Rosenheim – Die Technische Hochschule Rosenheim erweitert ihr Studienangebot: Zum Wintersemester 2026/27 gehen die neuen Bachelorstudiengänge Smart Interactive Media, Energietechnik und Erneuerbare Energien sowie Gebäudetechnik und Energieeffizienz an den Start. Damit reagiert die Hochschule in Rosenheim auf den wachsenden Fachkräftebedarf in digitalen Zukunftsfeldern und im Bereich der Energiewende.
Mit dem englischsprachigen Studiengang Smart Interactive Media erschließt die Hochschule ein interdisziplinäres Zukunftsfeld. Das Angebot ist am Campus Chiemgau in Ruhpolding und Traunstein angesiedelt und verbindet Mediengestaltung mit Informatik.
„Wir verbinden Inhalte aus verschiedenen Bereichen, also zum Beispiel aus der Mediengestaltung und der Informatik, um innovative und interaktive Anwendungen zu entwickeln. Dabei geht es zum Beispiel um Virtual und Augmented Reality, 3D-Design, Animation, Medienproduktion und die Anwendung von Künstlicher Intelligenz“, erläutert Studiengangsleiter Professor Sebastian Feger.
Digitale Anwendungen sind längst fester Bestandteil des Alltags – ob auf dem Smartphone, im Internet oder in intelligenten Produkten. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Fachkräften, die technisches Know-how mit nutzerorientierter Gestaltung verbinden. „Sie arbeiten an der Schnittstelle von Innovation, Technologie, Medien und Design in Unternehmen, Agenturen, Start-ups oder in der Forschung“, so Feger zu den Berufsperspektiven.
Neue Studiengänge für die Energiewende
Auch im Bereich Energie strukturiert die Hochschule ihr Angebot neu. Die bisherigen Inhalte des Studiengangs Energie- und Gebäudetechnologie werden künftig in zwei eigenständigen Bachelorstudiengängen vertieft: Gebäudetechnik und Energieeffizienz sowie Energietechnik und Erneuerbare Energien.
„Wir haben festgestellt, dass die Inhalte in den beiden Schwerpunkten so umfangreich geworden sind, dass wir sie in eigenständige Studiengänge aufteilen müssen“, erklärt Professor Gerhard Friedsam, der die Leitung des neuen Studiengangs Gebäudetechnik und Energieeffizienz übernommen hat.
Im Fokus stehen Planung, Entwurf und Optimierung ressourcenschonender Gebäudetechnik – auch für große Areale wie Hotels, Krankenhäuser, Einkaufszentren, Sportstadien oder U-Bahnhöfe. „Wir reden hier von großen Gebäudearealen wie etwa Hotels, Krankenhäusern, Einkaufszentren, Sportstadien oder U-Bahnhöfen. Dabei spielen betriebswirtschaftliche Aspekte ebenso eine Rolle wie der optimale Umgang mit Ressourcen“, betont Friedsam. Der Gebäudesektor sei ein entscheidender Faktor, um die Transformation hin zu einer Null-Emissionsgesellschaft zu schaffen.
Der Studiengang Energietechnik und Erneuerbare Energien legt den Schwerpunkt auf moderne Energiesysteme und deren Weiterentwicklung. „Wir vermitteln unseren künftigen Studierenden fundierte Kenntnisse in klassischer Energietechnik ebenso wie in den Bereichen Solarenergie, Windkraft, Wasserstoff, Energiespeicherung und Energieeffizienz“, so Studiengangsleiter Professor Frank Buttinger. Auch die Versorgungssicherheit spiele eine zentrale Rolle: „Wir müssen auch in Zukunft sicherstellen, dass unsere Stromnetze zuverlässig den Bedarf decken.“
Enge Abstimmung mit der regionalen Wirtschaft
Beide energiebezogenen Studiengänge wurden in enger Abstimmung mit Unternehmen aus der Region konzipiert. „Uns war wichtig, die Bedarfe der Firmen genau zu kennen und die Studieninhalte darauf auszurichten“, betont Buttinger. Ziel sei es, Absolventen optimal auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Der Bedarf ist groß: Bundesweit werden Tausende Ingenieure für die Energiewende gesucht.
Bewerbungen für die neuen Bachelorstudiengänge sind – wie für die meisten anderen grundständigen Angebote – ab dem 15. April möglich. Weitere Informationen stellt die Hochschule online im Bereich „Studium und Weiterbildung“ bereit.
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Im neuen Studiengang Smart Interactive Media beschäftigen sich die Studenten mit zahlreichen innovativen Technologien. Copyright Max Baudrexl)


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