Mehr Geschwindigkeitskontrollen in Rosenheim?

Mehr Geschwindigkeitskontrollen in Rosenheim?

Rosenheim – Braucht es mehr Geschwindigkeitskontrollen im Rosenheimer Stadtgebiet? Wenn es nach der Grünen-Stadtratsfraktion geht, lautet die Antwort: „Ja“.  Ein dementsprechender Antrag sorgte jüngst bei der Verkehrsausschuss-Sitzung für Diskussion. 

Die Stadt Rosenheim führt die Geschwindigkeitskontrollen nicht selbst durch. Sie bedient sich dafür des Zweckverbands Kommunale Dienste Oberland in Bad Tölz.

Aktuell 80 Überwachungsstunden pro Monat

Aktuell sind pro Monat 80 Überwachungsstunden an über 100 fest definierten Kontrollstellen im Rosenheimer Stadtgebiet festgelegt. Nach Meinung der Stadtratsfraktion Bündnis 90- Die Grünen reicht das nicht aus. Als Begründung verweisen sie in ihrem Antrag auf den letzten Sachstandsbericht zur Kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung in Rosenheim, welcher im Rosenheimer Verkehrsausschuss am 11. Juli 2024 vorgestellt wurde. Kontrolliert wurden demnach im Zeitraum vom 1.Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 insgesamt 282.698 Fahrzeuge. Davon überschritten 4.845 die zulässige Höchstgeschwindigkeit .Zum Vergleich: im Jahr 2022 waren es 4.216, was eine Zunahme von 15 Prozent bedeutet. „Aufgrund dieser gravierenden Zunahme der Ordnungswidrigkeiten wegen zu schnellen Fahrens ist ein zeitnahes Handeln durch eine deutliche Zunahme von Geschwindigkeitskontrollen auf dem Stadtgebiet Rosenheim erforderlich“, so der Wortlaut in dem Antrag.

Rosenheimer Stadtverwaltung gegen mehr Geschwindigkeitskontrollen

Die Rosenheimer Stadtverwaltung folgt  dieser Argumentation nicht. Aus den vorgelegten Messdaten könne nicht geschlossen werden, dass die Geschwindigkeitsverstöße signifikant zugenommen hätten, heißt es in der Beschlussvorlage und weiter: In einem mehrjährigen Vergleich gäbe es immer wieder Schwankungen. Im Schnitt würden sich die Verstöße aber durchgängig auf einem ähnlichen Niveau bewegen. Zudem würde es sich bei einem Großteil der Verstöße nur um geringfügige Überschreitungen von 6 bis 10 km/h handeln. Höhere Überschreitungen von 15, 20 oder 25 km/h seien einzelne statistische Ausreißer.

Die Grünen-Stadträte hielten dennoch  weiter an ihrem Antrag fest. „Was haben wir zu verlieren? Wir können doch mit mehr Kontrollen nur gewinnen – für mehr Sicherheit?“, gab Grünen-Stadträtin Daniela Dieckhoff zu bedenken. Viele Bürger würden sich ohnehin mehr Geschwindigkeitskontrollen wünschen.
Herbert Borrmann, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion sah das anders: „Das ist ein immer wieder von den Grünen wiederholter Antrag. Für mich ist das eine massive Überwachung“, Statt über mehr Stunden Verkehrsüberwachung nachzudenken, sei es besser zu überlegen, wo die besonders gefährlichen Stellen im Stadtgebiet seien, um dort zukünftig  gezielt Geschwindigkeitskontrollen für mehr Sicherheit durchzuführen.
Diese Vorgehensweise erachtete auch CSU-Fraktionskollege Daniel Artmann als zielführender. Er dachte dabei besonders an die Verkehrssituation vor den Schulen. Dort käme es immer wieder zu gefährlichen Situationen. „Und oft sind es die Eltern, die die gefährlichen Situationen entstehen lassen“, meinte er.

Zum Stichwort „Elterntaxi“ berichtete Stadtdezernent Herbert Hoch, dass die Polizei immer zum Schuljahranfang Kontrollen vor den Schulen durführen würden. Das bringe in den ersten Tagen auch was, aber: „dann verpufft die Wirkung“.

„Jeder Verkehrstote ist zu viel“, steht für Christine Degenhart von den Freien Wählern fest. Deshalb wollte sie von Seiten  der Stadtverwaltung wissen: „Wo passieren die schlimmen Dinge?“. Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März verwies als Antwort auf das Sicherheitsgespräch mit der Stadt, demnach sich die große Mehrheit der schweren Unfälle im Landkreis und nicht in der Stadt Rosenheim ereignen.

Am Schluss der Diskussion wurde der Antrag der Grünen mit 6.4 Stimmen abgelehnt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

 

 

 

 

 

Eine konkrete Zahl für das „mehr“ wird dabei nicht genannt. In der jüngsten Verkehrsausschuss-Sitzung sprachen die Grünen-Stadträte aber von einer Steigerung von bisher 80 auf zukünftig ca. 100.

Starbulls Nachwuchs: Derby-Time für die U15 und U17

Starbulls Nachwuchs: Derby-Time für die U15 und U17

Rosenheim – Das Saisonende im Eishockey rückt näher und das spüren auch die Nachwuchsmannschaften der Starbulls Rosenheim. Das nächste Eishockey-Wochenende ist da und verspricht Spannung.

Besonders die U17 rückt in den Fokus, denn sie startet ins Playoff-Viertelfinale gegen den EV Landshut, ein Derby-Highlight.
Spiel 1 findet am heute am Samstag um 16 Uhr auswärts in Landshut statt, bevor es am Sonntag um 10:30 Uhr im heimischen ROFA-Stadion in Spiel 2 geht. Sollte eine dritte Partie nötig sein, wird diese am Mittwoch um 17:15 Uhr erneut in Landshut ausgetragen.
Auch die U15 dürften sich auf ein Derby freuen: Heute um 13Uhr traten sie ebenfalls in Landshut an – ihr letztes Saisonspiel.
Für die U13 neigt sich die Saison ebenfalls dem Ende zu. Das vorletzte Spiel bestreiten sie am Sonntag um 10:15 Uhr auswärts gegen Ingolstadt.
Die jüngeren Teams sind ebenfalls im Einsatz: Die U11 empfing am heute um 11:30 Uhr den ESV Kaufbeuren im ROFA-Stadion.
Ein aufregendes Wochenende mit vielen Derby-Duellen steht bevor.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. / Beitragsbild: Copyright Starbulls Rosenheim e.V.)

B 15: Fahrbahnsanierung nördlich von Haag bis in den Landkreis Erding

B 15: Fahrbahnsanierung nördlich von Haag bis in den Landkreis Erding

Haag / Landkreis Erding / Bayern – Von Nord nach Süd, von Hof bis ins Inntal: Die B 15 ist eine der wichtigsten Verbindungsstraßen in Bayern. Das hinterlässt Spuren. Wie das Staatliche Bauamt Rosenheim mitteilt, muss die B 15 nördlich von Haag bis kurz vor Königswinkel wegen zahlreicher Fahrbahn- und Bankettschäden saniert werden.

Los geht es damit am Montag, 7. April. Drei Wochen sind für die Sanierung veranschlagt.
Die Sanierung erfolgt auf einer Länge von rund 3,6 Kilometern; bei der üblichen Fahrbahnbreite sind das rund 27.500 Quadratmeter Straße, deren oberste Asphaltschicht ausgefräst und erneuert wird. Zusätzlich wird der Fahrbahnrand auf Vordermann gebracht: Rund 1.000 Kubikmeter Bankett lässt das Staatliche Bauamt Rosenheim wieder herstellen.
Da die Arbeiten aus Gründen des Arbeitsschutzes nicht unter halbseitiger Sperrung durchgeführt werden können, wird die Bundesstraße während der Maßnahme voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt in Richtung Norden über die B 12 ,die MÜ 32, die MÜ 29 und die ED 21. Die Umleitung in Richtung Süden erfolgt über die ED 18, die St 2086 (Isen), die ED 10, die MÜ 43 und die B 12.
Läuft alles nach Plan, kann die Sanierung am Freitag, 25. April abgeschlossen und die Vollsperrung der Bundesstraße wieder aufgehoben werden.
Mit dieser Maßnahme investiert der Freistaat Bundesmittel in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro in die Verkehrssicherheit dieser Verkehrsverbindung.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliche Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re, Foto: Umleitungen Copyright Staatliche Bauamt Rosenheim)

Umleitung Copyright Staatliche Bauamt Rosenheim
Große Feuerwehreinsatzübung am Montag in Kammer

Große Feuerwehreinsatzübung am Montag in Kammer

Kammer / Landkreis Traunstein – Am kommenden Montag (17. März) wird um 19 Uhr im Ortskern von Kammer (Landkreis Traunstein) eine größere Feuerwehrübung abgehalten.

Die fünf Feuerwehren der Großen Kreisstadt Traunstein proben an diesem Tag in Form einer Gemeinschaftsübung die Zusammenarbeit.
Bis etwa 21 Uhr kann es daher im Bereich der Kirche, Schule und des Kindergartens zu Verkehrsbehinderungen kommen. Insbesondere zu Beginn der Übung kann es auch auf der Kreisstraße TS 1 kurzfristige Behinderungen geben.
Teilnehmen werden die Wehren aus Haslach, Hochberg, Kammer, Traunstein und Wolkersdorf sowie Vertreter der Kreisbrandinspektion. Interessierte Zuschauer sind eingeladen, den ehrenamtlichen Einsatzkräften während der Übung über die Schulter zu blicken.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Archiv Feuerwehr Traunstein Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Letzte Starkbier-Predigt von Peter Kirmair: das waren die besten Sprüche

Letzte Starkbier-Predigt von Peter Kirmair: das waren die besten Sprüche

Rosenheim. Die Starkbierzeit in der Auerbräu-Festhalle in Rosenheim wurde am Freitagnachmittag (14.3.2025) eröffnet (wir berichteten) . Peter Kirmair schlüpfte zum 27. – und letzten Mal in die Rolle des Fastenpredigers. „Mein persönlicher letzter Tango“, meinte er am Schluss seiner „Lets Danzn“-Show, bei der er der Politik-Prominenz ordentlich die Leviten gelesen hatte. Gefeiert wurde er zum Abschied auf dieser Bühne mit stehenden Ovationen. Hier die besten Sprüche seiner Starkbierpredigt 2025 zu den regionalen Themen.
Starkbierrede Rosenheim 2025. Fotos: Hendrik Heuser
„Lets Danzn“ – Peter Kirmair lud zu seinem „letzten Tango“. Von den Juroren gab es für seine Starkbierpredigt durch die Bank Bestnoten und vom Publikum am Schluss stehende Ovationen. Als Bühnenbild diente übrigens der Saal im Rosenheimer Ballhaus Fotos: Hendrik Heuser

 

  • Zum Rosenheimer ÖPNV: „Ah, da Herr März is a do. Sans heit ned mit dem ÖPNV kemma? Oiso i scho. Drum iss mia a fast zu knapp wordn. Verspätung“
  • Zum ÖPNV in der Region an sich: „ Aber Schnäppchen is des fei a koans der öffentliche Nahverkehr. Vo mia dahoam, vo Pfaffenhofen aus, des is do, wo der Bürgermoasta is, der wahrscheinle ned do her kemma derf, do koasts oafach 4,10 Euro. Geht?s no? Da fahr i mitn Auto günstiger. Ökologischer Schuhabdruck hi oda her“.
  • Zum Parken auf der Rosenheimer Loretowiese: „Seit de woas kost, iss eh oiwei hobat laar. In da Stod kennans ja froh sei, wenn do in da Halle wos los ist, oda wenn drübn a große Leich is. Am besten war natürlich a so a Ganzjahreszirkus drauss, no zu da Wiesn dazua. Dann dat sa sich wahrscheinle rechnen de veranschlagte Bewirtschaftung.“
  • Zum geplanten kostenlosen Parken für E-Autos auf öffentlichen Parkplätzen und Straßen: „Sie, wenn des für de Teslas a guit, bin i stocksauer. San Tesla-Fahrer do? Geh weida, melds eich nur ihr, Muskler“
  • Zu Rosenheims Landrat Otto Lederer: „Unser Landkreis-Unterkunft-Immobilien-Makler, da Lederer Otto, ist nicht untätig. Der war und is auf sämtlichen Trachenfestal, Bamperl-Empfängen, Preisverleihungen, Faschingzüg, Geburtsdogsfeiern und so weida. Hauptsächlich do, wo er sich no blickn lossn ko. Oiso in Rott eha nimma, und woanders moan i werds a ned grod leichta“.
  • Zur geplanten Rosenheimer Surfwelle: „Konn ma des de Leid grod jetzt verkaffa? Braucht?s des ein soichas Projekt grod in diesen Zeitn? Guad, da kennan da März Andi und sei Stadtrad dann schaun, wia lang sa sich no auf da Welle hoitn kennan, bevors dann obsauffan, weil jetztad scho koa Geld mehr im Stadtsäckl is“.
Starkbierrede Rosenheim 2025. Fotos: Hendrik Heuser
Peter KIrmair gab diesmal den glanzvollen Moderator.
  • Titanic-Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen und Stadtverwaltung:: „Auf der Titanic hod doch a de Musikkapelle bis zum endgültigen Untergang auf dem Deck gspuit. Des passt ja so richtig zur Rosenheimer Verwaltung. De spuit wahrscheinlich a solang bis langsam untergengan, finanziell. Und vorn am Bug Leonardo di Capri und Kate Winslet für Arme, oiso März Andi und de Patrizia Rebmann, de Bugl-Nachfolgerin.
  • Zur neuen Rosenheimer Citymanagerin: „Wo is denn eigentlich de neie Citymanagerin? Frau Schrubar stengans moi auf. I mecht moi jemanden segn der moant, dass er in Rosenheim in kurzer Zeit wos verändern kann. Lossns Eana oschaun und dann dramans weida von de Weißwürscht.“
  • Zu Kolbermoor: „An Kloo Peda sei Kolbermoor is jetzad gräßer wie Oabling. Wahnsinn ha? 18926 Kaibelocher, da kannt ma direkt Angst kriagn. Is am Peda eh wurscht. Er härt as nexte Jahr auf. Aba er hinterläßt seina Stod a funtkionierende Gelddruckmaschine. Ja, die lukrative stationäre Geschwindigkeitsmessung. 21 Monat Betrieb, 1,2 Millionen Erlös“.
  • Zu Riedering: „Herr Vodermaier, sogns amoi, wos is denn bei eich in Riedering los? Moi habts koa Internet, moi koan Strom. Is des mit der Mäuseplage wirklich so schlimm? Müaßts hoid moi so an Kammerjäger organisieren, oder gebts de Mäus wos gscheids zum fressen, damits ned eiere Kabel okanbbern müaßn“.
  • Zu „Omas gegen Rechts“: „I hob nix dagegen, dass de Omas eine politische Meinung ham. Aba de soin doch mehra auf de Enkelkinder aufpassen so wia früher, anstatt das sa sich zu Demos auf da Straß rumtreibn. Dann brauchatn de Enkal a ned so boid in die Kitas und Kindergärten“.
  • Zur Burg Falkenstein in Flintsbach nach dem Starkregen: „Do hods doch die Notre Dame des Inntals fast weggrissn. Ja, die Burg Falkenstein. Guad oiso nur de Mauer. De Franzosen ham de Kathedrale ja in fünf Jahr wieda aufbaut. Großartig, eine nationale Meisterleistung. Do bin i gspannt, wia lang des bei usn im Inntal dauert“:
  • Zu Oberaudorf: „Wo da Bürgermoasta-Professor scho ewig gega de Bürokratie doziert, wegan Kloster Reisach ummananda duat. Drei Ministerien spuin sich do. Aba ned mitananda sondern wahrscheinle aneinander vorbei. Deitschland hoid. Heiliger Sankt Bürokratius, bitt für uns“.
  • Zu Aschau: „In Aschau gibt`s jetzut a wieda Trubel um de Kampenwandbahn. Do dat da Bund Naturschutz den Beteiligten, zusamm mit da Kaniber Micha, eine Spezlwirtschaft vorwerfa. Bloß weil do um a paar Meter Grenzen verschoben wordn san. Hey, mia san in Bayern! Do is Spezlwirtschaft doch koa Vergehen, sondern irgendwie normales Geschäftsgebaren.“
  •  Zu den neuen nachhaltigen Toiletten in Aschau: „Ja, endlich moi a Projekt wos wahrlich ned und doch fürn Orsch is“.
  • Zum Samerberg: „Ned gnua, dass am Samerberg de Stoderer eahnan Dreck bei das Aussichtskapelln liegn loßn, so dass do jetzt mit Video überwacht werdn muaß. Obwoi ja da Huber nur 200 Meter entfernt davo wohnt und ab next Jahr ocker aufpassen kannt. Na, jetzt werd da drobn sogar scho demonstriert. 40 Polizisten für 100 Demonstranten. Sovui Exekutive hod ma aufm Samerberg no niagseign, oda hächstens bei so kloana Alkoholkontrollen“.
  • Zur Kastenau: „Bei Alkohol, wia komm i jetzt auf de Kastenau. Woaß ned. Aba kennan si de Kastenau? Des is eine Siedlung drenterhoib vom Soizburger Bahngleis. Ghärt angeblich zu Rosenheim, hod aba a ganz a eignes Klientel. Dene woins jetzt eine Wohnsiedlung mit 101 Einheiten hibaun. Do wo ihr Lebensmittelpunkt das Schützenheim steht. Aba des loßn sich de ned gfoin de Kastenauer. Widerstand auf allen Ebenen. Auf omoi datn sie Dorf bleibn woin. Freunde, wenns ihr eich so aufführts, werds verkafft. Da Trump nimmt eich scho, wenn er scho Grönland ned kriagt. Dann werds a umtauft so wia da Golf von Mexico. In Kasten-City vielleicht und dann kimmt a Zaun drum rum und oiss werd zuabaut, dann habts an Dreck im Schachterl“:
  • Zum Wirtschafllichen Verband Rosenheim: „Oh, Oh, der hod ganz sche brenna müaßn, weil er de Gema fürs Christkind-Festival unterschätzt hod. Hod 29.000 statt kalkulierte 400 Euro für die Musikbeschallung zoin müaßn. Ja mei, zwiischn ogebne 100 qm und echte 7000 qm Veranstaltungsfläche is doch a bißl a Unterschied. Oiso i woaß a ned, jetzt habts wos woaß i wiavui Geschftsführer und wos waoß i wiavui Leid do drent im Pavillon, und des i koam aufgfoin, daa ma do vielleicht aufpassn soiat, so wia Google Maps hoid aufpaßt. Guad, da Kas is bissn ,dann gibts hoid dieses Jahr aufm Christkindlmarkt nur noch das gemafreie „Stille Nacht“ in Dauerschleife.
  • Zur neuen Rosenheimer Fußgängerzone: „Aufpassn muaß ma übrigens no beim OB seim Lieblingsprojekt, der Fußgängerzone Münchner Straß, dass ma ned von de Radlfahrer oder de Stadtbusse zsammagfahrn werd, fois ma moi aus Versehen auf das gsperrtn Straß geht. Brauchts des? Links und rechts der Straß eh de breitesten Gehsteige vo da Stodt und Leerstände de einer Einkaufsmeile ned würdig san. Und so toll is da Salingarten ja a no ned. Drum ham ja die Schwarzn und de Rotn beantragt, den Probebetrieb jetzt dann scho wieda einzustelln, obwois vorher olle euphorisch dem Schnellschuß zuagestimmt ham. De ham zwar jetzt grundsätzlich recht. Aba hoid a koan Orsch in da Hosn., damits amoi an öffentlichen Gegenwind aushoitn“:
  • . Zu den öffentlichen Toiletten in Rosenheim: „Nomoi wegan Salingarten mit dem öffentlichen Kloo dort. Jetzt ohne Schmarrn Herr März – warn Sie do scho moi drinn beim strullern? Furchtbar, unappetitlich, grausig. Und genauso oreidig schaun de Toiletten in da Königstraß und im Parkhaus beim Busbahnhof in das Stodmittn aus. Wissns scho, do so weit oam Jahr de Tourist-Info ogsiedelt is. Spaß. Aber do ghärt wos gmacht, des ghärt zum Tourismus, zur Ultur, der gepflegte Umgang mit der Verdauung. Oiso…“
    Zu den Kommunalwahlen 2026: „Abuzar gegen Andi, des wird wahrscheinle das Duell nächstes Jahr. Wos eich doch so guad verstehts, ihr zwoa. Amtierender gegen angebliches rotes Oppositionsführerlein“:
  • Zum OVB: „Jetzt zum 170-jährigen Jubiläum, muaß i eich a moi lobn. I hob de Zeitungen as letzte Jahr gsammelt und dann zum Aufsaugn beim Hochwasser im Keller hergnumma. Und i muaß sogn, erste Sahne. Vor alle die Lokalteilseiten ham aufgsaugt wia d`Sau.“.
    (Quelle: Salvator-Rede Peter KIrmair / Beitragsbild, Foto: Hendrik Heuser)
Wenn der Dialekt rockt: Interview mit Musiker Michael Fenzl zum Tourauftakt von „Fenzl und Bäänd“

Wenn der Dialekt rockt: Interview mit Musiker Michael Fenzl zum Tourauftakt von „Fenzl und Bäänd“

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Es wird kultig am Samstag, 22. März in der Bruckmühler Kulturmühle (Landkreis Rosenheim): Fenzl und Bäänd rocken das Haus. Unter dem Motto „Sommer.Sound.Liebe“ findet der Tourauftakt 2025 statt – samt einer ein Meter Durchmesser großen Discokugel. Rockmusik im Dialekt lässt die „Bäänd“ mit Kultfaktor auf einmalige und eingängige Art und Weise zum Mitgrooven und Mitsingen erklingen. Die Band, das sind: Michael U. Fenzl (Gesang / Kontrabass / Gitarre), Rob Solomon (Posaune / Tuba / Farfisa), Max Spindler(Guitar / Gesang) und Andy Schechinger (Drums / Gesang). Liedermacher, Musiker und Bandleader Michael Fenzl stand jetzt Rede und Antwort – vor allem, was sein Kontrabass alles aushalten muss.

Frage: Sommer Sound Liebe – das klingt schon so nach Urlaub. Entführt Eure Tour – ganz ohne in den Flieger steigen – in einen Urlaub vom Alltag?
Antwort:  Ich bin ein Wärme und Sonne liebender Mensch! Für mich dürfte es immer Sommer sein! Sobald die Sonne scheint, geht es mir gut! Und dieses Gefühl möchten wir gerne bei unseren Konzerten transportieren! Eine gute Zeit haben! Gute Gedanken!. Es gibt derzeit so viel Hass und schlechte Nachrichten auf dieser Welt. Bissl Auszeit davon tut uns sicherlich gut!

Frage: Der arme Kontrabass hat jetzt schon einiges mitgemacht. Jetzt ist er sogar für „Sommer“ baden gegangen. Was steht ihm noch bevor?
Antwort: Ich habe bzw. hatte insgesamt drei von demselben Kontrabass-Modell. Ein Standardinstrument, was ich für meine außergewöhnliche Spielweise und für den fetten Sound umgebaut und modifiziert hab. Custommade sozusagen. „FENZL 3000“ ist sein Name. Mein erster Kontrabass wurde durch Nr. 2 ersetzt, weil sich sein Hals über die Jahre verzogen hatte. Seither hab ich vor allem mit Nr. 2 gespielt und bin mit ihm um die halbe Welt, über Italien, Finnland, Slowakei, Rußland, Indien bis nach Korea gereist. Einen dritten Bass hab ich mir nur als Ersatz zugelegt, falls an meinem Hauptbass mal etwas kaputt gehen sollte. Für unseren Videodreh zu „Sommer“ musste der Prototyp dann dran glauben. Während der Dreharbeiten in der Mangfall hat sich langsam der Leim aufgelöst und zum Schluss hab ich ihn, wie man im Video sieht, mit einem Wurf gegen das Klavier (was auch im Wasser stand) zerstört. – Meine Instrumente machen also so einiges mit! Huift ja ned!

Frage: Und vor allem, wie überlebt er all die coolen Eskapaden?Antwort: Ich benutze meinen Kontrabass Live auf der Bühne nicht nur zum Spielen, sondern auch als akrobatischen Tanzpartner. Ich steh des Öfteren beim Spielen auf dem Bass, dreh ihn im Kreis, oder schleif ihn hinter mir her, wenn ich einen Ausflug ins Publikum mache. Da muss das Material schon so einiges aushalten! Im Tourbus liegen deshalb immer Leim, Schrauben und Schraubzwinge. Das Werkzeug kommt nach den Konzerten schon häufiger zum Einsatz!

Frage: Wenn ihr spielt, rockt ihr jede Location. Woran macht ihr diesen besonderen Bühnenspirit fest?
Antwort: Das ist die Aufgabe! Die Leute zu unterhalten, zu berühren und zum Tanzen und zum Feiern zu animieren! Wenn das nicht gelingt, haben wir was falsch gemacht. Auf der Bühne fühle ich mich wie zuhause. Da bin ich ganz im hier und jetzt bei mir, bei der Band und beim Publikum. Meine Kollegen und ich geben immer alles und danach sind wir auch jedes Mal völlig durchgeschwitzt und ausgepowert. Das gehört für mich zu einem gelungenen Konzertabend dazu.

Frage: Mundart ist seit geraumer Zeit in der modernen Musik wieder voll „in“ und spricht die Jugend an. Ist dir beziehungsweise euch der Dialekt wichtig?

Antwort: Als ich damals 2011 als Gründungsmitglied mit Django 3000 durchgestartet bin, war Mundart wieder voll im Trend! Labrassbanda und wir waren da unter anderem maßgeblich beteiligt. Mittlerweile gibt es eine unglaublich große Zahl an Bands und Künstler die in Mundart singen. – Schon schön! Die bayrische Mundart ist für mich neben der englischen Sprache am sanglichsten. Und nachdem ich bayrisch aufgewachsen bin, ist das die ehrlichste Sprache für mich, mit der ich mich auch am besten ausdrücken kann.

Frage: Ihr bekennt euch zu eurer Heimat. Letztes Jahr widmete ihr Raubling auch den Tournamen. Was macht Heimat für dich/euch aus?
Antwort: Ich lebe in Rosenheim und hatte mein Studio 10 Jahre lang in Raubling. Ein Ort an dem ich unglaublich viel Musik geschrieben habe und der mich auch durch die Landschaft sehr inspiriert hat. Deswegen und auch wegen dem spannend klingenden Ortsnamen war mir klar, dass ich Raubling einen Song, ein Album und eine Tour widmen möchte. Es gibt so viele schöne Plätze auf unserem Planeten. Echt beeindruckend und immer eine Reise wert! Aber auch unser zuhause im Voralpenland ist wahnsinnig schön und ich bin sehr glücklich darüber, dass ich hier leben darf! Heimat ist immer da wo man sich geborgen fühlt und vor allem da, wo seine Liebsten sind!

Frage: Wie entstehen eigentlich eure Lieder? Wie muss man sich das vorstellen?
Ich hab nachdem ich Django 3000 im Jahr 2017 verlassen habe mein Projekt „FENZL“ gegründet. Ich hatte eine Vielzahl an Songs die ich geschrieben und im Jahr 2018 auf meinem Debüt- Album FENZL veröffentlicht habe. Mittlerweile hat sich nach mehreren Besetzungswechseln eine feste fantastische Liveband formiert mit der ich die Konzerte spiele. Die Songs schreib ich nach wie vor zum größten Teil selbst. Wie ich einen Song schreibe ist sehr unterschiedlich. Manchmal hab ich eine Textzeile, manchmal eine Melodie, manchmal einen Groove, oder einfach ein Bild, oder eine Stimmung im Kopf. Das skizziere ich kurz als Sprachaufnahme, oder auf einem Notizblock und sobald ich im Studio bin arbeite ich den Song am PC aus. Diese Aufnahmen schick ich dann zu meinen Bandkollegen und lass die skizzierten Drums und Posaunen einspielen. Für die Schlagzeugaufnahmen haben wir uns diesmal im Tonstudio „die:mischbatterie“ bei Stephan Zeh eingemietet. Ein Wahnsinns-Studio mit überragender Technik und einem ebenso guten Tontechniker! Hier sind auch die Fotos entstanden. Gitarre, Bass, Tasten und Gesang nehm‘ ich selbst auf und den finalen Mix macht dann mein lieber Kollege Max Spindler in seinem Studio neben an.Und mittlerweile ist schon die vierte FENZL-Scheibe „Sommer Sound &Liebe“ im Kasten.

Infokasten: zur Tour und Konzert in der Kulturmühle

Karten gibt es noch unter www.muenchenticket.de sowie an der Abendkasse. Beginn: 20 Uhr, Einlass: 19 Uhr in der Kulturmühle Bruckmühl, Bahnhofstraße 10. Tanzfläche und Whiskeyfässer samt Stehtischen sorgen für eine „griabigen“ Abend. Das THW bewirtet mit Würstl und Getränken.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Bruckmühl)

Frage: Gibt es auch Songs, die erst nach ein paar Jahren Reife auf die Bühne kommen?
Antwort: 
Ja, manchmal ist ein Song binnen Stunden ausgearbeitet, manchmal braucht es Monate, oder gar Jahre bis er für mich fertig ist. Das macht aber im Ergebnis keinen Unterschied. Die Songs können gleichermaßen gut werden. „SOMMER“ zum Beispiel hatte ich schon zu Django-Zeiten angefangen zu schreiben, ist aber erst auf meinem zweiten Album erschienen! Auch „RAUBLING“ lag einige Monate im Schubladen bis ich ihn fertig geschrieben habe. Wogegen OIWAI EASY ISLAND zum Beispiel einfach so aus mir rausgesprudelt ist! Ein sehr schöner Moment! Man setzt sich einfach hin und spielt und singt und drückt auf Record und schon ist es fertig! In diesem Fall waren das keine zwei Stunden.

Frage: Seid ihr zum Tourauftakt in Bruckmühl a bissl nervös oder scharrt ihr schon mit den Hufen und wollt einfach Gas geben?
Antwort:Der Start eines neuen Programms und das Spielen von neuen Songs ist für uns immer aufregender, als wenn man schon zehn Abende dasselbe aufgeführt und sich eine gewisse Routine eingespielt hat. Da spielt natürlich eine gewisse Aufregung eine Rolle. Aber die Vorfreude ist so riesig und überwiegt auf jeden Fall! Es kann also losgehen. Und ich bin mir sicher: Es werd a Fetzngaudi werdn!
(Quelle: Interview Silvia Mischi / Beitragsbild: Copyright Mike Heider)

Rosenheimer Pflanzenbautag war wieder ein Erfolg

Rosenheimer Pflanzenbautag war wieder ein Erfolg

Westerndorf St. Peter / Rosenheim – Der Rosenheimer Pflanzenbautag im Gasthaus Höhensteiger war wieder ein Erfolg. Die Landwirte erschienen zahlreich. Diesmal ging es um Grünlandmanagement und Unkrautbekämpfung. 

Organisatoren waren das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim und der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) Rosenheim.
Über ein zahlreiches Erscheinen der Landwirte, vor allem aber auch über die Anwesenheit sehr vieler junger Besucher, freute sich Sepp Grandl, Vorsitzender des vlf ´s– Rosenheimer Land. Für ihn ist eine gute Grassilagequalität die Grundlage für eine erfolgreiche Milchviehhaltung, weshalb die fachliche Fortbildung in diesem Bereich entscheidend ist, um das Grünland künftig optimal zu bewirtschaften. Dem schloss sich Anna Bruckmeier, Behördenleiterin des AELFs Rosenheim, an. Der Pflanzenbautag habe eine langjährige Tradition und biete immer wieder Raum für neutrale, wissenschaftlich basierte Informationen und spannende Diskussionen unter den Anwesenden. Maximilian Satzl, Pflanzenbauer am AELF in Rosen-heim, führte als Moderator souverän durch die Veranstaltung.

Steigende Anforderungen an Pflanzenschutzmittel

Den Auftakt der Fachvorträge machte Klaus Gehring vom Institut für Pflanzenschutz der LfL Freising. Er ging auf aktuelle Entwicklungen im Pflanzenschutz und der Unkrautregulierung ein. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf das Weidelgras als „neues Schadgras“ sowie die Schadhirsen, die bei stärkerem Auftreten Ackerkulturen wie Mais oder Getreide unter-drücken können. Die Zukunft der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion wird durch „Mega-Trends“ bestimmt. Dazu gehören neben Klimawandel, Gesellschaft und Politik, auch Erforschung, Innovation sowie die Verfügbarkeit und Wirksamkeit der Pflanzenschutzmittel.

Mit chemischen Pflanzenschutzmitteln Ungräser und Unkräuter zu bekämpfen, wird für Landwirte immer schwieriger. Dies liegt unter anderem daran, dass die Auflagen bei der Ausbringung steigen, langjährige Wirkstoffe verloren gehen oder Unkräuter die Bekämpfung aufgrund einer fortschreitenden Resistenzentwicklung schlichtweg überleben. Ein Schadgras der Zukunft im Ackerbau ist das Weidelgras. Eigentlich handelt es sich dabei um ein Wiesengras, das aufgrund seiner hervorragenden Eignung als Futter für Milchkühe, züchterisch bearbeitet – auch auf Ackerflächen angebaut wird. Wird dieses nach einer mehrjährigen Nutzung wieder umgebrochen, um beispielsweise Silomais auf der Fläche anzubauen, jedoch nicht restlos entfernt, kann es sich aufgrund seiner Schnellwüchsigkeit zu einem echten Problem für diesen Silomais entwickeln. Wird dieses Weidelgras im Maisfeld zu groß, kann es nicht mehr ausreichend mit chemischen Pflanzenschutzmitteln bekämpft werden. Überlebende Weidelgraspflanzen bilden Samen und wieder Pflanzen, die gegen den vorher eingesetzten Wirkstoff dann oft schon resistent sind. Ein vielversprechender Lösungsansatz für die Weidelgrasproblematik im Ackerbau wäre beispielsweise die Anlage eines „falschen Saatbetts“ vor Mais. Hier wird das Saatbett bereitet, ohne, dass eine Aussaat durchgeführt wird. Im feinkrümeligen Boden läuft dieses auf und kann mit weiteren Bodenbearbeitungs-gängen bis zur Maisaussaat bekämpft werden. Das Samenpotenzial in der obersten Boden-schickt reduziert sich deutlich.

Auch bei Schadhirsen stellen Resistenzbildungen ein Problem dar. Vor allem im Mais sprechen verschiedene Arten von Hirsen inzwischen unterschiedlich stark auf Herbizide an. Bei einer Bekämpfungsleistung von nur noch 90 % kommt es zwangsläufig zu einer Erhöhung der resistenten Population. Versuche zeigen den positiven Einfluss mechanischer Regulierungsverfahren wie Striegel oder Hackgerät auf den Bekämpfungserfolg. Die Kombination mit einem chemischen Pflanzenschutzmittel zeigte in mehreren Versuchen sowohl einen her-vorragenden Regulierungseffekt und gleichzeitig auch eine Ertragssteigerung gegenüber rein chemischen Unkrautregulierungsvarianten. Für die Landwirte wird es künftig noch wichtiger, alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten – chemisch und mechanisch – unter per-fekten Bedingungen auszuschöpfen, um optimale Wirkungsgrade zu erzielen und so bereits im Vorfeld der Resistenzbildung entgegenwirken zu können.

Milchkühe brauchen speziell gemanagtes Grünland, um viel Milch geben zu können.

Im zweiten Vortrag gab Johann Staltmayr vom Erzeugerring für Pflanzenbau Südbayern e.V. (LKP) praktische Hinweise zur Grünlandbewirtschaftung. Hochwertiges Futter für hochleistende Milchkühe kann nur mit einem jungen, gras- und leguminosenreichen Grünlandbestand  erzeugt werden. Mit regelmäßigen Futteruntersuchungen können Landwirte sehr schnell ab-schätzen, wie es um die aktuelle Qualität der Silage steht und durch pflanzenbauliche Maß-nahmen wie Nachsaat, Schnittzeitpunkt und Düngung deren Qualität wesentlich verbessern.

Wie die Aufwertung der Grünlandbestände in der Praxis aussehen kann, zeigte Johannes Überacker vom AELF Rosenheim. Dabei wurde in Praxisversuchen auf dem Demonstrationsbetrieb für Gewässerschutz von Josef Linner untersucht, wie man ganz speziell die Wiesenrispe in einen Grünlandbestand etablieren kann, weil sie zum einen sehr trockenheitsverträglich und zum anderen winterhart ist. Gleichzeitig liefert sie qualitativ sehr hochwertiges Futter. Wird Wiesenrispesaatgut in einen Grünlandbestand gesät, wird dieses keimende Gras aufgrund seiner schwachen Konkurrenzkraft und langsamen Jugendentwicklung schnell von den bestehenden Gräsern unterdrückt. Im Versuch wurde deshalb minderwertiges Grünland in schlechter Artenzusammensetzung mit einer Fräse flach – Ziel sollte sein, den Bodeneingriff so schonend wie möglich zu gestalten – umgebrochen. In unterschiedlichen Parzellen sollte herausgefunden werden, welche Ansaattechnik sich für die Etablierung der Wiesenrispe am besten eignet. Sehr erfolgversprechend war die frühe Einsaat einer Standard-Grünlandmischung mit Weidelgräsern, Lieschgräsern und Weißklee mit einer Drillmaschine. An-schließend wurde die Wiesenrispe mit einem Feinsamenstreuer flächig abgelegt und ange-walzt. Überacker ging zudem noch auf die große wirtschaftliche Bedeutung von hochwerti-gen Grünlandbeständen ein. Durch hochwertige Grassilage – viel Energie und viel Eiweiß – kann ein landwirtschaftlicher Milchviehbetrieb seine Produktionskosten deutlich senken, da weniger teures Zukaufskraftfutter eingesetzt werden muss.

Nach den Vorträgen und Dankesworten an die Referenten bestand für die Besucher des Rosenheimer Pflanzenbautags die Möglichkeit, den Vormittag bei einem gemeinsamen Mittagessen mit fachlichem Austausch ausklingen zu lassen.
(Quelle: Pressemitteilung AELF / Beitragsbild: AELF Rosenheim)

Spiel und Serie O:2: Starbulls beißen sich an Dresden die Zähne aus

Spiel und Serie O:2: Starbulls beißen sich an Dresden die Zähne aus

Rosenheim – Trotz der großartigen Unterstützung ihrer Fans im mit 5.022 Zuschauern restlos ausverkauften ROFA-Stadion mussten sich die Starbulls Rosenheim auch im Heimspiel am Freitagabend (14.3.2025)  den Dresdner Eislöwen geschlagen geben. Die Grün-Weißen bissen sich an den aggressiv und konsequent verteidigenden Gästen und ihrem starken Torwart Danny aus den Birken die Zähne aus. Nach der Auswärts-niederlage am Mittwoch liegen die Starbulls in der Playoff-Viertelfinalserie der DEL2 gegen den Kontrahenten aus der sächsischen Landeshauptstadt nun bereits mit 0:2 zurück. Am Sonntag geht es in Dresden weiter, am Dienstag wieder in Rosenheim.

Starbulls gegen Dresden 14.3.2025. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Trotz der großartigen Unterstützung ihrer Fans mussten sich die Starbulls den Dresdner Eislöwen schließlich geschlagen geben. Fotos: Copyright Peter Lion / Ludwig Schirmer

Der entscheidende Treffer zum 0:1 fiel zu Beginn des zweiten Spielabschnitts. Drew LeBlanc hatte bei einem Powerplay der Gäste im Slot nach einem Abpraller zu viel Platz und Zeit, drehte sich mit der Scheibe am Schläger in die ideale Abschlussposition und überwand Rosenheims Torwart Oskar Autio aus kurzer Distanz (22.). Den Treffer zum 0:2 erzielte Dane Fox in der vorletzten Spielminute, als die Starbulls ihren Keeper zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten. Eine spektakuläre Rettungstat von Manuel Strodel Augenblicke zuvor war letztlich vergebens.

Starbulls gegen Dresden 14.3.2025. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Rosenheims Torwart zeigte insbesondere Mitte des zweiten Drittels seine Klasse.

Fünf Unterzahlsituationen, darunter Mitte des zweiten Drittels auch eineinhalb Minuten mit zwei Spielern weniger, verteidigten die Grün-Weißen mit Geschick und dank eines bestens aufgelegten Torwart Autio erfolgreich. Sechs eigene Überzahlminuten, allesamt im ersten Spielanschnitt, ließen die Starbulls jedoch ungenutzt. „In Überzahl da müssen mehr Schüsse passieren und vor dem Tor war zu wenig Verkehr“, stellte Jari Pasanen nach der Partie zurecht fest.

Starbulls gegen Dresden 14.3.2025. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Ärger auf der Trainerbank.

Rosenheims Cheftrainer ärgerte der frühe Zeitpunkt des vermeidbaren Gegentores kurz nach der ersten Pause: „Ich hätte gern gesehen, dass es länger 0:0 steht. Ende des zweiten Drittels waren wir am Drücker. Dresden hat die 1:0-Führung sehr gut verteidigt. Meine Jungs haben alles gegeben, doch es sollte nicht sein. Es waren bei uns vielleicht ein paar Strafzeiten zu viel, Penaltykilling kostet gegen diese Dresdner viel Kraft.“

Starbulls gegen Dresden 14.3.2025. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Immer wieder gab es für die Rosenheimer brenzlige Situationen.

Tatsächlich hatten die Starbulls ihre besten Torchancen kurz vor der zweiten Pause durch C.J. Stretch, Stefan Reiter und Simon Gnyp. Danny aus den Birken zwischen den Pfosten des Dresdner Tores war aber weder aus der Nähe noch aus der Ferne und weder flach noch hoch zu überwinden.

Starbulls gegen Dresden 14.3.2025. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Furioser Einzug der Rosenheimer – da war die Welt noch in Ordnung.

Im ersten Drittel war kaum Spielfluss aufgekommen. Die Gäste gingen sehr aggressiv auf den Mann – und auch mehrfach nach Abpfiff auf Torwart Autio – und standen in der Defensive kompakt. Dem Rosenheimer Offensivspiel fehlten meist die Ideen, um zu Abschlüssen aus gefährlichen Positionen zu kommen. Dresden hatte ein Chancenübergewicht, Yannick Drews traf von der blauen Linie den Pfosten (16.).

Starbulls gegen Dresden 14.3.2025. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Es war ein sehr hart umkämpftes, intensives Spiel. 

Im Schlussabschnitt löffelte Tomas Andres bei einem Gegenstoß den Puck per Rückhand über die Latte (46.). Die Hausherren aber waren das Team, das in einem sehr hart umkämpften und intensiven Spiel nun den spritzigeren Eindruck machte. Der Ausgleichstreffer war möglich, als Stefan Reiter nach einem Abpraller frei abziehen konnte, Danny aus den Birken aber stoisch ruhig blieb und abwehrte (48.). Zwei Minuten später tankte sich Ville Järveläinen vor das Gästetor, seinem Abschluss mit der Rückhand aus hervorragender Position fehlte aber die Präzision.
Positiv aus Rosenheimer Sicht war das überraschende Comeback von Verteidiger Maximilian Vollmayer. „Er war erstmals seit drei Monaten wieder dabei, dafür hat er sehr gut gespielt“, freute sich Pasanen. Der Starbulls-Headcoach hob außerdem den am Mittwoch noch krank ausgefallenen Charlie Sarault heraus und den etatmäßigen Defender Simon Gnyp, der seinen ungewohnten Job als Stürmer sehr gut erledigte.

Spiel drei der Viertelfinal-Serie der DEL2-Playoffs zwischen den Starbulls Rosenheim und den Dresdner Eislöwen – Modus „Best of Seven, zum Weiterkommen sind vier Siege nötig – geht am Sonntag (16.3.2025) an der Elbe über die Bühne. Spielbeginn in der JOYNEXT Arena ist um
17 Uhr (Liveübertragung: www.sportdeutschland.tv). Zwei Tage später treffen sich die Teams zum vierten Duell wieder an der Mangfall. Eintrittskarten für das Dienstagsspiel (19:30 Uhr, ROFA-Stadion) sind auf www.starbulls.de buchbar.
(Quelle. Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion)

Mystische Stille am Happinger See in Rosenheim

Mystische Stille am Happinger See in Rosenheim

Happing / Rosenheim – Mystische Stille am Happinger See in aktuell wieder nur noch die treuen Stammgäste dorthin. Sie werden dann mit so traumhaften Natureindrücken belohnt.

Bei Temperaturen von 2 bis 7 Grad, Regen und Schnee, bleiben an diesem Wochenende (15. und 16. März) wohl viele lieber gemütlich daheim. Am Montag, 17. März, schaut die Lage wettertechnisch auch noch nicht besser aus. Ganz im Gegenteil, da fallen die Temperaturen sogar noch weiter in den Keller.
Für alle, die im Garten schon etwas angepflanzt haben, heißt das, unbedingt noch einmal abdecken.
Aber danach wird sich die Sonne wieder öfter zeigen und pünktlich zum Frühjahrsanfang am Donnertag, 20. März, soll es dann auch wieder mit dem Temperaturen Bergauf gehen. Am kommenden Wochenende sind sogar wieder um die 16 bis 18 Grad möglich. Da wird es dann vermutlich auch am Happinger See nicht mehr so ruhig bleiben. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Gisela Schreiner)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 15. März

Namenstag haben: Dieter, Klemens, Louise, Lucrezia, Zacharias

3 bekannte Geburtstagskinder:

will.i.am (1975 – William James Adams ist ein US-amerikanischer Rapper und Hip-Hop-Produzent.)

David Cornenberg (1943 –  ist ein kanadischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler.)

– Eva Longoria (1975 – ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Model.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1906: Die zum Automobilbau entschlossenen Geschäftspartner Henry Royce und Charles Rolls lassen ihre neu gegründete Firma Rolls-Royce Limited in Manchester eintragen.
  • 1924: In Deutschland werden die letzten Papiermark im Nennwert von fünf Billionen Mark gedruckt. Sie entsprechen nach der Währungsreform desselben Jahres fünf Rentenmark.
  • 1956: Das Musical My Fair Lady von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner nach dem Schauspiel Pygmalion von George Bernard Shaw wird mit Julie Andrews und Rex Harrison in den Hauptrollen im Mark Hellinger Theatre auf dem Broadway in New York uraufgeführt. Das Stück wird vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen und bringt es in der Folge auf 2717 Aufführungen.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
Starkbieranstich in Rosenheim: „Lets Danzn“

Starkbieranstich in Rosenheim: „Lets Danzn“

Rosenheim – In Rosenheim hat am heutigen Freitagnachmittag (13.3.2025) die Starbierzelt begonnen. Traditionell nicht fehlen darf da in der Auerbräu-Festhalle das Politiker-Derblecken: Peter Kirmair lud zur „Live-Tanzshow „Lets Danzn“. 

Starkbieranstich Auerbräu-Festhalle Rosenheim 2025. Fotos: Hendrik Heuser

Strenge Juroren gehören zu einer Live-Tanzshow natürlich unbedingt dazu. Fotos: Hendrik Heuser

Wie immer ist die Halle seit 14 Uhr voll besetzt und die Stimmung zünftig. Unter den Gästen natürlich wieder mit dabei die Politprominenz aus Stadt und Landkreis Rosenheim.
Einige spielten dann natürlich in der Starkbierrede von Peter Kirmair eine wichtige Rolle.
Im vergangenen Jahr gab er einen Schwimmmeister, der den Besuchern erklärte, wie man sich eigentlich richtig im politischen Haifischbecken verhält (wir berichteten).

Starkbieranstich Auerbräu-Festhalle Rosenheim 2025. Fotos: Hendrik Heuser

Peter Kirmair gab den glanzvollen Moderator.

Sportlich ging es in diesem Jahr weiter. Vom Schwimmbecken ging es auf das Tanzparkett. Starkbierredner Kirmair lud ein zur Live-Tanzshow „Lets Danzn“.  Stolperer waren da vorprogrammiert, ebenso ungewöhnliche Partnerschaften und eher unübliche Tanzschritte. (ausführlicher Bericht folgt).

Vorerst „Aus“ für die neue Fußgängerzone in Rosenheim

Vorerst „Aus“ für die neue Fußgängerzone in Rosenheim

Rosenheim – Lange währte die Geschichte von der weiteren Rosenheimer Fußgängerzone in der Münchener Straße nicht. Zumindest im ersten Anlauf. Nach drei Monaten ist wohl auch schon wieder Schluss mit diesem „Verkehrsversuch“. Die Entscheidung fiel in der Ausschusssitzung für Verkehrsfragen und ÖPNV am Donnerstagabend (13.3.2025) mit 6:4 Stimmen. 

Fußgängerzone in der MÜnchener Straße. Foto: Archiv Innpuls.me

Die neue Fußgängerzone konnte sich, zumindest im ersten Anlauf, nicht so richtig als Fußgängerzone durchsetzen. Fotos: Archiv Innpuls.me

Die neue Fußgängerzone in der Münchener Straße zwischen Gillitzerstraße und Salinstraße hatte bei ihrer Eröffnung im Dezember 2024 mit extremen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Die ersten Wochen fuhren die meisten Autos einfach, wie gewohnt, weiter durch. Mit Schildern, Polizeikontrollen und Beton-Pflanzkübeln wurde nachbessert. Mittlerweile hat sich die Situation dadurch schon etwas verbessert – aber von einem wahren Fußgängerzonen-Feeling kann noch längst nicht gesprochen werden. Noch schlimmer: trotz Nachbesserung kam es  weiter zu gefährlichen Situationen vor allem für die Fußgänger.

Die CSU-Stadtverwaltung hat die Stadtverwaltung darum in einem Antrag Ende Februar 2025 aufgefordert, die Fußgängerzone in der Münchener Straße vorerst wieder aufzuheben.
Nun wird tatsächlich die Reißleine gezogen. Gestützt wurde die Entscheidung beim Verkehrsausschuss neben der CSU auch von der SPD. Grüne und Freien Wählern / UP dagegen waren fassungslos.

„Wir machen uns lächerlich“

Sonja Gintenreiter , Fraktionssprecherin der Rosenheimer Grünen sieht in dieser Rolle Rückwärts einen „fatalen Schritt“. Auf diese Weise würde man die Bürger nur verwirren. Weiter nachbessern könne man ihrer Meinung nach auch bei weiter laufendem Betrieb.
Klare Worte fand auch Christine Degenhart von den Freien Wählern / UP zum Rückbau der Fußgängerzone: „Wir machen uns lächerlich“. Sie sprach sich dafür aus, an den einjährigen Versuch, so wie ursprünglich geplant, festzuhalten und erst danach eine Entscheidung darüber zu fällen, wie es weitergehen soll.

Die Wellen schlugen aber nicht nur Rosenheim in den vergangenen Monaten bei diesem Thema hoch. Selbst beim BR-Format „Quer“ nahm man sich am Donnerstagabend (13.3.2025) der neuen Fußgängerzone in Rosenheim auf ironische Weise an. Zu sehen hier⬇️

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Weitere Informationen

In einem Punkt gab es aber bei der Verkehrsausschusssitzung durch die Bank Einigkeit: Die Idee an sich, an dieser Stelle eine weitere Fußgängerzone zu schaffen, sei gut.  Aufgehoben bedeutet in diesem Fall also wohl nur für eine gewisse Zeit aufgeschoben.
Die Verwaltung wurde damit beauftragt, ein Gesamtkonzept für Salingarten und neue Fußgängerzone zu entwickeln. „Eine Wiedereinführung soll erst erfolgen, wenn die Gesamtsituation verbessert werden konnte“; heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Verbessern bedeutet wohl auch, einen Weg zu finden, zukünftig die Busse umzuleiten.

Nach Meinung von Herbert Borrmann, Fraktionsvorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion, ist das nun der richtige Weg. „Das wichtigste Argument bei dieser Entscheidung ist die Sicherheit und die war hier hoch gefährdet“; sagte er. „Es geht um das Anerkennen von Realitäten“, ergänzte sein Fraktionskollege Daniel Artmann.
Robert Metzger von der SPD-Stadtratsfraktion war zwiegespalten. Auf der einen Seite war für ihn klar, dass dieses Projekt komplett neu überdacht werden muss. Aber wie Sonja Gintenreiter von den Grünen war auch er der Überzeugung, dass Verbesserungen  bei laufendem Betrieb sehr wohl möglich seien. So fiel seine Entscheidung für die Aufhebung der neuen Fußgängerzone „schweren Herzens“.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto Archiv Innpuls.me)