Zukunftsweisende Wohnkonzepte: Fachtagung in Rosenheim

Zukunftsweisende Wohnkonzepte: Fachtagung in Rosenheim

Rosenheim – Eine Fachtagung zum Thema „Zukunft! Wohnen im Alter in Rosenheim“ findet am Mittwoch 26. April von 19- bis 21 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim statt. Veranstalter ist der Verein „Pro Senioren Rosenheim“.

Experten aus verschiedenen Bereichen diskutieren über innovative Wohnkonzepte, flexible Nutzungsmöglichkeiten im Wohnungsbau sowie Förder- und Nachhaltigkeitsszenarien. Themen wie nachhaltiges Wohnen, soziale Raumorientierung und positive  und bewährte Beispiele aus der Praxis werden vorgestellt, um zukunftsfähige Wohnformen zu entwickeln und zu fördern.
(Quelle: Artikel: Pauline Obermaier / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Was tun mit historisch belasteten Straßennamen in Rosenheim?

Was tun mit historisch belasteten Straßennamen in Rosenheim?

Rosenheim – Was tun mit historisch belasteten Straßennamen? In der Stadt München wurden seit dem Jahr 2006 bereits 6 Straßen umbenannt.  Auch in Rosenheim könnte es so weit kommen. Zum Stand der Dinge wurde jüngst bei der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschuss informiert. 

Wann ist ein Straßenname historisch so negativ belastet, dass er umbenennt werden muss? In der Stadt München kam man in den vergangenen Jahren zu dem Ergebnis, dass dies auf 45 Straßen tatsächlich zutrifft. Laut aktueller Medienberichten wird die Liste mit umstrittenen Straßennamen demnächst noch länger.
Aber auch in Rosenheim finden sich einige Straßennamen, die durchaus problematisch gesehen werden können. Dazu zählt beispielsweise die Langbehnstraße, die nach dem völkischen-antisemitischen Philosophen und Autor Julius Langbehn (geboren 1851) benannt wurde. Bekannt gemacht hat ihn sein Buch „Rembrandt als Erzieher“. Darin lehnt er die Demokratie ab, spricht sich für die Herrschaft einer Aristokratie aus, erhebt die Deutschen zu Angehörigen der edelsten Rasse und macht offensiv Front gegen die Juden. Heute wird er darum als Wegbereiter des Nationalsozialismus betrachtet.
Mit der Stadt Rosenheim verbindet Langbehn eigentlich nichts – außer die Tatsache, dass er auf seiner Reise nach Tirol aufgrund Krankheit Rast einlegte im Hotel „König Otto“ und dort verstarb.

Langbehnstraße wurde bereits einmal umbenannt

Auf Anstoß des früheren Rosenheimer Historiker Walter Leicht und mit journalistischer Unterstützung der damaligen OVB-Redakteurin Elvira Bibel-Neu wurde die Langbehnstraße im Jahr 1991 tatsächlich schon einmal unbenannt in „Geschwister-Scholl-Straße“. Die Umbenennung währte damals aber aufgrund Beschwerden der Anwohner nur wenige Wochen. Ihnen missfiel, dass sie durch die Straßenumbenennung auch ihre Postanschrift ändern mussten (wir berichteten).
Die Langbehnstraße ist aber nicht die einzige problematische Straßenbezeichnung im Rosenheimer Stadtgebiet. Zwei weitere Beispiele sind der Oberdonauweg und der Niederdonauweg, die mit dem NS-Regime in Bezug gebracht werden können.

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Die SPD-Stadtratsfraktion beantrage darum im Jahr 2021  zusammen mit der Stadträtin Ricarda Krüger (damals „Die Partei“)  die Erstellung einer Liste aller Rosenheimer Straßennamen mit NS-Bezügen. Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss stimmte diesem Antrag zu und beauftragte die Stadtverwaltung  mit der Erstellung eines erweiterten Kriterienkatalogs, der neben NS-Bezügen auch andere problematische Themen abdeckt. Betreut mit dieser Untersuchung wurde im Jahr 2023 der Leiter des Stadtarchivs Rosenheim Dr. Christian Höschler.

Seit dem traf sich bereits zwei Mal eine interfraktionelle Arbeitsgruppe zum „Runden Tisch“, zuletzt im Januar diesen Jahres. Dabei präsentierten Kulturreferent Wolfgang Hauck gemeinsam mit Dr. Höschler die Ergebnisse der Untersuchung. Über konkrete Maßnahmen im Umgang mit den ermittelten Straßennamen wurde aber bis jetzt noch nichts entschieden. Denn vor einer endgültigen Entscheidung soll ab Herbst diesen Jahres erst eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den einzelnen Straßennamen beginnen.
„Die Straßennamen spiegeln die Geschichte der Stadt Rosenheim wieder. Straßennamen werden nicht willkürlich vergeben, es ist ein Gedenken“, meinte SPD-Stadträtin Gabriele Leicht bei der jüngsten Kulturausschussitzung und bedankte sich. wie auch einige weitere Stadträte, bei der Stadtverwaltung, für die laufende Untersuchung und Aufarbeitung dieses Teils der Rosenheimer Stadtgeschichte. Sie erhoffe sich am Schluss der jetzt kommenden Diskussionen eine einvernehmliche Lösung.
Welche Straßennamen am Schluss tatsächlich betroffen sind und wie die Lösung dann konkret aussieht, bleibt abzuwarten. In Puch in Fürstenfeldbruck, wo es einst ebenfalls eine Langbehnstraße gab, sah man schließlich von einer Umbenennung ab und ging einen anderen Weg. Dort gibt es nun unter dem betreffenden Straßenschild eine Hinweistafel mit dem Lebenslauf der betreffenden Person.
(Quelle: Artikel: Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Filmabend in der Städtischen Galerie Rosenheim

Filmabend in der Städtischen Galerie Rosenheim


Rosenheim – Die Städtische Galerie Rosenheim zeigt am 27. März in Kooperation mit soulkino den Underground-Film „Decoder“ (FSK 16), in dem FM Einheit (Frank-Martin Strauß) in Einstürzende Neubauten einen Soundbastler spielt, der eine Verschwörung hinter der Musik in Fastfood-Restaurants entdeckt.


Die Städtische Galerie Rosenheim zeigt bis zum 13. April die Ausstellung „Punk: Wir versprechen nichts“, die die Verbindung von Kunst, Musik und gesellschaftlicher Rebellion in den 70er und 80er Jahren beleuchtet. Sie thematisiert die Entwicklung des Punks in Städten wie New York, London und Berlin sowie die lokale Punk-Geschichte.
In dem Film entwickelt FM Einheit einen Decoder, um die manipulative Wirkung der Musik zu entschlüsseln und die Menschen zu erwecken. Der Film thematisiert die Auswirkungen von Medienkontrolle und technologischem Einfluss auf die individuelle Freiheit und ist eine düstere  Zukunftsvision, die die Grenzen zwischen Kunst, Kommunikation und Kontrolle hinterfragt. Der Eintritt kostet 10 Euro und umfasst auch den Zugang zur Ausstellung.
(Quelle: Artikel Pauline Obermaier/ Beitragsbild: Symbolfoto re)

Digitale Mediensprechstunde für SeniorInnen in Rosenheim

Digitale Mediensprechstunde für SeniorInnen in Rosenheim

Rosenheim – Das AWO Mehrgenerationenhaus in Rosenheim bietet eine digitale Mediensprechstunde für Senioren an. Jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr (mit Ausnahme der Schulferien) können sich Interessierte rund ums Internet sowie den Umgang mit Handy, Computer und Co. beraten lassen.

Die kostenfreie Sprechstunde richtet sich sowohl an Neueinsteiger als auch an Fortgeschrittene.
Eine Terminvereinbarung ist unter der Telefonnummer 08031/941373-21 oder per E-Mail an mehrgenerationenhaus@awo-rosenheim.de möglich. Weitere Informationen gibt es auf der Website.
(Quelle: Artikel Pauline Obermaier/ Beitragsbild: Symbolfoto re) 

Zurück in den Beruf nach der Familienzeit – Online-Veranstaltung

Zurück in den Beruf nach der Familienzeit – Online-Veranstaltung

Rosenheim – Am Mittwoch, 26. März, lädt die Agentur für Arbeit Rosenheim von 9:30 bis 11 Uhr zu einer kostenlosen Online-Veranstaltung ein. Diese richtet sich an alle, die nach der Familienzeit wieder ins Berufsleben einsteigen möchten.

Monika Grün und Melanie Rössler, Experten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, sowie Catrinel Dünger, Berufsberaterin, geben hilfreiche Tipps und zeigen, wie man seine eigenen Stärken erkennt und welche beruflichen Möglichkeiten zu einem passen. Außerdem gibt es nützliche Informationen zum Thema Bewerbung. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann per E-Mail an Rosenheim.BCA@arbeitsagentur.de erfolgen. Weitere Infos gibt es auf der Website der Agentur für Arbeit.
(Quelle: Artikel Pauline Obermaier/ Beitragsbild: Symbolfoto re) 


Kräuter-Workshop in Oberaudorf

Kräuter-Workshop in Oberaudorf

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Am Donnerstag, 3. April findet im Kursaal in Oberaudorf um 19 Uhr ein Kräuter-Workshop statt. Die Teilnehmer werden in die Welt der Heilpflanzen eingeführt, mit besonderem Fokus auf die Pflanze des Monats und thematisch passende Kräuter.

Gemeinsam werden altbewährte Rezepturen der Volksheilkunde hergestellt, hierfür sollen kleine Probengefäße mitgebracht werden. Der Workshop findet ab vier Teilnehmern statt. Die Anmeldung ist bis zum 2. April bei der Tourist-Information unter der Telefonnummer 08033/30120 oder per E-Mail an info@oberaudorf.de möglich.
(Quelle: Artikel Pauline Obermaier Beitragsbild Symbolfoto re)

6. Audorfer Trachtenmarkt in Oberaudorf

6. Audorfer Trachtenmarkt in Oberaudorf

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Der 6. Audorfer Trachtenmarkt in der Schulturnhalle findet am Sonntag, 6. April  ab 10 Uhr statt. Geboten wird eine Auswahl an Trachtenartikeln für Jung und Alt.

Wer eigene Trachtenartikel zum Verkauf anbieten möchte, kann sich vorab informieren. Die Kontaktaufnahme ist täglich von 19 bis 21 Uhr unter der Telefonnummer 0151/18941202 oder über Instagram möglich. Die angebotenen Stücke sollen in einem sauberen und funktionsfähigen Zustand sein.
(Quelle: Artikel Pauline Obermaier / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hotel Wendelstein, Rosenheim, 1933

Hotel Wendelstein, Rosenheim, 1933

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1933. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Hotel Wendelstein in der Bahnhofstraße in Rosenheim. 

Mit der Verlegung des neuen Bahnhofs Rosenheim im Jahr 1876 bekam die Straße dorthin die Bezeichnung „Bahnhofstraße“:  In dieser neuen Straße siedelten sich dann rasch verschiedene Gewerbebetriebe an, darunter auch das Gasthaus „Wendelstein“, das in den Folgejahren dann zum Hotel erweitert wurde. Auf unserem Fotooldie blicken wir in den Speisesaal.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Wanderung zum Sonnenaufgang in Oberaudorf

Wanderung zum Sonnenaufgang in Oberaudorf

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Am Samstag, 5. April, startet um 5:30 Uhr eine Wanderung zum Sonnenaufgang an der Talstation Erlebnisberg Hocheck.

Die etwa 3 Kilometer lange Strecke führt auf einem Forstweg zum Gipfel, von dem aus ein atemberaubender Blick auf die umliegende Bergwelt und auf Oberaudorf geboten wird. Teilnehmer sollten robuste Bergschuhe, eine Stirnlampe (bei Bedarf ausleihbar) sowie Wechselkleidung und Verpflegung mitbringen. Die Wanderung dauert zirka 3 Stunden und umfasst 300 Höhenmeter. Anmeldungen sind bis zum 4. April, 17 Uhr unter +49 179 6102984 möglich. Die Teilnahme ist auf eigene Gefahr.
(Quelle: Artikel: Pauline Obermaier / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Städtisches Museum Rosenheim: Aus Förderverein wird Freundeskreis

Städtisches Museum Rosenheim: Aus Förderverein wird Freundeskreis

Rosenheim – Aus dem Förderverein Städtisches Museum Rosenheim wurde der Freundeskreis Städtisches Museum Rosenheim. Grund: Der Verein will seinen Tätigkeitsbereich erweitern.

Der neue Vereinsnamen „Freundeskreis Städtisches Museum Rosenheim“ wurde in das Vereinsregister Traunstein eingetragen. Damit ist der neue Name nach dem Beschluss der MItgliederversammlung im November 2024 nun auch amtlich bestätigt.

Für die Zukunft hat sich der Freundeskreis Städtisches Museum einiges vorgenommen. Das Tätigkeitsfeld soll weiter ausgebaut werden. „Wir wollen Vorträge anbieten und kleinere Führungen in der Umgebung des Städtischen Museums“, erzählt Franz Weiland, Vorsitzender des Freundeskreis Städtisches Museum Rosenheim. So soll demnächst bereits eine Führung in der „Alten Apotheke“ veranstaltet werden. Weitere Aktionen sollen folgen.

Städtisches Museum Rosenheim feiert 2025 130-jähriges Bestehen

Ein wichtiger Tag für das gesamte Städtische Museum Rosenheim ist 2025 der 1. Juni. An diesem Tag wurde nämlich vor 130 Jahren das Museum geöffnet, zu dieser Zeit noch als „Rosenheimer Museum“ bekannt. „Dieses Jubiläum wollen wir mit dem 30-jährigen Bestehen unseres Vereins verbinden und gebührend würdigen“, informiert Franz Weiland. Ein Programm dafür werde noch erarbeitet.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Information Freundeskreis Städtisches Museum / Beitragsbild. Symbolfoto: re)

Rimsting: Radlerin rutscht vom Bordstein und verletzt sich am Kopf

Rimsting: Radlerin rutscht vom Bordstein und verletzt sich am Kopf

Rimsting / Landkreis Rosenheim – Eine 36-jährige Radfahrerin rutschte am Sonntagmittag  (23.3.2025) bei der Hochfellnstraße in Rimsting (Landkreis Rosenheim) vom Bordstein ab und zog sich beim Sturz unter anderem Kopfverletzungen zu. 

Nach den Angaben der Polizei wollte die Frau mit ihrem Fahrrad von der Fahrbahn auf den Bürgersteig wechseln, als es zu dem Verkehrsunfall kam. Mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung wurde sie in ein Krankenhaus eingeliefert.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wieder ein Bahn-Surfer in München gefasst – Bundespolizei warnt

Wieder ein Bahn-Surfer in München gefasst – Bundespolizei warnt

München – Am Sonntagmorgen (23.5.2025) wurde in München wieder ein Bahn-Surfer gefasst. Es ist im März 2025 bereits der dritte Fall. Die Bundespolizei warnt vor diesem lebensgefährlichen Leichtsinn:

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am Sonntagabend (23. März) wurden drei Jugendliche bemerkt, die sich am Bahnhof Trudering im Führerstand einer aus Ebersberg verkehrenden S-Bahn befanden. Ermittlungen ergaben, dass mindestens einer von ihnen außen an der S-Bahn „surfte“. Bei der Fahrt kam es auch zur Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie rassistischen Beleidigungen.
Erst am Sonntag zuvor (16. März) war ein anderer Jugendlicher im Landkreis Fürstenfeldbruck auf einer S-Bahn gesurft. Er wird mit Graffiti-Straftaten in Verbindung gebracht. Bereits am 3. März „surften“ drei jungen Männer im Landkreis Erding auf einer S-Bahn

* Gegen 20:45 Uhr bemerkte ein Triebfahrzeugführer am 23. März in einer entgegenkommenden, aus Ebersberg verkehrenden S6 am Bahnhof Trudering drei Jugendliche, die sich im Führerstand aufhielten. Ermittlungen der alarmierten Bundespolizei ergaben, dass sich mindestens einer der drei bei fahrender S-Bahn mindestens einmal außerhalb des Führerstandes aufhielt. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass die Jugendlichen im Alter von 13 und zweimal 15 Jahren (alle Deutsche) im Führerstand „Tür-beschädigt-Aufkleber“ zu Hakenkreuzen zerschnitten und in zweifacher Ausfertigung im Führerstand anklebten. Bei der Durchsicht der Mobiltelefone konnte eine Videosequenz vom gleichen Tag entdeckte werden, die zeigt, wie ein 15-Jähriger aus der S-Bahn heraus eine rassistische Beleidigung zu einem dunkelhäutigen Reisenden am Bahnsteig des Bahnhofes Starnberg zurief. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und Volksverhetzung sowie wegen des unberechtigten Aufenthalts im Führerstand mit Hausfriedensbruch sowie des S-Bahn-Surfens aufgenommen. Wie und wo sie in den Führerstand gelangten ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Drei aus Neufahrn, Trudering und Sendling wurden den Erziehungsberechtigten zugeführt. Der 15-Jährige mit der rassistischen Beleidigung war polizeilich bereits wegen des Verdachts von Rechtsextremismus in Erscheinung getreten.

** Bereits am Sonntagabend (16. März) war ein 15-jähriger Deutscher aufgefallen, der zwischen Olching und Gröbenzell, Landkreis Fürstenfeldbruck, aus dem Fenster eines Führerstandes einer mit rund 100 – 120 Km/h schnell fahrenden S-Bahn (S4) geklettert war und mit gesamten Oberkörper aus dem Führerstand herausragte. Dabei filmte sich der Jugendliche aus Neubiberg – wie die spätere Auswertung seines Smartphones ergab – mit einer auf dem Kopf angebrachten GoPro-Kamera. Aufgefallen war der Jugendliche, als sich ein DB-Mitarbeiter in den Führerstand begab in dem sich der 15-Jährige befand. Bei dem Jugendlichen wurden diverse Werkzeuge sowie ein sogenannter DB-Vierkantschlüssel aufgefunden. In einem mitgeführten Rucksack fanden Bundespolizisten zudem u.a. Spraydosen und Handschuhe. An der gesamten Bekleidung befanden sich zudem Farbanhaftungen, der mitgeführten Farbdosen, die auf vorherige Verwendung hinwiesen. Der 15-Jährige, der bereits 2024 polizeilich mit Graffiti-Straftaten in Zusammenhang gebracht worden war, hatte auf seinem Handy 50 bis 60 Videos, die ihn über einen längeren Zeitraum beim sogenannten „S-Bahn-Surfen“ zeigen. Die Ermittlungen der Bundespolizei konzentrieren sich nun u.a. darauf, ob der Jugendliche Aufnahmen davon ins Netz gestellt und/oder auf Sozial Media Kanälen veröffentlichte. Gegen den Neubiberger wird nun wegen möglicher Graffitistraftaten ermittelt sowie wegen des unberechtigten Aufenthalts im Führerstand mit Hausfriedensbruch und des S-Bahn-Surfens. Er wurde den Erziehungsberechtigen zugeführt. Erst am Sonntag, 2. März, waren drei Jugendliche im Alter von 17 bis 21 Jahren auf einer S-Bahn-Kupplung von Altenerding nach Erding gesurft (siehe Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion München vom 3. März).

*** Die Bundespolizei warnt eindringlich vor dem lebensgefährlichen Zug- bzw. S-Bahn-Surfen! Egal, ob Mitfahren auf Puffern oder Hinauslehnen aus geöffneten Türen oder Fenstern, die entstehenden Gefahren sind unbeherrschbar, wie mehrere Unglücksfälle aus der Vergangenheit zeigen. Immer wieder kommen „Surfer“ mit Stromleitungen, Bahnmasten oder Gegenverkehr in Kontakt, stürzen auf Gleisbereiche oder werden, verletzt liegen bleibend, überrollt.

**** Erst am 23. März 2021 erlitt ein 28-Jähriger aus Berlin-Wilmersdorf schwerste Verletzungen. Er surfte bei Freising gegen 1 Uhr auf dem Dach einer S-Bahn und geriet in einen Spannungsbogen einer mit 15.000 Voltführenden Bahnoberleitung. Daraufhin stürzte er ungeschützt zu Boden und kam im Gleisbereich zum Liegen.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)