Prienavera lädt zum After-Work-Special ein

Prienavera lädt zum After-Work-Special ein

Prien / Landkreis Rosenheim – Das Prienavera Erlebnisbad bietet jeden ersten Freitag im Monat ein besonderes After-Work-Format an. Besucher können sich auf entspannte Musik, tanzbare Beats und frisch gemixte Cocktails freuen.

Im Prienavera Erlebnisbad startet an jedem ersten Freitag im Monat das After-Work-Event „Prienavera X Luitpold“. Von 18 bis 23 Uhr können Besucher den Abend bei Musik, Beats und Cocktails ausklingen lassen. Das Erlebnisbad bietet dabei die gewohnte Badevielfalt in stimmungsvoller Atmosphäre. Der nächste Termin findet am Freitag, 5. Dezember, statt.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild:
Nach der Arbeit ab ins Prienavera – schwimmen, guten Sound hören und Cocktails schlürfen. Copyright Chiemsee-Marina-GmbH)

Kundgebung vor Stadtratssitzung in Rosenheim: Diskussion um Strafanzeigen

Kundgebung vor Stadtratssitzung in Rosenheim: Diskussion um Strafanzeigen

Rosenjeim Vor der gestrigen Rosenheimer Stadtratssitzung (19.11.2025)  versammelte sich das Bündnis „StadtratNazifrei Rosenheim“ zu einer Kundgebung vor dem Rathaus. Anlass war die Debatte über die Strafanzeigen, die nach der Vereidigung des parteilosen Stadtrats Stefan Bauer im Januar 2025 gegen Aktivisten der linken Szene gestellt wurden. Begleitet wurde die Kundgebung von hoher Polizeipräsenz und Ausweiskontrollen bei den Besuchern, bevor im Stadtrat über die Rücknahme der Strafanzeigen diskutiert wurde.

Vor dem Rathaus bot sich ein kontrastreiches Bild: Rund zehn Aktivisten standen etwas abseits vom Zugang zu den Sitzungssälen. Auf dem Boden ausgebreitet hatten sie ein Transparent mit der Aufschrift: „Nazischweine raus aus dem Stadtrat“. Dem gegenüber stand starke Polizeipräsenz: Um das Rathaus herum postierten sich etwa 50 Einsatzkräfte der Polizei, zusätzlich sicherten Security-Mitarbeiter das Foyer. Besucher und Pressevertreter mussten ihre Ausweise vorzeigen, um sicherzustellen, dass niemand Zutritt erhielt, gegen den ein Hausverbot bestand.

Hintergrund der ursprünglichen Strafanzeigen: Am 30. Januar 2025 wurde der ehemalige AfD-Stadtrat Stefan Bauer als Nachrücker für den verstorbenen AfD-Stadtrat Hans Raß in den Stadtrat aufgenommen – nun als parteiloser Stadtrat. Bauer hatte während der Corona-Zeit für Kontroversen gesorgt, unter anderem durch öffentliche Auftritte auf der Straße und in sozialen Medien. Besonders umstritten war ein Video, das er an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen drehte.
Bei der Sitzung störten Aktivisten der linken Szene die Vereidigung durch lautstarke Parolen, woraufhin es zu einem Polizeieinsatz im Sitzungssaal kam. Oberbürgermeister Andreas März stellte danach Strafanzeige gegen 14 Personen, um das Hausrecht zu schützen.

Tagesordnungspunkt wurde vorgezogen

Bei der gestrigen Sitzung wurde der Tagesordnungspunkt zu den Strafanzeigen, ursprünglich an Platz 26, vorgezogen und als Top 2 behandelt. Oberbürgermeister Andreas März erklärte, dass Rathäuser der Kern der Demokratie seien und es seine Pflicht sei, sicherzustellen, dass Sitzungen ordnungsgemäß und sicher ablaufen. Aus diesem Grund habe er die Strafanzeigen nicht zurückgenommen: „Über deren Rechtmäßigkeit und Folgen sollen die Staatsanwaltschaft und die Gerichte entscheiden.“
SPD-Fraktionsvorsitzender Erdogan Abuzar äußerte Verständnis für das Vorgehen gegen Störer, kritisierte aber, dass nicht alle, die nun vor Gericht stünden, tatsächlich an der Störung beteiligt gewesen seien. „Es werden auch völlig unbeteiligte Menschen betroffen und die Gerichte unnötig beschäftigt“, so Abuzar.
Grünen-Fraktionssprecherin Sonja Gintenreiter bezeichnete das Vorgehen als „absolut nicht verhältnismäßig“ und appellierte für die Rücknahme der Strafanzeigen. AfD-Stadtrat Andreas Kohlberger argumentierte dagegen, dass der Oberbürgermeister alles richtig gemacht habe und eine Störung der Sitzung nicht demokratisch sei.
Nach Meinung von Robert Multrus, Sprecher der Freien Wähler, wurde der Polizeieinsatz bei der Sitzung bewusst provoziert. Auch die CSU unterstützte März: „Es entscheiden die Gerichte und nicht Meinungen“, sagte Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller.

Stefan Bauer selbst verfolgte die Debatte lange Zeit ruhig, ergriff dann aber das Wort, um zu schildern, wie er die Störaktion während seiner Vereidigung wahrgenommen habe. Die Parolen wie „Nazi platt machen“ habe er als persönliche Mordaufforderung empfunden. „Wie hätten Sie sich gefühlt, wenn das Ihnen gegolten hätte?“, fragte er an die Runde der Stadträte – eine direkte Antwort erhielt er nicht.

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März blieb dabei: Die Strafanträge werden nicht zurückgenommen: „Über deren Rechtmäßigkeit und Folgen sollen die Staatsanwaltschaft und die zuständigen Gerichte entscheiden“.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

 

Franz Reindl als neuer Stadtrat in Rosenheim vereidigt

Franz Reindl als neuer Stadtrat in Rosenheim vereidigt

Rosenheim – Bei der gestrigen Stadtratssitzung in Rosenheim (19,11,20259  wurde ein neues Mitglied in den Stadtrat aufgenommen: Franz Reindl rückte für Lukas Held nach, der sein Mandat aus beruflichen Gründen niedergelegt hatte.

Reindl ist 2. Vorsitzender der Freien Wähler KV Rosenheim Stadt und arbeitet als selbständiger Baumeister. Gemäß Art. 31 Abs. 4 der Gemeindeordnung wurde er offiziell vereidigt. Er sprach dabei folgende Eidesformel: „Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern. Ich schwöre, den Gesetzen gehorsam zu sein und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen. Ich schwöre die Rechte der Selbstverwaltung zu wahren und ihren Pflichten nachzukommen, so wahr mir Gott helfe.“
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Starbulls empfangen Tabellenführer Krefeld – Heimspiel am Freitagabend

Starbulls empfangen Tabellenführer Krefeld – Heimspiel am Freitagabend

Rosenheim – Am morgigen Freitag (21.11.2025) empfangen die Starbulls Rosenheim zum 17. Spieltag der DEL2 die Krefeld Pinguine im ROFA-Stadion (19:30 Uhr). Gegner am Sonntag (23.11.2025)  sind die Eispiraten Crimmitschau (17 Uhr, Kunsteisstadion im Sahnpark).

Die Starbulls starten mit 29 Punkten aus 16 Spielen auf Tabellenrang vier in dieses intensive Wochenende. In den Hinspielen gingen die Rosenheimer gegen beide Gegner leer aus: 1:3 bei Krefeld und 1:2 gegen Crimmitschau. Um eine Wiederholung zu vermeiden, ist eine konzentrierte Leistung gefordert – gerade nach dem durchwachsenen letzten Wochenende, das mit einem knappen 4:3-Sieg gegen Bietigheim und einer 0:3-Niederlage in Regensburg endete.

Tabellenführer Krefeld kommt als frischgebackener Spitzenreiter an die Mangfall. „Sie sind in der Offensive sehr stark, die ersten drei Sturmreihen sind in der Liga das Beste“, sagt Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen. Gleichzeitig betont er: „In der DEL2 kann jeder jeden schlagen, auch wir diese starke Krefelder Mannschaft. Wir wissen, was wir machen müssen.“
Auch Crimmitschau hat sich als starker Gegner präsentiert. Mit einer ausbeutestärksten Sturmreihe der Liga – Corey Mackin, Dylan Wruck und Dominic Walsh – haben die Eispiraten 65 Scorerpunkte gesammelt. Trotz Verletzungsproblemen bewiesen die Westsachsen beim jüngsten 5:2-Erfolg in Düsseldorf ihre Klasse.

Bei den Starbulls Rosenheim sind fast alle Spieler fit. Einzige Ausnahme ist Teemu Pulkkinen, der nach einer Muskelverletzung noch pausiert. Kleine Anpassungen im Kader sind geplant: Dylan Plouffe könnte rotieren, Dominik Kolb soll im vierten Sturm als Center agieren. Im Heimspiel gegen Krefeld wird voraussichtlich Oskar Autio das Tor hüten, gegen Crimmitschau dann Christopher Kolarz.

Besonderes Highlight beim Heimspiel: Im Rahmen der Starbulls-Nachwuchswoche sind Juniorenspieler in die Organisation eingebunden – als Co-Stadionsprecher, Livestream-Kommentatoren oder für Interviews vom Eis. Außerdem zeigt die U11-Nachwuchsmannschaft eine Spieleinlage in der ersten Drittelpause, und in der zweiten Drittelpause präsentiert Lina vom SV Pang ihre Eiskunstlauf-Kür.

Tickets für das Heimspiel sind auf www.starbulls.de/tickets
verfügbar und an der Stadionkasse ab 17:30 Uhr erhältlich. Die Spiele werden live auf www.sporteurope.tv übertragen.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Peter Lion)

Fahrzeuge krachen auf Staatsstraße 2095 zusammen – Leichtverletzte und 17.000 Euro Sachschaden

Fahrzeuge krachen auf Staatsstraße 2095 zusammen – Leichtverletzte und 17.000 Euro Sachschaden

Prutting / Landkreis Rosenheim – Am Mittwochnachmittag (19.11.2025) kam es auf der Staatsstraße 2095 bei Prutting (Landkreis Rosenheim) zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen. Eine 79-jährige Autofahrerin aus Söchtenau geriet aus bisher ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte seitlich mit einem entgegenkommenden Lkw eines 55-jährigen Rosenheimers.

Durch die Wucht des Aufpralls kam das Fahrzeug der 79-Jährigen, nach den Angaben der Polizei,  ins Schleudern und kam mittig auf der Straße zum Stehen. An ihrem Auto entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden von etwa 8.000 Euro. Außerdem wurden mehrere Fahrzeugteile auf der Fahrbahn verteilt, wodurch die Fahrzeuge eines 65-jährigen Autofahrers aus Prutting sowie eines 75-jährigen Autofahrers aus Traunreut beschädigt wurden. Der entstandene Sachschaden an diesen drei Fahrzeugen wird auf rund 9.000 Euro geschätzt, am Lkw entstand ebenfalls Schaden an der linken Seite.

Die 79-Jährige wurde leicht verletzt und zur ambulanten Behandlung ins Klinikum Rosenheim gebracht. Die Freiwillige Feuerwehr Prutting unterstützte bei der Verkehrsregelung und säuberte die Fahrbahn. Die Staatsstraße war zunächst rund 20 Minuten komplett gesperrt und anschließend für etwa 40 Minuten nur einseitig befahrbar, was im Berufsverkehr zu Stauungen führte.
Gegen die 79-Jährige wurde ein Bußgeldverfahren mit Punkten in Flensburg eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Messerangriff auf 14-jährige in Rosenheim – Polizei bittet um Zeugenhinweise

Messerangriff auf 14-jährige in Rosenheim – Polizei bittet um Zeugenhinweise

Rosenheim – Bei einer Gewalttat in Rosenheim wurde am späten Mittwochnachmittag (19.11.2025)  eine 14-Jährige schwer verletzt. Zeugen fanden die Jugendliche an einer Hausmauer in der Aventinstraße – ein Küchenmesser steckte in ihrem Oberschenkel.  Die Polizei sucht Zeugen. 

Nach den bisherigen Ermittlungen sprach ein bislang unbekannter Mann die Jugendliche gegen 17.45 Uhr in der Nähe der Aventin- bzw. Apianstraße an, forderte Geld und Zigaretten und verfolgte sie, als sie ablehnte und weglief. Während der kurzen Verfolgung wurde sie offenbar zunächst am Kopf von einem Gegenstand getroffen. Anschließend bedrohte der Täter die 14-Jährige mit einem Küchenmesser und stach ihr in den Oberschenkel, bevor er flüchtete.

Beschreibung des Täters:
  • Geschätztes Alter: ca. 30 Jahre
  • Schlanke Statur, schwarze, schulterlange Haare
  • Kleidung: pinkes T-Shirt, darüber Hoodie, schwarze Lederjacke, Jogginghose, schwarze Stoffhandschuhe, Turnschuhe
  • Spraceh: Deutsch mit Akzent – wahrgenommen wurde ein russischer Akzent
  • Wahrnehmung: deutlicher Alkoholgeruch

Das Messer hatte eine Klingenlänge von rund 10 cm, einen schwarzen Hartgummigriff und eine Öse am Ende.

Die Polizei Rosenheim hat Spuren gesichert und ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Zeugen, die Hinweise zum Täter geben können, werden gebeten, sich unter 08031/200-2200 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Adventsbus 2025: Am Ende der Stadtratssitzung kommt die gute Nachricht

Adventsbus 2025: Am Ende der Stadtratssitzung kommt die gute Nachricht

Rosenheim – Die beste Meldung für alle Freunde des Rosenheimer Adventsbusses kam ganz am Schluss des öffentlichen Teils der Stadtratssitzung am Mittwochabend (19.11.2025) : Oberbürgermeister Andreas März verkündete, dass an den Adventssamstagen 2025 nicht nur die beiden Ringbusse der Sonderlinie 419 kostenlos verkehren – sondern erneut alle Stadtbusse der Verkehrsgesellschaft Rosenheim genutzt werden können.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Adventsbus 2025 im Vergleich zu 2024 deutlich reduziert werden sollte. Statt eines umfangreichen Angebots mit  Haltestellen auch in den Stadtteilen war zunächst nur ein kostenloser Innenstadt-Shuttle mit zwei Ringlinien angekündigt worden. Hintergrund waren nach Angaben des Rosenheimer City-Managements gestiegene Kosten von rund 25.000 Euro (wir berichteten).

Die Berichterstattung über die starke Reduzierung führte zu deutlicher Kritik – unter anderem von der SPD-Stadtratsfraktion, die mit einem Eilantrag forderte, das bisherige Angebot beizubehalten und die kostenlose Nutzung aller Linien zu ermöglichen. Parallel startete eine Petition, die auf die Bedeutung des Adventsbusses für viele Bürger hinwies (wir berichteten).

Jetzt die Wende: Alle Stadtbusse inklusive

Die entscheidende Nachricht aus der Stadtratssitzung betrifft aber nicht die beiden Ringlinien, sondern das gesamte Angebot: Oberbürgermeister Andreas März teilte mit, dass an den Adventssamstagen 2025 wieder alle Stadtbusse kostenlos genutzt werden können. Nach Angaben der Stadt fiel diese Entscheidung in Abstimmung mit dem MVV.

Den Grund für die jüngste Aufregung rund um den Adventsbus sieht Oberbürgermeister März in einer ähnlichen Situation wie beim „Promille-Express“ beim Rosenheimer Herbstfest: Auch dort gab es in der Vergangenheit unterschiedliche Auffassungen darüber, welche Busse eigentlich dazugehören – nur die jeweilige Sonderlinie oder das gesamte Stadtbusnetz (wir berichteten).

Eine vergleichbare Definitionsfrage habe nun auch beim Adventsbus für Irritationen gesorgt: Während die einen darunter ausschließlich die Sonderringlinie verstanden gingen andere selbstverständlich davon aus, dass, so wie in den vergangenen Jahren (wir berichteten), alle Stadtbuslinien eingeschlossen sind.

Mit der Ankündigung im Stadtrat steht nun fest: Der Adventsbus umfasst 2025 sowohl die beiden Ringlinien als auch alle regulären Stadtbuslinien. An allen vier Adventssamstagen fahren sämtliche Linien für die Fahrgäste kostenfrei.

Die zwei Ringbusse der Sonderlinie 419 verkehren weiterhin zwischen 10 und 18 Uhr gegenläufig von der Stadtmitte über das Parkhaus P9, den TH-Parkplatz, AicherPark, WEKO und den Bahnhof. Alle innerstädtischen Haltestellen entlang der Strecke werden bedient. Die Fahrpläne stehen in der MVV-App und an den Haltestellen bereit.

Tombola als zusätzlicher Anreiz in der Sonderlinie

An Bord der Sonderlinie 419 gibt es eine besondere Attraktion: Jeder Fahrgast der erhält ein Los. Wie das Rosenheimer City-Management erklärt, gibt es dabei „keine Nieten“ – insgesamt über 2.400 Sofortgewinne reichen von Sachpreisen über Gutscheine bis zu Überraschungspaketen lokaler Händler.

Kostenfreie Parkmöglichkeiten

Um Staus und Parkplatzsuche in der Innenstadt zu vermeiden, können Besucher ihre Autos weiterhin kostenlos am WEKO, im Aicherpark oder an der Technischen Hochschule abstellen. Die Sonderlinie verbindet diese Parkplätze direkt mit dem Christkindlmarkt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: ai)

Krebsvorsorge: Rosenheimer Onkologe mahnt – Früherkennung kann Leben retten

Krebsvorsorge: Rosenheimer Onkologe mahnt – Früherkennung kann Leben retten

Rosenheim – Zum Tag der Krebsvorsorge am 28. November erinnert Dr. Gerhard Puchtler, Leiter des Onkologischen Zentrums am RoMed Klinikum Rosenheim, an die enormen Chancen der Früherkennung. Trotz Heilungsraten von bis zu 90 Prozent bei früh erkannten Tumoren zögern viele Menschen weiterhin, Vorsorgeangebote zu nutzen. Im Gespräch erklärt Puchtler, warum regelmäßige Untersuchungen entscheidend sind, welche Neuerungen kommen und wo Betroffene in der Region Unterstützung finden.

90 Prozent Heilungschancen bei Brust- oder Darmkrebs, wenn die Krankheit früh erkannt wird: Diese Zahl allein zeigt, warum Vorsorgeuntersuchungen über Leben und Tod entscheiden können. Doch viele Menschen zögern noch – aus Angst, aus Unsicherheit, oder weil sie das Thema verdrängen. Anlässlich des Tags der Krebsvorsorge am 28. November redet Dr. Gerhard Puchtler, über Chancen, Ängste und Entwicklungen in der Krebsprävention.

Frage: Herr Dr. Puchtler, wie beurteilen Sie die aktuelle Wahrnehmung von Krebsvorsorge?
Antwort: Die meisten Menschen sind heute gut informiert und sehen Vorsorge als wichtigen Schutz. Dennoch gibt es Zurückhaltung: Manche haben Angst vor der Untersuchung, andere vor einer möglichen Diagnose. Hier gilt es, Vertrauen zu schaffen und Ängste zu überwinden.

Frage: Und wie hat sich das Verhalten in den letzten Jahren verändert?
Antwort: Die Corona-Pandemie hat Spuren hinterlassen. Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und die starke Belastung des Gesundheitssystems führten dazu, dass viele Vorsorgeuntersuchungen, einschließlich Koloskopien zur Darmkrebsfrüherkennung verschoben wurden. Ob dieser relativ kurze Zeitraum zu späteren Diagnosen führt, lässt sich heute noch nicht sicher sagen.

Frage: Wie hoch sind die Heilungschancen bei früh entdecktem Krebs?
Antwort: Sehr hoch – genau das ist der Wert der Vorsorge. Wird Krebs im Frühstadium erkannt, bevor er sich ausbreiten kann, bestehen sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Bei Brustkrebs liegt die 5-Jahres-Überlebensrate nach früher Diagnose bei etwa 90 Prozent. Bei Darmkrebs ist es ähnlich. Das zeigt: Früherkennung rettet Leben.

Frage: Welche Krebsarten lassen sich besonders gut früh erkennen – und welche Neuerungen gibt es?
Antwort: Heute ist die Früherkennung vor allem bei Brustkrebs, Hautkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Prostatakrebs wirksam. Eine wichtige Neuerung ist das Lungenkrebsscreening für Risikogruppen, das voraussichtlich ab April 2026 von den Krankenkassen übernommen wird. Lungenkrebs ist bei Männern die zweithäufigste, bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung – hier kann Vorsorge künftig viel bewirken.

Frage: Welche Gruppen nutzen Vorsorge zu selten?
Antwort: Männer sind zurückhaltender, etwa bei der Prostatavorsorge – nur 30 bis 50 Prozent nehmen teil. Junge Frauen dagegen zeigen mit 70 bis 80 Prozent eine hohe Akzeptanz bei der gynäkologischen Vorsorge. Wichtig ist auch: Wer familiär vorbelastet ist, sollte schon früh engmaschige Programme nutzen, am besten nach genetischer Beratung. Leider nehmen sozial schwächere Gruppen Vorsorgeangebote seltener wahr, obwohl sie allen gesetzlich Versicherten offenstehen.

Frage: Welche Rolle spielen Angehörige bei der Motivation?
Antwort: Eine sehr große. Wer selbst Erfahrungen gemacht hat – sei es durch eine eigene Erkrankung oder durch erfolgreiche Früherkennung – gibt diese weiter. So entsteht durch die Ermutigung von Mensch zu Mensch oft eine Dynamik: Familien oder Freundeskreise gehen gemeinsam zur Vorsorge.

Frage: Wo finden Menschen in der Region Informationen und Termine?
Antwort:
Der erste Ansprechpartner ist immer der Hausarzt. Dort wird die persönliche Situation bewertet und die weitere Vorsorge koordiniert. In Rosenheim gibt es außerdem die Bayerische Krebsgesellschaft mit einer Beratungsstelle sowie unser Onkologisches Zentrum am RoMed Klinikum, das regelmäßig Infoveranstaltungen anbietet. Auch die lokalen Medien greifen das Thema Vorsorge regelmäßig auf.

Frage: Was wünschen Sie sich zum Tag der Krebsvorsorge ganz persönlich?
Antwort:
Mein Wunsch ist einfach: Nutzen Sie die Chance. Krebs ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Doch wir haben wirksame Vorsorgeprogramme. Wer sie nutzt, schützt sich selbst und entlastet zugleich das Gesundheitssystem, weil aufwändige Therapien oft gar nicht nötig werden. Vorsorge rettet Leben – Ihres und das Ihrer Angehörigen.

Frage: Welche Vorsorgeuntersuchungen sind gesetzlich empfohlen und ab welchem Alter?
Antwort:

  • Ab 20 Jahren: Früherkennung von Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane (Frauen)
  • Ab 30 Jahren: Früherkennung von Brustkrebs (Frauen)
  • Ab 35 Jahren: Hautkrebs-Screening (alle 2 Jahre), Gebärmutterhalskrebs (alle 3 Jahre)
  • Ab 45 Jahren: Prostatakrebsvorsorge (Männer)
  • Ab 50–54 Jahren: Früherkennung von Darmkrebs (Stuhltest)
  • Ab 50–75 Jahren: Mammografie-Screening (Frauen)
  • Ab 55 Jahren: Darmspiegelung (Frauen und Männer)
  • Ab 2026 geplant: Lungenkrebsscreening für Risikogruppen

Mehr dazu unter:
Krebsvorsorge und Krebsfrüherkennung | Deutsche Krebshilfe
Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft | DKG
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ein Blick hinter die Kulissen der Meisterschule Hauswirtschaft Rosenheim

Ein Blick hinter die Kulissen der Meisterschule Hauswirtschaft Rosenheim

Rosenheim – Die Meisterschule Hauswirtschaft in Rosenheim öffnet am Samstag, 6. Dezember, ihre Türen für alle, die sich über die vielseitige Fortbildung zum Meister der Hauswirtschaft informieren möchten. Ab 13 Uhr erhalten Besucher spannende Einblicke in Unterricht, Projekte und berufliche Perspektiven.

Ab 13 Uhr stellen Studenten und Lehrkräfte der Meisterschule, an der Landwirtschaftsschule in Rosenheim (Prinzregentenstraße 39), die Besonderheiten der Fortbildung vor, geben Einblick in den Unterricht und zeigen die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten als Meister der Hauswirtschaft. Zur Gaumenfreude gibt es für die Gäste Kostproben aus einem Schulprojekt.
Anmeldung zum Infonachmittag bis 2. Dezember unter: https://www.aelf-ro.bayern.de/bildung/.
(Quelle: Pressemitteilung
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rebellisch möchst werd’n: Ein literarisch-musikalischer Abend im Städtischen Museum Rosenheim

Rebellisch möchst werd’n: Ein literarisch-musikalischer Abend im Städtischen Museum Rosenheim

Rosenheim –  Rosenheim wird rebellisch, zumindest für einen Abend! Wer glaubt, Bayern sei nur traditionsverbunden und gemütlich, wird überrascht sein: Christoph Maier-Gehring zeigt im Städtischen Museum Rosenheim, am 26. November, wie viel Aufbegehren, Witz und Widerstand in der bayerischen Geschichte steckt. Sein literarisch-musikalisches Mundartprogramm „Rebellisch möchst werd’n“ verspricht einen humorvollen Streifzug durch Jahrhunderte voll Mut und Eigensinn.

Bayern und Rebellion – passt das zusammen? Und wie! Dass im Freistaat seit Jahrhunderten immer wieder Menschen aufgestanden sind, um sich gegen Obrigkeiten und Missstände zu stellen, zeigt Christoph Maier-Gehring in seinem Programm, das am 26. November um 19 Uhr im Städtischen Museum Rosenheim präsentiert wird. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
Mit Humor, musikalischem Feingefühl und tiefem historischen Wissen nimmt Maier-Gehring sein Publikum mit auf eine rebellische Reise durch die bayerische Geschichte. Musikalisch begleitet Maier-Gehring den Abend mit passenden bayerischen Liedern und G’stanzln.
Christoph Maier-Gehring war bis Sommer 2012 Chefdramaturg am Münchner Gärtnerplatztheater sowie von 2013 bis 2024 Kulturreferent des Landkreises Rosenheim.
Weitere Informationen erhält man im Städtischen Museum im Mittertor oder unter Telefon 08031/365 8751, online unter www.museum.rosenheim.de oder per Mail an museum@rosenheim.de.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Christoph Maier-Gehring)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 20. November
Es ist der 324. Tag des gregorianischen Kalenders (der 325. in Schaltjahren), somit bleiben 41 Tage bis zum Jahresende.

Namenstag haben: Bernward, Edmund, Felix, Korbinian

3 bekannte Geburtstagskinder:

Kurt Krömer (1974 – ist ein deutscher Komiker und Schauspieler.)

–  Florian David Fitz (1974 – ist ein deutscher Schauspieler.)

Robert Kennedy (1925 – war ein US-amerikanischer Politiker, Justizminister und Senator, der wie später sein älterer Bruder John F. Kennedy einem Attentat zum Opfer fiel, als er für das Amt des Präsidenten kandidierte.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1820: Das Walfangschiff Essex wird mehrmals von einem Pottwal gerammt und sinkt; der Vorfall wird später Element in Melvilles Roman Moby Dick.
  • 2000: Honda stellt den humanoiden Roboter ASIMO der Öffentlichkeit vor.
  • 2006: Ein 18-jähriger ehemaliger Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten verletzt bei einem Amoklauf in seiner früheren Schule 37 Menschen. Anschließend tötet er sich selbst.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Adventsbus Rosenheim: Jetzt doch alle Stadtbusse wieder kostenlos

Adventsbus Rosenheim: Jetzt doch alle Stadtbusse wieder kostenlos

Rosenheim – Gute Nachrichten für alle, die in der Adventszeit in Rosenheim unterwegs sind: Oberbürgermeister Andreas März hat in der heutigen Stadtratssitzung bekanntgegeben, dass an den Adventssamstagen nun doch wieder alle Linien des Stadtverkehrs kostenlos genutzt werden können.

Mehr dazu gibt es morgen auf Innpuls.me
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Symbolfoto re)