„Gefährdete Arten im Fadenkreuz“: LBV kritisiert geplante Neuregelungen im bayerischen Jagdgesetz

„Gefährdete Arten im Fadenkreuz“: LBV kritisiert geplante Neuregelungen im bayerischen Jagdgesetz

Hilpoltstein / Bayern – Bis zum 7. Januar 2026 lief das Anhörungsverfahren zur geplanten Novelle des Bayerischen Jagdgesetzes. Der Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) reichte hierzu seine Stellungnahme beim Bayerischen Wirtschaftsministerium ein.

Der Verband betonte, dass die ursprünglich geplanten weitreichenden Gesetzesänderungen zulasten des Artenschutzes durch das Engagement des LBV abgewendet werden konnten. Dennoch sah der LBV im aktuellen Gesetzentwurf weiterhin kritische Punkte.

So lehnte der Verband die geplante Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht ab. „Der Schlüssel zur Reduzierung von Nutztierrissen liegt nicht in der Jagd, sondern im konsequenten und wirksamen Herdenschutz“, sagte Dr. Andreas von Lindeiner, LBV-Landesfachbeauftragter für Naturschutz. Der LBV forderte, Jagdrecht und Jagdzeiten konsequent an wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem tatsächlichen Erhaltungszustand der Arten auszurichten. „Naturschutz und Jagd müssen sich an klaren fachlichen Kriterien orientieren – nicht an politischen Symboldebatten“, so von Lindeiner.

Laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) sei eine Regulierung des Wolfsbestands durch Jagd nicht erforderlich. Von Lindeiner erklärte: „Bereits heute sind Entnahmen einzelner auffälliger Wölfe über Ausnahmeregelungen des Bundesnaturschutzgesetzes rechtssicher möglich. Dies respektiert selbstverständlich auch der LBV. Die fachlichen Grundlagen für die Entnahme einzelner Wölfe bietet der bayerische Aktionsplan Wolf.“ Entscheidend sei, dass Tierhalterinnen und Tierhalter vor Ort besser beraten und beim standortangepassten Herdenschutz unterstützt würden. Öffentliche politische Aussagen, die eine vereinfachte Bejagung des Wolfs suggerierten, hielt der LBV für irreführend.

Jagd auf gefährdete Vogelarten

Kritisch bewertete der LBV auch geplante Regelungen zur Jagd auf zahlreiche Vogelarten, die sich in einem ungünstigen Erhaltungszustand befanden oder negative Bestandsentwicklungen zeigten. Besonders betroffen sei das Rebhuhn, Vogel des Jahres 2026 und eine der am stärksten rückläufigen Vogelarten in Deutschland und Europa. „Wir erheben nicht die Forderung, das Rebhuhn aus dem Jagdrecht zu nehmen. Wegen der starken Gefährdung dieser Art sollte die Jagd aber so lange ausgesetzt werden, bis Schutzmaßnahmen greifen und sich die Bestände nachweislich erholen“, sagte von Lindeiner.

Für Entenvögel wie Pfeif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Tafel- und Samtente sowie die Wald-Saatgans sprach sich der LBV für eine ganzjährige Schonzeit in Bayern aus. Gleiches galt für die Waldschnepfe, deren Bejagung aus Sicht des Verbands nicht sachlich begründet sei. Auch die Jagd auf Großmöwen, etwa die Silbermöwe, hielt der LBV für fachlich nicht gerechtfertigt. Von Lindeiner ergänzte: „Wir gehen allerdings davon aus, dass die nahen Verwandten Steppen- und Mittelmeermöwen, die nicht jagdbar sind, auch schon mal ins Visier geraten.“ Die Bejagung sei weder notwendig noch ökologisch sinnvoll, und die Tiere könnten nicht verwertet werden.

Transparenz bei Abschusszahlen gefordert

Darüber hinaus kritisierte der LBV, dass der Zugang zu Informationen über jagdliche Entnahmen eingeschränkt werden solle. „Transparente Daten über Abschüsse – insbesondere bei Arten mit Managementbedarf wie Wolf oder Graureiher – sind unverzichtbar, um den Erhaltungszustand bewerten und gegebenenfalls Management- und Schutzmaßnahmen anpassen zu können. Die Öffentlichkeit hat ein berechtigtes Interesse an diesen Informationen“, so von Lindeiner.
(Quelle: Pressemitteilung / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls Rosenheim: Heimspiel gegen Kaufbeuren und Auswärtsfahrt nach Weißwasser

Starbulls Rosenheim: Heimspiel gegen Kaufbeuren und Auswärtsfahrt nach Weißwasser

Rosenheim – Am Freitag (9. Januar 2026) empfangen die Starbulls Rosenheim um 19:30 Uhr im heimischen ROFA-Stadion den ESV Kaufbeuren. Es ist das dritte bayerische Duell in Folge. Auf dem Papier sind die Grün-Weißen als Tabellendritter gegen das Liga-Schlusslicht favorisiert. Dennoch warnt Headcoach Jari Pasanen davor, das Spiel zu unterschätzen: Auf Kaufbeurens Seite könnten mit D`Artagnan Joly und Bernhard Ebner zwei wichtige Spieler zurückkehren.

Rosenheim startet die Partie mit einem ausgedünnten Kader: Förderlizenzspieler Leon an der Linde und Sebastian Zwickl, zuletzt für die Augsburger Panther im Einsatz, stehen wohl nicht zur Verfügung. Außerdem fallen Lukas Laub und Lewis Zerter-Gossage verletzungsbedingt aus, Verteidiger Joel Keussen ist angeschlagen. Pasanen fordert von seinem Team eine defensiv sichere und konzentrierte Leistung und betont, dass auch gegen ein punktarmes Team volle Konzentration nötig ist.

Der ESV Kaufbeuren hatte in dieser Saison mit zahlreichen personellen Ausfällen zu kämpfen, darunter Topscorer Henri Kanninen und Jonny Tychonick, die langfristig ausfielen. Trotz Nachverpflichtungen konnte die sportliche Wende bisher nicht erreicht werden. Derzeit liegt Kaufbeuren mit 25 Punkten und einem Torverhältnis von 77:127 auf dem letzten Tabellenplatz, weit hinter der Pre-Playoff-Zone.

Am Sonntag geht es zu den Lausitzer Füchsen

Nach dem Heimspiel geht es für die Starbulls am Sonntag (11. Januar 2026) zu den Lausitzer Füchsen nach Weißwasser. Das Team erwartet eine lange Auswärtsfahrt von rund 650 Kilometern. Die Füchse sind auf eigenem Eis stark, sammelten bisher 32 Punkte und stehen nur zwei Zähler vor der Playdown-Zone. In den bisherigen Auswärtsspielen in der Eisarena Weißwasser blieben Topteams wie Kassel (2:5) und Landshut (1:3) ohne Punkte. Die Starbulls trafen Mitte Oktober in Weißwasser auf die Lausitzer Füchse und gewannen mit 4:2; auch das Heimspiel im ersten Advent endete 4:2 für Rosenheim.
Die Grün-Weißen konnten bereits in den Gastspielen „zwischen den Jahren“ in Krefeld (4:3 n.V.) und Düsseldorf (2:1) die langen Busfahrten von über 700 Kilometern erfolgreich bewältigen. Nun steht mit der Fahrt nach Weißwasser die drittweiteste Auswärtsfahrt der Saison an, zeitlich und körperlich aber nicht weniger anspruchsvoll.

Liveübertragungen der Spiele: Freitag, 9. Januar, 19:30 Uhr gegen Kaufbeuren und Sonntag, 11. Januar, 17 Uhr in Weißwasser gegen die Lausitzer Füchse auf www.sporteurope.tv
Tickets für das Heimspiel sind auf www.starbulls.de/tickets
erhältlich. Die Tageskasse öffnet am Freitag um 17:30 Uhr, Einlass ins Stadion um 18 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim  / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Automatenaufbruch in Wasserburg am Inn

Automatenaufbruch in Wasserburg am Inn

Wasserburg am Inn – In den frühen Morgenstunden des 6. Januar 2026 wurde in der Postgasse 3 in Wasserburg am Inn ein Tabakautomat aufgebrochen. Der Verkaufsraum beherbergt insgesamt vier Automaten mit Lebensmitteln und Tabakwaren. Auffällig ist, dass sich bereits kurz vor der Tat mehrere Personen im Raum aufhielten, darunter auch einer der späteren Täter, der den Raum kurz betrat, sich umschaute und wieder verließ.

Gegen 03:28 Uhr betraten zwei bislang unbekannte männliche Täter, nach den Angaben der Polizei, den Verkaufsraum. Mit einem handelsüblichen Hammer drehten sie zunächst die Videokamera hinter der Eingangstür weg. Anschließend zerstörten sie die Sicherheitsglasscheibe des Tabakautomaten und entnahmen die Tabakwaren.

Täterbeschreibung:
  • Täter 1: schwarze Jacke mit Kapuze, schwarzes Basecap, Schal, helle Cargohose mit seitlichen Taschen, dunkle Turnschuhe
  • Täter 2: schwarze Jacke mit Kapuze, Jeans, dunkle Turnschuhe, auffallend lockiges Haar
  • Beide Täter werden als jugendlich bis heranwachsend eingeschätzt

Zeugen, die die Täter vor oder nach der Tat beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Wasserburg a. Inn unter 08071/91770 zu melden.
(Quelle: Polizeiinspektion Wasserburg am Inn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ausstellung „Künstlerlandschaft Chiemsee `25“ endet bald

Ausstellung „Künstlerlandschaft Chiemsee `25“ endet bald

Prien / Landkreis Rosenheim – Noch bis Sonntag, 25. Januar 2026 ist in der Galerie im Alten Rathaus in Prien am Chiemsee die Ausstellung „Künstlerlandschaft Chiemsee ´25“ zu sehen. Über 60 Künstler präsentieren unter dem Motto „Kontinuität und die Vielfalt der Gegenwart“ Malerei, Druckgrafik, Fotografie und Skulpturen aus der regionalen Kunstszene.

Die Studioausstellung ist in diesem Jahr der Gruppe „Pinkparadise“ gewidmet. Die 2020 gegründete Künstlergruppe mit den Bildhauern Hannes Stellner, Peter Pohl, Christian Hess, Rudi Finsterwalder und Martl Fritzsche zeigt Werke, die Realität humorvoll hinterfragen, neue Perspektiven eröffnen und von menschlichen Formen, Naturstrukturen bis zu raumbezogenen Installationen reichen.

Workshop für Erwachsene am 20. Januar 2026

Am Montag, 20. Januar 2026, 14.30 Uhr, findet der Workshop „Zeichnen mit allen Sinnen“ statt. Unter Anleitung der Künstlerin Siglinde Berndt und der Kuratorin Ingrid Fricke lernen die Teilnehmenden, intuitiv zu zeichnen und dabei alle Sinne einzubeziehen.

  • Teilnahmegebühr: 20 Euro (Material inklusive)
  • Teilnehmerzahl: max. 10 Personen
  • Anmeldung: Martina Lehmann, mlehmann@tourismus.prien.de, Telefon +49 8051 690517
  • Hinweis: Bequeme Kleidung empfohlen, keine Vorkenntnisse erforderlich
Öffnungszeiten und Eintritt

Die Galerie im Alten Rathaus ist mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Flyer zur Ausstellung ist im Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, sowie online erhältlich.
(Quelle: Markt Prien a. Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Siglinde Berndt)

Prien on Ice: Eislauspaß und Eisstockturnier im Januar 2026

Prien on Ice: Eislauspaß und Eisstockturnier im Januar 2026

Prien / Landkreis Rosenheim – Noch bis Sonntag, 18. Januar 2026 lädt der öffentliche Eislauf am Wendelsteinpark in Prien (Landkreis Rosenheim) Besucher zum Schlittschuhlaufen ein. Den Abschluss der Eislaufevents bildet am Freitag, 16. Januar, eine Faschingsparty für Kinder. Von 15 bis 18 Uhr erwartet die jüngsten Läuferinnen und Läufer gemeinsam mit der ADTV Tanzschule Wangler ein Eisdisco-Erlebnis auf der Kunsteisfläche. Der Eintritt ist frei.

Regionale Snacks, warme Getränke und kalte Drinks bieten die neuen Gastrohütten an der Steganlage. Schlittschuhe können vor Ort beim Verleih von Sport Kaiser gegen Gebühr geliehen werden; ein Schleifservice wird ebenfalls angeboten.

Die Eisbahn kann fast täglich kostenlos genutzt werden. Gastronomie und Schlittschuhverleih haben geöffnet:

  • Donnerstags: 15–18 Uhr
  • Samstags: 14–19 Uhr
  • Sonntags: 13–16 Uhr
Eisstock-Gaudi: Dorfturnier auf der Kunsteisbahn

Am Montag, 19. Januar 2026, wird die Eisfläche zur Eisstockbahn umgebaut. Von Dienstag, 20. Januar bis Sonntag, 8. Februar, steht sie für Trainings- und Spielzwecke zur Verfügung.

Mannschaften aus fünf Personen (Freunde, Familien, Kollegen oder Vereine) können sich online anmelden. Maximal 18 Teams pro Spieltag treten gegeneinander an, alle mit lustigem Namen und optionaler Kostümierung. Die Startgebühr beträgt 10 Euro pro Team und wird einem gemeinnützigen Zweck zugeführt.

Spieltermine Dorfturnier:

  • Runde 1: Samstag, 24. Januar, 9–16 Uhr (Ausweichtermin: 31. Januar)
  • Runde 2: Sonntag, 25. Januar, 9–16 Uhr (Ausweichtermin: 1. Februar)
  • Finalrunde: Sonntag, 8. Februar, 9–16 Uhr

Die besten neun Teams aus den Vorrunden treten in der Finalrunde gegeneinander an. Anschließend wird bei Musik von DJ Lumpi noch einmal auf der Eisfläche gefeiert.

Weitere Infos:
Der Flyer „Prien on Ice“ ist im Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, Telefon +49 8051 6905-0 oder info@tourismus.prien.de
erhältlich. Details auch online: tourismus.prien.de/prien-on-ice
(Quelle: Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Markt Prien am Chiemsee)

Hundesteuer in Rosenheim wird am 15. Januar fällig

Hundesteuer in Rosenheim wird am 15. Januar fällig

Rosenheim – Am 15. Januar 2026 ist in Rosenheim die Hundesteuer für das laufende Jahr zu zahlen. Sie beträgt 60 Euro pro Hund und 400 Euro für Kampfhunde.

Wer einen Hund über vier Monate im Stadtgebiet hält, muss diesen unverzüglich anmelden. Die Pflicht gilt auch für im Tierheim gekaufte, neugeborene, zugelaufene oder in Pflege gehaltene Hunde. Nach der Anmeldung erhalten die Hunde eine Hundemarke.

Formulare zur Anmeldung oder Abmeldung stehen online bereit:

Die An- oder Abmeldung kann schriftlich, per Fax (365-2008), per Mail (steuern@rosenheim.de) oder persönlich nach Terminvereinbarung im Rathaus, Zimmer 007, erfolgen. Telefonische Auskünfte gibt es während der Sprechzeiten: Montag, Dienstag, Freitag 08:00–12:00 Uhr, Donnerstag 14:00–17:00 Uhr, unter 365-1245.
Derzeit sind rund 2.000 Hunde in Rosenheim gemeldet.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bauarbeiten führen zu Fahrplanabweichungen im Netz Chiemgau-Inntal

Bauarbeiten führen zu Fahrplanabweichungen im Netz Chiemgau-Inntal

Holzkirchen / Rosenheim – Bauarbeiten der DB InfraGO AG sorgen von 12. bis 22. Januar 2026 für Einschränkungen im Bahnverkehr auf der Strecke München – Rosenheim – Kufstein. Betroffen sind auch Zugverbindungen der Bayerischen Regiobahn (BRB).

Die Bauarbeiten finden überwiegend in den Abend- und Nachtstunden statt. In diesem Zeitraum kommt es zu Fahrplanabweichungen, Teilausfällen sowie zu Schienenersatzverkehr mit Bussen. Dieser wird zwischen Kufstein und Brannenburg sowie zwischen Brannenburg und Rosenheim eingerichtet. Züge und Busse verkehren teilweise zu anderen Zeiten als im regulären Fahrplan.

Sonderfahrpläne und Informationen

Für die betroffenen Tage stehen Sonderfahrpläne zur Verfügung. Zugverbindungen, die darin nicht aufgeführt sind, verkehren ohne Änderungen nach dem Regelfahrplan. Zusätzlich sind Informationen zu Ersatzhaltestellen und aktuellen Fahrplanabweichungen abrufbar.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Regiobahn (BRB) / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Inflation in Bayern: Verbraucherpreise im Dezember 2025 bei 1,7 Prozent

Inflation in Bayern: Verbraucherpreise im Dezember 2025 bei 1,7 Prozent

Fürth / Bayern – Die Inflationsrate in Bayern hat im Dezember 2025 bei 1,7 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat November blieben die Verbraucherpreise insgesamt unverändert. Während Lebensmittel im Jahresvergleich leicht teurer wurden, gingen die Energiepreise erneut zurück.

Gegenüber dem November 2025 verharrte der Verbraucherpreisindex im Dezember auf dem gleichen Niveau. Nahrungsmittel verbilligten sich leicht um 0,2 Prozent. Deutlich günstiger wurden Heizöl (-7,7 Prozent) und Kraftstoffe (-2,1 Prozent). Auch Strom war geringfügig preiswerter (-0,2 Prozent).

Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 1,7 Prozent. Die sogenannte Kerninflation – ohne Nahrungsmittel und Energie – lag bei 2,2 Prozent und damit weiterhin über der Gesamtinflation. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich die Kerninflation um 0,2 Prozent.

Nahrungsmittel: Fleisch teurer, Butter und Öl deutlich günstiger

Lebensmittel verteuerten sich im Dezember 2025 im Jahresvergleich um 0,7 Prozent. Besonders Fleisch und Fleischwaren (+4,5 Prozent) sowie Obst (+2,5 Prozent) wurden teurer. Gemüse hingegen verbilligte sich um 1,5 Prozent.

Deutlich gesunken sind die Preise unter anderem für Butter (-33,9 Prozent), Olivenöl (-24,2 Prozent), Quark (-22,8 Prozent) sowie Speisefette und Speiseöle (-21,7 Prozent). Grund dafür ist ein Basiseffekt, da diese Produkte im Vorjahresmonat stark im Preis gestiegen waren.

Energiepreise weiter rückläufig

Energie war im Dezember 2025 insgesamt 2,0 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Strom (-3,3 Prozent), Erdgas (-5,1 Prozent) und Heizöl (-3,1 Prozent) verbilligten sich im Jahresvergleich. Kraftstoffe lagen auf dem Niveau des Vorjahres.

Teurer wurden hingegen Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe (+20,5 Prozent). Auch gegenüber dem Vormonat stiegen deren Preise um 2,2 Prozent.

Mieten steigen stärker als Gesamtpreise

Die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten erhöhten sich im Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent. Damit lagen die Mietpreissteigerungen über der allgemeinen Preisentwicklung.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 8. Januar
Es ist der 8. Tag des gregorianischen Kalenders, somit bleiben 357 Tage (in Schaltjahren 358 Tage) bis zum Jahresende.

Namenstag haben: Erhard, Gudrun, Severin, Thorfinn, Thorsten

3 bekannte Geburtstagskinder:

Paul Panzer (1972 – ist ein deutscher Komiker, der in seiner Rolle als „Paul Panzer“ Ende der 1990er mit bei zahlreichen Radiosendern ausgestrahlten Scherzanrufen bekannt wurde.)

Stephen Hawking (1942 – war ein britischer Astrophysiker und Autor populärwissenschaftlicher Bücher, der sich vor allem mit seinen Arbeiten zu Urknall, Schwarzen Löchern und Quantenphysik einen Namen gemacht hat und weltweit als Physikgenie im Rollstuhl gefeiert wurde.)

David Bowie (1947 – war ein sehr erfolgreicher und einflussreicher britischer Pop-Musiker und Sänger, der als Bühnenfigur „Ziggy Stardust“ berühmt wurde.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1889: Herman Hollerith meldet das Patent für ein System zur Verarbeitung von Lochkarten an und begründet damit die maschinelle Datenverarbeitung.
  • 1973: Das 1. Programm der ARD sowie das 3. Programm der Sender NDR, RB und SFB beginnen mit der Ausstrahlung der Vorschul- und Kinderserie Sesamstraße in deutscher Sprache.
  • 2024: Die Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ wird gegründet.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Ferdinand Staudhammer)
Max-Josefs-Platz, Rosenheim, 1978

Max-Josefs-Platz, Rosenheim, 1978

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1978. Auf der historischen Aufnahme sehen wir den winterlichen Max-Josefs-Patz in Rosenheim. 

An Schnee mangelt es auf dieser Aufnahme nicht. Der Ford Capri ist sogar mit Schneeketten unterwegs. Im Hintergrund zu sehen ist das Werbeschild von Wienerwald.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Rott Rottiert: Autokorso gegen geplante Großunterkunft in Seeon

Rott Rottiert: Autokorso gegen geplante Großunterkunft in Seeon

Rott am Inn / Seeon – Am Dreikönigstag (6.1.2026) führte die Bürgerinitiative „Rott Rottiert“ eine friedliche Protestaktion durch. Anlass war die geplante Errichtung einer Großunterkunft für mehrere hundert Flüchtlinge im Gewerbegebiet von Rott am Inn. Rund 50 Personen beteiligten sich an einem Autokorso mit etwa 25 Fahrzeugen, der vom Rathausparkplatz in Rott am Inn nach Seeon führte, wo sich weitere Demonstrierende anschlossen. Die Aktion verlief laut der Initiative geordnet, ruhig und ohne Zwischenfälle.

Die Bürgerinitiative machte deutlich, dass ihr Protest nicht gegen die zukünftigen Flüchtlinge gerichtet sei, sondern sich auf politische Entscheidungen rund um zentrale Sammelunterkünfte beziehe. Nach Auffassung der Initiative seien Großunterkünfte weder integrationsfördernd noch wirtschaftlich effizient. Ein Sprecher der Initiative erläuterte, dass, „wenn für Unterkünfte Sicherheitsdienste, Catering, externe Reinigungsdienste und umfangreiche Verwaltungsstrukturen notwendig sind, dann strukturell etwas falsch läuft.“ Die BI argumentiert, dass kleinere, dezentrale Unterkünfte den Flüchtlingen mehr Selbstständigkeit ermöglichen und deren Integration in Arbeit, Ausbildung und den Alltag erleichtern würden. Gleichzeitig könnten öffentliche Mittel effizienter eingesetzt werden.

Austausch vor Ort

In Seeon kam es zu Gesprächen mit Presse- und Fernsehteams sowie einem kurzen Austausch mit dem ehemaligen Landrat des Landkreises Traunstein, Siegfried Walch, der auf Unterschiede bei Unterbringungspraktiken in verschiedenen Landkreisen hinwies. So dauere die Belegung von Ankunftseinrichtungen in seinem früheren Zuständigkeitsbereich meist nur kurz, während Flüchtlinge im Landkreis Rosenheim teils mehrere Monate in beengten Verhältnissen untergebracht seien. Die Bürgerinitiative sieht darin den Reformbedarf bei der Unterbringungspraxis bestätigt.

Die BI kritisiert außerdem, dass Kommunen häufig erst spät oder unzureichend in Entscheidungsprozesse eingebunden würden. Entscheidungen zur Unterbringung fielen auf übergeordneter Ebene, während die Gemeinden die konkreten Auswirkungen trügen. Die Initiative fordert deshalb einen verbindlichen Verteilungsschlüssel im Landkreis Rosenheim, um eine Überlastung einzelner Kommunen zu vermeiden.

Öffentliches Interesse und Ausblick

Die Bürgerinitiative informiert regelmäßig über ihre Aktivitäten, unter anderem über den YouTube-Kanal @RottRottiert. Die Demonstration versteht die BI als Auftakt für weitere Aktionen, um die Anliegen weiterhin in der politischen Diskussion zu vertreten. Das große mediale Interesse wertet die Initiative als Hinweis darauf, dass die Themen Unterbringung, Integration und Umgang mit öffentlichen Mitteln inzwischen weit über die Gemeindegrenzen hinaus diskutiert werden.

Abschließend betont die Bürgerinitiative, dass der Protest nicht gegen die Flüchtlinge gerichtet sei. Sie distanziere sich ausdrücklich von Hass, Diskriminierung, Gewalt und extremistischen Tendenzen jeder Art. Ziel sei eine menschenwürdige, integrationsfördernde Unterbringung, die die Kommunen nicht überfordere und öffentliche Mittel verantwortungsvoll einsetze.
(Quelle: Pressemitteilung Bürgerinitiative Rott Rottiert / Beitragsbild: Bürgerinitiative Rott Rottiert)

Anker gelichtet: Titanic-Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen endet erfolgreich

Anker gelichtet: Titanic-Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen endet erfolgreich

Rosenheim – Am Dreikönigstag (6.1.202&) verabschiedete der Lokschuppen Rosenheim die Besucher der Ausstellung „Titanic – Ihre Zeit. Ihr Schicksal. Ihr Mythos“. Die Ausstellung widmete sich dem berühmtesten Schiff der Geschichte und zog Gäste aus ganz Deutschland an. Gezeigt wurden originale Artefakte vom Schiff und aus der Zeit der Titanic, ergänzt durch Multimedia-Installationen und Passagiergeschichten.

Seit der Eröffnung am 14. März 2025 besuchten insgesamt 214.376 Besucher die Ausstellung. Damit gehört die Titanic-Ausstellung zu den erfolgreichsten im Lokschuppen, hinter „Das keltische Jahrtausend“ (215.152 Besucher), „Die Römer zwischen Alpen und Nordmeer“ (217.321 Besucher) und „Dinosaurier – Giganten Argentiniens“ (280.303 Besucher).

Florian Englert, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim, zieht Bilanz: „Die finalen Besucherzahlen sind beeindruckend. Dieser Erfolg ist absolut verdient. Entscheidend ist für mich die perfekt erzählte Geschichte. Es geht nicht nur um die Überfahrt oder den Untergang, sondern darum, die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise in die Zeit mitzunehmen. Ein Novum war, dass zeitgleich weitere Ausstellungen zur Titanic in Deutschland zu sehen waren. Entgegen meinen ersten Erwartungen erwies sich die große Popularität des Themas als Vorteil. Die Entscheidung, die Ausstellung auch über die Weihnachtsferien zu verlängern, war ebenso neu und – wie wir nun gesehen haben – auch richtig. Knapp 25.000 Besucherinnen und Besucher konnten wir allein in den zurückliegenden zwei Wochen im Lokschuppen begrüßen.“

Die Ausstellung sprach verschiedene Zielgruppen an: 47,2 Prozent der  Besucher nutzten ein Erwachsenenticket, 40,4 Prozent ein Familienticket, 5,2 Prozent ein Kinder-, Schüler- oder Studententicket und 7,2 Prozent besuchten die Ausstellung im Rahmen einer Schulklasse. Zusätzlich nutzten 47.857 Besucherinnen und Besucher Führungen, 16.511 einen Audioguide. Besonders gefragt waren die Kreativangebote für junge Gäste: 9.960 Kinder nahmen an einem der drei Workshops teil.

Dr. Jennifer Morscheiser, Leiterin des Lokschuppen Rosenheim, erklärte: „Dieses Projekt war für uns in vielerlei Hinsicht besonders. Wir sind Menschen begegnet, die sich intensiv mit der Titanic beschäftigen: leidenschaftliche Fans, Sammlerinnen und Sammler, Nachfahren von Verstorbenen sowie Personen, die selbst zum Wrack gereist sind. Diese Nähe zur realen Geschichte war während der gesamten Laufzeit spürbar. Hinzu kam, dass zahlreiche Exponate erstmals öffentlich zu sehen waren. Ein besonderer Moment war zudem das 40-jährige Jubiläum der Wiederentdeckung der Titanic, das wir mit einer eigenen Veranstaltung im Lokschuppen aufgegriffen haben.“

Blick nach vorne: Römische Geschichte im Lokschuppen

Mit dem Ende der Titanic-Ausstellung beginnt der Lokschuppen die Umbauphase für „Römer – Gesichter eines Weltreiches“. Ab 20. März 2026 werden bis zum 1. August 2027 rund 1.400 Jahre römische Geschichte vom Aufstieg bis zum Niedergang dargestellt. Im Fokus stehen Kaiser, Händler, Soldaten und einfache Bürger, die anhand von über 600 Objekten aus Museen und Privatsammlungen aus ganz Europa greifbar gemacht werden. Viele der Exponate werden erstmals öffentlich gezeigt, einige Originale können sogar berührt werden.

Ein zentrales Highlight ist ein interaktives Modell einer römischen Idealstadt aus über 600.000 Klemmbausteinen, an dem  Besucher selbst mitbauen können. Begleitend werden Führungen in historischer Gewandung angeboten. Tickets, Führungen und Workshops sind ab sofort online unter www.lokschuppen.de
, per E-Mail an besucherservice@vkr-rosenheim.de
oder telefonisch unter 08031 365 9036 erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim)