Herbstferien und Saisonfinale im Freilichtmuseum Amerang

Herbstferien und Saisonfinale im Freilichtmuseum Amerang

Amerang /Landkreis Rosenheim – Mit einem vielfältigen Herbstferienprogramm neigt sich die Saison im Freilichtmuseum Amerang dem Ende zu. Besucher können historische Gebäude entdecken, an Workshops teilnehmen und erlebnisreiche Tage verbringen. Danach geht das Museum in die Winterpause – mit Ausnahme des Adventsmarktes am ersten Adventswochenende.

Noch bis Sonntag, 9. November, können Gäste des Freilichtmuseums Amerang (Landkreis Rosenheim) historische Gebäude besichtigen und an speziellen Veranstaltungen teilnehmen. Am Dienstag, 4. November, unterstützt Barbara Sailer von 10 bis 13 Uhr beim Entziffern alter Dokumente in Sütterlin-Schrift. Parallel ist von 11 bis 16 Uhr das Kinderpostamt geöffnet, in dem Kinder Briefe schreiben, gestalten und in den Museumspostkasten werfen können.

Am Mittwoch, 5. November, lädt ein Ferienprogramm Kinder zum Basteln von Stockfiguren aus Naturmaterialien ein. Zusätzlich können Besucher auf dem Holzherd eine Getreidesuppe zubereiten und das Feuer am Ofen erleben.

Am Samstag, 8. November, findet von 13.30 bis 16.30 Uhr ein Räucher-Workshop mit heimischen Wildpflanzen statt. Die Teilnehmer lernen, eigene Räuchermischungen herzustellen und erfahren Wissenswertes über die Tradition des Räucherns. Am Sonntag, 9. November, zeigt das Familienkino ab 14.30 Uhr den Filmklassiker „Hurra, hurra, der Pumuckl ist da!“.

Sonderausstellung zum Saisonende

Bis zum Saisonende ist außerdem die Sonderausstellung „Zeitlang – Entdeckungen im unbekannten Bayern“ zu sehen. Die beiden SZ-Journalisten Sebastian Beck und Hans Kratzer präsentieren dabei Bilder und Texte, die stille Seiten Bayerns abseits bekannter Touristenorte zeigen.
Der Adventsmarkt am 29. und 30. November bildet den Höhepunkt der Winterzeit. Besucher erwarten regionale Produkte, handgefertigte Dekorationen, festliche Musik, frisch gebackene Plätzchen und Glühwein. Kinder können die Weihnachtswerkstatt besuchen. Ein besonderes Programmhighlight ist die Lesung der „Heiligen Nacht“ am Samstag, 29. November, mit der Schauspielerin Bettina Mittendorfer und Harfenbegleitung durch Gertrud Sterling.

Weitere Informationen, Anmeldungen und Tickets sind unter www.flm-amerang.de oder telefonisch unter 08075/915090. erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Bauernhausmuseum Amerang / Beitragsbild: Copyright Bezirk Oberbayern, FLM Amerang, C. Heim)

Sepp Hofer als Landratskandidat der Freien Wähler gewählt

Sepp Hofer als Landratskandidat der Freien Wähler gewählt

Landkreis Rosenheim – Die Freien Wähler im Landkreis Rosenheim haben bei einer harmonischen Aufstellungsversammlung Sepp Hofer aus Halfing einstimmig zu ihrem Landratskandidaten für die Kommunalwahl am 8. März 2026 gewählt. Hofer stellte zentrale Punkte seines Wahlprogramms vor.

Bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wähler konnten zahlreiche Gemeinderäte, Bürgermeister, Kreisräte, zwei Bezirksräte und ein Landtagsabgeordneter begrüßt werden. Vorgeschlagen wurde Sepp Hofer von Landtagsabgeordnetem Josef Lausch. Lausch hob dabei Hofers Erfahrung hervor: „Langjähriger Gemeinderat, seit 2008 Kreisrat, seit 2014 Bezirksrat und seit einigen Jahren Fraktionssprecher der großen FW-Fraktion im Oberbayerischen Bezirkstag und seit 2020 stellvertretender Landrat. Wenn der Sepp nicht Kommunalpolitik und Landrat kann, wer denn dann?“

Sepp Hofer erläuterte in seiner Vorstellung die Schwerpunkte seines Wahlprogramms. Er betonte den Erhalt der kommunalen Krankenhäuser im Landkreis Rosenheim und kritisierte die Vorgänge um ein privates Krankenhaus in Vogtareuth: „Hier geht Kommerz vor Menschlichkeit.“ Zur Flüchtlingspolitik erklärte Hofer, dass er auf eine enge Kommunikation mit den betroffenen Kommunen und Bürgern setzen wolle, um unglückliche Entwicklungen wie bei der Anmietung von Immobilien in Rott und Stephanskirchen künftig zu vermeiden. Weitere Themen seines Programms seien erneuerbare Energien, die Biberproblematik, die Haushaltslage des Landkreises sowie Bürgerfreundlichkeit und Servicequalität der Landkreisbehörden.

Die Wahlleitung übernahm Bezirks- und Kreisrätin Barbara Stein; die Wahl verlief reibungslos.

„Wollen zweitstärkste politische Kraft im Landkreis werden“

Nach seiner Wahl wies Hofer auf die starke Kreistagsliste der Freien Wähler hin, die in Kürze nominiert wird. Kreisvorsitzender Hofer zeigte sich zuversichtlich: „Aktuell haben wir acht Sitze im Kreistag. Wir haben so viel Zulauf, dass wir unsere zahlreichen Kandidatinnen und Kandidaten, allesamt engagierte Persönlichkeiten, gerecht auf der Liste unterbringen müssen. Wir möchten im Landkreis ebenso wie auf Landesebene die zweitstärkste politische Kraft werden.“
(Quelle: Pressemitteilung Freie Wähler Landkreis Rosenheim / Beitragsbild: Freie Wähler Landkreis Rosenheim)

Rosenheimer Grüne fordern Aktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention

Rosenheimer Grüne fordern Aktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention

Rosenheim – Die Rosenheimer Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat einen Antrag gestellt, damit Rosenheim einen kommunalen Aktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention entwickelt. Ziel ist es, Gewalt gegen Frauen und Kinder zu verhindern und Betroffene gezielt zu schützen.

Die Istanbul-Konvention ist ein völkerrechtlicher Vertrag des Europarats, der 2011 beschlossen wurde und seit 2018 in Deutschland gilt. Sie verpflichtet Staaten, Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhindern, Opfer zu schützen und Täter strafrechtlich zu verfolgen. Kommunen spielen dabei eine zentrale Rolle, weil viele Maßnahmen direkt vor Ort umgesetzt werden – etwa Gefährdungsanalysen, Beratungsangebote und Schutzmaßnahmen.

Die Grünen-Fraktion im Rosenheimer Stadtrat beantragt nun, dass die Stadtverwaltung einen Aktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention erstellt. Nach Angaben der Fraktion soll damit Gewalt gegen Frauen und Kinder vor Ort besser verhindert und Betroffene gezielter unterstützt werden.

Ein Kernpunkt des Antrags ist die Einrichtung einer halben Stelle bei der Gleichstellungsstelle, die die Maßnahmen koordinieren soll. Die Stelle soll den Austausch zwischen Polizei, Jugendamt, Beratungsstellen und Gerichten stärken sowie Fördermöglichkeiten nutzen. Laut Antrag können die Kosten über bestehende Bundesprogramme gedeckt werden.
Grünen-Stadträtin Anna Rutz erläutert: „Gewalt gegen Frauen und Kinder darf in unserer Stadt keinen Platz haben. Mit einer festen Ansprechperson schaffen wir Struktur, Übersicht und echte Unterstützung – für Betroffene und für alle, die helfen wollen.“
Stadtratskollege Karl-Heinz Brauner ergänzt: „In Rosenheim arbeitet der Runde Tisch Häusliche Gewalt bereits an der Umsetzung. Eine hauptamtliche Koordination würde diese Arbeit noch wirkungsvoller machen und die Vernetzung zwischen Behörden und Beratungsstellen stärken.“
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Pressemitteilung Rosenheimer Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Grüne / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neue Räume der Tafel Kolbermoor sind offiziell eröffnet

Neue Räume der Tafel Kolbermoor sind offiziell eröffnet

Kolbermoor / Landkreis Rosenheim – Seit über 20 Jahren versorgt die Tafel Kolbermoor der Diakonie Rosenheim Menschen in Not mit Lebensmitteln. Nach einem vorübergehenden Aufnahmestopp aufgrund zu kleiner Räumlichkeiten können nun wieder alle Bedürftigen aufgenommen werden. Möglich wird dies durch neue Räume in der Pauline-Thoma-Schule, die seit rund einem Monat genutzt werden. Jüngst fand die offizielle Einweihung statt.

Die Stadt Kolbermoor stellt der Tafel seit ihrer Gründung im Jahr 2004 städtische Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung und finanzierte auch den Umbau der neuen Räume. Tafelleiter Andreas Bobbert bezeichnete dies als „bemerkenswert großzügige und wertschätzende Unterstützung der Tafeltätigkeit“. Rund 60 geladene Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft nahmen an der Einweihung Ende Oktober teil.

Aufnahme neuer Tafelkunden wieder möglich

Bobbert erklärte bei der Einweihung: „Das Tafelteam freut sich sehr, dass im September planmäßig der ersehnte Umzug in moderne, deutlich größere und vor allem tafelgerechte Räumlichkeiten erfolgt ist.“ Durch die verbesserten Abläufe konnte der seit zwei Jahren bestehende Aufnahmestopp aufgehoben werden, und neue Kundinnen und Kunden werden wieder aufgenommen.
Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: Spendenannahme mittwochs von 9:00 bis 14:00 Uhr, Lebensmittelausgabe von 14:30 bis 17:30 Uhr.

Mehr Platz für Lagerung und Begegnung

Sebastian Kurz, Geschäftsbereichsleiter der Diakonie Rosenheim, betont: „Die Tafel ist enorm wichtig für das Gemeinwesen.“ Rund 220 Kundinnen und Kunden nutzen die Tafel regelmäßig. In den neuen Räumen auf rund 160 Quadratmetern können Lagerung, Kühlung und Ausgabe nun effizienter gestaltet werden. Die Tafel ist künftig in der Dr.-Max-Hofmann-Straße 7 im Erdgeschoss des südwestlichen Gebäudeteils der Pauline-Thoma-Schule untergebracht.

Unterstützung durch Ehrenamtliche und Förderer

Bobbert und Kurz hoben die Rolle der Ehrenamtlichen hervor, die den laufenden Betrieb sowie den Umzug unterstützt haben. Die Ausstattung der neuen Räume – Lagervorrichtungen, Kühlgeräte und Möbel – wurde durch eine Förderung der Bayern-evangelisch-Stiftung ermöglicht, die kirchliche und diakonische Zwecke unterstützt.
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Salingarten, Rosenheim, ca. 1905

Salingarten, Rosenheim, ca. 1905

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um ca. 1905. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Salingarten in Rosenheim. 

Aktuell ist die Verschönerung des Rosenheimer Salingartens in Planung. Unser heutiger Fotooldie zeigt, wie es dort in der Zeit um ca. 1905 ausgesehen hat: dichter Baumbestand, ein Kiosk und ein einige Sitzgelegenheiten.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam) 

Unfall auf Staatsstraße 2092: Milchlaster touchiert, Fahrer flüchtet

Unfall auf Staatsstraße 2092: Milchlaster touchiert, Fahrer flüchtet

Eiselfing / Landkreis Rosenheim – Am Freitagnachmittag (31.10.2025) gegen 15:38 Uhr kam es auf der Staatsstraße 2092 im Bereich Eiselfing (Landkreis Rosenheim) zu einem Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen: 

Ein 47-jähriger Milchlasterfahrer aus dem Altlandkreis war, nach den Angaben der Polizei, in Richtung Norden unterwegs. Hinter ihm fuhren ein bislang unbekannter Pkw-Fahrer in einem hellen, möglicherweise beigen Fahrzeug und eine 63-jährige Frau, ebenfalls aus dem Altlandkreis. Kurz vor der Ortschaft Aham setzten die beiden Pkw zum Überholen an. Nach bisherigem Ermittlungsstand bremste der unbekannte Pkw aus bislang unklaren Gründen ab, woraufhin die 63-Jährige ebenfalls abbremsen musste. Dabei touchierte sie den rechts fahrenden Milchlaster und kam nach einer Drehung in den Straßengraben.

Alle Beteiligten blieben unverletzt. Der Sachschaden wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Der Fahrer oder die Fahrerin des hellen Pkw setzte die Fahrt in Richtung Alteiselfing fort.
Die Polizei Wasserburg ermittelt wegen Unfallflucht und bittet um Hinweise unter Telefon 08071/9177-0.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zukunft der Versorgung an der Schön Klinik Vogtareuth: Runder Tisch in Rosenheim

Zukunft der Versorgung an der Schön Klinik Vogtareuth: Runder Tisch in Rosenheim

Rosenheim / Vogtareuth – Die angekündigte Schließung mehrerer Fachzentren der Schön Klinik Vogtareuth hat in Stadt und Landkreis Rosenheim für Besorgnis gesorgt. Beim Runden Tisch am gestrigen Freitag (31.10.2025)  trafen sich Vertreter der Klinik, der RoMed Kliniken sowie politische Entscheidungsträger, um mögliche Folgen für die Patientenversorgung und die Arbeitsplatzperspektiven zu diskutieren. Die Beteiligten erklärten, dass Ziel der Gespräche sei, Wege zu finden, wie die medizinische Versorgung in der Region auch während der Umstrukturierung auf einem hohen Niveau erhalten bleiben kann.

Hintergrund des Treffens ist die geplante Neuausrichtung der Schön Klinik Vogtareuth, die bereits in offiziellen Pressemitteilungen angekündigt wurde. Demnach sollen bis Ende 2025 Fachbereiche, die nicht mehr zum Kernprofil gehören, geschlossen werden, darunter die Neurochirurgie für Erwachsene, die Neurologie inklusive multimodaler Schmerztherapie, Herz- und Gefäßchirurgie sowie die Bereiche Hand‑, plastische und Brustchirurgie. Die Klinik begründete die Maßnahme mit dem Ziel, sich künftig stärker auf ihre Exzellenzbereiche, insbesondere Kinderheilkunde und Orthopädie, zu konzentrieren. Vor diesem Hintergrund wurden beim Runden Tisch Übergangsphasen, mögliche Verlagerungen und Kooperationen mit anderen Kliniken besprochen, um die medizinische Versorgung in Rosenheim und Umgebung abzusichern.

An dem Austausch nahmen unter anderem die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, Landrat Otto Lederer, Oberbürgermeister Andreas März, der Landtagsabgeordnete Daniel Artmann und Dr. Ulrich Schulze, Geschäftsführer der RoMed Kliniken, teil. Sie berichteten, dass bei den Beratungen insbesondere die Organisation individueller Anschlusslösungen für Patienten im Fokus stand. Nach Angaben der Klinik sind nur rund zehn Prozent der Betroffenen in Stadt und Landkreis Rosenheim ansässig. Für neurochirurgische Behandlungsfälle im Erwachsenenbereich sei eine Übergangsphase vorgesehen, da die OP-Kapazitäten durch die neurochirurgische Versorgung von Kindern am Standort erhalten bleiben sollen. Gleichzeitig sollen die OP-Kapazitäten in Vogtareuth aufgrund steigender Patientenzahlen in anderen Fachbereichen weiterhin genutzt werden, während die herzchirurgische Versorgung wie bisher über das Deutsche Herzzentrum München erfolgt.

RoMed Kliniken wollen Versorgung übernehmen

Die RoMed Kliniken erklärten, dass sie die Versorgung in den Bereichen Neurologie, Schmerztherapie, Gefäßchirurgie sowie Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie übernehmen können. Kurzfristig sollen an den Standorten Rosenheim und Prien zusätzliche OP- und Behandlungskapazitäten aufgebaut werden, und ein regelmäßiger Austausch zwischen Schön Klinik und RoMed Kliniken sei geplant, um die Wohnortnähe der Versorgung langfristig zu gewährleisten. Die politischen Vertreter wiesen darauf hin, dass die Umstrukturierung ein schmerzlicher Einschnitt für die Region sei, dass die Versorgungssicherheit jedoch oberste Priorität habe und niemand im Notfall allein gelassen werde.
Auch für die betroffenen Mitarbeitenden sollen nach Angaben der Kliniken Perspektiven geschaffen werden. Sowohl bei der Schön Klinik als auch bei den RoMed Kliniken sollen Kapazitäten erweitert werden, um den weiterhin bestehenden Bedarf an medizinischem Personal in der Region zu decken. Nach ersten Berechnungen könnten rund 40 Beschäftigte aus den betroffenen Fachbereichen übernommen werden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Schön Kliniken / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bundespolizei fasst mehrere gesuchte Männer bei Grenzkontrolle an der A93

Bundespolizei fasst mehrere gesuchte Männer bei Grenzkontrolle an der A93

Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim – Bei Grenzkontrollen an der A93 nahe Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) hat die Bundespolizei am Donnerstag (30.10.2025) mehrere Männer gefasst, die von der Justiz gesucht wurden. Die Fälle reichen von Unterschlagung über Steuerhinterziehung bis hin zu dringendem Tatverdacht des Wohnungseinbruchs.

Bei der Kontrolle eines ungarischen Fahrzeugs stellten die Beamten fest, dass ein 27-jähriger Mann wegen Unterschlagung gesucht wurde. Das Amtsgericht Erding hatte 2023 eine Geldstrafe von 6.000 Euro verhängt. Da der Mann nicht über die Summe verfügte, hätte er 120 Tage ins Gefängnis gemusst. Ein „guter Freund“, der mit im Auto saß, erklärte sich bereit, die Summe zu zahlen. Danach konnten beide die Reise fortsetzen.

Haft wegen Verbreitung pornographischer Inhalte

Ein 49-jähriger italienischer Busreisender hatte einen Strafbefehl des Amtsgerichts Westerburg (2024) über 2.000 Euro wegen Verbreitung pornographischer Inhalte offen. Da er nicht zahlen konnte, musste er die Ersatzfreiheitsstrafe antreten und wurde für 25 Tage in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert.

Mutmaßlicher Einbrecher gefasst

Ein 24-jähriger albanischer Mann wurde wegen dringenden Tatverdachts und Fluchtgefahr in die Justizvollzugsanstalt Traunstein gebracht. Ihm wird vorgeworfen, im September 2024 in eine Wohnung eingebrochen und Bargeld entwendet zu haben. Bei der Grenzkontrolle konnte er festgesetzt werden.

Haftbefehl wegen Steuerhinterziehung

Bei der Überprüfung eines kroatischen Pkw-Beifahrers löste der Polizeicomputer den Haftbefehl wegen Steuerhinterziehung aus. Der 46-Jährige musste 1.600 Euro zahlen oder 20 Tage ins Gefängnis. Da er den Geldbetrag entrichten konnte, blieb ihm die Freiheitsstrafe erspart und er setzte seine Reise fort.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: Bundespolizei)

Dreiste Betrugsmasche: Falscher Spendensammler stiehlt Geld in Supermarkt in Miesbach

Dreiste Betrugsmasche: Falscher Spendensammler stiehlt Geld in Supermarkt in Miesbach

Miesbach – Eine Kundin in einem Supermarkt in Miesbach wurde am Donnerstag (30.10.2025) gegen 13 Uhr Opfer einer dreisten Betrugsmasche. Ein falscher Spendensammler sprach die Frau an und zeigte ihr eine fiktive Spendenliste, in die sie sich eintrug. Währenddessen lenkte der Täter die Kundin ab und entwendete einen 100-Euro-Schein aus ihrem Portemonnaie. Den Diebstahl bemerkte die Frau erst an der Kasse.

Der Täter war, nach den Angaben der Polizei, dunkel gekleidet und etwa 170–180 cm groß. Ähnliche Fälle wurden bereits in Holzkirchen gemeldet. Personen, die Hinweise zur Identität des Mannes geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Miesbach unter 08025/299-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls Rosenheim gewinnen 5:0 in Weiden: Halloween-Spiel gelingt souverän

Starbulls Rosenheim gewinnen 5:0 in Weiden: Halloween-Spiel gelingt souverän

Weiden / Rosenheim – Am gestrigen Abend, Halloween, sicherten sich die Starbulls Rosenheim einen klaren 5:0-Auswärtssieg bei den ersatzgeschwächten Blue Devils Weiden. Scott Feser, Luigi Calce, Dylan Plouffe, Joel Keussen und Ville Järveläinen trafen für die Grün-Weißen, die vor allem durch eine disziplinierte Defensive überzeugten.

Wie erwartet fehlten Rosenheim Teemu Pulkkinen und Förderlizenzspieler Sebastian Zwickl. Dominik Kolb konnte wegen der Spielerbeschränkung auf Ü24 nicht eingesetzt werden. Die vierte Sturmreihe bildeten die Youngster Michael Musin (18), Johannes Achatz (19) und Lars Bosecker (20). Oskar Autio hütete erneut das Tor, Christoph Kolarz saß als Backup auf der Bank.
Weidens Coach Sebastian Buchwieser musste auf sieben verletzte Akteure verzichten; auch Noel Samanski und Fabian Ribnitzky fielen aus. Christian Neuert feierte später sein Debüt für die Gastgeber – der ehemalige Starbulls-Spieler spielte zuletzt beim TEV Miesbach.

1:0 für Rosenheim am Ende des ersten Drittels

Das erste Drittel endete 1:0 für Rosenheim nach einem Tor von Scott Feser (8.). Die Starbulls überstanden Unterzahlphasen souverän, während Weidens Torwart Felix Noack mehrfach glänzen musste. Im zweiten Abschnitt erhöhten Luigi Calce (23.), Dylan Plouffe (34.) und Joel Keussen (39.) auf 4:0. Noack wurde nach Keussens Treffer durch Ersatztorhüter Simon Wolf ersetzt.

Im Schlussdrittel setzte Rosenheim den dominanten Auftritt fort: Ville Järveläinen erzielte beim letzten Powerplay das 5:0 (55.).

Nach 13 Partien stehen die Starbulls nun bei 23 Punkten (Punkteschnitt 1,77). Die Mannschaft reist direkt nach Düsseldorf, wo am Samstag ein weiteres Auswärtsspiel ansteht. Am Sonntag trifft Rosenheim um 17 Uhr im PSD Bank Dome erneut auf die Düsseldorfer EG, die am Freitag gegen die Lausitzer Füchse nach Penaltyschießen gewann.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Workshop „Konstruktiv streiten“: Ehrenamtliche lernen den Umgang mit Konflikten

Workshop „Konstruktiv streiten“: Ehrenamtliche lernen den Umgang mit Konflikten

Rosenheim / Landkreis – Wie kann man im Ehrenamt auch bei schwierigen Themen respektvoll im Gespräch bleiben? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Workshops „Konstruktiv streiten – Konflikte im Ehrenamt souverän meistern“, der am 29. Oktober im Rahmen des Modellprojekts „Streitförderer“ stattfand. Organisiert wurde die ausgebuchte Veranstaltung von der Bildungsregion Rosenheim in Zusammenarbeit mit dem Wertebündnis Bayern. Rund 30 Teilnehmer diskutierten, wie Konflikte im Ehrenamt konstruktiv ausgetragen werden können.

Unter der Leitung von Dr. Christian Boeser und Florian Wenzel vom Wertebündnis übten die Teilnehmenden praktische Methoden, reflektierten ihre eigene Haltung im Streit und erarbeiteten Wege, auch bei emotionalen Themen im Dialog zu bleiben. Dabei ging es nicht um Harmoniesucht, sondern um den Mut zur offenen Auseinandersetzung – immer mit Blick auf gemeinsame Ziele und ein respektvolles Miteinander. Besonders im Fokus standen Strategien, Haltung zu zeigen und gleichzeitig Brücken zu bauen, etwa wenn populistische Parolen oder abwertende Äußerungen auftreten.
Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. Der Workshop soll Ehrenamtlichen Werkzeuge an die Hand geben, um in der täglichen Vereinsarbeit konstruktiv miteinander umzugehen. Dr. Boeser erklärte: „Streitvermeidung ist ebenso ein Fehler wie feindseliger Streit.“ Florian Wenzel ergänzte: „Wenn wir es schaffen, herauszufinden, welche positiven Werte wir im Streit verteidigen, ist schon ein erster großer Schritt gemacht.“

Kooperationspartner des Projekts sind zudem die Soziale Stadt Rosenheim und die Ehrenamtskoordination des Landkreises. Katrin Röber, Bildungskoordinatorin des Landkreises Rosenheim, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz: „Der Workshop hat gezeigt, wie wichtig es ist, Räume für offene Diskussionen zu schaffen. Gerade im Ehrenamt ist eine konstruktive Streitkultur wichtig – sie schützt vor Spaltung und stärkt das Vertrauen in gemeinschaftliches Handeln.“

Aufgrund der hohen Nachfrage ist für Februar 2026 ein weiterer Workshop geplant. Interessenten, die beim aktuellen Termin keinen Platz erhalten konnten, werden bei der Anmeldung bevorzugt behandelt. Weitere Informationen und Anmeldung über die Warteliste unter www.bildungsregion-rosenheim.de
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Foto: Copyright Landratsamt Rosenheim)

Hagelabwehr über Landkreisgrenzen hinweg: 25 Jahre Einsatz und Forschung

Hagelabwehr über Landkreisgrenzen hinweg: 25 Jahre Einsatz und Forschung

Rosenheim / Tirol – Seit 25 Jahren arbeiten der Rosenheimer Hagelforschungsverein und der Hagelabwehr- und Forschungsverein Tirol grenzüberschreitend zusammen. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Tiroler Vereins dankte Obmann Prof. Walter J. Mayr für die langjährige Kooperation: „25 Jahre Unterstützung und Zusammenarbeit – dafür danken wir dem Rosenheimer Hagelforschungsverein.“

Die Dimension der Hagelgefahr wurde den Tirolern im Juni 2024 deutlich, als ein schwerer Hagelsturm mit hohen Windgeschwindigkeiten im Bezirk Kufstein massive Schäden verursachte. Damals konnte der Start der Rosenheimer Hagelflieger unter anderem wegen einsetzender Dämmerung nicht erfolgen.
Das Einsatzgebiet der Hagelflieger erstreckt sich über rund 4.800 Quadratkilometer – die Stadt und den Landkreis Rosenheim, die Landkreise Miesbach und Traunstein sowie seit 2000 auch 18 Gemeinden in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel in Österreich. Schnell ziehende Gewitterzellen werden teilweise bereits vor Erreichen des eigentlichen Einsatzgebiets behandelt.

„Jeder verhinderte Hagelschlag ist ein Erfolg“

Rosenheims Landrat Otto Lederer würdigte die ehrenamtliche Arbeit des Vereins und die Unterstützung durch die Mitglieder: „Ohne euch würde es den Verein nicht geben und ohne diesen würde es keine Hagelabwehr geben.“ Auch Franz Demmelmeier, 2. Bürgermeister von Weyarn, dankte den Pilotinnen und Piloten für ihren Einsatz: „Es ist gut, dass es euch gibt. Denn jeder verhinderte Hagelschlag ist ein Erfolg.“
Einblicke in aktuelle Forschung erhielten die Mitglieder durch Professor Peter Zentgraf von der Technischen Hochschule Rosenheim, der das Projekt „RO-BERTA“ vorstellt. Außerdem berichtete Professor Mario Döller von der Fachhochschule Kufstein über Einsatzmöglichkeiten von Drohnen im Katastrophenschutz. Die FH Kufstein bietet seit September Österreichs erstes Drohnenstudium „Drone Engineering“ an.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)