Pflege zukunftssicher gestalten: Vernetzung steht im Mittelpunkt

Pflege zukunftssicher gestalten: Vernetzung steht im Mittelpunkt

Rosenheim – Wie kann ambulante Pflege trotz steigender Herausforderungen effizient und zukunftssicher gestaltet werden? Dieser Frage widmete sich eine aktuelle Veranstaltung des Arbeitskreises ambulante Pflege Pro Senioren Rosenheim e.V.. Auch für die Öffentlichkeit gibt es einige Veranstaltungen.

Unter dem Titel „Aktiver Aufbau eines starken, tragfähigen Netzwerkes in der Region Rosenheim und Effizienzsteigerung in der Pflege durch gezielte Einsatzplanung“ fand kürzlich eine richtungsweisende Veranstaltung des Arbeitskreises ambulante Pflege Pro Senioren Rosenheim e.V. statt. Eingeladen waren die ambulanten Pflegedienste aus Stadt und Landkreis Rosenheim.
Zentrales Ziel des Treffens war der Aufbau eines stabilen Netzwerks innerhalb der regionalen Pflegelandschaft. Fachlich begleitet wurde die Veranstaltung von Herrn Heiber, Consultant der Beratungsfirma SYSPRA. Durch gezielte Moderation und strukturierte Gesprächsführung wurde ein Austausch zwischen den teilnehmenden Diensten ermöglicht.

Veranstaltungshinweise von Pro Senioren Rosenheim e.V.:

22. Juli 18 bis 20 Uhr: „Pflegefall – was nun?“ im Bürgerhaus Miteinander, Lessingstraße 77, Rosenheim

29. Juli, 19 bis 21 Uhr: „Aktiv im Ruhestand“ in der Erlöserkirche, Königstraße 23, Rosenheim

10. September, 18 bis 20 Uhr: „Pflegefall – was nun?“ im Bürgerhaus Happing, Happingerstraße 83, Rosenheim

23. September, 19:30 Uhr: Demenzwoche im Kinopolis: Filmabend „Diagnose Demenz – Ein Erschrecken ohne Gespenst“ mit Nachgespräch mit Herrn Roggenhofer

24. Oktober, 15 bis 17 Uhr: Musik am Nachmittag „Cosi fan tutte“ im KUKO Rosenheim
29. Oktober, 15 bis 17 Uhr: „Pflegefall – was nun?“ im Bürgerhaus E-Werk, Oberwöhrerstraße 76, Rosenheim
(Quelle: Pressemitteilung: Pro-Senioren-Rosenheim e.V / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Jahreshauptversammlung der Jäger im Landkreis Traunstein

Jahreshauptversammlung der Jäger im Landkreis Traunstein

Traunstein / Kammer – Die Kreisgruppe Traunstein des Bayerischen Jagdverbands zog bei ihrer Jahreshauptversammlung in Palling eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Neben erfreulichen Entwicklungen bei Mitgliederzahlen und Jagdschutz standen Ehrungen, Diskussionsthemen und ein Ausblick auf kommende Veranstaltungen im Mittelpunkt.

Die Kreisgruppe Traunstein des Bayerischen Jagdverbands hielt ihre Jahreshauptversammlung im Gasthaus Michlwirt in Palling ab. Vorsitzender Josef Freutsmiedl berichtete von einem erfolgreichen Jahr: Rund 75 Prozent der Reviere im Landkreis weisen eine günstige oder tragbare Verbissbelastung auf, etwa 50 Prozent unter dem bayernweiten Durchschnitt. Trotz dieser positiven Bilanz kritisierte Freutsmiedl die oft emotional geführten Debatten und mangelnde Akzeptanz, so zeigte die Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ bisher kaum Wirkung.
Die Mitgliederzahl stieg auf 815, mit 48 Neumitgliedern und 17 Abgängen. Finanziell präsentiert sich der Verband stabil.

Viele Ehrungen und Abstimmungen fanden statt

Eine Umfrage unter Funktionsträgern ergab, dass 57 Prozent die Rehwildabschusspläne abschaffen wollen, 93 Prozent ein Erlegungsverbot für wandernde Hirsche befürworten und 65 Prozent Goldschakal und Wolf ins Jagdgesetz aufnehmen möchten.
An dem Abend gab es dann noch einige Auszeichnungen: Die Rupertiwinkler Jagdhornbläser wurden Bayerischer Vizemeister; Hornmeister Günter Schroth erhielt das Bläsergruppenehrenzeichen in Gold. Weitere langjährige Bläser und Mitglieder wurden für 25 bis 65 Jahre Treue ausgezeichnet. Zudem wurde bekantgegeben, dass 13 Jagdhunde die Brauchbarkeitsprüfung bestanden haben.
Auch die Hegegemeinschaften sind bis auf Palling komplett besetzt; dort sind Neuwahlen im Herbst 2025 geplant.

Die Hubertusmesse findet am 3. November in Ruhpolding statt. Für September 2026 ist ein großes Doppeljubiläum zum 60-jährigen Bestehen der Kreisgruppe und 70-jährigen der Jagdhornbläser geplant.
(Quelle: Pressemitteilung: Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Copyright Hubert Hobmaier)

Für Kühle an heißen Tagen: Grüne fordern Sprühnebelanlagen in der Rosenheimer Innenstadt

Für Kühle an heißen Tagen: Grüne fordern Sprühnebelanlagen in der Rosenheimer Innenstadt

Rosenheim – Die nächsten heißen Tage kommen bestimmt. Um bei großer Hitze für Abkühlung in der Rosenheimer Innenstadt zu sorgen, fordert die Stadtratsfaktion von Bündnis 90/Die Grünen die Installation von Sprühnebelanlagen. 

„Die Klimakrise führt zu immer häufigeren und intensiveren Hitzeperioden, die besonders in dicht bebauten Innenstadtbereichen zu erheblichen Belastungen führen“, heißt es in der Antragsbegründung der Stadtratsfraktion. Aufgrund von hoher Versiegelung und dichter Bebauung würden Hitzeinseln entstehen, die die Aufenthaltsqualität von Bürgern, Touristen und Gewerbetreibenden erheblich beeinträchtigen würde.

Die Lösung sieht die Rosenheimer Stadtratsfraktion der Grünen in Sprühnebelanlagen, auch Nebelduschen genannt.  In einigen deutschen Städten setzt man bereits auf diese Möglichkeit zur Abkühlung, beispielsweise  in Lörrach im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und Schweiz am Rande des Schwarzwaldes. Die Nebelduschen wurden dort mit finanziellen Mittelns aus dem Förderprogramm Zukunftsfähige Innenstädtte und Zentren finanziert (siehe hier) Die Anlagen sind dort täglich von 9 bis 21 Uhr im Betrieb. En Testlauf dafür startete bereits im Jahr 2023. Die Rückmeldungen der Bürger seien mehrheitlich positiv gewesen, heißt es in einer Stadtnachricht.
In der Stadt Frankfurt plant man derzeit die Einführung von Nebelduschen. Die Stadt hat dafür 500.000 Euro im Nachtragshaushalt zur Verfügung gestellt. Und auch in Stuttgart plant man aktuell, zukünftig mittels Sprühnebelanalgen heiße Tage in der Innenstadt erträglicher zu machen.

Nebelduschen an mindesten drei verschiedenen Standorten

Die Roseneimer Stadtratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen will Nebelduschen an mindestens drei verschiedenen Standorten in der Rosenheimer Innenstadt aufstellen. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, bis zum September 2025 ein Konzept dafür zu erarbeiten und Fördermöglichkeiten auf Landes- und Bundesebene für klimaangepasste Stadtentwicklung zu prüfen und entsprechende Anträge zu stellen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Stadtratsfraktion Bündnis90/Die Grünen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

KulturKlub Rosenheim lädt zum Sommerprogramm ein

KulturKlub Rosenheim lädt zum Sommerprogramm ein

Rosenheim / Stephanskirchen – Der KulturKlub Rosenheim präsentiert im August ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit Veranstaltungen in Stephanskirchen und Rosenheim. Neben Musik, Film und Kulinarik liegt ein Schwerpunkt auf kreativen und nachhaltigen Upcycling-Workshops, die im Rahmen des Kulturstrands am Innspitz stattfinden.

Den Auftakt macht die Veranstaltung „Cocktails x Music x Videos“ am Freitag, 8. August, in der Cocktailbar achtpunktsechs in Stephanskirchen (Finsterwalderstraße). Ab 19 Uhr mixt Abi Iqbal Cocktails, während VJ Michael Fakesch Musikvideos zeigt. Die Veranstaltung findet bei gutem Wetter im Bar-Garten unter freiem Himmel statt, bei Regen in der Tenne der Landlmühle. Begleitend werden Getränke der Solawi, Samosas von Wizzard und Twins sowie Speisen aus dem Lokal Landl angeboten.
Am Samstag, 9. August zeigt das Hauswandkino im Hof der Landlmühle den Film „Parthenope“ von Paolo Sorrentino – eine poetische, bildgewaltige Erzählung über das Leben, die Freiheit und die Stadt Neapel. Einlass ist ab 19 Uhr, Filmstart gegen 20.30 Uhr. Bei schlechtem Wetter wird die Vorführung in die Tenne verlegt. Kulinarisch wird das Kinoerlebnis von Getränken der Solawi, Cocktails, Popcorn, Eis am Stiel, Samosas und Essen im Landl begleitet. Der Film ist freigegeben ab 16 Jahren.

Workshops

Im Zeitraum vom 31. Juli bis zum 23. August finden vier Upcycling-Workshops am Kulturstrand am Innspitz in Rosenheim statt. Die genauen Termine stehen noch nicht fest, da sie je nach Verfügbarkeit der Helfer angesetzt werden.
Geplant sind folgende Workshops:
Sommerupcycling: Siebdruck mit Sommermotiven sowie Neugestaltung alter Kleidung und Taschen.
Kleidertausch & Accessoire-Upcycling: Kleidertauschbörse und Nähen kleiner Gegenstände wie Haargummis oder Tragetaschen.
Kids Special: Upcycling-Angebot speziell für Familien mit Kindern, unter anderem mit Stempeldruck, Scherenschnitt und Siebdruck.
– Clean-Up und Plogging mit Upcycling: Müllsammelaktion mit anschließender Verarbeitung, etwa durch Papierschöpfen oder das Gestalten von Bildern aus Plastik.
Benötigt werden je nach Workshop Materialien wie Bügeleisen, Föhne, Scheren, Nähmaschinen oder Wäscheklammern.
(Quelle: Pressemitteilung: KulturKlub Rosenheim e. V. / Beitragsbild: Symbolfoto re) 

 

Sundown Open Air machte seinem Namen alle Ehre

Sundown Open Air machte seinem Namen alle Ehre

Kammer / Landkreis Traunstein – Das diesjährige Sundown Open Air des Arbeiter- und Burschenvereins Kammer wurde seinem Namen gerecht: Bei Sonnenuntergang begann auf dem DJK-Sportplatzgelände eine ausgelassene Feier, die bis tief in die Nacht andauerte.

Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit dem „kleinen, aber feinen“ Festival. Drei Bands, „Rush Mountain“, „Sauerkirsch“ und „Revolution in Rock“, sorgten rund fünf Stunden lang für beste Stimmung mit Rock-Cover-Songs, Eigenkompositionen, Mundart-Rock und Rhythm und Blues.
Für das leibliche Wohl der Gäste war bestens gesorgt: Helfer des Vereins boten eine breite Getränkeauswahl und Grillgerichte. Die Feuerwehr Kammer übernahm Verkehrsabsicherung und Brandschutz.
„Perfektes Wetter, viele Gäste und großartige Bands“, so das Fazit von ABV-Vorstand Andreas Ober.
(Quelle: Pressemitteilung Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Viele Festivalbesucher kamen zum Sundown Festival nach Kammer und feierten bis tief in die Nacht ausgelassen. Dabei durften sie einen wunderbaren Abendhimmel, begleitet von einem perfekten Sonnenuntergang bewundern. Copyright: Hubert Hobmaier) 

Rosenheimer Sommerfestival: Gute Stimmung trotz Regen bei Jan Delay

Rosenheimer Sommerfestival: Gute Stimmung trotz Regen bei Jan Delay

Rosenheim – Das Wetter präsentierte sich am gestrigen Dienstagabend nicht von seiner besten Seite. Doch der Regen konnte die gute Stimmung bei Jan Delay auf dem Rosenheimer Sommerfestival 2025 nicht trüben. 
Jan Delay beim Rosenheimer Sommerfestival 2025. Foto: Herbert Borrmann
Dunkle Regenwolken beim Auftritt von Jan Delay beim Rosenheimer Sommerfestival. Fotos: Copyright Herbert Borrmann
Vor dem Auftritt von Jan Delay heizten „Das Bo und Scmiddlfinga“ die Stimmung an mit Stücken zwischen Rap, Raggae und Rock.
Danach startete Jan Delay auf der Bühne durch. Einem breiten Publikum bekannt ist er durch seine Coverversion des Nena-Hits „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“. Seit gut 25 Jahren mixt er bereits verschieden Musikstile und tourt mit den Bands „Beginner“ und „La Boom“ durch die Lande.
Aktuell ist er aber als Solokünstler mit seiner Begleitband „Disko No. 1“ auf Jubiläumstour.
Mit seinen beiden Markenzeichen Brille und Hut kam er am gestrigen Dienstagabend bei seiner Station in Rosenheim auf die Bühne und sorgte von an Anfang an für gute Stimmung..
Wichtigstes Accessoire bei diesem Sommerfestival-Programmpunkt war regenfeste Kleidung.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Copyright Herbert Borrmann)
Flüchtlingsunterkunft Rott am Inn: Womöglich kurz vor erster Belegung

Flüchtlingsunterkunft Rott am Inn: Womöglich kurz vor erster Belegung

Rott am Inn / Landkreis Rosenheim – Die Flüchtlingsunterkunft Am Eckfeld in der Gemeinde Rott am Inn (Landkreis Rosenheim) steht womöglich kurz vor erster Belegung. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Gemeinde Rott am Inn hervor. 

Die Gemeinde Rott am Inn sei am Dienstag (15.7.2025) vom Landratsamt Rosenheim darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass die Sammelunterkunft am Eckfeld 10 voraussichtlich mit einer geringen Personenzahl kurzfristig belegt werden soll. 
Dabei wurde über die Klage der Gemeinde Rott am iInn gegen die Baugenehmigung bzw. die Beschwerde gegen die erstinztanzliche Ablehnung der Anordnung der aufschiebenden Wirkung vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof noch nicht entschieden. 
Weitere Infos und eine Stellungnahme der Gemeinde sollen in Kürze erfolgen. Geplant ist, zeitnah eine Bürgerinformationsveranstaltung anzusetzen, zu der auch Vertreter des Landratsamtes Rosenheim eingeladen werden sollen.
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Rott am Inn / Beitragsbild: Copyright Ferdinand Staudhammer)

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Igelschutz: Meldungen aus 10 Jahren an LBV bestätigen häufigste Gefahren

Igelschutz: Meldungen aus 10 Jahren an LBV bestätigen häufigste Gefahren

Hilpoltstein / Bayern – Igelschutz in Bayern: Meldungen aus 10 Jahren an den LBV bestätigen häufigste Gefahren. Ein großes Problem sind Mähroboter, aber auch Füttern kann negative Folgen für die Stacheltiere haben:

Sie schnaufen, schmatzen und rollen sich bei Gefahr zusammen: Igel gehören für viele Menschen zu den liebsten Gartenbesuchern. Im Projekt „Igel in Bayern“ ruft der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) jedes Jahr Bürger dazu auf, ihre Beobachtungen online zu melden. Seit 2015 wurden so rund 128.000 lebende und tote Igel im Freistaat gemeldet. „Vor allem in städtischen Grünanlagen und privaten Gärten sind Igel häufig unterwegs. Unsere Daten bestätigen, dass sie dort oft Opfer des Straßenverkehrs oder Mähroboters werden“, berichtet LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. Auffällig sei auch, dass Futterstellen mehr Igel als gewöhnlich in die Gärten locken. „Mehrere Igel regelmäßig oder sogar ganzjährig zu füttern, ist nicht sinnvoll. Igel sind Einzelgänger, die weder Futter noch Unterschlupf gerne teilen und diese manchmal vehement gegen Artgenossen verteidigen“, so Nelson. Tipps, wie jede und jeder den Igel im eigenen Garten schützen kann, gibt der LVB unter www.igel-in-bayern.de.

Zehn Jahre „Igel in Bayern“ zeigen, dass der Igel ein beliebter Bewohner in Bayerns Gärten ist. Das bestätigt die große Anzahl von Meldungen mit rund 91.400 lebenden und 36.600 toten Igeln im Siedlungsbereich, die den LBV im Rahmen des Projektes erreicht haben. „Da das stachelige Säugetier nachaktiv ist, werden ab der Abenddämmerung bis spät in die Nacht die meisten lebenden Igel beobachtet. Im Jahresverlauf gehen die meisten Meldungen im Herbst ein, wenn viele Jungigel für den bevorstehenden Winterschlaf auf Futtersuche sind“, berichtet die LBV-Biologin..

Straßenverkehr als häufigste Todesursache

Gut ein Drittel aller Meldungen sind Totfunde. Denn im Siedlungsraum lauern viele Gefahren für den kleinen Stachelritter. „Am häufigsten fällt der Igel dem Verkehr zum Opfer, denn Straßen und versiegelte Flächen zerschneiden seinen Lebensraum. Besonders während der Paarungszeit ab Mai legen Igel große Distanzen zurück. Sie durchstreifen ein Gebiet von bis zu 15 Hektar und müssen dabei oft Straßen überqueren. Hierbei wird es für sie gefährlich“, sagt Angelika Nelson. Deshalb appelliert der LBV an Autofahrerinnen und Autofahrer – gerade in der Abend- und Morgendämmerung sowie nachts – besonders vorsichtig und vorausschauend zu fahren

Mähroboter: Unterschätzte Gefahr im Garten.

Eine weitere Gefahr für den Igel fährt durch seinen Hauptlebensraum, den Garten. Der zunehmende Einsatz von Mährobotern – aber auch anderen elektrischen Gartengeräten wie Freischneidern – fügt den nachtaktiven Säugetieren oft schwere Verletzungen zu, an denen sie qualvoll verenden. Die Igel sind den Maschinen schutzlos ausgeliefert, weil sie bei Gefahr nicht davonlaufen, sondern sich zu einer Stachelkugel zusammenrollen. Da die Anzahl der Mähroboter in Bayerns Gärten über die letzten Jahre zugenommen hat, wird deren Einsatz jetzt auch speziell als Todesursache im Projekt abgefragt. Doch um den Igel zu schützen, braucht es noch mehr. „Ein flächendeckendes Nachtfahrverbot für Mähroboter, wie es immer mehr Gemeinden in Deutschland einführen, wäre hier ein erster wichtiger Schritt“, betont Angelika Nelson. Dies forderte vor Kurzem auch die Landtagsfraktion der Grünen in einem Gesetzesentwurf. Gerade zur kommenden Urlaubszeit hat der LBV einen dringenden Appell: Wer jetzt wegfährt, sollte seinen Mähroboter vor der Reise vollständig abschalten und auf keinen Fall unbeaufsichtigt laufen lassen.

Futterstellen für Igel: Gut gemeint, oft gefährlich.

Die Daten der Meldeaktion zeigen auch, dass meist einzelne Igel gesichtet werden – ganz typisch für ihre natürliche Lebensweise als Einzelgänger, die nur zur Paarungszeit Artgenossen aufsuchen. In Gärten gehen Igel auf Nahrungssuche nach Käfern, Nachtfaltern und deren Larven, die leider immer schwieriger zu finden sind. Falsch verstandene Tierliebe kann Igeln hierbei mehr schaden als nützen: Wird regelmäßig Futter angeboten, lockt dies Igel aus einem großen Umkreis an. „Im Schnitt werden aus Gärten mit Futterstellen dreieinhalb Mal mehr Igel gemeldet als in solchen ohne. Der Rekord lag bei 22 Tieren auf einmal“, berichtet Angelika Nelson.

Die Folgen können gravierend sein: Der enge Kontakt vieler Igel kann dazu führen, dass Krankheiten leicht übertragen werden. Auch erhöht sich das Stress- und Konfliktpotenzial. Falsches Futter und mangelnde Hygiene an Futterstellen können für den Igel schlimmstenfalls sogar tödlich sein. „Der Igel ist ein Wildtier. Eine Zufütterung soll nur in Notsituationen erfolgen, zum Beispiel wenn die Tiere schwach oder kurz vor und nach der Winterschlafzeit untergewichtig sind“, erklärt die LBV-Biologin. Am besten hilft dem Igel ein naturnaher Garten mit ausreichend Insektennahrung und sicheren Verstecken.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hier findet Ihr Tipps für igelfreundliche Gärten

Verkehrsunfall bei Großhartpenning – 54-jährige Fußgängerin schwer verletzt

Verkehrsunfall bei Großhartpenning – 54-jährige Fußgängerin schwer verletzt

Großhartpenning / Landkreis Miesbach – Eine 54-kährige Frau aus Bad Tölz stolperte in Großhartpenning (Landkries Miesbach) beim Verlassen einer Bäckerei über die Türschwelle und stürzte direkt auf die Fahrbahn davor. In diesem Moment nahte ein Audi A 4.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am Dienstag, den 15. Juli 2025, ereignete sich gegen 08:14 Uhr ein Verkehrsunfall auf der B13 in Großhartpenning. Eine 54-jährige Frau aus Bad Tölz verließ zu diesem Zeitpunkt die örtliche Bäckerei, stolperte dort an einer Türschwelle und stürzte in der Folge in Richtung der direkt vorbeiführenden Fahrbahn. In diesem Moment passierte ein Audi A4, der von einer 38-jährigen Frau aus Valley in Richtung Bad Tölz gesteuert wurde. Die Fußgängerin prallte gegen die Beifahrerseite des Fahrzeugs und wurde durch den Zusammenstoß zurück auf den Gehweg geschleudert.

Die 54-Jährige zog sich dabei eine stark blutende Kopfverletzung zu. Die Freiwillige Feuerwehr Hartpenning sowie der Rettungsdienst mit Rettungswagen, Notarzt und ein Rettungshubschrauber waren umgehend am Einsatzort. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde die Verletzte mit dem Rettungswagen in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert.
Am Audi entstand nach ersten Erkenntnissen kein Sachschaden. Der Verkehr auf der B13 wurde während der Unfallaufnahme zeitweise beeinträchtigt und durch die Freiwillige Feuerwehr Hartpenning geregelt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim: „Come Back“ endet in Ausnüchterungszelle

Rosenheim: „Come Back“ endet in Ausnüchterungszelle

Rosenheim – Trotz Platzverweis randalierte ein 26-jähriger Rosenheimer am Dienstagnachmittag (15.7.2025) erneut in einem Lokal in der Bahnhofstraße. Sein „Come back“ endete in der Ausnüchterungszelle. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Ein 26-jähriger Rosenheimer, fing in einem Lokal in der Bahnhofstraße an zu randalieren. Er schrie herum, plärrte andere Gäste an und trotz Aufforderung der Angestellten, verließ er die Gaststätte nicht. Die alarmierte Rosenheimer Polizei erteilte dem 26-Jährigen einen Platzverweis, dem der 26-Jährig etwas widerwillig nachkam.
Rund eine Stunde später erschien der Rosenheimer wieder vor Ort. Erneut fing er an zu randalieren, zu schreien an und die Gäste zu belästigen. Nochmals rückte die Polizei an und jetzt erfolgte die Gewahrsamnahme des erkennbar Alkoholisierten. Ein Atemalkoholtest ergab über zwei Promille. Er durfte seinen „Rausch“ und Aggressionen dann mit sich selbst in einer Ausnüchterungszelle der Rosenheimer Polizei abbauen und ausdiskutieren.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Bayerns Jagdminister kündigt Erleichterungen bei Jagd auf Nil- und Rostgänse an

Bayerns Jagdminister kündigt Erleichterungen bei Jagd auf Nil- und Rostgänse an

München / Bayern – Bayerns Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger kündigt Erleichterungen bei der Jagd auf Nil- und Rostgänse in Bayern an. „Die Gänsebestände wachsen uns mancherorts über den Kopf. Die bisherigen Bejagungsmöglichkeiten allein reichen nicht aus, um den betroffenen Landwirten, Kommunen und Badegästen spürbar zu helfen. Ich werde deshalb eine Ressortverordnung auf den Weg bringen, die den Jägern mehr Spielraum gibt“, erklärt der Minister.

Nil- und Rostgänse würden sich zunehmend im Freistaat ausbreiten  und zusammen mit anderen Wildgansarten teils erhebliche Schäden in der Landwirtschaf verursachen. Auch verkotete Liegewiesen und Badestrände seien immer häufiger ein Problem.

Bereits jetzt werden Grau-, Kanada- und Nilgänse in Bayern intensiv bejagt. Zudem wird über Gelegebehandlungen steuernd in die Population eingegriffen. Im Jagdjahr 2023/24 wurden rund 19.500 Gänse erlegt, knapp ein Viertel davon waren Nilgänse. „Seit Längerem zeigt sich aber, dass noch weitere Anstrengungen nötig sind, um der Problematik mit Nachdruck zu begegnen“, so der Wortlaut in er aktuellen Pressemitteilung Die Nilgans sei eine invasive Art, die in Bayern erst seit 1996 vorkommt und mittlerweile flächendeckend anzutreffen sei. Zudem gefährdet die Nilgans die heimische Biodiversität. Daneben breite sich auch die Rostgans stark aus und verursache zunehmend Konflikte. Anders als in Baden-Württemberg darf diese Gänseart in Bayern bislang nicht bejagt werden.

Die Verordnung des Wirtschaftsministeriums soll dafür sorgen, dass die invasiven Nilgänse künftig ganzjährig bejagt werden dürfen und die in Bayern gebietsfremden Rostgänsen mit einer Jagdzeit ins Jagdrecht aufgenommen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Wasserqualität in Bayerns Badeseen auch in diesem Jahr hervorragend“

„Wasserqualität in Bayerns Badeseen auch in diesem Jahr hervorragend“

Bayern – Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Gesundheitsministerin Judith Gerlach haben am Montag (14.7.2025)  bei einem Pressetermin am Regattaparksee in Oberschleißheim im Landkreis München über die Wasserqualität der bayerischen Badeseen informiert Gerlach betont:: „Auch in diesem Jahr haben die Badeseen wieder hervorragende Qualität. Das ergibt sich aus den 1121 Proben, die das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) seit April untersucht hat. Für Bayerns Badegäste ist das gerade mit Blick auf die Ferien eine sehr gute Nachricht.“

Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte: „Baden gehört einfach zum Sommer in Bayern. Die gute Nachricht: Wir haben überall hervorragende Wasserqualität in unseren Badeseen. Das lassen wir regelmäßig mit Wasserproben vom Landesamt für Gesundheit überprüfen. Badespaß Ja, aber bitte mit Verantwortung: Leider gibt es sehr viele tragische Badeunfälle wie kürzlich am Eibsee. Jeder Badetote ist einer zu viel. Bitte deshalb gut auf alle Kinder aufpassen, im Wasser nie überschätzen, die Hitze beachten und keinen Alkohol trinken. Schwimmenlernen ist ganz entscheidend. Wir fördern das als Freistaat mit dem Programm für Schwimmbäder und dem Seepferdchen-Programm.“

Gerlach erläuterte: „Nahezu 98 Prozent der bayerischen Badegewässer sind derzeit hinsichtlich ihrer hygienischen Qualität als ‚ausgezeichnet‘ oder ‚gut‘ eingestuft. Die aktuellsten LGL-Untersuchungen der laufenden Saison bestätigen diese sehr gute Qualität. Das ist wichtig, denn eine schlechte Wasserqualität kann zu gesundheitlichen Problemen führen.“

Die Gesundheitsämter entnehmen kurz vor und während der Badesaison von Ende April bis 15. September insgesamt sechs Mal Wasserproben aus den Badeseen. Das LGL überprüft die eingesandten Wasserproben auf die Bakterien „Escherichia coli“ und „Intestinale Enterokokken“. Besteht an bestimmten, dafür anfälligen Seen der Verdacht, dass Cyanobakterien (Blaualgen) in höherer Konzentration vorkommen, werden zusätzlich Wasserproben auf Cyanobakterien untersucht. Für vereinzelt schlechtere Messergebnisse könne es verschiedene Ursachen geben. Typische Auslöser dafür können Verunreinigungen durch Starkregen oder durch Wasservögel sein. Werden zu hohe Werte festgestellt, ergreift das zuständige Gesundheitsamt die erforderlichen Maßnahmen. Wenn es unvermeidlich ist, können auch Badeverbote ausgesprochen werden.

In vier Proben erhöhte Konzentration von Darmbakterien nachgewiesen

Bei den Untersuchungen wurde in der Saison 2025 bisher nur in vier Proben eine erhöhte Konzentration von Darmbakterien nachgewiesen. Nach-Kontrollproben haben aber in allen Fällen anschließend wieder eine gute hygienische Wasserqualität bestätigt.

Professor Dr. Christian Weidner, Präsident des LGL, sagte: „Badefreunden empfehlen wir einen Besuch der LGL-Online-Badegewässerkarte. Sie gibt einen Überblick über die Badestellen, die von den Gesundheitsämtern regelmäßig kontrolliert werden. Nutzerinnen und Nutzer gelangen außerdem über diese Karte zu den Seiten der Kreisverwaltungsbehörden, wo sie sich über aktuelle Untersuchungsergebnisse der einzelnen Badeseen informieren können.“
Die aktuelle Online-Badegewässerkarte des LGL weist alle 374 EU-Badestellen an 292 Seen in Bayern aus. Die Ministerin verwies zugleich auf die Eigenverantwortung der Badenden: „Jeder kann dazu beitragen, dass wir auch künftig unsere Gewässer uneingeschränkt genießen können. Dazu gehören die ordnungsgemäße Müllentsorgung und der Verzicht auf das Füttern von Wasservögeln.“

Gerlach ergänzte mit Blick auf überdurchschnittlich viele tödliche Badeunfälle in diesem Sommer: „Es ist sehr wichtig, beim Schwimmen unnötige Risiken zu vermeiden. So kann gerade bei hohen Temperaturen ein Sprung in kaltes Wasser Herz-Kreislauf-Probleme auslösen. Außerdem muss konsequent auf die Sicherheit von Kindern geachtet werden.“
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium / Beitragsbild: Symbolfoto re)