Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Rosenheim war ein Güterzug im Bereich des Bahnhofs Bernau über Gegenstände auf den Gleisen gefahren. Der Lokführer leitete sofort eine Bremsung ein. Der Zug kam rund 500 Meter nach dem Bahnhof zum Stehen.
Mahlspuren an Lok und Schienen
Beamte stellten an der Lok Rückstände fest, die nach ersten Erkenntnissen von zermahlenen Steinen stammen dürften. Auch auf den Schienen im Bereich des Bahnhofs waren entsprechende Spuren sichtbar. Eine Absuche des Umfelds brachte keine weiteren Hinweise auf mögliche Täter.
Die ab etwa 18.50 Uhr gesperrte Strecke zwischen Rosenheim und Salzburg konnte gegen 19.30 Uhr wieder freigegeben werden. Der betroffene Güterzug setzte anschließend seine Fahrt in Richtung Freilassing fort.
18 Züge betroffen – massive Verspätungen
Die Sperrung wirkte sich unmittelbar auf 18 Züge aus. Insgesamt summierten sich die Verspätungen auf rund 740 Minuten.
Bundespolizei warnt vor lebensgefährlichen Folgen
Die Bundespolizei weist darauf hin, dass das Betreten des Gleisbereichs und das Auflegen von Gegenständen auf Schienen kein harmloser Streich sind. Züge sind mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, haben lange Bremswege und können nicht ausweichen. Steine oder andere Hindernisse können beim Überfahren zu gefährlichen Geschossen werden. Im schlimmsten Fall droht sogar eine Entgleisung.
Zeugen, die am Mittwochabend im Bereich des Bahnhofs Bernau verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Rosenheim unter Telefon 08031 / 8026-2102 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Bundespolizei)


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