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Westbahn und BRB fordern planbare und fahrgastgerechte Sanierung der Bahninfrastruktur

Westbahn. Copyright Westbahn

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich fĂŒr die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.
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24. Januar 2026

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Lesezeit: 2 Minute(n)

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MĂŒnchen – Die umfangreichen Baumaßnahmen der DB InfraGO im Jahr 2026 und in den Folgejahren werden den Bahnverkehr in Deutschland deutlich prĂ€gen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben die Westbahn und die Bayerische Regiobahn (BRB) ihre Forderungen fĂŒr eine bessere Planung, Koordination und operative Umsetzung wĂ€hrend der Sanierung der Bahninfrastruktur vorgestellt.

Westbahn-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Posch betont: „Die Sanierung und Modernisierung der Schieneninfrastruktur ist notwendig. Doch IntensitĂ€t, Dauer und Umsetzung der Maßnahmen dĂŒrfen nicht zulasten der Reisenden gehen.“ BRB-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Arnulf Schuchmann ergĂ€nzt, dass insbesondere im grenzĂŒberschreitenden Verkehr klare ZustĂ€ndigkeiten und funktionierende Kommunikation unverzichtbar seien.

Kernforderungen an DB InfraGO

Seit 2022 fĂ€hrt die Westbahn fĂŒnfmal tĂ€glich von MĂŒnchen nach Wien, seit Dezember 2024 auch zwei Verbindungen von Stuttgart ĂŒber MĂŒnchen nach Wien. Posch beschreibt die derzeitige Situation: „Kurzfristige Baustellen, fehlende Abstimmungen und unklare ZustĂ€ndigkeiten. Das ist kein Ausnahmezustand, sondern gelebter Alltag. Das dĂŒrfen FahrgĂ€ste und alle Mitarbeitenden, die tagtĂ€glich mit den Herausforderungen konfrontiert sind, nicht lĂ€nger ausbaden. Jetzt ist der Zeitpunkt zu handeln. Es braucht endlich ein Baustellenmanagement, das funktioniert.“

Auf Basis dieser Erfahrungen hat die Westbahn drei zentrale Kernforderungen formuliert:

  1. FrĂŒhzeitige AnkĂŒndigungen: Baustellen mĂŒssen rechtzeitig kommuniziert werden, damit kurzfristige Änderungen oder BauzeitverlĂ€ngerungen die Reisenden nicht treffen.
  2. Planungssicherheit: VerlĂ€ssliche und realistische Planungen sind nötig, damit FahrplĂ€ne und BetriebsablĂ€ufe nicht durch kurzfristige Änderungen oder fehlende KapazitĂ€ten durcheinandergebracht werden.
  3. Klare ZustĂ€ndigkeiten: Verantwortlichkeiten mĂŒssen eindeutig definiert sein, um Abstimmungschaos, Fehlleitungen und widersprĂŒchliche Informationen zu vermeiden.

Posch unterstreicht: „Sanierung ist richtig und wichtig, aber sie darf kein Überraschungs-Ei sein. Bahnunternehmen brauchen VerlĂ€sslichkeit, klare Kommunikation und Planungssicherheit aus einer Hand – das sind Mindestvoraussetzungen fĂŒr einen funktionierenden Bahnbetrieb.“

Konkrete Auswirkungen auf den Bahnverkehr

Schuchmann erlĂ€utert die Folgen mangelnder Baustellenplanung am Beispiel der Strecke RE5 MĂŒnchen – Rosenheim – Salzburg. Bereits 2026 kommt es hier aufgrund der Generalsanierung NĂŒrnberg – Regensburg – Passau zu EinschrĂ€nkungen und ZugausfĂ€llen. Kommt in den Jahren 2027 und 2028 die Sanierung Rosenheim – Freilassing und MĂŒnchen – Rosenheim, sind weitere Störungen und Schienenersatzverkehre zu erwarten.

Schuchmann kritisiert: „Man lĂ€sst uns am ausgestreckten Arm verhungern und verweigert uns einen zielgerichteten Dialog.“
Er weist zudem auf Probleme beim Schienenersatzverkehr hin: Die DB InfraGO organisiert die Busse, die BRB muss jedoch Fahrgastbeschwerden bearbeiten, obwohl sie keinen direkten Kontakt zu den Busunternehmen hat.
Ein weiteres Thema ist die Fahrgastinformation: Schuchmann fordert, sie mĂŒsse „neu gedacht und schneller, flexibler sowie verlĂ€sslicher im Sinne unserer FahrgĂ€ste werden.“

Die Westbahn und die BRB fordern ein funktionierendes Zusammenspiel von Planung, Bau und Betrieb und dass diese GrundsĂ€tze verbindlich in der weiteren Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen der DB InfraGO verankert werden.
(Quelle: Pressemitteilung Westbahn / Bayerische Regiobahn / Beitragsbild; Copyright Westbahn): 

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