OAP will Friedensmarsch in Rosenheim blockieren – Polizeikette und Verhaftungen die Folge

OAP will Friedensmarsch in Rosenheim blockieren – Polizeikette und Verhaftungen die Folge

Rosenheim –  Die „Friedensinitiative Rosenheim“ veranstaltete am Samstagnachmittag (19.7.2025)  einen Friedensmarsch durch die Stadt. Aktivisten des offenen antifaschistischen Plenums (OAP) wollten die Veranstaltung blockieren. Die Polizei schritt ein. Die Darstellungen vom weiteren Verlauf gehen auseinander. 

„Widerstand ist Jetzt – Nie wieder  Krieg“ lautete der Titel der Kundgebung auf dem Rosenheimer Ludwigsplatz mit anschließenden Friedensmarsch durch die Stadt. Unter den Rednern war auch Major a.D. Florian Pfaff, der für mediale Aufmerksamkeit sorgte, als er 2003, als der Irakkrieg ausbrach, es ablehnte, die US-Invasion durch seine indirekte Mitarbeit zu unterstützen (siehe Artikel auf nordbayern.de).
Rund 200 Teilnehmer schlossen sich dem Friedensmarsch an. Die Veranstaltung wurde bei der Stadt Rosenheim ordnungsgemäß angemeldet und von der Stadt Rosenheim verbeschieden, teilt die Polizei dazu mit.

Rund 30 schwarz gekleidete und teils vermummte Personen näherten sich dem Demozug

Start der Kundgebung war um 15 Uhr. Nach der Auftaktkundgebung setzte sich der Demozug in Bewegung.  Gegen 16 Uhr näherten sich im Bereich der Samerstraße, laut Polizei, rund 30 schwarz gekleidete und teils vermummte Personen dem Aufzug. „Die Gruppierung trug ein Banner vor sich her und lief in Richtung der entgegenkommenden Versammlungsteilnehmer“; so die Polizei.
Das offene antifaschistische Plenum sagt über den Beweggrund für diese Aktion in einer Pressemitteilung: „Der Friedensmarsch sollte nicht blockiert werden, weil sich die OA’P gegen Frieden stellt. Ganz im Gegenteil. Als linke Bewegung ist Frieden unser höchstes politisches Ziel. Klar muss aber sein, Frieden kann nicht mit denen erreicht werden, die den Frieden nur für sich selbst suchen und das Leid anderer nicht nur ignorieren, sondern aktiv unterstützen“. In der „Friedensinitiative Rosenheim“ sieht das OAP eine „Querfront aus Verschwörungstheoretiker*innen, Holocaustverharmloser*innen,
Reichsbürger*innen und Schwurbler*innen“

Polizei: „Einsatzkräfte körperlich angegriffen“

Um ein Aufeinandertreffen beider Gruppierungen zu verhindern zog die Polizei  eine Polizeikette. Die rund 30 Teilnehmer der Gegendemo wollten diese, nach den Angaben der Polizei, durchbrechen: „Durch die 30 Teilnehmer wurden die Einsatzkräfte körperlich angegriffen….Nur durch den Einsatz von Zwangsmaßnahmen konnte ein Durchdringen der Polizeikette verhindert werden“, so die Polizeiinspektion Rosenheim.

OAP: „massive Polizeigewalt gegen Demonstrant*innen“

Von Seiten der OAP wird der Ablauf anders dargestellt. In ihrer aktuellen Pressemitteilung ist die Rede von „massiver Polizeigewalt gegen Demonstrant*innen in Rosenheim“. Noch bevor irgendetwas hätte passieren können, sei die Polizei „unvermittelt aggressiv gegen die friedlichen Personen aufgetreten“- Nachdem sich diese zum Selbstschutz aufgestellt hätte, seien sie massiv von der Polizei angegriffen worden. „Mit Schlagstöcken und extremen Einsatz von Pfefferspray wurde auf teils minderjährigen Teilnehmenden eingeprügelt. Die Polizist:innen hatten hierbei sichtlich Spaß an ihrer Gewaltausübung“, so der Wortlaut in der OAP-Pressemitteilung.
Weiter heißt es in der OAP-Pressemitteilung, das man die Aktivisten dann mehr als zwei Stunden bei 30 Grad auf sehr engem Raum festgehalten habe. Das Resultat seien Augenreizungen, Prellungen und ein anaphylaktischer Schock durch das versprühte Pfefferspray gewesen.
Die Blockadeaktion an sich wertet das Offene Antifaschistische Plenum aber als zielführend. „Der Demozug konnte etwas aufgehalten werden und trotz dessen, dass die Personen von der Polizei umstellt worden waren, diesen auch durch das lautstarke Rezitieren von Parolen stören und Passant*innen auf die Heuchelei der sogenannten Friedensinitiative Rosenheim aufmerksam machen“.

Teilnehmer der Friedensdemo haben kaum was von der Störaktion mitbekommen

Teilnehmer der Friedensdemo indes geben im Gespräch mit Innpuls.me an, kaum etwas von der Störaktion mitbekommen zu haben. „Tatsächlich haben wir von der Gegendemo fast gar nicht mitbekommen, weil die Polizei das im Vorfeld so super geklärt hat. Wir sind dann an denen vorbei, die haben ein bisschen was geredet, aber das war es auch“, erzählt eine Organisatorin des Friedensmarsch. Die Resonanz des Friedensmarsch sei sehr gut gewesen: „Wir haben viel Zuspruch bekommen von Leuten, beispielsweise von Leuten in Cafès, an denen wir vorbeikamen“.

Ermittlungsverfahren gegen 28 Personen eingeleitet

Von den insgesamt 30 Teilnehmer der Gegendemo wurden nach den Angaben der Polizei 28 Personen festgenommen. Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch, Körperverletzungen sowie tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet, ebenso nach Verstößen gemäß dem Versammlungsrecht. Die Ermittlungen übernahm das Fachkommissariat der Kriminalpolizei Rosenheim.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Video: re)

Einen Zusammenschnitt des gesamten Friedensmarsch findet man auf Youtube.

Swing-Dixie-Frühschoppen mit dem Heinz Dauhrer Quartett

Swing-Dixie-Frühschoppen mit dem Heinz Dauhrer Quartett

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Die vier Musiker des Heinz Dauhrer Quartetts haben sich dem traditionellen Jazz verschrieben. Am Sonntag, 3. August spielen sie im Brunnenhof des Bad Aiblinger Kurhauses.

Der Swing-und Dixie-Jazz-Stil ist mittlerweile über 100 Jahre alt. Heinz Dauhrer (Trompete), Susi Weiss (Piano), Eric Stevens (Bass) und Hermann Roth (Schlagzeug) haben die Jazz-Evergreens entstaubt und präsentieren ihn von 10 bis 12 Uhr im Brunnenhof mit Spielfreude, Witz und abwechslungsreichen Arrangements.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
Neben der Musik verwöhnt man sich zur Feier des Tages mit ein paar Weißwürscht, einer Brotzeit und einer kühlen Halben.
Musiziert wird draußen im Brunnenhof, die Plätze sind überdacht. Mehr Infos und das gesamte Sommerprogramm sind auch online unter www.bad-aibling.de zu finden.
(Quelle: Pressemitteilung AIB-KUR GmbH & Co. Kg. / Beitragsbild: Heinz Dauhrer Quartett Copyright VIVI D’ANGELO)

Krallenpflege bei Katzen

Krallenpflege bei Katzen

Deutschland / Bayern / Rosenheim – Zerkratzte Möbel oder Türrahmen: Für manche Menschen sind das Argumente gegen das Zusammenleben mit einer Katze. Denn da das Kratzen zur Krallenpflege gehört, ist es ein natürliches Bedürfnis der Samtpfoten. Wer der Katze aber ausreichend Möglichkeiten bietet, die Krallen auszufahren, braucht sich um den Zustand der Einrichtung nicht zu sorgen, tiergerechte Alternativen lassen sich selbst bei wenig Platz installieren.

Das Wetzen und Schärfen der Krallen erfüllt bei Katzen gleich mehrere Funktionen. „Zum einen dient es der Pflege: Beim Kratzen wird die äußere Hornschicht der Kralle abgeschliffen – es ist also eine Art regelmäßige Nagelpflege“, erklärt Sabine Ruthenfranz, die sich seit vielen Jahren professionell mit den Bedürfnissen von Katzen beschäftigt. Neben dem Miau Katzen-Podcast hat sie, für alle, die mehr über Katzen wissen wollen, den Pet-Competence-CLUB gegründet (kostenlose Anmeldung unter www.pet-competence.de) und mehrere Bücher geschrieben. „Zum anderen markieren Katzen beim Kratzen ihr Revier. Das geschieht sowohl durch die sichtbaren Kratzspuren, als auch über Duftstoffe, die aus Drüsen in den Pfoten abgegeben werden. Und letztlich ist das Kratzen auch eine Art Workout und hilft zum Beispiel beim Dehnen.“
Wenn Katzen dieses Verhalten nicht ausleben können, kann das zu Stress und Verhaltensauffälligkeiten führen. Halter sollten daher mehrere Kratzmöglichkeiten anbieten – auch, um ihre Einrichtung zu schützen.

Platz ist in der kleinsten Wohnung

Große Kratzbäume sind für Katzen ideal, da sie neben der Möglichkeit zur Krallenpflege auch zum Klettern und Ausruhen einladen. Doch nicht jede Wohnung bietet genug Raum dafür. Das heißt aber nicht, dass Katzen hier auf eine tiergerechte Ausstattung verzichten müssen. Ruthenfranz nennt gleich mehrere Alternativen als katzengerechtes Nagelstudio im heimischen Wohnzimmer:

  • Wandmontierte Kratzflächen: Kratzbretter oder -matten, die an der Wand befestigt werden, sind eine Möglichkeit. Dadurch wird kaum Stellfläche benötigt und sie lassen sich flexibel in der Wohnung verteilen.
  • Mehrere kleine Kratzmöglichkeiten: Statt eines großen Kratzbaums können auch mehrere kleine Kratzbretter oder -säulen in der Wohnung verteilt aufgestellt werden.
  • Fensterplätze mit Kratzfläche: Viele Katzen lieben Aussichtspunkte – das lässt sich auch mit Kratzmöglichkeiten kombinieren. Eine mit Sisal ummantelte Fensterbank-Auflage kann so gleichzeitig Beschäftigung und Ausblick bieten.

Wichtig ist bei all diesen Varianten, dass sie stabil stehen und gut befestigt sind, damit weder die Katzen noch die Wohnung Schäden erleiden. Außerdem sollte man sich vorher genau überlegen, welche Stelle besonders geeignet ist. „Katzen kratzen bevorzugt an Orten, die sie häufig aufsuchen oder die eine soziale Bedeutung haben, beispielsweise neben ihrem Schlafplatz oder im Eingangsbereich der Wohnung“, erklärt die Katzenexpertin. „Kann sich eine Katze dort direkt um ihre Krallenpflege kümmern, wird sie diese Möglichkeit auch viel wahrscheinlicher akzeptieren.“

Vorbeugen statt schimpfen

Schäden an Möbeln lassen sich leicht vermeiden, wenn es ausreichend geeignete Kratzmöglichkeiten in der Wohnung gibt. Dabei gilt eine einfache Grundregel, so Ruthenfranz: „Je attraktiver und besser erreichbar die angebotene Kratzmöglichkeit, desto geringer das Risiko, dass die Katze sich selbst Alternativen sucht. Dabei sollte man lieber zu viele als zu wenige Kratzgelegenheiten schaffen – selbst in kleinen Wohnungen.“
Zieht eine Katze in eine neue Wohnung ein, sollte man die gewünschten Kratzstellen möglichst attraktiv gestalten. Das funktioniert beispielsweise, indem man die Vorlieben der Samtpfote berücksichtigt und durch Belohnungen mit Leckerli oder Lob das gewünschte Verhalten verstärkt. Hierbei sollte man unbedingt konsequent bleiben, damit sich die Katze die gewünschten Stellen einprägen kann. Erwischt man seine Katze dann aber doch beim Kratzen am Sofa, gilt es, Ruhe zu bewahren. „Man kann sie dann ruhig, aber bestimmt unterbrechen und zur gewünschten Kratzfläche führen. Lautes Schimpfen oder Bestrafungen lösen dagegen eher Angst aus und schädigen das Vertrauen“, so Ruthenfranz. „Bei Umzügen ist es besonders wichtig, die zuvor bereits genutzten Kratzutensilien mitzunehmen und nicht gleich alles durch neue Kratzgelegenheiten zu ersetzen. Denn je intensiver die Kratzutensilien genutzt werden, desto wertvoller werden sie für die Katze. Ein Austausch sollte deshalb besser immer schrittweise erfolgen.“
Hat sich die Katze eingelebt und findet genügend geeignete Kratzflächen vor, dann bindet sie die regelmäßige Krallenpflege an den gewünschten Stellen schon bald in ihren Alltag ein und die Einrichtung ist sicher.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Alvaro Soler und Nico Santos beim Rosenheimer Sommerfestival: Sommerfeeling trotz dunkler Regenwolken

Alvaro Soler und Nico Santos beim Rosenheimer Sommerfestival: Sommerfeeling trotz dunkler Regenwolken

Rosenheim – Am letzten Abend des Rosenheimer Sommerfestivals 2025 (19.7.2025) sorgten Alvaro Soler und Nico Santos für ein Gefühl von Sommer, Sonne, Urlaub. Die gute Laune konnten auch die dunklen Regenwolken nicht trüben. 

Rosenheimer Sommerfestival 2025. Alvaro Soler und Nico Santos. Fotos: re

Beim Auftritt von Alvaro Soler und Nico Santos sprachen viele Besucher von der besten Show des Rosenheimer Sommerfestivals 2025. Fotos: re

Der Regenradar zeigte für den Samstagabend Regen satt für die Stadt Rosenheim.  Viele Besucher kamen deshalb sicherheitshalber mit Regenponcho.  Aber der vorhergesagte Regen ließ sich dann wesentlich länger Zeit, als vorhergesagt. Lediglich etwas windig war es am letzten Tag des Rosenheimer Sommerfestivals 2025.
Nach dem Auftritt der italienischen Rockröhre Gianna Nannini am Freitag (wir berichteten), kamen mit Alvaro Soler und Nico Santos am Samstag zwei bekannte Sänger und Songwriter mit spanischen Wurzeln in den Mangfallpark Süd.
Die beiden treten immer wieder einmal gerne gemeinsam in Erscheinung – so nun auch bei ihrem Auftritt in Rosenheim.
Die junge Generation war bei diesem Konzertabend besonders gut vertreten. Viele Besucher sprachen sogar von der besten Show des Sommerfestivals 2025.  
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: re)

Fotografieworkshop im Freilichtmuseum Amerang

Fotografieworkshop im Freilichtmuseum Amerang

Amerang / Landkreis Rosenheim – Wie entstehen stimmungsvolle Fotos? Wie nutzt man die Kamera, um Licht, Schatten gezielt einzufangen? Was macht ein gutes Motiv aus? In einem praxisorientierten Workshop gibt Fotografin Regine Richter, am Sonntag, 27. Juli, im Freilichtmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern von 10 bis 17 Uhr Antworten auf diese Fragen.

Gemeinsam begeben sich die Teilnehmer auf Motivsuche und lernen, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken.
Zunächst lernt man die Grundlagen der Kameratechnik kennen – verständlich und praxisnah: Blende, Belichtungszeit und ISO werden erklärt und ausprobiert. Danach geht es nach draußen: Gemeinsam wird nach interessanten Motiven gesucht, das vorhandene Licht („available light“) genutzt und bewusst mit Licht und Schatten gearbeitet. Ob für Hobbyfotografen oder Kamera-Neulinge – dieser Workshop macht Lust aufs Fotografieren und liefert Tipps für bessere Bilder.
Für den Workshop wird eine Kamera (digitale Spiegelreflex- oder Systemkamera) benötigt, ein Smartphone reicht nicht aus. Kursgebühr: 40 Euro. Bitte vorher unter museum@flm-amerang.de oder telefonisch unter 08075/915090 anmelden.
(Quelle: Pressemitteilung Freilichtmuseum Amerang / Beitragsbild: Die Fotografin Regine Richter rückt den Gartenzaun vom Bartlhof in den Fokus. Copyright Regine Richte)

Genussbuchhandlung“ Schmidt & Stein“ in Rosenheim schließt seine Pforten

Genussbuchhandlung“ Schmidt & Stein“ in Rosenheim schließt seine Pforten

Rosenheim – Viele Jahre war die Genussbuchhandlung „Schmid und Stein“ in der Rosenheimer Färberstraße eine feste Konstante für alle, die gute Weine und besondere Literatur schätzten. Nun schließt der Laden für immer seine Pforten. 

„...Tja, alles hat auch mal ein Ende„,  schreiben die Inhaber zum Ende ihres Geschäfts in der Färberstraße 4a in Rosenheim auf ihrer Webseite.  Letzter Verkaufstag ist Samstag, 26. Juli. Am Sonntag, 27. Juli,  steht dann ab 18 Uhr als letzte Veranstaltung noch „Abfeiern und Raustrinken“ mit den Stammkunden auf dem Programm. Ab 1. August sind die Pforten von „Schmidt und Stein“ dann für immer geschlossen.
Die Inhaber haben nach einem Nachfolger für ihr Geschäft gesucht – Leider ohne Erfolg.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

„120 Sekunden, um zu überleben“: Interview mit Johannes Herzog

„120 Sekunden, um zu überleben“: Interview mit Johannes Herzog

Vogtareuth / Landkreis Rosenheim – Johannes Herzog ist Feuerwehrler mit Leib und Seele. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Vograreuth ist er Brandschutzbeauftragter und Gruppenführer. Als Gast beim Erzählcafè in Vogtareuth klärte er Senioren über richtiges Verhalten im Brandfall auf. Eingeladen hatte Sigrid Knothe.

Erzählcafè in Vogtareuth. Fotos: re

Wichtige Informationen in entspannter Atmosphäre beim Erzählcafè in Vogtareuth. Fotos: re

Frage: 120 Sekunden bleiben, um das eigene Leben zu retten. Stimmt das?
Antwort: Genau so ist es. Rund 120 Sekunden, also zwei Minuten, bleiben statistisch, um sich vom Bemerken eines Brandes in Sicherheit zu bringen. Deshalb ist richtiges Verhalten im Ernstfall so wichtig: Eigenschutz geht immer vor! Das bedeutet, dass es sinnvoller ist, auf eigene Löschversuche zu verzichten und sich lieber in Sicherheit zu bringen. Das gefährliche sind die Rauchgase.

Frage: Sind Senioren besonders gefährdet?
Antwort: Eindeutig Ja! Ältere Menschen ab 75 Jahren sind wegen ihrer häufig eingeschränkten Sinneswahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und Mobilität gefährdeter als junge. Neue Daten von 2022 des Statistischen Bundesamtes sagen zu den Todesursachen durch Feuer und Rauch, dass die Gruppe der über 80-Jährigen etwa doppelt so häufig Opfer werden wie 45- bis 54-Jährige.

Frage: Wie können sich Senioren schützen?
Antwort: Da die meisten Brände in der Küche entstehen: Wärmemelder an die Decke, Herdwächter an das Kochfeld, damit es sich automatisch abschaltet, bevor es zum Brand kommt. Und Rauchmelder zum Beispiel im Schlafzimmer und im Flur anbringen. Meist werden Seniorinnen und Senioren beim Kochen abgelenkt und vergessen die Pfanne am Herd. Daraus kann sich rasch eine gefährliche Situation entwickeln. Zudem befinden sich in Küchen häufig Lacke, Spraydosen, Lösungs- und Reinigungsmittel wie Spiritus oder Lampenöle. Diese sind brandgefährlich! Nicht in der Küche lagern! Und zur Weihnachtszeit: Lieber auf echte Kerzen gerade in der Weihnachtszeit verzichten.

Frage: Welche weiteren Ursachen für Zimmer- und Wohnungsbrände kommen infrage?
Antwort: Mein Lieblingsthema sind alte Elektrogeräte mit schadhaften Kabeln. Vielen Senioren sind diese Einrichtungsgegenstände ans Herz gewachsen. Doch wenn an Steh- oder Tischlampen die Isolierung fehlt und die Drähte bereits herausschauen, dann weg damit oder in Ordnung bringen. Einmal sagte mir eine Seniorin, dass sie beim Lichteinschalten immer wieder eine ,gewischt’ bekommt. Doch geändert hat sie nichts. Gefahren lauern auch an Bügeleisen, Toastern, Wasserkochern und den früher sehr beliebten Heizdecken. Sehr gerne zweckentfremdet werden Mehrfachsteckdosen oder Verlängerungskabel mit endlos langen Verlängerungen. Das hält keine Steckdose aus!

Frage: Wenn es brennt: Was ist zu tun?
Antwort: Bei einem Wohnungsbrand immer Türen schließen, sich in Sicherheit bringen und die Feuerwehr unter 112 rufen. Ruhe bewahren! Sollte das Treppenhaus brennen, unbedingt in der Wohnung bleiben. Die Fluchtwege immer frei von Stolperfallen halten. Das heißt: Keine Schuhe im Flur herum stehenlassen, keine Zeitungen im Treppenhaus stapeln! Gerade für Senioren mit Rollator müssen die Rückzugswege freigehalten werden.
Und ganz wichtig: Die Haustüre möglichst nicht absperren – hier ist ein Spagat zwischen Einbruchsicherung und Rettungswegzugang nötig. Wer die Haustüre absperrt, sollte für alle Fälle den Schlüssel von Innen stecken lassen, um im Brandfall nicht panisch nach ihm suchen zu müssen. Zur persönlichen Sicherheit trägt bei, das Handy mit einprogrammierten Kurzwahl-Nummern in Reichweite zu haben, also nachts etwa auf dem Nachtkästchen oder tagsüber in der Hosentasche.
(Quelle: Das Interview führte Sigrid Knothe / Beitragsbild: re)

Baumaßnahme in der Rosenheimer Stauffenstraße startet

Baumaßnahme in der Rosenheimer Stauffenstraße startet

Rosenheim – Die Stadtwerke Rosenheim informieren über eine Mehrspartenmaßnahme in der Stauffenstraße:  Start am kommenden Dienstag (22.7.2025) .

Ab Dienstag (22.7.2025)  beginnen die Stadtwerke Rosenheim (SWRO) mit der Baustelleneinrichtung für die Verlegung der neuen Fernwärme- und Telekommunikationsleitungen in der Stauffenstraße. Außerdem wird die Straßenbeleuchtung durch neue LED-Leuchten modernisiert und der Regenwasserkanal durch das Tiefbauamt der Stadt Rosenheim erneuert.

Örtliche Verlegung der Müllabholung notwendig

Die Stauffenstraße ist zur sicheren Durchführung der Maßnahme für den Durchgangsverkehr gesperrt, die Zufahrt für Anlieger wird aufrechterhalten. Die Zufahrt für die Müllfahrzeuge wird nur eingeschränkt möglich sein, die Anlieger werden über den jeweiligen Abstellort gesondert informiert.
Der Abschluss der Maßnahme ist für Mitte Oktober 2025 geplant.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtwerke Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zaisering: Frau will Hund aus Schilf befreien – und gerät in Notlage

Zaisering: Frau will Hund aus Schilf befreien – und gerät in Notlage

Zaisering / Landkreis Rosenheim – Eine Frau wollte ihren Hund aus dem Schilf am unwegsamen Uferbereich des Inns in der Nähe von Zaisering (Landkreis Rosenheim) befreien – und geriet dabei selbst in eine Notlage.

Am Samstag (19.7.2025) wurde die Frau als vermisst gemeldet. Eine großangelegte Suchaktion startete – leider zuerst erfolglos. Erst am heutigen Sonntagmorgen konnte die Frau leicht verletzt zusammen mit ihrem Hund aus der Notlage befreit werden.
Bei der Suchaktion und späteren Rettung waren zahlreiche Kräfte der Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Rosenheim, Personensuchhunde der DLRG-Bad Aibling sowie der Johanniter Wasserburg, Kräfte der Polizeiinspektionen Rosenheim und Bad Aibling, ein Polizeihubschrauber und ein Diensthundeführer im Einsatz. Auch viele private Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der vermissten Frau beteiligten sich an der Suchaktion.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Geretsried: Überholzmanöver strotz Verbots: Motorradfahrer kracht in Auto

Geretsried: Überholzmanöver strotz Verbots: Motorradfahrer kracht in Auto

Geretsried / Landkreis Bad Tölz- Wolfratshausen – Kurz vor der Spielbank Wiessee entschied sich ein 45-jähriger Motorradfahrer aus Geretsried mit seiner Harley-Davidson trotz Verbots zum Überholmanover. Er krachte in ein Auto.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:  
Am Samstag, den 19.07.25, gegen 12:20 Uhr, fuhr ein 45jähriger Motorradfahrer aus Geretsried mit seiner Harley-Davidson auf der B318 in Bad Wiessee in Richtung Süden. Kurz vor der Spielbank Bad Wiessee entschied er sich trotz Verbots zu einem Überholmanöver. Zur gleichen Zeit bog ein 57jähriger Mann aus Baden-Württemberg mit seinem Seat aus einer Seitenstraße in die B318 ein. Der Geretsrieder fuhr frontal in das einbiegende Fahrzeug und stürzte auf die Fahrbahn. Nachdem sich vor Ort zahlreiche Ersthelfer um den Gestürzten kümmerten, kam er leicht verletzt mit einem RTW in ein nahegelegenes Krankenhaus. Der Unfallgegner blieb unverletzt. Es entstand ein Gesamtschaden von rund 20000.00 Euro. Die Fahrbahn musste für ca. eine Stunde gesperrt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim: Vermisstensuche nach Kind im Hochstrasser See endet glücklich

Rosenheim: Vermisstensuche nach Kind im Hochstrasser See endet glücklich

Raubling / Landkreis Rosenheim – Am Hochstraßer See (Landkreis Rosenheim) endete eine großangelegte Vermisstensuche am späten Samstagnachmittag (19.7.2025) glücklich. 

Vermisst wurde, nach Auskunft der Polizei, ein 11-jähriges Kind. Es kehrte vom Schwimmen nicht ans Ufer zurück. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Wasserwacht wurden alarmiert. Nach wenigen bangen Minuten kam dann glücklicherweise auch schon die Entwarnung: das elfjährige Kind wurde wohlbehalten aufgefunden 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Schlägerei im Rosenheimer Salingarten – auch Polizeibeamte angegriffen

Schlägerei im Rosenheimer Salingarten – auch Polizeibeamte angegriffen

Rosenheim – Ein 39-jähriger Mann aus Brannenburg geriet am Samstagabend (18.7.2025) im Rosenheimer Salingarten mit einem 32-jährigen Mann aus Bad Endorf aneinander. Der Streit eskalierte- es entbrannte eine Schlägerei.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Ein 39-jähriger Mann aus Brannenburg, geriet im Rosenheimer Salingarten, mit einem 32-Jährigen aus Bad Endorf in Streit. Der Streit eskalierte und beide Männer gingen plötzlich körperlich aufeinander los. Beim Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte der Rosenheimer Polizei, lagen beide Kämpfende am Boden und schlugen mit den Fäusten und Füßen auf den anderen ein. Die beiden aggressiven Schläger, reagierten auf Ansprache der Polizei nicht und mussten durch den Einsatz von körperlichen Zwangsmaßnahmen durch die Einsatzkräfte getrennt werden.
Dabei wurde auch ein Merzweckschlagstock eingesetzt, erst dadurch war eine Trennung der beiden möglich. Nach Aufteilung der beiden und ersten Befragungen, zeigte sich der Brannenburger erneut aggressiv und gewaltbereit. Er versuchte, sich von den Beamten loszureißen und erneut auf seinen Kontrahenten loszugehen. Dem 39-Jährigen wurden daraufhin Handschellen angelegt. Beide wurden anschließend zur Rosenheimer Dienststelle verbracht. Beim Verbringen in die Ausnüchterungszelle, fing der mit knapp zwei Promille alkoholisierte Brannenburger auf die Beamten loszugehen und einzuschlagen. Er versuchte, sich auch hier wieder loszureißen, auf die Beamten mit den Füßen einzuschlagen. Die Einsatzkräfte konnten den Gewaltausbrüchen ausweichen und wurden durch die Tritte nicht getroffen bzw. verletzt. Der 39-Jährige wurde im weiteren Verlauf in die Zelle verbracht, dort konnte er seine Gewaltgeneigtheit und seiner Alkoholisierung mit sich selbst verarbeiten. Der 32-Jährige wurde nach Feststellung seiner Personalien wieder entlassen. Gegen den Brannenburger wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung sowie eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet. 
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)