Seltener Gänsegeier stirbt an Bleivergiftung

Seltener Gänsegeier stirbt an Bleivergiftung

Unterallgäu / Bayern – Anfang März 2025 entdeckten Mitglieder des bayerischen Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) im Unterallgäu einen Gänsegeier, der majestätisch seine Kreise zog. Die Freude war groß – seit acht Jahren war es die erste Sichtung dieser Art im Landkreis. Zwei Wochen später wurde derselbe Vogel tot aufgefunden.

Der LBV informierte umgehend die Polizei, eine pathologische Untersuchung folgte. Nun steht das Ergebnis fest: Der Geier starb an einer Bleivergiftung. Beim Fressen von Aas hatte er Bleipartikel aus Jagdmunition aufgenommen. „Blei in Jagdmunition stellt eine ernsthafte Gefahr für alle Aasfresser dar – nicht nur für seltene Gäste wie den Gänsegeier, sondern auch für heimische Arten wie den Bartgeier“, erklärt Dr. Andreas von Lindeiner, Landesfachbeauftragter für Naturschutz beim LBV. Erst am Dienstag haben der LBV und der Nationalpark Berchtesgaden unter großem Aufwand wieder zwei Bartgeier ausgewildert, die Art galt in Bayern ein ganzes Jahrhundert lang als ausgestorben. „Es darf nicht sein, dass wir mühsam erarbeitete Artenschutz-Erfolge durch den Einsatz giftiger Munition aufs Spiel setzen. Deshalb fordern wir, dass auch in Bayern endlich flächendeckend auf bleifreie Munition umgestellt wird.“

Gänsegeier kommen als Gäste nach Bayern

Gänsegeier sind in Bayern nicht heimisch, kommen aber als Gäste aus beispielsweise Frankreich immer häufiger im gesamten Alpenraum vor. Die Freude bei den LBV-Aktiven im Landkreis Unterallgäu war groß, als am 2. März erstmals seit acht Jahren einer der großen, beeindruckenden Vögel gesichtet wurde. In den folgenden Tagen verfolgten Vogelbegeisterte mit Spannung, wie sich der imposante Vogel mit seinen 2,5 Metern Flügelspannweite in der Region bewegte – bis er plötzlich nicht mehr auftauchte. Am 16. März wurde der Gänsegeier schließlich tot aufgefunden. Ehrenamtliche des LBV informierten sofort die Polizei, die den Fundort dokumentierte. Nach einer aufwändigen pathologischen Untersuchung steht nun fest: „Der Gänsegeier starb an Organschäden an Niere, Leber und Lunge – ausgelöst durch eine Bleivergiftung. Die Analyse legt nahe, dass der Vogel beim Fressen von mit Bleimunition belastetem Aas das Schwermetall aufnahm“, so von Lindeiner.

Innerhalb zwei Jahre starben zwei Gänsegeier an Bleivergiftung

Der aktuelle Fall erinnert an ein ähnliches Ereignis aus dem Jahr 2022: Damals wurde im Landkreis Starnberg ein toter Gänsegeier entdeckt, bei dem eine Schussverletzung festgestellt werden konnte. Auch er starb nicht direkt durch das Projektil, sondern an den Folgen einer schweren Bleivergiftung. „Dass innerhalb weniger Jahre zwei geschützte Gänsegeier durch Blei zu Tode kommen, ist ein Alarmsignal“, betont Andreas von Lindeiner. „Wir fordern deshalb, dass auch Kommunen und private Jäger endlich flächendeckend auf bleihaltige Munition verzichten“. In vielen anderen Bundesländern ist die Jagd mit bleihaltiger Munition bereits auf allen Flächen verboten. In Bayern darf lediglich im Staatswald nicht mehr mit bleihaltiger Büchsenmunition geschossen werden.

Gefahr durch bleihaltige Munition ist schon lange bekannt

Die entsetzlichen Auswirkungen von bleihaltiger Munition vor allem auf große und oftmals seltene Greifvogelarten, wie zum Beispiel Stein- und Seeadler, Rotmilan und Mäusebussard, sind schon lange bekannt. Die Tiere nehmen das Gift über Kugelgeschossfragmente in bei der Jagd im Wald zurückgelassenem Aufbruch auf. Bereits geringe Mengen sind fatal und führen zu schwersten Vergiftungen. „Da Kadaver eine wichtige Nahrungsquelle für viele Wildtierarten ist, ist es notwendig, dass Aufbruch im Wald nach der Jagd zurückgelassen wird – aber eben bleifrei“, schildert Andras von Lindeiner.
Das hochtoxische Schwermetall wird im Körper angereichert und verursacht unter anderem Nervenschädigungen, die Beeinträchtigung der Blutbildung, die Blockierung von Enzymen und der Sauerstoffzufuhr sowie den Abbau der Brustmuskulatur. Außerdem kann eine Störung des zentralen Nervensystems zur Erblindung sowie zur Lähmung des Magen-Darm-Traktes und des Atemzentrums führen. „Die Vögel verhungern, ziehen sich durch Kollisionen mit Hindernissen schwere Verletzungen zu oder verenden qualvoll an Atemnot und Nährstoffmangel“, berichtet der Artenschützer.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

MIU ist Opening Act für Gianna Nannini auf dem Sommerfestival Rosenheim

MIU ist Opening Act für Gianna Nannini auf dem Sommerfestival Rosenheim

Rosenheim – Mit ihrem Soul-Pop eröffnet MIU das ausverkaufte Konzert von Gianna Nannini beim Sommerfestival Rosenheim am 18. Juli. Die Hamburger Künstlerin zählt zu den profiliertesten Stimmen der deutschen Indie-Szene.

Vor zehn Jahren entschied sie sich für ein Leben in und für die Musik. Ihr neues Doppelalbum „10 Times Around the Sun“ blickt auf eine bewegte Dekade zurück. MIUs Sound ist eine Mischung aus Retro-Soul, Pop und modernem Storytelling. Sie teilte bereits die Bühne mit Macy Gray und Leon Bridges, ihre Musik war in ARD-Tatort, Netflix-Produktionen und internationalen Kampagnen zu hören. Beim Sommerfestival wird sie das Publikum mit Energie, Tiefgang und Stil in den Abend führen.
(Quelle: Pressemitteilung Rosenheim Event GmbH / Beitragsbild: Miu 10 times / Elena Zaucke Copyright Foto 2025_Zaucke_Miu)

Rennradfahrer Maxim Van Gils sichert sich in Norwegen seinen zweiten Saisonsieg

Rennradfahrer Maxim Van Gils sichert sich in Norwegen seinen zweiten Saisonsieg

Norwegen / Raubling – Ein Etappenfinale wie gemacht für den Rennradfahrer Maxim Van Gils: Im explosiven Schlussanstieg von Heia spielte der Belgier seine Stärke voll aus und setzte sich im Sprint einer kleinen Spitzengruppe durch. Auf der 3. Etappe der Tour of Norway durfte der Fahrer von Red Bull – BORA – hansgrohe am Ende jubelnd über die Ziellinie fahren – es ist sein zweiter Sieg in der laufenden Saison.

Das Team hatte sich die kurze, aber anspruchsvolle Etappe über 142 Kilometer fest vorgenommen. Nach dem denkbar knappen Duell mit dem Gesamtführenden Matthew Brennan auf der 2. Etappe wollte Van Gils die Rollen tauschen – mit Erfolg. Von Beginn an arbeitete Red Bull – Bora – hansgrohe auf das Finale hin. Im selektiven Schlussanstieg kristallisierte sich rasch die Favoritengruppe heraus. Van Gils fuhr aufmerksam, konterte alle Angriffe und blieb in Schlagdistanz. Auf den letzten 250 Metern entwickelte sich ein Duell mit Brennan und Jan Christen. Brennan eröffnete den Sprint früh, doch Van Gils setzte 50 Meter vor dem Ziel zum entscheidenden Antritt an – und siegte souverän.
Maxim Van Gils: „Mein voller Fokus lag heute auf der Etappe, und ich bin wirklich glücklich, dass ich den Sieg holen konnte. Nach all den Rückschlägen war es mir besonders wichtig, hier bei der Tour of Norway zu zeigen, was in mir steckt. Schon gestern lief es gut, das hat mir Selbstvertrauen gegeben – heute war ich hochmotiviert, das auch ins Ziel zu bringen. Umso schöner, dass jetzt alles zusammengepasst hat.“
Shane Archbold, Sportlicher Leiter: “Es lief genau so, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Jungs haben das Rennen hart gemacht, weil wir wussten, dass es Maxim so noch mehr entgegenkommt. Schön, dass er den Job so beenden konnte. Schade aber, dass er durch den Sturz am ersten Tag nicht vorne in der Gesamtwertung dabei ist.“
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ein Leben für die Kinder: Chefarzt Dr. Torsten Uhlig verabschiedet sich in den Ruhestand

Ein Leben für die Kinder: Chefarzt Dr. Torsten Uhlig verabschiedet sich in den Ruhestand

Rosenheim – Feierlich wurde Chefarzt Dr. Torsten Uhlig in den Ruhestand verabschiedet. Über zwei Jahrzehnte prägte er die Kinderklinik Rosenheim, baute medizinische Fachbereiche aus und setzte Maßstäbe für eine patienten- und familienorientierte Versorgung.

Dr. Uhlig blickte auf die vielen positiven Veränderungen in den letzten 23 Jahren zurück und dankte dabei den hervorragenden und engagierten Pflegekräften und Ärzten für die außerordentliche Unterstützung und den tollen Teamgeist. „Man darf nicht verlernen, die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen“, schloss er seine Rede mit einem Zitat von Henri Matisse.

Doch der Reihe nach. Was hatte Dr. Uhlig eigentlich dazu bewogen, Arzt zu werden? Die Medizin mit ihrer Vielseitigkeit und ihren unterschiedlichen Fachrichtungen haben ihn schon frühzeitig angezogen und besonders spannend sei für ihn die beständige Weiterentwicklung. Vor allem überzeugte ihn jedoch mit dem Arztberuf etwas Positives im Leben anderer zu bewirken, Verantwortung zu übernehmen und eine sinnhafte Tätigkeit auszuüben. „Ich wollte nie nur Krankheiten behandeln, sondern Menschen helfen. Den Umgang mit Kindern habe ich immer als bereichernd empfunden“, erinnert er sich. Sein Leitsatz „Kinder sind unsere Zukunft“ sei keine Floskel, sondern Auftrag und Motivation gewesen, von der ersten Assistenzarztstelle bis zur Chefetage.

Meilensteine: Tagesklinik und Notfallversorgung

Am 1. Januar 2002 übernahm Dr. Uhlig die Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Gleich im ersten Jahr initiierte er eine Kindertagesklinik, um Untersuchungen und Eingriffe ohne stationären Aufenthalt zu ermöglichen. Das Ziel: junge Patienten möglichst stressfrei behandeln und Familien entlasten. Mehr als 1000 Kinder wurden allein im Eröffnungsjahr betreut. Zeitgleich gründete er gemeinsam mit niedergelassenen Kollegen die erste kinderärztliche Bereitschaftspraxis im Landkreis. Rund um die Uhr teilten sich Klinikärzte und Praxisärzte die Notfallversorgung – damals ein bundesweites Novum.

In den folgenden Jahren erweiterte Dr. Uhlig das Spektrum kontinuierlich: Er etablierte eine Nachsorge für Frühgeborene und chronisch kranke Kinder in Kooperation mit „Bunter Kreis“ und „Harl.e.kin“, richtete eine spezialisierte Sprechstunde für Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen ein und schuf eine tagesklinische Psychosomatik. Wichtig war ihm dabei stets, dass Familien nicht weite Wege in andere Zentren auf sich nehmen mussten. Durch die verbesserte Ausstattung der Eltern-Kind-Station wurde in den letzten Jahren die Unterbringung auch für die Eltern während des stationären Aufenthalts ihres Kindes noch angenehmer. Dazu hat auch die Einrichtung der „Elternoase“ beigetragen, die den schwer belasteten Müttern und Vätern  intensivpflichtiger Kinder die Übernachtung in einem schönen Ambiente ermöglicht.

Viele fachliche Schwerpunkte konnten neu etabliert oder erweitert werden, unter anderem die entwicklungsneurologische Nachsorge, die Kinderdiabetologie, -nephrologie, -kardiologie, -pneumologie und Neuropädiatrie. „Wir sind mit unserem Perinatalzentrum Level 1 stolz darauf, erkrankten Neugeborenen bis hin zum kleinsten Frühgeborenen die Versorgung auf einem fachlich sehr hohen Niveau anbieten zu können“, berichtete der Chefarzt und betonte die gute und enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Geburtskliniken. „Die Zahl der von uns betreuten Kinder hat sich in den letzten 20 Jahren nahezu verdoppelt.“

Dank an Förderverein und Rosenheimer Bevölkerung

Viele Projekte wurden durch die aktive Beteiligung der regionalen Bevölkerung, wie den Weihnachtsspendenaktionen der OVB-Heimatzeitungen und insbesondere durch das große Engagement des Kinder-Fördervereins tatkräftig unterstützt. So besuchen auch die Klinikclowns seit 2002 regelmäßig die kleinen Patienten, um den Krankenhausaufenthalt etwas zu erleichtern. Außerdem kümmern sich zwei Mitarbeiterinnen im Spielzimmer und ein Lehrer um die kleinen und größeren Patienten.

Neben der medizinischen Versorgung legte der Pädiater großen Wert auf die Ausbildung. Die Kinderklinik Rosenheim ist heute eine gefragte Lehrstätte für Medizinstudierende der Ludwig-Maximilians-Universität München und weiterer Hochschulen. „Wissen zu teilen heißt, Zukunft zu gestalten – für unsere Patientinnen und Patienten ebenso wie für die nächste Generation von Ärztinnen und Ärzten“, so Dr. Uhlig.

Ruhestand mit Weiterwirken

Ganz in den Ruhestand zieht es den passionierten Kinderarzt noch nicht. Die
kinderpneumologische Sprechstunde wird er weiterführen, parallel plant er, sein EngagementCbei der Bayerischen Landesärztekammer auszubauen. „Ich freue mich auf mehr Zeit für Hobbies und vielleicht auf ein neues Entwicklungshilfeprojekt, wie in der Vergangenheit in Kambodscha“, verrät er mit einem Lächeln.
Seinem Nachfolger PD Dr. Hendrik Jünger wünscht der scheidende Chefarzt von Herzen ein „gutes Händchen“ und ist überzeugt, dass sich die Kinderklinik kontinuierlich weiterentwickeln wird. Er hofft, dass sich künftig alle Fachdisziplinen der Kinder- und Jugendmedizin unter einem gemeinsamen Dach zu einem Eltern-Kind Zentrum vereinen.

Mit dem Abschied des Chefarztes endet eine Ära, doch sein Vermächtnis bleibt spürbar: „Sie haben hier Strukturen aufgebaut und etabliert, von denen die Bevölkerung und insbesondere unsere kleinen Patienten enorm profitieren. Die Kinderklinik Rosenheim tritt heute selbstbewusst auf und bietet ein umfassendes Leistungsspektrum. Für dieses außerordentliche Engagement danke ich Ihnen ganz besonders“, betonte RoMed-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schulze in seiner Rede. Was 2002 als Vision begann, ist heute – dank des unermüdlichen Einsatzes von Chefarzt, Team und Förderern – gelebte Realität. Und obwohl Dr. Torsten Uhlig künftig mehr Freizeit genießt, ist sicher: Der Pädiater im Ruhestand bleibt Teil dieser Erfolgsgeschichte.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed Kliniken)

Mit 1,66 Promille mit dem Auto durch Rottach-Egern

Mit 1,66 Promille mit dem Auto durch Rottach-Egern

Rottach-Egern / Landkreis Miesbach – Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle in Rottach-Egern (Landkreis Miesbach) ging der Polizei ein Autofahrer mit 1,66 Promille Alkohol ins Netz. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am 01.06.2025, gegen 00:05 Uhr, führte die Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Wiessee in Rottach-Egern eine allgemeine Verkehrskontrolle durch. Hierbei konnte beim 24-jährigen Fahrer des Pkws deutlicher Atemalkoholgeruch wahrgenommen werden. Ein Alkohol-Test ergab einen Wert von 1,66 Promille.
Daraufhin wurde die Weiterfahrt unterbunden und der 24-Jährige Gmunder zur Polizeiinspektion Bad Wiessee verbracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Da der Grenzwert von 1,1 Promille deutlich überschritten wurde, muss sich der Fahrzeugführer nun einem Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr stellen.
Der Führerschein des 24-Jährigen wurde sichergestellt und er darf nun bis zu einer gerichtlichen Entscheidung keine fahrerlaubnispflichtigen Fahrzeuge mehr führen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Innbrücke, Rosenheim, ca. 1900

Innbrücke, Rosenheim, ca. 1900

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um ca. 1900. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Rosenheimer Innbrücke. 

Kunstvoll sah sie sie, die ehemalige Innbrücke von Rosenheim nach Stephanskirchen. Und sie war natürlich noch wesentlich schmaler. Statt Autos und Motorräder wurde sie zu dieser Zeit aber auch noch von Kutschen benutzt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Prien: Frauenstatue von Gartentor gestohlen

Prien: Frauenstatue von Gartentor gestohlen

Prien / Landkreis Rosenheim – In Prien am Chiemsee wurde eine Frauenstatue von einem Gartentor entwendet. Die Polizei sucht Zeugen. 

Den Tatzeitraum grenzt die Polizei von Donnerstagabend (29.5.2025) bis Freitagmorgen (30.5.2025) ein. Die Betonfigur stand in der Hochfellnstraße in Prien am Chiemsee. Hinweise zu möglichen Tätern oder den Verbleib der Frauenstatue nimmt die Polizeiinspektion Prien unter Telefon 08051 / 90570 entgegen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

20-jähriger randaliert am Bahnhof in Bad Endorf

20-jähriger randaliert am Bahnhof in Bad Endorf

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – In der Nacht auf Samstag (31.5.2025), kurz nach Mitternacht, ging bei der Polizei die Meldung ein, dass eine Person am Bad Endorfer Bahnhof (Landkreis Rosenheim) randaliert. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut: 
In der Nacht auf Samstag, 31.05.25, kurz nach Mitternacht, wurde telefonisch über die Einsatzzentrale mitgeteilt, dass eine Person am Bahnhof randalieren würde. Durch eine Polizeistreife wurde ein alkoholisierter 20-jähriger Mann angetroffen, der soeben die Bahnhofstoilette verlassen hatte.
Im Rahmen der Durchsuchung konnten neben einem Schraubenzieher auch noch Betäubungsmittel, u.a. eine geringe Menge Kokain, aufgefunden werden. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und zur weiteren Sachbearbeitung auf die Dienststelle verbracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und einer freiwilligen Wohnungsnachschau konnte der 20-Jährige wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gerangel beim Dorffest in Breitbrunn

Gerangel beim Dorffest in Breitbrunn

Breitbrunn / Landkreis Rosenheim – Zu einem Gerangel kam es am sehr frühen Samstagmorgen (31.5.2025) auf dem Dorffest in Breitbrunn (Landkreis Rosenheim). Auslöser war ein Streit zwischen einem stark alkoholisierten 30-jährigen und seiner Lebensgefährtin.

Die Pressemitteilung im Wortlaut: 
Am frühen Samstagmorgen, 31.05.25, gegen 02:00 Uhr, kam es auf dem Dorffest zwischen einem stark alkoholisierten 30-jährigen Mann und seiner Lebensgefährtin zu einer verbalen Auseinandersetzung, die sich auszuweiten drohte. Als eine Gruppe von drei jungen Männer dies bemerkte und den Streit zu schlichten versuchte, ging der alkoholisierte Aggressor auf diese los und entfernte sich nach kurzem Gerangel vom Festgelände.
Der 30-Jährige konnte von der alarmierten Polizeistreife gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin unweit vom Festplatz angetroffen werden. Während der Anzeigenaufnahme zeigte sich das Paar wenig kooperativ, war nach wie vor sehr aufgebracht und beleidigte die Polizeibeamten. Nachdem ein Gewahrsam angedroht wurde, beruhigte sich der Beschuldigte und die Anzeigenaufnahme wegen Körperverletzung und Beleidigung konnte ohne weitere Vorkommnisse abgeschlossen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Prien: Auto fällt Telefonmast

Prien: Auto fällt Telefonmast

Prien / Landkreis Rosenheim – In Prien am Chiemsee kam ein 20-jähriger Autofahrer am Samstagabend (31.5.2025) in der Kaltenbachstraße von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Telefonmast. Dieser fiel um.

Nach den Angaben der Polizei geriet der 20-jährige gegen 23.15 Uhr mit seinem Auto zunächst auf das Bankett am rechten Fahrbahnrand, verlor kurz die Kontrolle über sein Fahrzeug, und stieß dann gegen den Telefonmast, der am linken Fahrbahnrand aufgestellt war. 
Der Telefonmast fiel um und landete quer auf der Fahrbahn. Der Pkw-Fahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden am Auto und Telefonmast wird auf rund 5.000 Euro geschätzt. 
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Mann mit Damenbadeanzug beschäftigt Polizei am Simssee

Mann mit Damenbadeanzug beschäftigt Polizei am Simssee

Riedering / Landkreis Rosenheim – Ein Mann mit Damenbadeanzug beschäftigte die Polizei am Freitagabend am Badeplatz Pietzing am Simssee.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
In der Dunkelheit irrte ein 51-jähriger Mann aus dem Umkreis von Rosenheim am Badeplatz Pietzing, bekleidet nur mit eine Damenbadeanzug, herum. Als die verständigte Rosenheimer Polizei auf den Mann traf, gab er an, dass er auf der Suche nach seinem verlorengegangenen Autoschlüssel sei. Er habe den Schlüssel irgendwo in der Liegewiese zum letzten Mal gesehen. Eine plausible Erklärung für den angezogenen Damenbadeanzug konnte er nicht nennen. Vielleicht lag es an der starken Alkoholisierung von rund zwei Promille.
Der 51-Jährige hatte einen Familienzwist und begann bereits am Nachmittag deshalb viel Alkohol zu trinken. Die Beamten der Rosenheimer Polizei suchten den möglichen Verlustort kurz ab und konnten den Autoschlüssel nach wenigen Minuten auffinden. Mit rund zwei Promille war dem 51-Jährgen eine Fahrt mit seinem abgestellten Auto auf dem Parkplatz von Pietzing nicht zulässig. Der Betrunkene wurde in ein nahegelegenes Hotel verbracht und konnte dort die weitere Nacht verbringen. Jedoch nicht bevor sein Pkw jetzt geöffnet werden und sich der 51-Jährige umziehen konnte. Den Autoschlüssel stellten die Beamten die Nacht über sicher, zur Verhinderung einer Trunkenheitsfahrt durch den 51-Jährigen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer wird Bayerischer Fischerkönig

Rosenheimer wird Bayerischer Fischerkönig

Rosenheim / Bayern – Um 7 Uhr warf Dominik Kagerer am gestrigen Samstagmorgen am Happingersee in Rosenheim seine Angel aus. Nur eine Minute später hat er angebissen – der Karpfen, der den Rosenheimer beim Bayerischen Königsfischen auf den Thron brachte. Beim Festakt des Landesfischertags im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim hängte ihm Staatsministerin Michaela Kaniber die Königskette um. 

Der Bayerische Landesfischereitag fand zum ersten Mal in Rosenheim statt. Rund 150 Vertreter der Mitgliedsvereine und -verbände  aus ganz Bayern nahmen daran teil. Im Mittelüunkt der zweitägigen Veranstaltung stand Bayerns Fisch des Jahres, der Huchen. 15 Exemplare des vom Aussterben bedrohten Fischart wurden am Freitag (30.5.2025) an der Mangfall in die Freiheit entlassen (wir berichteten). Danach diskutierten Experten in einem Internationalen Symposium über mögliche Schutzstrategien für die Zukunft des Huchens.

Landesfischertag in Rosenheim Mai 2025. Foto: Innpuls.me

Staatsministerin Michaela Kaniber und Fischer-Präsident Axel Bartelt schreiten durch das Spalier der Fischerkönige im Foyer des Kultur- und Kongresszentrums Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Höhepunkt des Landesfischertags war der Festakt am gestrigen Samstagnachmittag im Rosenheim Kultur-und Kongresszentrum (KuKo). Daran Teil nahmen auch Staatsministerin Michaela Kaniber, der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Rosenheims Landrat Otto Lederer und Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März.

Die Huchen-Ausstellung wird offiziell eröffnet.

Die Fischerkönige standen, dekoriert mit ihren glanzvollen, teil über acht Kilogramm schweren Fischerketten Spalier, als Michaela Kaniber und Hubert Aiwanger beim KuKo eintrafen. Als erstes eröffneten die beiden dann offiziell die neue Sonderausstellung „Huchen – König ohne Reich“, die anschaulich und informativ Lebensraum und Biologie des seltenen Fisches thematisiert.
„Der Artenschutz hört nicht bei der Gewässeroberfläche auf“, steht für Michaela Kaniber fest. Und auch Hubert Aiwanger sprach sich für mehr Balance beim Artenschutz aus, indem man die Bestände von Prädatoren wie Fischotter und Gänsesäger besser reguliere.

Über 140.000 Mitglieder zählt der bayerische Landesfischereiverband. „Wir sind eine starke Stimme für Fische und Fischer“ ,steht damit für Präsident Axel Bartelt fest. Auch ihn beschäftigte in seiner Rede die Feinde der Fischer, insbesondere der Fischotter, der derzeit Fischer und Teichwirte enorm zusetze. Scharf kritisierte Bartelt die Klagen von Naturschutzverbänden aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gegen die bayerische Regelung zur Dezimierung der Fischotter. „Das ist ein klarer Missbrauch der Verbandsklagerechts“, ärgert sich Axel Bartelt. 

Rosenheims Landrat Otto Lederer sieht in den Fischern „Naturnutzer und Naturschützer“. Gerade in der Region Rosenheim sei die Fischerei unglaublich aktiv. „Wir haben In Stadt und Landkreis Rosenheim rund 300 Gewässer und 23 Fischervereine“, führe er aus. 
An zwei dieser Seen, dem Happinger See und dem Happinger–Au-See in Rosenheim, wurde am Samstagvormittag das Bayerische Königsfischen ausgetragen. Über 40 Fischer aus ganz Bayern beteiligten sich daran. Den stattlichsten Fang konnte am Schluss der Rosenheimer Dominik Kagerer vorweisen. 9,6 Kilogramm schwer war der Karpfen, den er an Land zog. „So einen schnellen Biss habe ich noch nie gehabt. Um 7 Uhr habe ich die Angel ausgeworfen und eine Minute später hat der Karpfen angebissen“, erzählte der 27-jährige.  Staatsministerin Michaela Kaniber hängte ihm die Königskette um, umrahmt von den Fischerkönigen aus ganz Bayern. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)