FĂŒrth / Bayern – Zum heutigen Weltfrauentag, 8. MĂ€rz, lohnt ein Blick in die Geschichte der Hochschulbildung in Bayern: Vor 123 Jahren, im Wintersemester 1903/04, durften Frauen erstmals offiziell an den Hochschulen eingeschrieben werden. Damals waren von insgesamt 4 855 Studierenden gerade einmal 80 Frauen immatrikuliert. Ein historischer Schritt, der den Weg fĂŒr die Gleichberechtigung in Bildung und Wissenschaft ebnete.
Heute ist die Situation völlig anders: Im Wintersemester 2025/26 liegt der Frauenanteil an Bayerns Hochschulen bei 49,2 Prozent von insgesamt 404 320 Studierenden. Immer mehr junge Frauen wÀhlen auch besonders anspruchsvolle Studienrichtungen wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Im ersten Hochschulsemester 2024/25 liegt ihr Anteil hier bereits bei 35,2 Prozent.
Von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart
Ein Blick in die Nachkriegszeit zeigt die stetige Entwicklung: Im Wintersemester 1951/52 waren 3 847 Frauen an den Hochschulen eingeschrieben â das entsprach einem Anteil von 15,6 Prozent. Beliebt waren damals vor allem Sprachwissenschaften und LehramtsstudiengĂ€nge, gefolgt von Medizin. Heute dagegen wĂ€hlen viele Studentinnen FĂ€cher wie Pharmazie, Biologie, Architektur oder Chemie: In Pharmazie liegt der Frauenanteil im ersten Semester aktuell bei 80 Prozent, in Biologie bei 67,3 Prozent, in Architektur/Innenarchitektur bei 62,7 Prozent und in Chemie bei 50,4 Prozent.
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Frauen erfolgreich in Studium und MINT
Auch bei den erfolgreichen AbschlĂŒssen zeigt sich der Fortschritt: Im PrĂŒfungsjahr 2024 stellten Frauen mehr als die HĂ€lfte der Absolventen (39 284 von 77 781). Besonders hoch ist der Frauenanteil in Pharmazie (70,8 Prozent), Biologie (65,9 Prozent) und Architektur/Innenarchitektur (63,2 Prozent). Selbst in den MINT-FĂ€chern erreichten Frauen beachtliche 32,1 Prozent der erfolgreichen AbschlĂŒsse.
Damit zeigt sich eindrucksvoll: Von den ersten 80 Studentinnen 1903 bis zu heute hat sich viel getan. Frauen sind lĂ€ngst ein selbstverstĂ€ndlicher Teil der Hochschullandschaft â und ihre PrĂ€senz in Wissenschaft und Forschung wĂ€chst kontinuierlich.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt fĂŒr Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)


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