Rosenheim – Bayern startet ins Tourismusjahr 2026 mit gemischten Vorzeichen: Mehr Gäste reisen an, übernachten aber etwas kürzer. Besonders Wintercamping boomt – und Mittelfranken freut sich über die größten Zuwächse.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, verzeichnen die bayerischen Beherbergungsbetriebe im Januar 2026 knapp 2,3 Millionen Ankünfte – ein Plus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Übernachtungszahlen sinken leicht um 0,8 Prozent auf fast 5,8 Millionen, bleiben aber weiterhin auf hohem Niveau.
Von den Ankünften und Übernachtungen stammen rund 1,8 Millionen Ankünfte (+0,5 %) und 4,7 Millionen Übernachtungen (-0,6 %) von Gästen aus Deutschland. Die internationalen Gäste machen gut 0,5 Millionen Ankünfte (+1,6 %) aus und bringen etwa 1,1 Millionen Übernachtungen (-1,8 %). Damit liegt der Anteil ausländischer Gäste bei rund 22,8 %, der der Inländer bei 77,2 %.
Wintercamping und Ferienunterkünfte im Plus
Während klassische Hotels (-0,6 % Übernachtungen), Gasthöfe (-7,8 %) und Pensionen (-4,7 %) Rückgänge verzeichnen, steigen die Übernachtungen in Ferienzimmern, -wohnungen, -häusern und -dörfern (+1,6 %), Erholungs-, Ferien- und Schulungsheimen (+1,8 %), Jugendherbergen, Hostels und Hütten (+2,2 %) sowie Vorsorge- und Rehakliniken (+2,4 %).
Die Campingbetriebe verbuchen im Januar sogar das stärkste Plus mit 5,9 % mehr Übernachtungen, hauptsächlich durch deutsche Gäste (123 109 Übernachtungen). Auslandsgäste übernachten insgesamt 6 427 Mal, die meisten davon aus den Niederlanden (1 271) und Österreich (1 182).
Regionale Unterschiede
Unter den Regierungsbezirken legt Mittelfranken am stärksten zu: +7,9 % bei Ankünften, +4,1 % bei Übernachtungen. Es folgen Schwaben (Ankünfte +1,9 %, Übernachtungen +2,7 %), Unterfranken (+1,3 %, +2,0 %) und Niederbayern (+0,6 %, +0,7 %).
Oberbayern meldet leicht rückläufige Zahlen (-0,6 % Ankünfte, -3,2 % Übernachtungen), bleibt aber mit knapp 1,2 Millionen Gästen und rund 2,7 Millionen Übernachtungen der größte Bezirk. Auch Oberfranken (-1,7 %, -2,1 %) und Oberpfalz (-1,2 %, -5,2 %) weisen Rückgänge auf.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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