Burschenfest in Rott am Inn

Burschenfest in Rott am Inn

Rott am Inn / Landkreis Rosenheim – Das Burschenfest in Rott am Inn bot fünf Tage lang ein abwechslungsreiches Programm voller Tradition, Musik und Gemeinschaft. Vom Bieranstich über die Disco-Party bis hin zum großen Jubiläumsfest zog das Ereignis zahlreiche Besucher an und sorgte für gute Stimmung im Ort. Heute steht der festliche Abschluss an.

Das Burschenfest begann am Donnerstag, dem 17. Juli, mit dem Bieranstich und dem Reindlessen. Am Freitag, dem 18. Juli, sorgte die Disco-Party „Beat im Bierzelt“ mit DJ SM und DJ Samson für ausgelassene Stimmung. Am Samstag, der 19. Juli, fand das Weinfest, bei dem die „Rouda Blechblosn“ für musikalische Unterhaltung sorgten statt. Der Sonntag, der 20. Juli, war ein besonderer Höhepunkt: Über 1.000 Gäste feierten das 15-jährige Jubiläum des Rotter Burschenvereins mit einem Festumzug, einem Gottesdienst unter freiem Himmel und einem anschließenden Fest im Zelt.

Ausblick auf den heutigen Festmontag

Heute, 21. Juli, erwartet die Besucher der krönende Abschluss des Burschenfests: ein Ochsen- und Fischessen. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Rotter Goaßlschnoizer.
(Quelle: Artikel Pauline Obermaier / Beitragsbild: Copyright Pauline Obermaier) 

„Vom Probefahrt-Moment zur Werkstatt“ Interview mit Manuel Gut von der E-Scooter Zentrale Rosenheim

„Vom Probefahrt-Moment zur Werkstatt“ Interview mit Manuel Gut von der E-Scooter Zentrale Rosenheim

Rosenheim – E-Scooter sind in Deutschlands Städten längst keine Seltenheit mehr. Doch hinter dem Fahrzeug steckt mehr als nur ein Trend: Technik, Service und die richtige Pflege entscheiden, ob das urbane Gefährt zuverlässig unterwegs ist. Innpuls.me sprach mit dem Gründer der E-Scooter Zentrale Rosenheim, der mit seiner Werkstatt einen Beitrag zur Elektromobilität leistet – und selbst mit großer Begeisterung dabei ist. Er verrät was typische Probleme mit den Gefährten sind und gibt Tipps wie der eigene E-Scooter lange Lebt.

Die E-Scooter Zentrale Rosenheim (am Roßacker 7) kümmert sich um alles rund um E-Roller: Manuel Gut Spricht im Interview über die Entstehung der Werkstatt, auf was es beim kauf ankommt und wie man sich um seinen Scooter kümmern sollte.

Frage: Was war Ihr persönlicher erster Kontakt mit E-Mobilität
Antwort: Mein erster bewusster Kontakt mit E-Mobilität war eine Probefahrt auf einem E-Scooter – ganz unspektakulär, aber mit großer Wirkung. Ich war sofort fasziniert davon, wie leise, effizient und unkompliziert man sich damit in der Stadt bewegen kann. In dem Moment habe ich realisiert, dass E-Mobilität nicht nur ein Trend ist, sondern eine echte Lösung für viele Herausforderungen im urbanen Verkehr. Aus dieser ersten Erfahrung wurde schnell eine Leidenschaft

Frage: Warum haben Sie sich entschieden, eine Werkstatt nur für E-Scooter zu eröffnen?
Antwort: Weil genau das gefehlt hat. Als E-Scooter in Deutschland populärer wurden, gab es kaum spezialisierte Werkstätten, die sich wirklich mit der Technik, Elektronik und den speziellen Anforderungen dieser Fahrzeuge auskannten. Viele Nutzer standen im Reparaturfall vor dem Problem, dass ihnen weder klassische Fahrradläden noch Elektronikwerkstätten helfen konnten.
Ich habe die E-Scooter Zentrale Rosenheim gegründet, um diese Lücke zu schließen – mit einem klaren Fokus auf Service, Reparatur und Beratung rund um E-Scooter. Unser Ziel ist es, den Menschen nicht nur bei Problemen zu helfen, sondern E-Mobilität langfristig zuverlässig und alltagstauglich zu machen.

Frage: Hatten Sie vorher schon eine Ausbildung oder berufliche Erfahrung im technischen Bereich?
Antwort: Ja, ich habe bereits vor der Gründung der E-Scooter Zentrale Rosenheim im technischen Bereich gearbeitet und mir über die Jahre fundiertes Wissen in Elektronik, Mechanik und Diagnosetechnik angeeignet. Diese Erfahrung war entscheidend, um die komplexe Technik hinter modernen E-Scootern wirklich zu verstehen – von der Motorsteuerung über Akkutechnologie bis hin zu Softwarelösungen.
Technik war für mich schon immer mehr als nur ein Beruf – es ist eine Leidenschaft. Und genau diese Leidenschaft bringe ich heute in jede Reparatur und Beratung mit ein.

E-Scooter Copyright E-Scooter Zentrale Rosenheim

Frage: Wann und wie entstand die E-Scooter Zentrale Rosenheim?
Antwort: Die E-Scooter Zentrale Rosenheim entstand Mitte 2023 – ganz bodenständig in einer normalen Garage in Stephanskirchen. Was als kleine Idee mit ein paar Werkzeugen und viel Leidenschaft begonnen hat, wurde schnell zu einem echten Bedarf in der Region: Menschen suchten nach einer zuverlässigen Anlaufstelle für Reparaturen, Ersatzteile und ehrliche Beratung rund um E-Scooter.
Mit wachsendem Interesse und positiven Rückmeldungen von Kunden hat sich daraus Schritt für Schritt ein professioneller Werkstattbetrieb entwickelt. Heute stehen wir für Kompetenz, schnellen Service und persönliche Beratung – aber unsere Garage in Stephanskirchen werden wir nie vergessen. Sie war der Anfang von allem.

Frage: Was waren Ihre größten Herausforderungen beim Start?
Antwort: Ganz ehrlich: Die größte Herausforderung war die Unsicherheit. Ich hatte anfangs große Angst, dass das Ganze nicht funktioniert – dass keine Kunden kommen, dass der Markt zu klein ist oder die Leute lieber bei großen Anbietern kaufen.
Aber genau diese Zweifel haben mich auch angespornt, es durchzuziehen. Ich habe Schritt für Schritt gelernt, auf meine Idee zu vertrauen – und auf das, was ich kann. Die ersten Kunden, die mit einem Lächeln ihren reparierten E-Scooter abgeholt haben, waren der Beweis, dass es sich lohnt, an etwas zu glauben. Heute bin ich froh, dass ich den Mut gefunden habe, diesen Weg zu gehen – trotz der anfänglichen Ängste.

Frage: Welche Leistungen bieten Sie in Ihrer Werkstatt konkret an?
Antwort: Wir sind eine spezialisierte E-Scooter-Werkstatt – das heißt: Wir kümmern uns ausschließlich um alles, was mit E-Scootern zu tun hat. Unsere Leistungen reichen von klassischen Reparaturen wie Bremsen, Reifen, Elektronik und Motor bis hin zu Akku-Diagnose, Software-Fehlern und individuellen Umbauten für Menschen mit Einschränkungen
Außerdem bieten wir Inspektionen, Ersatzteilservice und fachkundige Beratung an – ganz gleich, ob es um Sicherheit, Reichweite geht. Viele unserer Kunden schätzen vor allem, dass wir uns Zeit nehmen und wirklich verstehen, wie ihr Scooter funktioniert – unabhängig von Marke oder Modell.
Unser Ziel: E-Scooter wieder sicher und schnell auf die Straße bringen – ohne lange Wartezeiten und mit persönlichem Service.

Frage: Haben Sie sich auf bestimmte Marken oder Modelle spezialisiert?
Antwort: Nein – wir sind markenunabhängig und reparieren E-Scooter aller Hersteller. Ob bekannte oder No-Name-Modelle: Wir kennen uns mit allen gängigen Marken und Modellen aus und finden auch für weniger bekannte Fabrikate eine Lösung.
Unser Ziel ist: Reparieren statt wegwerfen – egal von wem der Scooter stammt.

Frage: Gibt es Entwicklungen bei den Herstellern, die Ihnen die Arbeit erleichtern oder erschweren?
Antwort: Die Unterschiede zwischen den Herstellern sind groß. Manche erleichtern uns den Werkstattalltag – andere setzen auf Wegwerfprodukte. Unser Ziel bleibt aber, für jedes Modell eine Lösung zu finden – egal wie aufwendig es wird.

 

Kaputter E-Scooter Copyright E-Scooter Zentrale Rosenheim

Frage: Spüren Sie, dass E-Scooter in Rosenheim und Umgebung beliebter werden?
Antwort:
Ja – E‑Scooter werden in Rosenheim definitiv beliebter.
E‑Scooter sind fester Bestandteil der Mobilität in Rosenheim geworden.

Frage: Was sind Typische Probleme mit E-Scootern?
Antwort: In unserer E-Scooter-Werkstatt sehen wir täglich die gleichen Probleme:

  • Akku-Probleme: geringe Reichweite, lädt nicht mehr
  • Reifenpannen: Platter Reifen durch Nägel, Scherben oder Bordsteine
  • Bremsen: verschlissene Beläge, schlechte Bremsleistung
  • Elektronik-Fehler: defekte Displays, Softwareprobleme, Ausfälle
  • Vernachlässigte Wartung: lose Schrauben, Spiel in der Lenkung, Lagerdefekte
  • App-/Softwareprobleme: Verbindungsprobleme, Sharing-Sperren

Viele Schäden lassen sich durch regelmäßige Inspektionen vermeiden. Wer früh zur Wartung kommt, spart Geld – und fährt sicherer.

Frage: Was sind die häufigsten Fehler, die E-Scooter-Besitzer machen?
Antwort: Viele Schäden an E‑Scootern entstehen durch kleine Nachlässigkeiten. Häufige Fehler sind:

  • Falsches Laden: Akku ständig voll oder leer schadet auf Dauer
  • Fahren bei Regen: Nässe verursacht Elektronikprobleme
  • Keine Wartung: Reifen, Bremsen und Schrauben werden oft übersehen
  • Unsachgemäße Reparaturen: Selbstversuche enden oft teurer
  • Kein Versicherungskennzeichen: riskant und strafbar
  • Falsche Winterlagerung: Kälte und leerer Akku schaden massiv
  • Software-Updates ignorieren: kann zu Fehlfunktionen führen

Unser Tipp: Wer seinen Scooter regelmäßig warten lässt, spart sich viel Ärger – und fährt sicherer.

Frage: Gibt es ein paar einfache Wartungstipps für zuhause?
Antwort:

  • Akku regelmäßig laden – nicht komplett leer oder voll lagern
  • Schrauben kontrollieren – besonders am Lenker und an den Bremsen
  •  Reifendruck prüfen – zu wenig Luft verringert die Reichweite
  •  Scooter sauber halten – aber niemals mit dem Wasserschlauch reinigen
  • Bremsen testen – bei Quietschen oder schlechter Wirkung zur Werkstatt gehen
  • Im Winter trocken und warm lagern – nicht im Keller oder Auto

Tipp: Alle 3 bis 6 Monate eine kurze Sichtprüfung durchführen – das verlängert die Lebensdauer deutlich.

Frage: E‑Scooter im Winter – ja oder nein?
Antwort: E‑Scooter können im Winter genutzt werden, aber Vorsicht ist geboten: Kälte und Nässe belasten Akku und Elektronik. Fahrten bei Schnee oder Glätte sind gefährlich wegen schlechter Traktion. Wichtig ist, den Scooter trocken und warm zu lagern und den Akku regelmäßig zu laden. Wer im Winter häufig fährt, sollte auf robuste Modelle mit gutem Wetterschutz achten.

Frage: Was sollte man beim kaufen eines E-Scooters beachten ?
Antwort: Worauf man beim E-Scooter-Kauf achten sollte:

  • Reichweite passend zur Nutzung
  • Maximale Geschwindigkeit je nach Bedarf
  • Gewicht und Größe für den Transport
  • Gute Verarbeitung, sichere Bremsen und Reifen
  • Zulassung und Versicherungskennzeichen
  • Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Service
  • Garantie und Kundenservice

Frage: Wie erleben Sie Ihre Kundschaft? Gibt es typische Zielgruppen?
Antwort: Unsere Kundschaft ist bunt gemischt: Von Pendlern und Studierenden über Freizeitscooter bis hin zu Senioren, die mobil bleiben wollen. Typisch sind umweltbewusste Menschen, die praktische und flexible Mobilität suchen. Auch viele Gelegenheitsfahrer oder Eltern mit Jugendlichen gehören dazu.

Frage: Gibt es einen für Sie einprägsamen Kundenfall?
Antwort: Einmal kam ein Kunde mit einem völlig zerstörten Scooter nach einem Unfall – der Lenker war verbogen, die Elektronik kaputt. Nach intensiver Reparatur und viel Geduld konnten wir ihn wieder fit machen. Die Freude des Kunden, seinen „alten“ Scooter zurückzubekommen, war unbezahlbar.
(Quelle: Artikel Pauline Obermaier, Josefa Staudhammer / Beitragsbild, Fotos: Copyright E-Scooter Zentrale Rosenheim)

Umfangreiche Baumaßnahme in der Rosenheimer Scheuchenstulstraße

Umfangreiche Baumaßnahme in der Rosenheimer Scheuchenstulstraße

Rosenheim – In der Rosenheimer Scheuchenstulstraße beginnen die Stadtwerke Rosenheim (SWRO) am Mittwoch, 23. Juli 2025 mit der Einrichtung einer neuen umfangreichen Baumaßnahme zur Erweiterung des Fernwärmenetzes, Erneuerung der Wasserleitung und Erweiterung der Glasfaserinfrastruktur.

Der erste Bauabschnitt BA I befindet sich, nach Auskunft der Rosenheimer Stadtwerke, in der Mayerbachstraße 1 bis 1a. Aufgrund der sich durch die Breite der Baugrube ergebende geringe Restbreite der Straße kann diese Maßnahme nur unter Vollsperrung zwischen Ebersberger Straße und Scheuchenstulstr durchgeführt werden.
Zum Anschluss an das bestehende Fernwärmenetz westlich der Ebersberger Straße muss diese in einem zweiten Bauabschnitt BA II auf Höhe der Eberberger Straße 67 voraussichtlich ab dem 4. August gequert werden, was eine rund zweiwöchige Vollsperrung der Ebersberger Straße erfordert. Um die Verkehrseinschränkung so gering wie möglich zu halten, ist eine Ausführung der Rohrleitungsbauarbeiten in Nachtarbeit geplant. Die betroffenen Anwohner werden gesondert hierüber informiert. Möglicherweise erforderliche Änderungen im Busverkehr werden ggf. kurzfristig bekanntgegeben.
Der dritte und abschließende Bauabschnitt BA III betrifft dann die Scheuchenstulstraße 18a bis 24 zwischen der Pernauerstraße und der Mayerbachstraße. Auch hier ist eine Sperrung für den Durchgangsverkehr angeordnet, der Beginn des BA III ist aktuell für Anfang September geplant, damit die Gesamtmaßnahme bis zum geplanten Fertigstellungszeitpunkt mit den finalen Asphaltierungsarbeiten Mitte November abgeschlossen werden kann.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtwerke Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neue Jugendräte in Eggstätt gewählt

Neue Jugendräte in Eggstätt gewählt

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Neue Jugendräte in der Gemeinde Eggstätt: Alle Jugendlichen der Gemeinde im Alter von 9 bis 16 Jahren hatten vor kurzem die Möglichkeit, in geheimer Wahl die Kandidaten zu wählen. 

Zu Beginn der Veranstaltung wurden die jungen Wähler von Eggstätts Bürgermeister Christoph Kraus, dem Leiter der Wahl, zusammen mit Jugendbeauftragten Florian Erb und Anita Kofler, die Leiterin der Jugendlounge begrüßt, wobei diese unterstrich, wie wichtig die aktive Beteiligung am Ort ist und dass dies eine Gelegenheit ist, gleichzeitig zu lernen wie man demokratisch schon als Jugendliche mitbestimmen kann.

Rückblick über die vergangenen Jahre

Anschließend gaben die ehemaligen Jugendräte Paula Spiegel und Magdalena Fronhöfer einen Rückblick über die vergangenen Jahre. Der letzte Jugendrat war in den Jahren von 2014 – 2025 sehr aktiv. So berichteten die ehemaligen Jugendräte von organsierten Feiern, Abschleifen und Säuberung des früheren Spielhaus auf dem Schulgelände, sowie von der Neugestaltung des Jugendtreffs mit dem Konzept einer Jugendlounge. Wände im Treff wurden umgerissen und der Treff komplett renoviert, eine Logo kreiert und ein Leitbild entwickelt. Auch eine Summer-Lounge steht jetzt im Sommer als Alternative zum Jugendtreff am Hartsee bereit.

Die Jugendräte berichteten auch, dass sie diese Zeit als sehr wertvoll empfanden und erwähnten, dass sie dabei Dinge gelernt haben, die sie so sonst nicht gelernt hätten wie beispielsweise das Planen, Organisieren und Umsetzen von Projekten. Bürgermeister Kraus, Jugendtreffleiterin Anita Kofler und Jugendbeauftragter Florain Erb bedankten sich bei jedem Ehemaligen mit einem kleinen Geschenk und einem Zertifikat in dem die Verdienste schriftlich aufgeführt waren.
Daraufhin hatten die die neuen Kandidaten die Möglichkeit, sich ihrem Wählerpublikum zu präsentieren. Jeder Kandidat stellte sich vor und wurde dann von vom jugendlichen Moderatorenteam Mara und Greta befragt, wofür er bereit ist, sich als in Eggstätt einzusetzen.
Die Ideen der Kandidaten reichten von mehr Sport und Freizeitmöglichkeiten bis zur Renovierung des Basketballplatzes in Eggstätt. Bereits einige Wochen vorher standen mehrere Kandidaten fest, kurzfristig entschloss sich noch eine weitere Jugendliche, zu kandidieren.
Der Wahlgang wurde in geheimer Wahl durchgeführt, sechs aus sieben Kandidaten wurden gewählt. In der für alle Jugendlichen sichtbaren öffentlichen Auszählung wurden Theresa Daxenberger, Sophie Hilger, Marie Rocher, Melina Hirt, Junis Stütz und Valesca Stütz zu den neuen Jugendräten gewählt.
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt  / Beitragsbild: Gemeinde Eggstätt)

Bayerische Wirtschaft gegen neue geplante EU-Steuer

Bayerische Wirtschaft gegen neue geplante EU-Steuer

München / Bayern – Die Wirtschaft in Bayern kritisiert die von der EU-Kommission geplante Besteuerung von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro. „Diese Pläne sind der völlig falsche Weg und müssen gestoppt werden“, erklärt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).

„Unsere Wirtschaft kann sich angesichts der aktuell ohnehin schon vielen Unsicherheiten und Herausforderungen keinen neuen Wachstumskiller leisten“, so der BIHK-Chef und weiter: „Was in Deutschland gilt, gilt auch für die europäische Ebene: Wir haben kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Die Politik muss besser haushalten anstatt die Unternehmen mit zusätzlichen Steuern zu belasten. Ein international erfolgreiches und wettbewerbsfähiges Europa geht anders.“

„Bürokratie innerhalb EU-Binnenmarkt abbauen“

Gößl sieht die EU vor allem in der Pflicht, die Bürokratie innerhalb des EU-Binnenmarkts abzubauen sowie Regularien für die Wirtschaft spürbar zurückzuschrauben. Das ifo-Institut hatte im Auftrag der IHK für München und Oberbayern berechnet: Bauen die EU und ihre Mitgliedstaaten nur ein Viertel der bestehenden Handelsbarrieren bei Dienstleistungen ab, steigt die Wertschöpfung innerhalb der EU dauerhaft um gut zwei Prozent. Das entspricht über 350 Milliarden Euro. „Gerade in Zeiten der globalen Unsicherheiten und fehlender Verlässlichkeit im Handel mit den USA muss sich Europa auf die eigenen Beine stellen. Das darf aber nicht heißen, umsatzstarke Unternehmen zusätzlich zu belasten. Vielmehr geht es darum, die Hürden in der EU abzubauen, mehr Wachstum zu ermöglichen und die Unternehmen einfach machen zu lassen“, so Gößl.
Der BIHK geht davon aus, dass eine Steuer ab einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro rund 1.700 Unternehmen im Freistaat betreffen könnte.
(Quelle: Pressemitteilung BIHK / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Revierjäger-Nachwuchs meistert praktische Zwischenprüfung

Revierjäger-Nachwuchs meistert praktische Zwischenprüfung

Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim – Auf dem Gelände des Schießstands am Gut Rechenau  in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) fand die praktische Zwischenprüfung für angehende Revierjäger in Bayern statt. Organisiert wurde die Prüfung vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim.

Es handelte sich um einen von drei Prüfungstagen. Insgesamt stellten sich 17 Auszubildende der praktischen Herausforderung. Dabei wurden sie von 15 Mitgliedern des Prüfungsausschusses begleitet und bewertet. Die Prüfung dauerte 90 Minuten pro Teilnehmer und umfasste fünf Stationen sowie ein abschließendes Fachgespräch. Inhalte waren unter anderem der Einsatz und die Kontrolle von Fangjagdeinrichtungen, die Sicherheitsüberprüfung jagdlicher Einrichtungen, das praktische Flintenschießen auf bewegte Ziele, das Büchsenschießen auf den „Laufenden Keiler“ sowie die Beurteilung von Schrotschüssen auf Anschussscheiben. Im abschließenden Fachgespräch reflektierten die Prüflinge ihre Vorgehensweise und beantworteten vertiefende Fragen der Prüfer.

Die praxisnahe Prüfung orientierte sich an realistischen Aufgabenstellungen aus dem Berufsalltag eines Revierjägers. Sie ist Teil der regulären Zwischenprüfung in der dreijährigen Ausbildung zum anerkannten Ausbildungsberuf „Revierjäger/in“ nach Berufsbildungsgesetz. Ziel der Zwischenprüfung ist es, den Ausbildungsstand zur Mitte der Ausbildungszeit festzustellen und den Auszubildenden sowie den Betrieben eine Rückmeldung zum bisherigen Ausbildungsfortschritt zu geben.

Hintergrund: Ausbildung und Beschäftigung von Revierjägern in Bayern
.

Der Beruf „Revierjäger/in“ ist ein spezialisierter Ausbildungsberuf im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. In Bayern sind derzeit rund 120 Personen als Berufsjäger tätig. Die Ausbildung erfolgt in anerkannten Ausbildungsbetrieben, von denen aktuell 21 im Freistaat zugelassen sind. Dazu zählen sowohl staatliche Ausbildungsbetriebe – wie die Bayerischen Staatsforsten AöR. und die Nationalparkverwaltungen Bayerischer Wald und Berchtesgaden – als auch zahlreiche private Ausbildungsreviere. Die Zahl der Auszubildenden hat sich in den vergangenen Jahren stabil entwickelt und spiegelt das wachsende Interesse am Beruf sowie die zunehmende Bedeutung des Wildtiermanagements und der Lebensraumgestaltung im Freistaat wider.
(Quelle: Pressemitteilung AELF / Beitragsbild: AELF)

Bayerns Biergärten als Denkmäler

Bayerns Biergärten als Denkmäler

Deutschland /  Bayern / Rosenheim – Biergärten gehören zum bayerischen Lebensgefühl. Viele von ihnen sind mehr als nur Treffpunkte. Als denkmalgeschützte Orte erzählen sie von regionaler Geschichte, Braukunst und gesellschaftlichem Wandel. Ob jahrhundertealtes Wirtshaus, barocker Fürstensitz oder Kiosk der 1950er-Jahre: In ganz Bayern laden Biergärten dazu ein, Geschichte zuerleben.

Einer der ältesten Biergartenbetriebe im Chiemgau ist das Gasthaus „D’Feldwies“ in Übersee. Bereits 1554 urkundlich erwähnt, stammt der heutige Bau aus dem 17. Jahrhundert und Anfang der 2000er Jahre renoviert.
Auch München kann auf eine Biergarten-Tradition zurückblicken: Der Augustinerkeller wurde 1812 erstmals erwähnt und erhielt 1896 sein heutiges Erscheinungsbild, das bis heute Gäste anzieht.

Copyright Michael Forstner/BLfD

Auch München kann auf eine Biergarten-Tradition zurückblicken: Der Augustinerkeller wurde 1812 erstmals erwähnt und erhielt 1896 sein heutiges Erscheinungsbild, das bis heute Gäste anzieht.

Augustiner Keller

Im Forchheimer Kellerwald entwickelten sich im 17. Jahrhundert aus den kühlen Felsenkellern die Kellerwirtschaften – kleine Schankhäuschen, die noch heute in 23 Betrieben zum Verweilen einladen.

Foto: Stadt Forchheim Tourismusmanagement

Nicht weniger traditionsreich ist der Hacklberg in Passau. Schon im 14. Jahrhundert ein Festplatz, prägt die barocke Umgestaltung von 1692 mit Pavillons und Gartenkunst den Ort bis heute.

Foto: Michael Forstner/BLfD

Das Terrassenbad in Bad Kissingen mit seinem Café-Pavillon aus den 1950er-Jahren steht als Denkmal für die Nachkriegszeit und bietet einen weiten Blick bis zu den Rhönbergen.

Bad Kissing Biergarten Copyright Mario selzer
Stadt Bad Kissingen

In Mittelfranken liegt das Gasthaus Rockenbrunn, dessen Ursprung bis 1623 zurückreicht. Das barocke Herrenhaus wurde mehrfach saniert und gehört zu den geschützten Kulturgütern der Region.

In Regensburg wird seit 1230 durchgehend Bier gebraut. Die Spitalbrauerei mit ihrem Biergarten an der Donau verbindet Geschichte und bayerische Brautradition auf einzigartige Weise.

Foto:Melanie Müller

Ein besonderer Blickfang ist der Milchpilz-Kiosk in Lindau, ein Überrest aus den 1950er-Jahren.

Foto: Hari Pulko.

(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege / Beitragsbild: Symbolfoto, Fotos: Abb. 1: „D’Feldwies“ in Übersee, Foto: Michael Forstner/BLfD, Abb. 2: Augustiner-Keller, Foto: Augustiner-Keller, Abb. 3: Forchheimer Kellerwald, Foto: Stadt Forchheim Tourismusmanagement / Stadtarchiev , Abb. 4: Hacklberg in Passau, Foto: Michael Forstner/BLfD, Abb. 5: Café-Pavillon im Terrassenschwimmbad Bad Kissingen, Foto: Stadt Bad Kissingen, Mario Selzer, Abb. 6: Regensburger Spitalbrauerei, Foto:Melanie Müller, Abb.7: Milchpilz in Lindau, Foto: Hari Pulk)

Rosenheim: Betrunkener Fahrradfahrer schwer verletzt

Rosenheim: Betrunkener Fahrradfahrer schwer verletzt

Rosenheim – Ein 59-jähriger Rosenheimer stürzte mit seinem E-Bike aufgrund unsicherer Fahrweise am Sonntagabend (20.7.2025) in der Westerndorfer Straße in Rosenheim und zog sich schwere Verletzungen, unter anderem im Kopfbereich, zu. 

Einen Fahrradhelm trug der 59-jährige, nach den Angaben der Polizei, nicht. Bei der Aufnahme des Unfalls nahmen die Polizisten deutlichen Alkoholgeruch wahr, deshalb wurde eine Blutentnahme angeordnet. Gegen den Mann wurde eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

BRK-Kleiderladen feiert 15-jähriges Jubiläum im Inntal

BRK-Kleiderladen feiert 15-jähriges Jubiläum im Inntal

Kiefersfelden – Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Der BRK-Kleiderladen „Gutes aus zweiter Hand“ feiert am 1. August 2025 sein 15-jähriges Bestehen im Inntal. Seit seiner Eröffnung am 21. August 2010 in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) hat sich der Laden zu einer wichtigen Anlaufstelle für nachhaltige und preiswerte Kleidung entwickelt.

Nach 13 erfolgreichen Jahren am Kiefersfeldener Standort zog der Kleiderladen 2023 in zentralere Räumlichkeiten nach Oberaudorf, Rosenheimer Str. 8 um, um noch näher an die Kundschaft zu rücken. Die feierliche Wiedereröffnung fand am 5. Mai 2023 statt und wurde von zahlreichen Besuchern begeistert aufgenommen.
Ein besonderes Merkmal des BRK-Kleiderladens sind die rund 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die mit großem Engagement ihre Zeit schenken und den reibungslosen Betrieb ermöglichen. Durch ihren Einsatz wird das Angebot „Gutes aus zweiter Hand“ lebendig und bleibt eine wertvolle Ressource für die Region.

Jubiläumsangebot am 1. August!

Zur Jubiläumsfeier am 1. August 2025 von 15 bis 20 Uhr erwartet die Besucher ein besonderes Angebot: Auf die gesamte Ware gibt es 50 % Rabatt. Damit möchte der Kleiderladen seinen Dank an die treue Kundschaft und die engagierten Helfer ausdrücken und gleichzeitig zum nachhaltigen Konsum anregen.
(Quelle: Pressemitteilung BRK Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sachschaden nach Brand eines Einfamilienhauses in Griesstätt

Sachschaden nach Brand eines Einfamilienhauses in Griesstätt

Griesstätt / Landkreis Rosenheim – Am frühen Montagmorgen (21.7.2025) brach an einem Einfamilienhaus in Griesstätt (Landkreis Rosenheim) ein Feuer aus. Nach aktuellem Ermittlungsstand wurde hierbei niemand verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag geschätzt. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am Montag (21. Juli 2025), gegen 1.15 Uhr, ging bei der Integrierten Leitstelle Rosenheim eine Mitteilung über den Brand eines Einfamilienhauses in der Hochriesstraße in Griesstätt ein. Die sofort alarmierten regionalen Feuerwehren stellten nach ihrem Eintreffen ein Feuer an dem Balkon sowie im Bereich des Dachstuhls des betroffenen Gebäudes fest. Durch das rasche und professionelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Der Brand wurde unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht.
Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde durch das Feuer niemand verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag geschätzt.

Die ersten Maßnahmen vor Ort erfolgten durch die örtlich zuständige Polizeiinspektion Wasserburg. Noch in den frühen Morgenstunden übernahmen Beamte des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim die weiteren Ermittlungen in dieser Sache. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, ist nun unter anderem die Brandursache Gegenstand der kriminalpolizeilichen Untersuchungen.Diese dauern zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Besondere Stadtführungen im August in Rosenheim

Besondere Stadtführungen im August in Rosenheim

Rosenheim – Die Rosenheimer Stadtführerzunft beschert diesen August einen Sommernachtstraum: Sie lädt gleich zweimal zur „Sommernachtsführung“ ein. Außerdem begeben sich die Stadtführer auf eine Genusstour, auf die Spuren der Rosenheimer Rose und bieten erstmals Kinderführungen an.

Die „Sommernachtsführung“ ist ein abendlicher Spaziergang durch lauschige Gassen und über charmante Plätze. Dabei werden Geschichten über das Sommerbrauchtum erzählt und wie sich im Sommer damals und heute vergnügt wurde und wird. Die Führungen finden am Freitag, 1. August 2025, sowie am Mittwoch, 27. August, statt. Sie beginnen jeweils im 20 Uhr an der Touristinfo und enden an einer Eisdiele.
Am Freitag, 22. August, gehen die Stadtführer bei „Im Namen der Rose“ auf eine abwechslungsreiche Spurensuche in der Altstadt. Hier zeigt sich, dass die Rose nicht nur im Stadtnamen zu finden ist, sondern auch Menschen, Bau- und Kunstwerke prägte. Start ist um 14 Uhr an der Rosenheimer Touristinfo.

Und einen Tag später, am Samstag, 23. August, findet die Genusstour schlechthin statt: Bei „La dolce vita bavarese“ gibt es Rosenheimer Stadtgeschichte garniert mit Schmankerln und Getränken an verschiedenen historischen Stationen. Treffpunkt ist 10:30 Uhr an der Touristinfo.

Mitmachkrimi für Kinder

Ganz neu im August sind die beiden Kinderführungen „Findet den Römerschatz“ und „Mitmachkrimi“. Die Touren mit Rätseln und Geheimnissen werden am 04. und 11. August angeboten und dann nochmals am 01. und 09. September.
Zusätzlich zu den Themenführungen werden verschiedene wiederkehrende Führungen angeboten, wie das „Feierabend Spezial – Auf den Spuren der Rosenheim Cops“ oder die „Kombi-Tour: Im Herzen der Altstadt & Rosenheim Cops“. Insgesamt bietet die Stadtführerzunft über 30 unterschiedliche Themenführungen neben den regelmäßigen Führungen an, wie zum Beispiel „Auf den Spuren der Rosenheim Cops“, die ganzjährig stattfindet.

Weitere Infos sowie die Buchung sind hier zu finden. Telefonische Auskünfte gibt es unter 08031 / 365 9061.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild. Stadt Rosenheim)

Grüner Markt Rosenheim: Kaiserstraße auf oder zu?

Grüner Markt Rosenheim: Kaiserstraße auf oder zu?

Rosenheim – Der Grüne Markt in Rosenheim soll attraktiver und größer werden. Darum wird die Kaiserstraße in diesem Bereich an den Samstagen gesperrt. Ein Problem damit haben die anliegenden Geschäftsinhaber. Sie klagen über Umsatzeinbußen an diesen Tagen. Unterstützung haben sie nun vom Rosenheimer City-Management bekommen.

Grundsätzlich befürwortet das Rosenheimer City-Management das Marktgeschehen auf dem Ludwigsplatz. Das stellt der Verein in seinem Positionspapier klar: „Wir möchten das Marktgeschehen nicht nur erhalten, sondern gerne auch ausbauen“, heißt es darin.

„Kein schönes Stadt- und Marktbild“

Aber ein Punkt bereitet dem City-Management Sorge: die samstägliche Sperrung der Kaiserstraße im Bereich des Grünen Marktes: „Die Beeinträchtigungen für die Autofahrer ist gerade in der aktuellen Verkehrs- und Baustellensituation in Rosenheim nicht hinnehmbar.“, so das Rosenheimer City-Management. Selbst in den Medien werde aufgrund des Verkehrschaos davor gewarnt , mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Dazu komme, dass der Markt oft halb leer sei und häufig auch noch Autos der Fieranten direkt auf der Marktfläche parken würden: „Dies ist kein schönes Stadt- und Marktbild“.

Nicht zufrieden mit der aktuellen Situation sind auch viele der anliegenden Einzelhändler. Sie klagen über teils deutliche Umsatzeinbußen an den Samstagen. „Wenn die Kunden nicht zu uns kommen können, weichen sie halt auf andere Geschäfte aus, beispielsweise im Aicherpark. Und viele kommen dann auch gar nicht mehr, ärgert sich ein Geschäftsinhaber im Gespräch mit Innpuls.me.

Er und viele der anderen Geschäftsinhaber rund um den Grünen Markt waren dann auch mit dabei, als am vergangenen Donnerstag (17.7.2025)  in der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus und des Ausschusses für Verkehrsfragen und ÖPNV darüber darüber diskutiert wurde, wie es nun mit dem Grünen Markt weitergehen soll.
Im Positionspapier des Rosenheimer City-Managements wird angeregt, die samtägliche Sperrung möglichst mit sofortiger Wirkung auszusetzen. Diesem Wunsch schließen sich viele der betroffenen Geschäftsinhaber an. Zu gerne hätten sie in der Sitzung den Stadträten und der Stadtverwaltung ihre Sicht der Dinge nahegelegt. „Ich würde mir wünschen, dass man auf uns zugeht und mit uns spricht, bevor etwas beschlossen wird, wie eben diese Sperrung der Kaiserstraße. Aber das ist leider nicht der Fall. Und leider sind wir jetzt auch bei dieser Sitzung nur Zuhörer, die sich nicht einbringen dürfen und damit einfach still hinnehmen müssen, was da nun beschlossen wird,“ bedauert einer der Geschäftsinhaber.

Einstimmig für Weiterführung der samstäglichen Straßensperrung

Einstimmig beschlossen wurde dann, dass der Grüne Markt so weiterläuft, wie aktuell der Fall – es bleibt also bei der Sperrung der Kaiserstraße in diesem Bereich. „Wenn samstags mit dem Auto durchfahren will, ärgere ich mich schon, Aber die Erweiterung des Marktes finde ich trotzdem schön. Darum bin ich der Meinung, man soll so weitermachen „, meinte beispielsweise AfD-Stadtrat Andreas Kohlberger. Auch SPD-Stadträtin Ricarda Krüger wollte der Bitte des City-Managements nicht folgen: : „Rückgängig machen wäre falsch“, steht für sie fest und Dr. Wolfgang Bergmüller, Fraktionsvorsitzender der CSU betonte: „Wir müssen dem Markt eine Chance geben, sich zu etablieren.“

„Keine zweite Rolle Rückwärts“

Christine Degenhart von den Freien Wählern warnte vor einer ähnlichen „Rolle Rückwärts“ wie bei der Fußgängerzone in der Münchner-Straße, die nach kurzer Zeit wieder aufgelöst wurde (wir berichteten). Sie, CSU-Stadtrat Daniel Artmann und Peter Rutz, Fraktionssprecher der von Bündnis 90 / Die Grünen zeigten aber auch Verständnis für die Sorgen der betroffenen Einzelhändler. „Die Kommunikation mit den Einzelhändlern muss verbessert werden,“ so Christine Degenhart. Darüber hinaus sieht sie auch noch Verbesserungspotential in der Gestaltung des Marktes an sich. Daniel Artmann meinte, es sei wichtig, sich genau anzuschauen, welche Auswirkungen die Sperrung tatsächlich auf die Einzelhändler habe. „Da muss es auch Kompromisse geben“, wünschte er sich..
Peter Rutz von den Grünen regte die Einführung eines „Kümmerers“ für den Grünen Markt an. „Das muss jemand sein, der um 6 Uhr früh schon am Markt ist und ein gutes Verhältnis zu den Fieranten hat“, meinte er.

So einen „Kümmerer“ würde ein Gastronom am Ludwigsplatz auch sehr begrüßen. „Das wäre eine gute Sache. Dann könnte man miteinander ins Gespräch kommen und Ideen weiterentwickeln“, meinte er im Gespräch mit Innpuls.me nach der Sitzung.  Er hätte da auch schon eine Idee parat, wie man die Kaiserstraße an den Samstagen wieder für den Verkehr freigegeben und dennoch die Markt-Erweiterung beibehalten könnte: „Statt auf die Kaiserstraße könnte man den Markt ebenso gut in die Adlzreiter Straße hinein ausdehnen. Da gäbe es wesentlich weniger Probleme mit dem Verkehr“.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild. Archiv Innpuls.me)