im Einkaufwagen gelandet ist, wie eigentlich geplant. Wie kann das sein? Klar, die Supermärke manipulieren uns. Die Trickkiste dafür wird immer weiter geöffnet. Wir haben mal etwas im Internet recherchiert, mit erstaunlichen Ergebnissen.

1. Die Griffe am Einkaufwagen
Warum glaubt Ihr, haben die meisten Einkaufswagen heutzutage neben der normalen Griffleiste auch noch zwei zusätzliche Griffe an den Seiten? Aus reiner Freundlichkeit, weil sich der Wagen dann besser schieben lässt? Nein! Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass wir dadurch 25 Prozent mehr Geld ausgeben. Erklärt wird das so: die Querstange schiebt man mit Hilfe des Trizeps-Muskels und mit ihm bringe unser Unterbewusstsein eher Ablehnung in Verbindung, während der Bizepts, der beim Schieben mit den beiden Griffen an den Seiten eingesetzt wird, eher das Gefühl anrege, etwas haben zu wollen.

2. Einkaufwagen rollen oft schlecht
Ist kein Zufall. Dadurch kommen wir langsamer voran und sehen natürlich auch viel besser, was da alles Leckeres in den Regalen steht.

3. Der Einkaufswagen ist enorm groß
Was wir als leer empfingen, füllen wir gerne auf…

4. Der Boden
Die Supermarkt-Böden glänzen oft wunderbar. Sie sollen aber damit nicht nur Sauberkeit vermitteln. Glänzend verbindet unser Gehirn mit rutschig und auch das verlangsamt unseren Gang.

5. Frische Backwaren stehen gleich im Eingangsbereich
Riecht lecker und genau das ist die Falle. Der gute Geruch macht Hunger und hungrig kaufen wir gleich viel mehr

6. Regelmäßige Umgestaltung
Schon wieder ist der Supermarkt umgestaltet und wir finden wieder nichts mehr. Warum machen die das nur?  Weil auch das uns verleitet, mehr einzukaufen, als wir eigentlich wollen. Denn während wir ein bestimmtes Produkt suchen, finden wir auch so allerhand, was wir eigentlich gar nicht brauchen.

7. „Streck- und Bückware“
Ist in der Trickkiste der Supermärkte der Klassiker schlechthin. Auf Augenhöhe befinden sich immer nur die teuren Markenprodukte. Wer günstiger einkaufen will, muss sich bücken oder strecken.

8. Die Farben
Fleisch wird rot angestrahlt, weil es dann appettitlich frisch aussieht, Fisch wirkt besser unter blauem Licht. Backwaren werden meistens gelb angestrahlt. Alles, um unsere Sinne zu manipulieren. Leider klappt es auch immer wieder.

9. Mit Musik kann man viel erreichen
Da sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Wer französischen Wein verkaufen will, lässt französische Musik im Hintergrund laufen. Grundsätzlich sind langsame Stücke gut, denn sie erzeugen Wohlfühlatmosphäre und entschleunigen unseren Gang. Zwischendurch dann ab und zu einen Werbespot einspielen. Auch das regt den Kaufimpuls an. Absatzsteigerungen von bis zu 25 Prozent sind laut verschiedener Studien mittels geschickter Beschallung möglich.

10. Blumen zur Begrüßung
Auch die Blumen stehen nicht ohne Grund sehr oft gleich im Eingansbereich eines Supermarktes. Die bunten Farben heben sofort unsere Stimmung und schon kaufen wir lieber ein und verweilen gleich noch ein bisschen länger.

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