Nachrichten, Informationen und Geschichten aus Rosenheim

Wenn der Dialekt rockt: Interview mit Musiker Michael Fenzl zum Tourauftakt von „Fenzl und Bäänd“

Michi Fenzl und sein Kontrabass in Aktion: Foto: Copyright Mike Heider

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

15. März 2025

Lesezeit: 5 Minute(n)

Velkolepá autonehoda v Schliersee se stala známou mnoha hráčům online kasin. Podle policie k nehodě došlo kolem 00:40 ráno a podle dosavadních informací zůstali dva cestující bez zranění, přečtěte si také o nových českých online kasinech https://sancenavyhru.website3.me/. Také krátce před hasičskou zbrojnicí v Neuhausu zaparkovali dva hráči online kasina auto a nasedli do Passatu s poznávací značkou Tölzer, což nezůstalo bez povšimnutí pozorných přihlížejících.

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Es wird kultig am Samstag, 22. März in der Bruckmühler Kulturmühle (Landkreis Rosenheim): Fenzl und Bäänd rocken das Haus. Unter dem Motto „Sommer.Sound.Liebe“ findet der Tourauftakt 2025 statt – samt einer ein Meter Durchmesser großen Discokugel. Rockmusik im Dialekt lässt die „Bäänd“ mit Kultfaktor auf einmalige und eingängige Art und Weise zum Mitgrooven und Mitsingen erklingen. Die Band, das sind: Michael U. Fenzl (Gesang / Kontrabass / Gitarre), Rob Solomon (Posaune / Tuba / Farfisa), Max Spindler(Guitar / Gesang) und Andy Schechinger (Drums / Gesang). Liedermacher, Musiker und Bandleader Michael Fenzl stand jetzt Rede und Antwort – vor allem, was sein Kontrabass alles aushalten muss.

Frage: Sommer Sound Liebe – das klingt schon so nach Urlaub. Entführt Eure Tour – ganz ohne in den Flieger steigen – in einen Urlaub vom Alltag?
Antwort:  Ich bin ein Wärme und Sonne liebender Mensch! Für mich dürfte es immer Sommer sein! Sobald die Sonne scheint, geht es mir gut! Und dieses Gefühl möchten wir gerne bei unseren Konzerten transportieren! Eine gute Zeit haben! Gute Gedanken!. Es gibt derzeit so viel Hass und schlechte Nachrichten auf dieser Welt. Bissl Auszeit davon tut uns sicherlich gut!

Frage: Der arme Kontrabass hat jetzt schon einiges mitgemacht. Jetzt ist er sogar für „Sommer“ baden gegangen. Was steht ihm noch bevor?
Antwort: Ich habe bzw. hatte insgesamt drei von demselben Kontrabass-Modell. Ein Standardinstrument, was ich für meine außergewöhnliche Spielweise und für den fetten Sound umgebaut und modifiziert hab. Custommade sozusagen. „FENZL 3000“ ist sein Name. Mein erster Kontrabass wurde durch Nr. 2 ersetzt, weil sich sein Hals über die Jahre verzogen hatte. Seither hab ich vor allem mit Nr. 2 gespielt und bin mit ihm um die halbe Welt, über Italien, Finnland, Slowakei, Rußland, Indien bis nach Korea gereist. Einen dritten Bass hab ich mir nur als Ersatz zugelegt, falls an meinem Hauptbass mal etwas kaputt gehen sollte. Für unseren Videodreh zu „Sommer“ musste der Prototyp dann dran glauben. Während der Dreharbeiten in der Mangfall hat sich langsam der Leim aufgelöst und zum Schluss hab ich ihn, wie man im Video sieht, mit einem Wurf gegen das Klavier (was auch im Wasser stand) zerstört. – Meine Instrumente machen also so einiges mit! Huift ja ned!

Frage: Und vor allem, wie überlebt er all die coolen Eskapaden?Antwort: Ich benutze meinen Kontrabass Live auf der Bühne nicht nur zum Spielen, sondern auch als akrobatischen Tanzpartner. Ich steh des Öfteren beim Spielen auf dem Bass, dreh ihn im Kreis, oder schleif ihn hinter mir her, wenn ich einen Ausflug ins Publikum mache. Da muss das Material schon so einiges aushalten! Im Tourbus liegen deshalb immer Leim, Schrauben und Schraubzwinge. Das Werkzeug kommt nach den Konzerten schon häufiger zum Einsatz!

Frage: Wenn ihr spielt, rockt ihr jede Location. Woran macht ihr diesen besonderen Bühnenspirit fest?
Antwort: Das ist die Aufgabe! Die Leute zu unterhalten, zu berühren und zum Tanzen und zum Feiern zu animieren! Wenn das nicht gelingt, haben wir was falsch gemacht. Auf der Bühne fühle ich mich wie zuhause. Da bin ich ganz im hier und jetzt bei mir, bei der Band und beim Publikum. Meine Kollegen und ich geben immer alles und danach sind wir auch jedes Mal völlig durchgeschwitzt und ausgepowert. Das gehört für mich zu einem gelungenen Konzertabend dazu.

Frage: Mundart ist seit geraumer Zeit in der modernen Musik wieder voll „in“ und spricht die Jugend an. Ist dir beziehungsweise euch der Dialekt wichtig?

Antwort: Als ich damals 2011 als Gründungsmitglied mit Django 3000 durchgestartet bin, war Mundart wieder voll im Trend! Labrassbanda und wir waren da unter anderem maßgeblich beteiligt. Mittlerweile gibt es eine unglaublich große Zahl an Bands und Künstler die in Mundart singen. – Schon schön! Die bayrische Mundart ist für mich neben der englischen Sprache am sanglichsten. Und nachdem ich bayrisch aufgewachsen bin, ist das die ehrlichste Sprache für mich, mit der ich mich auch am besten ausdrücken kann.

Frage: Ihr bekennt euch zu eurer Heimat. Letztes Jahr widmete ihr Raubling auch den Tournamen. Was macht Heimat für dich/euch aus?
Antwort: Ich lebe in Rosenheim und hatte mein Studio 10 Jahre lang in Raubling. Ein Ort an dem ich unglaublich viel Musik geschrieben habe und der mich auch durch die Landschaft sehr inspiriert hat. Deswegen und auch wegen dem spannend klingenden Ortsnamen war mir klar, dass ich Raubling einen Song, ein Album und eine Tour widmen möchte. Es gibt so viele schöne Plätze auf unserem Planeten. Echt beeindruckend und immer eine Reise wert! Aber auch unser zuhause im Voralpenland ist wahnsinnig schön und ich bin sehr glücklich darüber, dass ich hier leben darf! Heimat ist immer da wo man sich geborgen fühlt und vor allem da, wo seine Liebsten sind!

Frage: Wie entstehen eigentlich eure Lieder? Wie muss man sich das vorstellen?
Ich hab nachdem ich Django 3000 im Jahr 2017 verlassen habe mein Projekt „FENZL“ gegründet. Ich hatte eine Vielzahl an Songs die ich geschrieben und im Jahr 2018 auf meinem Debüt- Album FENZL veröffentlicht habe. Mittlerweile hat sich nach mehreren Besetzungswechseln eine feste fantastische Liveband formiert mit der ich die Konzerte spiele. Die Songs schreib ich nach wie vor zum größten Teil selbst. Wie ich einen Song schreibe ist sehr unterschiedlich. Manchmal hab ich eine Textzeile, manchmal eine Melodie, manchmal einen Groove, oder einfach ein Bild, oder eine Stimmung im Kopf. Das skizziere ich kurz als Sprachaufnahme, oder auf einem Notizblock und sobald ich im Studio bin arbeite ich den Song am PC aus. Diese Aufnahmen schick ich dann zu meinen Bandkollegen und lass die skizzierten Drums und Posaunen einspielen. Für die Schlagzeugaufnahmen haben wir uns diesmal im Tonstudio „die:mischbatterie“ bei Stephan Zeh eingemietet. Ein Wahnsinns-Studio mit überragender Technik und einem ebenso guten Tontechniker! Hier sind auch die Fotos entstanden. Gitarre, Bass, Tasten und Gesang nehm‘ ich selbst auf und den finalen Mix macht dann mein lieber Kollege Max Spindler in seinem Studio neben an.Und mittlerweile ist schon die vierte FENZL-Scheibe „Sommer Sound &Liebe“ im Kasten.

Infokasten: zur Tour und Konzert in der Kulturmühle

Karten gibt es noch unter www.muenchenticket.de sowie an der Abendkasse. Beginn: 20 Uhr, Einlass: 19 Uhr in der Kulturmühle Bruckmühl, Bahnhofstraße 10. Tanzfläche und Whiskeyfässer samt Stehtischen sorgen für eine „griabigen“ Abend. Das THW bewirtet mit Würstl und Getränken.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Bruckmühl)

Frage: Gibt es auch Songs, die erst nach ein paar Jahren Reife auf die Bühne kommen?
Antwort: 
Ja, manchmal ist ein Song binnen Stunden ausgearbeitet, manchmal braucht es Monate, oder gar Jahre bis er für mich fertig ist. Das macht aber im Ergebnis keinen Unterschied. Die Songs können gleichermaßen gut werden. „SOMMER“ zum Beispiel hatte ich schon zu Django-Zeiten angefangen zu schreiben, ist aber erst auf meinem zweiten Album erschienen! Auch „RAUBLING“ lag einige Monate im Schubladen bis ich ihn fertig geschrieben habe. Wogegen OIWAI EASY ISLAND zum Beispiel einfach so aus mir rausgesprudelt ist! Ein sehr schöner Moment! Man setzt sich einfach hin und spielt und singt und drückt auf Record und schon ist es fertig! In diesem Fall waren das keine zwei Stunden.

Frage: Seid ihr zum Tourauftakt in Bruckmühl a bissl nervös oder scharrt ihr schon mit den Hufen und wollt einfach Gas geben?
Antwort:Der Start eines neuen Programms und das Spielen von neuen Songs ist für uns immer aufregender, als wenn man schon zehn Abende dasselbe aufgeführt und sich eine gewisse Routine eingespielt hat. Da spielt natürlich eine gewisse Aufregung eine Rolle. Aber die Vorfreude ist so riesig und überwiegt auf jeden Fall! Es kann also losgehen. Und ich bin mir sicher: Es werd a Fetzngaudi werdn!
(Quelle: Interview Silvia Mischi / Beitragsbild: Copyright Mike Heider)

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..