Rosenheim – Am Freitagabend (20.2.2026) fand in Rosenheim eine spontane Demonstration in der Innenstadt statt. Rund 20 Personen des Roten Aufbruchs Rosenheim beteiligten sich nach eigenen Angaben an einem lautstarken Protestzug. Die Demonstration richtete sich gegen Gewalt an Frauen und die systemische Unterdrückung von Frauen und fand als Reaktion auf das Tötungsdelikt in Rosenheim in der Nacht auf den 20. Februar 2026 statt, bei dem ein 54-jähriger Mann seine 89-jährige Mutter getötet haben soll.
Nach Angaben der Polizei verständigte sich der Tatverdächtige selbst bei den Einsatzkräften. Die Frau wurde tot in ihrer Wohnung nahe dem Bahnhof aufgefunden. Der Mann wurde vorläufig festgenommen, befindet sich in Untersuchungshaft, und gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes. Offizielle Angaben zu den Hintergründen der Tat liegen bisher nicht vor (wir berichteten).
Der Rote Aufbruch Rosenheim äußerte in einer Mitteilung, dass es sich aus ihrer Sicht um einen möglichen Femizid handeln könnte, also eine Tötung einer Frau aufgrund ihres Geschlechts. In der Stellungnahme hieß es: „Wenn Frauen getötet werden, antworten wir auf diese Gewalt, die eine von uns trifft, aber alle Frauen systemisch betrifft.“
Die Teilnehmer berichteten, dass die Polizei während der Demonstration mit erhöhter Präsenz vor Ort war und dass augenscheinlich nach den auf der Demonstration anwesenden Personen gefahndet wurde. Diese Angaben stammen ausschließlich von den Demonstrationsteilnehmenden; von der Polizei gibt es hierzu bisher keine öffentliche Meldung.
Der Rote Aufbruch kündigte zudem seine Teilnahme an der internationalen Frauenkampfdemonstration am 8. März 2026 in Rosenheim an, die um 16 Uhr am Salingarten startet.
(Quelle: Pressemitteilung Roter Aufbruch Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Roter Aufbruch Rosenheim )


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