Rosenheim / Bayern / Deutschland – In wenigen Tagen Tagen beginnt die Sommerzeit. Vom Samstag auf Sonntag (30.3.2025) müssen wir uns auf wieder auf eine verkürzte Nacht einstellen. Während sich die einen darüber freuen, dass es ab dann wieder am Abend länger hell ist, haben die anderem sogar gesundheitlich damit zu kämpfen. Wie man seinen Körper bei der Umstellung unterstützen kann, erfahrt Ihr hier.
Zweimal im Jahr wird an der Uhr gedreht. Jetzt im Frühjahr geht es von 2 Uhr auf 3 Uhr (Sommerzeit) und im Herbst von 3 Uhr zurück auf 2 Uhr (Winterzeit). Seit 1980 ist das nun schon – und genau so lange wird auch über Sinn oder Unsinn der Zeitumstellung diskutiert. Ursprünglich wurde sie eingeführt, um den Energieverbrauch zu senken, indem mehr Tageszeit am Abend genutzt werden kann. Doch mittlerweile kommen immer mehr Experten zu der Ansicht, dass diese Rechnung nicht aufgegangen ist.
Laut einer aktuellen Forsa-Befragung für die DAK-Gesundheit ist die große Mehrheit der Deutschen, 70 Prozent, für die Abschaffung dieses Prozedere. Besonders groß ist die Ablehnung bei den über 60-jährigen (78) Prozent. Weitaus mehr Zuspruch für die Zeitumstellung gibt es in der Altersgruppe der 14-bis 29-jährigen. Von ihnen befürworten 43 Prozent den Dreh an der Uhr.
Im Jahr 2018 war das Ende der Zeitumstellung darum auch bereits besiegelt. Damals befragte die EU-Kommission die Bürger zu diesem Thema. Die Resonanz war groß. Rund 4,6 Millionen Menschen beteiligten sich an der Befragung. Rund 84 Prozent stimmten für ein Ende des Wechsels. Getan hat sich aber seitdem nicht mehr viel. Nun sei es an den einzelnen Mitgliedsstaaten, etwas zu tun, heißt es von Seiten der Europäischen Kommission – und diese können sich bisher nicht darauf einigen, ob es nun bei der Sommerzeit – oder lieber bei der Winterzeit bleiben soll. Übrigens: In Rund 60 Ländern der Welt gibt es dauerhaft Sommerzeit.
Zeitumstellung kann zu gesundheitlichen Problemen führen
Laut DAK-Umfrage belastet die Zeitumstellung. Der Anteil derjenigen, die danach an gesundheitlichen Problemen leiden, sei mit 27 Prozent konstant hoch. Besonders Menschen über 60 Jahre haben demnach Schwierigkeiten sich an den veränderten Rhythmus anzupassen, was häufig zu Müdigkeit, Schlafstörungen und Gereiztheit führt. Außerdem sind Frauen mit 31 Prozent häufiger von Beschwerden betroffen als Männer (24 Prozent).
Die AOK-Gesundheitskasse spricht von einem „Mini-Jetlag“ und gibt in einer aktuellen Pressemitteilung hilfreiche Tipps von Gesundheits-Expertin Sina Ritter, wie sich die Zeitumstellung besser meistern lässt:
- Schlafrhythmus schrittweise anpassen
Um den Körper bei der Umstellung zu unterstützen, empfiehlt Sina Ritter, bereits einige Tage vorher die Schlafenszeit schrittweise um 10 bis 15 Minuten nach vorne zu verlegen. „Dadurch kann sich der Organismus langsam an den veränderten Rhythmus gewöhnen. Wem es schwerfällt, in den Schlaf zu finden, kann mit bewussten Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen das Einschlafen fördern und den Stress der Zeitumstellung reduzieren“, betont die AOK-Expertin. Ein warmes Bad oder eine Tasse beruhigender Kräutertee können ebenfalls für eine erholsame Nachtruhe sorgen.
- Tageslicht gezielt nutzen und aktiv in den Tag starten
Licht ist wichtig für unsere innere Uhr. „Wer sich bereits am Morgen möglichst viel Tageslicht aussetzt, hilft dem Körper, sich schneller an die neue Zeit zu gewöhnen“, erklärt Sina Ritter. Vor allem Spaziergänge am Morgen oder in der Mittagspause sind besonders effektiv. Im Allgemeinen kann körperliche Bewegung helfen, die Anpassung an die Sommerzeit zu erleichtern: „Bereits ein paar Minuten leichtes Stretching oder ein kurzer Spaziergang am Morgen können den Kreislauf in Schwung bringen und Müdigkeit vertreiben.“ - Bewusst essen und trinken
Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Anpassung des Körpers an die Zeitumstellung. „Schwere Mahlzeiten am späten Abend sollten vermieden werden, da sie den Schlaf beeinträchtigen können“, empfiehlt Ritter. Stattdessen sind leichte Abendgerichte mit eiweißreichen und nährstoffreichen Zutaten ideal. Auch auf Koffein und Alkohol sollte am Abend verzichtet werden, da sie den Schlaf-Wach-Rhythmus stören können.
(Quelle: Artikel: Pauline Obermaier / Infos AOK und DAK Pressemitteilungen / Beitragsbild: Symbolfoto: re)
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