Straßenschäden: ein unterschätztes Risiko

Straßenschäden: ein unterschätztes Risiko

Rosenheim – Besonders im Winter und Frühjahr sind Autofahrer verstärkt mit Schlaglöchern auf den Straßen konfrontiert. Durch Frost-Tau-Wechsel entstehen im Asphalt Risse, die sich zu gefährlichen Vertiefungen entwickeln können. Einmal zu schnell durch ein Schlagloch gefahren, und schon sind Schäden an Reifen, Felgen oder Fahrwerk die Folge. Doch wer haftet in einem solchen Fall?

Fachanwalt für Verkehrsrecht Dr. jur. Marc Herzog, LL.M. aus Rosenheim, Vertrauensanwalt des ACE, gibt rechtliche Einblicke und erklärt, welche Schritte Autofahrer unternehmen sollten.

Kleines Loch – großer Schaden

„Selbst bei geringer Geschwindigkeit können Schlaglöcher ernsthafte Schäden am Fahrzeug verursachen“, warnt Dr. Herzog. „Vom verbogenen Felgenrand über geplatzte Reifen bis hin zu beschädigten Lenk- und Fahrwerkskomponenten ist alles möglich.“ Besonders gefährlich: Wer mit hoher Geschwindigkeit durch ein tiefes Schlagloch fährt, riskiert Schäden an der Achsgeometrie, was die Fahrsicherheit erheblich beeinträchtigen kann.
Daher rät der Experte: „Vorausschauend fahren, Tempolimits beachten und auf Warnschilder achten. Bei nasser Fahrbahn können Pfützen tückisch sein, oft verbergen sie tiefe Schlaglöcher.“

Schlaglochschaden – was tun?

Ein Schlagloch lässt sich nicht immer umfahren, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Falls es doch zu einer Kollision mit der Fahrbahn kommt, sollte man die Reaktion des Fahrzeugs genau beobachten. „Verdächtige Geräusche, ein flatterndes Lenkrad oder eine veränderte Spurhaltung können auf Schäden hinweisen“, so Dr. Herzog. „Dann heißt es: Anhalten, das Fahrzeug kontrollieren und im Zweifel einen Pannendienst oder eine Werkstatt aufsuchen.“
Schäden an Felgen oder Reifen sind besonders kritisch, da sie zum Verlust der Fahrzeugkontrolle führen können. „Ein beschädigter Reifen mit schleichendem Luftverlust oder eine gebrochene Felge kann im schlimmsten Fall zu einem Unfall führen“, warnt der ACE-Vertrauensanwalt.
Wichtig: Schlaglöcher sollten der zuständigen Behörde gemeldet werden. Viele Kommunen bieten hierfür Online-Meldesysteme an.

Wer zahlt für den Schaden?

Ob eine Schadensübernahme durch die Versicherung oder eine Haftung der zuständigen Behörde möglich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

1. Vollkaskoversicherung
„Wer eine Vollkaskoversicherung hat, kann den Schaden darüber regulieren lassen“, erklärt Dr. Herzog. „Allerdings wird dabei in der Regel die vereinbarte Selbstbeteiligung fällig, und es kann zu einer Rückstufung in der Schadensfreiheitsklasse kommen.“

2. Haftung der Straßenbaulastträger
Kommunen, Länder oder der Bund sind für den verkehrssicheren Zustand der Straßen verantwortlich. „Ist nachweisbar, dass die zuständige Behörde ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt hat, etwa durch unterlassene Reparaturen oder fehlende Warnschilder –, kann Schadenersatz geltend gemacht werden“, so der Rechtsanwalt. „Das ist allerdings oft sehr schwierig, denn an die Verkehrssicherungspflichten der Kommunen dürfen keine allzu hohen Anforderungen gestellt werden. Ähnlich ist es ja auch bei Glatteisunfällen auf öffentlichem Grund.“

3. Pflicht zur angepassten Fahrweise
Allerdings haben auch Autofahrer eine Mitverantwortung. „Wer auf einer offensichtlich beschädigten Straße zu schnell fährt, muss sich unter Umständen eine Mitschuld anrechnen lassen“, betont Dr. Herzog.

Wie stellt man eine Schadenersatzforderung?

Für eine erfolgreiche Schadenersatzforderung ist eine umfassende Dokumentation des Vorfalls unerlässlich:

  • Fotos des Schlaglochs und des Fahrzeugs (möglichst mit Maßstab zur Größenbestimmung)
  • Zeugenaussagen von Mitfahrern oder anderen Verkehrsteilnehmern
  • Polizeiliche Dokumentation, falls die Polizei den Vorfall aufnimmt
  • Kostenvoranschläge oder Gutachten zur Schadenshöhe

„Wichtig ist, dass nachgewiesen werden kann, dass das Schlagloch bereits länger existierte und die zuständige Behörde trotz Kenntnis nicht reagiert hat“, erklärt Dr. Herzog. „Ein einfaches Warnschild kann die Haftung der Behörde oft ausschließen.“
Es empfiehlt sich, eine Rechtsanwalt zu konsultieren, um die Erfolgschancen zu prüfen. Falls der Schadenersatz abgelehnt wird, besteht die Möglichkeit, eine Klage einzureichen. „Hier kann anwaltliche Unterstützung entscheidend sein, um die Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen“, so der ACE-Vertrauensanwalt. Eine bestehende Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt in der Regel die Kosten für Anwalt und Verfahren.

Fazit: Prävention und schnelles Handeln sind entscheidend

„Wer Schäden durch Schlaglöcher vermeiden möchte, sollte vor allem vorausschauend fahren, Tempo reduzieren und bei erkennbaren Straßenschäden besonders achtsam sein“, rät Dr. Herzog. Falls dennoch ein Schaden eintritt, hilft eine gute Dokumentation, um Ansprüche geltend zu machen. „Je besser der Vorfall nachgewiesen wird, desto größer sind die Erfolgsaussichten auf eine Schadensübernahme durch die Versicherung oder die Behörde.“
(Quelle: Pressemitteilung AEC Dr. jur. Marc Herzog / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bürgersprechstund mit dem Landtagsabgeordneten Josef Lausch

Bürgersprechstund mit dem Landtagsabgeordneten Josef Lausch

Rosenheim – Am Donnerstag, 13.März, findet eine Bürgersprechstunde der Freien Wähler in Rosenheim statt.

Von 16 bis 20 Uhr werden im Bürgerbüro in Rosenheim, Kaiserstr.12, MdL Sepp Lausch, stellvertretender Landrat Hofer und die Bezirksrätin Barbara Stein vor Ort sein. Eine Terminvereinbarung ist nicht nötig.
(Quelle: Pressemitteilung MdL Josef Lausch / Beitragsbild: von Links Sepp Hofer, Josef Lausch, Barbara Stein Copyright Lausch Josef)

Rosenheim: Reise nach Briançon

Rosenheim: Reise nach Briançon

Rosenheim – Der Förderverein „Städtepartnerschaft Briançon – Rosenheim e.V.“ fährt in diesem Jahr vom 28. September bis 4. Oktober in die französische Partnerstadt Briançon.

Mit 1.326 Metern Seehöhe ist Briançon die höchstgelegene Festungsstadt Europas und liegt inmitten der französischen Seealpen.
Die Reiseteilnehmer erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit sportlichen und kulturellen Angeboten. Der Reisepreis trägt 595 Euro (Einzelzimmerzuschlag 210 Euro). Im Preis enthalten sind die Fahrt im Reisebus, die Unterbringung im Hotel Residence *** Suite-Home mit Frühstück sowie das Ausflugsprogramm.
Die Städtepartnerschaft zwischen Rosenheim und Briançon besteht seit über 50 Jahren.
Weitere Infos, Werbeblatt und Anmeldung zur Reise sind in der Geschäftsstelle des Fördervereins Städtepartnerschaft Briançon – Rosenheim e.V. im Kulturamt der Stadt Rosenheim erhältlich: E-Mail : Kulturamt@rosenheim.de Telefon: 08031/ 400 33 16
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Vortrag: Wie geht es Schmetterlingen und Wildbienen im Landkreis Rosenheim?

Vortrag: Wie geht es Schmetterlingen und Wildbienen im Landkreis Rosenheim?

Rosenheim – Beim Kreisgruppentreffen des LBV Rosenheim, heute am 11. März um 19.30 Uhr, gibt es bei einem Vortrag unter anderem Einblicke wie es Schmetterlingen und Wildbienen im Landkreis Rosenheim geht.

Jonas Garschhammer, Biodiversitätsberater in Rosenheim kommt zum Kreisgruppentreffen des LBV Rosenheim und wird einen Vortrag zum Thema „Aktuelles von der unteren Naturschutzbehörde“ halten. die Veranstaltung findet im Gasthof Höhensteiger, Westerndorfer Str. 101, 83024 Rosenheim statt und ist kostenfrei.
(Quelle: Pressemitteilung LBV Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 11. März

Namenstag haben: Alram, Heinrich, Rosina, Ulrich

3 bekannte Geburtstagskinder:

Bobby McFerrin (1950 –  ist ein US-amerikanischer Musiker und Vokalkünstler, der vor allem durch seinen Hit „Don’t Worry, Be Happy“ international bekannt ist.)

 Nina Hagen (1955 – ist eine deutsche Sängerin und Schauspielerin, die für ihre exzentrischen und schrillen Auftritte bekannt ist und gelegentlich als „Godmother des Punk“ bezeichnet wird.)

Janosch (1931 – Horst Eckert, wie er mit richtigem Namen heißt, ist ein deutscher Schriftsteller und Illustrator, der mit Büchern wie „Oh, wie schön ist Panama“, „Post für den Tiger“ und „Ich mach dich gesund, sagte der Bär“ einer der bekanntesten Kinderbuchautoren des Landes ist und Figuren wie die sehr populäre „Tigerente“ erfand.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1885: In Österreich-Ungarn werden gesetzliche Arbeitsregelungen erlassen. Die maximale Arbeitszeit wird auf elf Stunden festgelegt. Verboten sind Nachtarbeit für Frauen und Jugendliche sowie Kinderarbeit.
  • 1991: Der britische Nachrichtensender BBC World Service Television beginnt mit seinen Sendungen.
  • 2009: In Winnenden nahe Stuttgart in Baden-Württemberg erschießt ein 17-jähriger Amokläufer in der Albertville-Realschule zwölf Menschen und bei der anschließenden Flucht drei Passanten. Nachdem er von einem Polizisten angeschossen worden ist, tötet er sich selbst durch einen Kopfschuss.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
Wertstoffinsel an der Rosenheimer Herbststraße abgebaut

Wertstoffinsel an der Rosenheimer Herbststraße abgebaut

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim informiert: Die Wertstoffinsel an der Herbststraße ist ab sofort wegen Bauarbeiten an der Brücke über den Herderbach nicht verfügbar und wird abgebaut. Voraussichtlich Ende Juni 2025 steht sie wieder zur Verfügung.

Bürger werden gebeten, die nächstliegende Wertstoffinsel an der Heilig-Geist-Straße beim Ignaz-Günther-Gymnasium zu nutzen. An diesem Standort stehen Depotcontainer für Leichtstoffverpackungen, Papier und Glas zur Verfügung. Der Bioabfallcontainer wird während dieser Zeit an die Wertstoffinsel Nikolaistraße verlegt. Dort gibt es ebenfalls auch Container für Leichtstoffverpackungen, Papier und Glas.

Weitere Informationen gibt es beim Umwelt-und Grünflächenamt unter der Telefonnummer 08031 / 365 1691 sowie hier im Internet.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Graffitisprayer in München gefasst

Graffitisprayer in München gefasst

München – Graffitisprayer richten allein in München jährlich Schäden von über einer Million Euro an – Tendenz steigend. Am Sonntagabend (9.3.2025) wurden zwei junge Männer am Bahnhof Oberschleißheim in  Zusammenarbeit von Polizei München, Deutsche Bahn Sicherheit und Bundespolizei auf frischer Tat gefasst werden.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Gegen 21:20 Uhr meldeten Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit Graffitisprayer am Bahnhof Oberschleißheim. Schon tags zuvor waren dort Personen bei vermeintlichen Ausspähversuchen an abgestellten S-Bahnzügen beobachtet worden.
Als der Zugriff erfolgte flüchtenden die drei Sprayer in ein angrenzendes Waldstück Richtung Unterschleißheim. Bei der Nacheile konnten zwei Deutsche, ein 26-Jähriger aus der Schwanthalerhöhe und ein 22-Jähriger aus Berlin aufgegriffen und vorläufig festgenommen werden. Neben den Security und Beamten am Boden gab es auch Luftunterstützung einer Helikopterbesatzung der Bundespolizei-Fliegerstaffel in Oberschleißheim.
An der S-Bahn war ein frisches, ca. 20m² großes Graffiti festgestellt worden. Anhand von Rucksäcken, Handschuhen, einer Warnweste sowie mehreren Spraydosen hofft die wegen Sachbeschädigung ermittelnde Bundespolizei auch dem dritten Sprayer noch auf die Spur zu kommen.
Aufgrund der polizeilichen Maßnahmen war der Streckenabschnitt am Bahnhof Oberschleißheim von 21:35 bis 23:35 Uhr gesperrt. Es entstanden erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr von und nach München/Regensburg/Landshut sowie S-Bahnen der Linie 1.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Schleuser am Irschenberg gefasst

Schleuser am Irschenberg gefasst

Irschenberg / Landkreis Miesbach – Die Bundespolizei hat am Sonntag (9.3.2025) an der A8 auf Höhe Irschenberg einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Der Deutsche syrischer Abstammung wird beschuldigt, mit seinem Pkw drei Migranten über die deutsch-österreichische Grenze gebracht zu haben. Spontan erklärte der 34-Jährige, aus reiner Gefälligkeit gehandelt zu haben.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Rosenheimer Grenzfahnder kontrollierten gegen 21.00 Uhr die Insassen eines Wagens mit Esslinger Kennzeichen. Der deutsche Fahrzeugführer händigte den Beamten seinen Personalausweis aus. Die Mitfahrer auf der Rückbank führten hingegen keine Papiere mit. Nach eigenen Angaben stammen sie ursprünglich aus Syrien beziehungsweise dem Irak. Ihren Schilderungen zufolge wurden sie von ihrer Heimat aus etappenweise bis in die Bundesrepublik befördert.

Der Fahrer räumte auf Nachfrage hin ein, seine Begleiter gemäß deren Wunsch von einer Rastanlage aus mitgenommen zu haben. Bei der Durchsuchung seines Geldbeutels fanden die Beamten eine gefälschte deutsche Aufenthaltsgenehmigung. Wie sich herausstellte, war das falsche Dokument für einen der offenkundig Geschleusten gedacht. Daher wurde der Fahrzeugführer nicht nur wegen Einschleusens von Ausländern, sondern auch noch wegen Verschaffens falscher amtlicher Ausweise angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der in Baden-Württemberg gemeldete deutsche Staatsangehörige seine Heimreise antreten. Zwei der Geschleusten, 14 und 16 Jahre alt, konnten der Obhut des Jugendamts anvertraut werden. Der dritte Mitfahrer wurde vorerst einer Erstaufnahmeeinrichtung zugeleitet. Über den weiteren Verbleib des 28-jährigen Irakers wird die zuständige Stelle noch zu entscheiden haben.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Rosenheims Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (CSU) zu Besuch auf dem Kernerhof

Rosenheims Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (CSU) zu Besuch auf dem Kernerhof

Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Mit Direktvermarktung und Hofladen erfolgreich: Rosenheims Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (CSU) besuchte zusammen mit Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber den Kernerhof in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim).

Bio-Landwirtschaft ist in! Jeder zweite Liter Bio-Milch in Deutschland kommt aus Bayern, mit knapp 435.000 Hektar Ökolandbau ist Bayern in Deutschland Öko Land Nummer 1. In der Region Rosenheim ist der Kernerhof in Stephanskirchen mit seinem Bio-Anbau und seinem Hofladen ein gutes Beispiel dafür, wie man mit Direktvermarktung erfolgreich sein kann. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und die Rosenheimer CSU Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig waren bei ihrem Besuch auf dem Hof begeistert. „Bernhard und Timea Stein habem hier etwas Großartiges aufgebaut“, so die Ministerin. „Man spürt, dass sie mit voller Überzeugung Bio-Anbau betreiben und einen echten Vorzeige-Hof haben.“ Daniela Ludwig hatte die Ministerin bewusst zum Kernerhof eingeladen. „Dass die Familie Stein mit ihrem Hof und den Bio-Produkten so erfolgreich ist, ist das Ergebnis der Arbeit eines engagierten Familienbetriebes. Es ist toll, so etwas aufzubauen, ohne eine Laufkundschaft zu haben, und aus einem kleinen Hofladen eine gefragte Direktvermarktung und einen beliebten Treffpunkt für die Menschen zu machen.“

Auch Schulen und Firmen werden beliefert

Der Kernerhof ist eine Herzenssache, bestätigte auch Landwirt Bernhard Stein. „Wir sind reine Bio-Menschen, mich musste man nicht überzeugen. Es wurde mir vom Vater schon in die Wiege gelegt. Meine Frau Timea hat eine Gärtnerlehre gemacht, und sie hat auch den Bau des Hofladens vorangetrieben.“ Die Familie baut auf jeweils einem Hektar Kartoffeln, Freilandgemüse und Weizen für ihre Hühner an. Dazu kommen 1100 Obstbäume, zu 80 Prozent Apfelbäume. Die Produkte verkauft die Familie im Kerner Hofladen. Aber sie beliefert auch Schulen und Firmen. „1.800 Schulkinder bekommen Obst von uns“, berichtete Timea Stein stolz.
Der Hofladen ist inzwischen weit mehr als nur ein Geschäft. Hier gibt es ein Café, das sich zum beliebten Treffpunkt entwickelt hat. „Wir haben mit dem Laden klein angefangen, inzwischen gibt es eine feste Karte, und wir haben hier oft Geburtstage oder Geschäftsbesprechungen. Im Prinzip ist es schon wieder zu klein“, so Bernhard Stein.

Mit ihrem Geschäftskonzept liege die Familie Stein voll im Trend, bestätigte die Ministerin. „Jeder zehnte Landwirt in Bayern betreibt Direktvermarktung. Und wir fördern ganz bewusst die Öko-Landwirtschaft. Bayern hat 319 Millionen Euro im Kulturlandschafts-Programm. 120 Millionen davon gehen an 12.000 Bio-Bauern. Kein Bundesland investiert mehr.“
Für die CSU sei die Sicherung der bäuerlichen Betriebe ein Herzensanliegen, betonte Daniela Ludwig. „Wir haben vor allem Familienbetriebe, ganz im Gegenteil zum Norden Deutschlands, wo es viele Großbetriebe gibt. Wir werden alles tun, im ihre Zukunft zu sichern.“

Eines ärgert Bernhard Stein besonders: „Die großen Discounter werben immer intensiver mit Bio-Marken. Und dann geben sie darauf noch 20 Prozent Rabatt. Das ist der falsche Weg und verdeutlicht nicht den Wert unserer Bio-Produkte.“
Für Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist das kein Anlass für die Familie Stein, sich große Sorgen zu machen. „Wer Wert auf echte, heimische Produkte aus dem Öko-Landbau legt, wird weiter in Hofläden einkaufen. Das zeigt auch die Statistik. Immerhin kaufen 17,4 Millionen deutschsprechende Menschen in Deutschland auf Hofläden ein.“ Damit die Vermarktung der Bio-Produkte besser funktioniert, fördert der Freistaat auch Öko-Modellregionen. „Wir haben davon bereits 43 in Bayern. Und sie bieten den Landwirten ein hervorragendes Netzwerk zur Vermarktung.“
(Quelle: Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Copyright Wahlkreisbüro Daniela Ludwig)

Online-Seminar „Nachhaltig ernährt von Anfang an: Von klein auf essen für die Zukunft“

Online-Seminar „Nachhaltig ernährt von Anfang an: Von klein auf essen für die Zukunft“

Rosenheim – Nachhaltigkeit ist ein weltweites Ziel und  Herausforderung im 21. Jahrhundert. Doch was bedeutet der Begriff eigentlich und wie kann die Umsetzung im Familienalltag aussehen? Antworten auf diese und weitere wichtige Fragen hinsichtlich einer nachhaltigen Ernährung erhält man von Dipl.-Ökotrophologin Marion Benda.

Die Devise lautet, mit kleinen Schritten zum Großen Ziel. Alltagstaugliche Anregungen runden die Veranstaltung ab.
Das Online-Seminar findet am 24. März von 9:15 bis 10:45 Uhr statt und richtet sich an Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren und Tageseltern.
Die Anmeldung zu dieser kostenlosen Veranstaltung erfolgt online unter www.aelf-ro.bayern.de/ernaehrung/familie.Anmeldeschluss ist der 21. März.
Alle Teilnehmer erhalten vorab eine E-Mail mit genauen Informationen für den Online-Zugang zur Veranstaltung.
Weitere Informationen erhält man von Ansprechpartnerin Bettina Handwerker, poststelle@aelf-ro.bayern.de,Tel. 08031-3004-1202.
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Auftakt zum Jubiläumsjahr des Netzwerk Hospiz in Traunstein

Auftakt zum Jubiläumsjahr des Netzwerk Hospiz in Traunstein

Traunstein – Über eine gelungene Auftaktveranstaltung zum Doppeljubiläum des Netzwerkes Hospiz Südostbayern dürfen sich die Verantwortlichen rund um den Vorsitzenden Stephan Bierschneider freuen. Der kleine Saal im Vereinshaus Traunstein war bis auf den letzten Platz gefüllt und die beiden Fachreferenten fesselten mit ihrem Thema „Let`s talk about Death, Baby“ „die Zuhörer. Als Kernbotschaft vermittelten sie, dass sich die Palliative Versorgung in erster Linie als Lebensbegleitung und weniger als Sterbebegleitung betrachtet. Abgerundet wurde der tiefgründige und mit einer Prise Humor gewürzte Vortrag mit einer Fragerunde, in der mehrere Gäste das Wort ergriffen.

Doppeljubiläum des Netzwerk Hospiz Südostbayern- Auftaktveranstaltung in Traunstein. Fotos. Hubert Hobmaier

Am Ende der Veranstaltung gab es einen regen Austausch mit den Besuchern. Fotos: Hubert Hobmaier

„Ich denke, dass es voll im Sinne des im vergangenen Jahr verstorbenen Ehrenvorsitzenden Alois Glück ist, unser diesjähriges Doppeljubiläum öffentlich und nicht im stillen Kämmerlein zu feiern“, betonte der Vorsitzende Stephan Bierschneider während seiner Begrüßung. Gleichzeitig informierte er darüber, dass vor 20 Jahren die Brückenschwestern aus der Taufe gehoben wurden und vor zehn Jahren die Netzwerk Hospiz Südostbayern gGmbH gegründet wurde.
Thematisch wurden die Gäste mit einer digitalen Bilderkollage der „Aktion Hände“ und Lied „Hödn“ von Seiler & Speer eigestimmt. Auf den Bildern waren zahlreiche Hände von Menschen zu sehen, die von den Mitarbeitern des Netzwerkes Hospiz im vergangenen Jahr besucht wurden. Die Präsentation bildete ein Brückenschlag zum Abschluss der Veranstaltung, als die Vortragenden einen Vergleich herstellten, dass Sterbende in gewisser Weise auch Helden sind.

Traunstein – die Stadt die niemals schläft

Anschließend betraten die beiden Hauptredner des Abends die Bühne. Ganz im Zeichen des Jahresmottos „Übers Sterben zu reden hat noch niemanden umgebracht!“ eröffneten Rainer Simader, Leiter Bildungswesen beim Dachverband Hospiz Österreich, und Markus Starklauf, Theologe und Leiter der Hospizakademie Bamberg, die Veranstaltungsreihe des Netzwerkes Hospiz Südostbayern.
Mit ihrer Bemerkung „so sieht also das Nachtleben in Traunstein aus – die Stadt, die niemals schläft“ begrüßten die beiden Redner ihr Publikum und sorgten damit gleich zum Auftakt für einen Lacher. Gleichzeitig gaben sie zu, dass das Motto des Vortrags nur ein Marketingtrick gewesen sei und sich der Titel von dem Lied „Let’s Talk About Sex, Baby“ ableitet. „Wer sich also verlesen hat und wegen dieses Themas gekommen ist, der ist leider falsch“, schmunzelte Rainer Simader.

Palliativ Care ist in der Bevölkerung noch wenig bekannt

Dennoch griff er zum Auftakt die Frage auf, welche Gemeinsamkeiten die Themen Tod und Sterben sowie Sex haben. Seiner Einschätzung nach sind dies beides gesellschaftliche Tabuthemen, bei denen vielen Menschen die Worte fehlen es aber zu Begegnungen komme und mit einem hohen Maß an Intimität einhergehe. Markus Starklauf nahm hingegen den Begriff Hospiz etwas genauer unter die Lupe und betonte, „dass sich der Wortstamm von Gastfreundschaft oder auch Herberge ableite und auch ein großer Anteil an „Care“, also die Sorge um Jemanden beziehungsweise dessen Begleitung beteiligt sei.

In Deutschland und Österreich haben viel zu wenige Menschen eine Idee davon, was Palliativ Care ist. „Wenn sie Zahnweh haben, dann ist klar sie müssen zum Zahnarzt“, so Rainer Simader und ergänzt, „aber wenn das Lebensende naht, dann sind viele Menschen und deren Angehörige oft ratlos“. Sehr deutlich hob er dies mit seiner Aussage „Palliativ Care ist Lebensbegleitung und nicht vordergründig Sterbebegleitung“. Studien belegen seiner Aussage nach eindeutig, dass mit einer guten palliativen Versorgung sowohl die Lebensqualität als auch die Lebenszeit steige.

Was ist den Menschen heilig?

Eine weitere zentrale Frage beschäftigte sich mit den Leid. Anhand zahlreicher Beispiele führten beide Redner dabei die vier Dimensionen von Leid aus und betrachteten dabei sowohl physische wie auch psychische Faktoren, griffen dabei aber auch die Bereiche Spiritualität und die soziale Dimension von Leid auf. „Zu wenig Wissen macht Angst“ so die Aussage von Markus Starklauf und ermutigte dazu „wir brauchen einfach den Mut darüber zu reden“. Weiter befassten sich die Redner mit dem Themenschwerpunkt „Umgang mit schwerkranken Menschen“. Dabei stellten sie fest, dass es hier kein „Patentrezept“ gebe und vielmehr die Individualität und die Wünsche der Personen im Vordergrund stehen.

Zum Abschluss befassten sich die Beiden noch mit Wünschen für die Zukunft. Ausgehend von der Tatsache, dass in den kommenden Jahren durch die geburtenstarken Jahre der Babyboomer deutlich mehr Menschen sterben werden, entsteht eine professionelle Versorgungslücke in der Begleitung. Deshalb wünschen sich die beiden Experten eine solidarische und sorgende Gesellschaft. Es braucht also wieder Orte, wo man bis zuletzt sein Leben in einer Gemeinschaft leben kann.

Reger Austausch am Ende der Veranstaltung

Einige Gäste nutzten anschließend die Möglichkeit, um Fragen zu stellen. Wie man mit Menschen umgeht, die augenscheinlich nicht mehr auf Worte reagieren antworteten die beiden Experten, „hier bedarf es eine besondere Achtsamkeit und oft helfen auch Gesten, Worte oder auch körperliche Nähe weiter“. Angehörige dienen hier als wertvolle Informationsquellen, um die Vorlieben der Menschen zu erfragen. Welche Bedeutung der Glaube und die Religion in der heutigen Zeit habe wollte ein weiterer Zuhörer wissen. „Es fehle zwar heute ein tragender Gemeinschaftsgedanke und feste Rituale wie beispielsweise, dass die Nachbarn ins Haus kommen, um sich von Verstorbenen zu verabschieden. Dennoch ist Glaube und Religion für viele Menschen auch heute noch wichtig“, informierte der Theologe Markus Starklauf.

„Wie reagiere ich, wenn ich mit der Aussage ich werde sterben konfrontiert werde?“ wollte eine weitere Zuhörerin wissen. An dieser Stelle haben die Experten dazu geraten, dass man Aussagen spiegeln und die Kommunikation nach den Regeln des aktiven Zuhörens gestalten soll. „Wichtig ist, dass man nicht vertröstet und so gut wie möglich in die Welt des anderen eintaucht“, betonte Markus Starklauf.
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild, Foto: Hubert Hobmaier)

Online-Seminar „Bewegungsabenteuer und Spaß im Haus“

Online-Seminar „Bewegungsabenteuer und Spaß im Haus“

Rosenheim – Bewegen, Entdecken und erforsche ist förderlich für die Entwicklung von Kindern. Die Ergotherapeutin Cindy Daka gibt Eltern Tipps und viele kreative Anregungen für Bewegungsideen bei einem Online-Seminar am 26. März.

Ein bewegungsförderndes Umfeld, in dem sich Kinder nach Lust und Laune bewegen können und das zum Erkunden, Erforschen und Entdecken anregt, ist förderlich für die gesamte Entwicklung. Bewegung fördert auch die geistige Entwicklung. Ergotherapeutin Cindy Daka gibt Eltern Tipps und viele kreative Anregungen für Bewegungsideen, Spiel und Spaß im Haus.
Das Online-Seminar findet am 26. März von 11 bis 12:30 Uhr statt und richtet sich an Eltern mit Kindern von 1 bis 3 Jahren. Kinder können aktiv teilnehmen.
Die Anmeldung zu der kostenlosen Veranstaltung erfolgt online unter www.aelf-ro.bayern.de/ernaehrung/familie.  Anmeldeschluss ist der 21. März.
Alle Teilnehmer erhalten vorab eine E-Mail mit genauen Informationen für den Online-Zugang zur Veranstaltung.
Weitere Informationen erhält man von Ansprechpartnerin Bettina Handwerker, poststelle@aelf-ro.bayern.de,Tel. 08031-3004-1202.
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)