Oberbayern Süd – In den vergangenen Tagen registrierte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd erneut zahlreiche betrügerische Anrufe. In drei Fällen übergaben Geschädigte Bargeld und Wertgegenstände im Gesamtwert von über 200.000 Euro an die Täter. Die Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
In zwei Fällen am 19. Februar 2026 in Kraiburg (Lkr. Mühldorf am Inn) und Übersee (Lkr. Traunstein) gaben sich die Betrüger als Angehörige aus, die einen Unfall verursacht hätten. Die Angerufenen wurden dazu gebracht, Bargeld im sechs- bzw. mittleren fünfstelligen Eurobereich als angebliche „Kaution“ zu übergeben.
In einem weiteren Fall am 20. Februar 2026 in einer Gemeinde im westlichen Landkreis Weilheim-Schongau stellten sich die Täter als Bundespolizisten dar. Sie behaupteten, in der Nachbarschaft habe es Einbrüche gegeben und Bargeld sowie Wertgegenstände müssten „zum Schutz“ der Polizei übergeben werden. Ein 61-jähriger Mann übergab daraufhin Silber- und Goldmünzen im hohen fünfstelligen Wert.
In allen drei Fällen wurde die Polizei erst im Nachhinein informiert.
Die Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ermittelt weiterhin zu den Taten. Sie warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und gibt folgende Verhaltenstipps:
- Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen – weder zu Hause noch im öffentlichen Bereich.
- Die Polizei oder andere Ermittlungsbehörden würden Sie niemals telefonisch zur Übergabe von Geld oder Wertsachen auffordern. Legen Sie in solchen Fällen sofort auf und kontaktieren Sie den Polizeinotruf 110.
- Sprechen Sie das Thema „Enkeltrick“ und „Schockanrufe“ in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis an und sensibilisieren Sie Ihre Angehörigen zur Vorsicht.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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