S-Bahn rangiert erstmals ferngesteuert im Münchner Werk Steinhausen

S-Bahn rangiert erstmals ferngesteuert im Münchner Werk Steinhausen

München – Auf dem Werksgelände der S-Bahn München in Steinhausen wurde erstmals eine S-Bahn ferngesteuert rangiert. Der Zug wurde dabei nicht aus dem Führerstand bewegt, sondern von einem Bedienplatz im Gebäude aus über ein 5G-Netz gesteuert. Ziel war es, Abläufe im Rangierbetrieb zu vereinfachen und Fahrzeuge schneller wieder für den Fahrgastbetrieb bereitzustellen.

Zum Einsatz kam ein umgerüstetes Fahrzeug der Baureihe 423. Die Tests lieferten laut Deutscher Bahn wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Technik, für die Zulassung sowie für einen möglichen späteren Einsatz der sogenannten Remote Train Operation (RTO) im alltäglichen Rangierbetrieb. Bundesweit sind rund 400 Fahrzeuge dieser Baureihe im Einsatz, der technische Ansatz ist auch auf andere Baureihen übertragbar.

Für das Testfahrzeug, den führerstandsähnlichen Bedienplatz sowie ein eigenes 5G-Campus-Netz investierte die Deutsche Bahn rund eine Million Euro. Die Technik stammt vom Zughersteller Alstom. Harmen van Zijderveld, DB-Konzernvorstand Regionalverkehr, erklärt: „Züge per Fernsteuerung zu rangieren, kann unsere Mitarbeitenden entlasten und die Abläufe in unseren Werken erheblich beschleunigen. In nur vier Monaten haben wir das Testsystem auf die Schiene gebracht: vom lokalen 5G-Netz bis zum Bedienplatz und der Technik im Zug. Damit beweisen wir, dass technische Innovationen auch mit bestehenden Fahrzeugen realisierbar sind.“

Im Werk Steinhausen fallen täglich rund 350 Rangierbewegungen an, etwa für Reinigung, Wartung oder die Bereitstellung der Züge. Im Testbetrieb ließen sich die Fahrzeuge aus der Ferne nicht nur bewegen, sondern auch Türen schließen, Beleuchtung einschalten oder Warnsignale auslösen. Große Bildschirme zeigten Livebilder der Fahrt, zusätzlich war eine Steuerung per Tablet möglich.

Ob und wann die Technik in den Regelbetrieb übergeht, ist noch offen. Ein möglicher Rollout hängt nach Auskunft der Deutschen Bahn von Finanzierung und Fördermitteln sowie von der Zulassung ab. Bei entsprechenden Voraussetzungen könnte ein Einsatz in München ab 2028 beginnen.
(Quelle: Deutsche Bahn AG  / Beitragsbild: Deutsche Bahn AG/Thomas Kiewning)

EV Rosenheim vertritt Bayern bei der ersten Deutschen Vereinsmeisterschaft im Eiskunstlaufen in Füssen

EV Rosenheim vertritt Bayern bei der ersten Deutschen Vereinsmeisterschaft im Eiskunstlaufen in Füssen

Füssen / Rosenheim – Der EV Rosenheim bei der ersten Deutschen Vereinsmeisterschaft im Eiskunstlaufen in Füssen vertreten und ging mit fünf Läuferinnen an den Start. Gemeinsam mit dem EV Augsburg und dem ERC München repräsentierte der Verein den Freistaat Bayern bei dem bundesweiten Wettbewerb der Deutschen Eislauf Union.

Am 17. und 18. Januar nahmen fünf Sportlerinnen des EV-Rosenheims, begleitet von Trainerin Katharina Krawietz, in Füssen bei der Ersten Deutschen Vereinsmeisterschaften teil. Diese richtete sich an Eiskunstläufer zwischen 12 und 27 Jahren. Über 100 Eiskunstläufer aus ganz Deutschland gingen an den Start. Darunter Vereine aus Berlin, Düsseldorf und Krefeld.
Der EV-Rosenheim konnte zusammen mit dem EV-Augsburg und dem ERC München, bei dem Wettbewerb der Deutschen Eislauf Union, Bayern vertreten.
Die Ausschreibung des völlig neuen Wettbewerbsformats war kompliziert und ungewohnt: So durfte in jeder Kategorie immer nur ein Läufer pro Verein starten; andererseits mussten aber mindestens 6 der 8 ausgeschriebenen Kategorien gemeldet werden. Dadurch konnte der EV-Rosenheim, genauso wie der ERC Stuttgart, dieses Jahr leider nicht in der Teamwertung berücksichtigt werden. Dies hinderte die heimischen Sportlerinnen aber nicht daran in ihren Kategorien sowie einem verpflichtenden Show Tanz ihr Bestes zu geben.

Starke Einzelleistungen und ausdrucksstarker Showtanz des EV Rosenheim

Lilly Weinzierl bekam für ihre Kür in der Gruppe „Basic Stars“ sehr gute Bewertungen in den B-Komponenten, insbesondere den Skating Skills, und sicherte sich den 10. Platz. Bei den Intermediate Stars zeigte Liliana Rothhammer sehr sichere Doppelsprünge und erreichte den 9. Platz. Sarah Marek fuhr unter anderem mit einer schönen Kombipirouette ebenfalls auf Platz 9.
Das Show Team, bestehend aus Celine Fortner, Kiliana van der Linden, Liliana Rothhammer und Lilly Weinzierl konnte den 11. Platz erreichen. Sie zeigten einen ausdrucksstarken Showtanz, den Trainerin Amelie Wölflick zur Musik Vampire von Olivia Rodrigo feinfühlig choreografiert hatte.

Ergebnisse im Überblick:

Basic Stars: Lilly Weinzierl 10. Platz;
Intermediate Stars: Liliana Rothhammer 9. Platz;
Young Adult Stars: Sarah Marek 9. Platz;
Show Team: Celine Fortner, Kiliana van der Linden, Liliana Rothhammer und Lilly Weinzierl 11. Platz;
(Quelle: Pressemitteilung EV Rosenheim / Beitragsbild: Das Showteam des EV-Rosenheims, bestehend aus (v.l.) Lilly Weinzierl, Kiliana van der Linden, Celine Fortner und Liliana Rothhammer, zeigte einen ausdrucksstarken Showtanz Copyright Lucasphoto)

Kronentanz der Landwirtschaftsschüler als Höhepunkt beim Ball der Landwirtschaft in Rosenheim

Kronentanz der Landwirtschaftsschüler als Höhepunkt beim Ball der Landwirtschaft in Rosenheim

Rosenheim – Der Kronentanz der Landwirtschaftsschüler zählt zu den Höhepunkten beim Ball der Landwirtschaft in Rosenheim. Am Donnerstag, 5. Februar 2026, präsentieren die Schüler der Landwirtschaftsschule ihre Tanzaufführung in der AuerBräu Festhalle.

Seit Dezember bereiten sich die jungen Tänzerinnen und Tänzer mit großer Begeisterung auf ihre Auftritte vor. Nach einer gelungenen Premiere in Wasserburg freuen sie sich nun auf den Auftritt beim Rosenheimer Ball der Landwirtschaft.
Veranstaltet wird der Ball vom Verband für landwirtschaftliche Fachbildung Rosenheimer Land (vlf). Die Veranstaltung richtet sich an die gesamte Bevölkerung und wird von Schülern, Ehemaligen und Freunden der Landwirtschaftsschule gerne auch als Anlass für ein Klassentreffen genutzt.
Beginn ist um 20 Uhr. Einlass ist ab 19.30 Uhr.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Band „Anzwies Muse“, außerdem tritt die Endorfer Faschingsgilde auf. Tischreservierungen sind per E-Mail möglich unter ballderlandwirtschaft@gmx.de
.(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Archiv B. Käsweber)

Kein Alkohol am Steuer- Polizeikontrollen zur Faschingszeit 2026

Kein Alkohol am Steuer- Polizeikontrollen zur Faschingszeit 2026

Südliches Oberbayern – Die Faschingszeit ist in vollem Gange. Bei aller ausgelassenen Stimmung kann es schnell gefährlich werden, wenn Alkohol oder Drogen am Steuer eines Fahrzeugs im Spiel sind.  Die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd führen bis zum Aschermittwoch verstärkt Verkehrskontrollen durch.

Alleine in der Faschingszeit 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich des PP Oberbayern Süd:

  • 46 alkoholbedingte Verkehrsunfälle registriert,
  • 173 Fahrer unter Alkoholeinfluss kontrolliert,
  • 32 Trunkenheitsfahrten vor Fahrtantritt verhindert,
  • 50 Verkehrsteilnehmer unter Drogeneinfluss festgestellt.

Die Polizei warnt: Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss können schwerwiegende Folgen haben: Neben einem Fahrverbot von mindestens einem Monat und Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei drohen Geldstrafen, die nicht selten ein Monatseinkommen übersteigen. Durch den Verlust des Führerscheins können auch berufliche Konsequenzen entstehen.

Die Polizei gibt daher folgende Empfehlungen:
  • Planen Sie den sicheren Nachhauseweg bereits vor dem Alkoholkonsum.
  • Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis.
  • Unterschätzen Sie Restalkohol am nächsten Morgen nicht – auch dann kann die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt sein.
  • Steigen Sie nie in ein Auto ein, wenn der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht.

(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

„Fair kann mehr“: Vernetzungstreffen für regionale Hersteller und Betriebe in Prien

„Fair kann mehr“: Vernetzungstreffen für regionale Hersteller und Betriebe in Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Unter dem Motto „Fair kann mehr“ veranstaltet die Fairtrade-Gemeinde Prien am Chiemsee am Mittwoch, 25. März, von 9.30 bis 12 Uhr ein Austausch- und Vernetzungstreffen im Chiemsee Saal, Alte Rathausstraße 11. Die Veranstaltung richtet sich an Hoteliers, Gastronomen, Vermieter, Einzelhändler sowie regionale Hersteller aus Prien und der Umgebung.

Im Mittelpunkt steht der direkte Austausch zwischen regionalen Produzenten und Akteuren aus Tourismus, Gastronomie und Handel. Ziel ist es, neue Kontakte zu knüpfen, faire und regionale Produkte stärker in lokale Wertschöpfungsketten einzubinden und damit nachhaltigen Konsum sowie den regionalen Absatz langfristig zu fördern.
Regionale Hersteller sind eingeladen, sich als Aussteller zu beteiligen und ihre Produkte vor Ort zu präsentieren. Interessierte Produzenten können sich per E-Mail bei der Fairtrade-Beauftragten der Marktgemeinde Prien am Chiemsee, Bettina Bartsch, unter bbartsch@tourismus.prien.de anmelden und ihre Erzeugnisse gezielt potenziellen Partnern aus Gastronomie, Beherbergung und Handel vorstellen.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Anita Berger)

Bad Aiblinger Fritz Schadeck erhält höchste ADAC-Ehrung

Bad Aiblinger Fritz Schadeck erhält höchste ADAC-Ehrung

München / Bad Aibling – Motorsport lebt vom Engagement vieler Ehrenamtlicher – einer, der sich dabei besonders hervorgetan hat, ist Fritz Schadeck aus Bad Aibling (Landkreis Rosenheim). Für sein jahrzehntelanges Engagement verlieh der ADAC Südbayern ihm die Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Brilliant, die höchste Auszeichnung des ADAC.

Der 68-Jährige ist seit 23 Jahren Sport- und Tourenleiter im Vorstand des ADAC Südbayern. In dieser Zeit hat er konsequent Visionen umgesetzt, besonders in den Bereichen Nachhaltigkeit und Inklusion. So wird die bei Einsteigern beliebte Disziplin Kartslalom seit mehreren Jahren mit elektrischen Fahrzeugen ausgetragen – ein Vorreiterprojekt des ADAC Südbayern.

Inklusion im Motorsport als Herzensangelegenheit

Als ehemaliger Rallye-Beifahrer liegt Schadeck das Thema Inklusion besonders am Herzen. Er ist überzeugt, dass der Motorsport bessere Voraussetzungen bietet, Inklusion auf echter Augenhöhe zu leben – sowohl auf als auch neben der Rennstrecke. Dank seiner Initiative arbeitet der ADAC Südbayern seit sieben Jahren mit Werkstätten für behinderte Menschen zusammen, darunter die Wendelstein Werkstätten in Raubling. Für dieses Engagement erhielt Schadeck im November 2025 stellvertretend für den ADAC Südbayern den „Empowering Disabled Motorsport Award“ vom Automobilweltverband FIA in Taschkent.

Überregional aktiv, regional verwurzelt

Schadeck hat die traditionsreiche ADAC 3 Städte Rallye zu einem grenzübergreifenden 3-Länder-Event weiterentwickelt – ein Grundstein für die Central European Rally, die von 2023 bis 2025 Teil der FIA Rallye-Weltmeisterschaft war. Seit 2024 ist Schadeck zudem Präsident des Bayerischen Motorsport-Verbands, der unter anderem die Bayerischen Meisterschaften regelt und die Interessen von sieben Anschlussverbänden vertritt.

Gleichzeitig bleibt sein Herz in der Region: Von der Bilder-Rallye des AMC Bad Aibling zusammen mit dem Golfclub Schloss Maxlrain bis zum bekannten ADAC Maxlrainer Oldie Feeling zeigt sich sein Engagement vor allem lokal.

Höchste ADAC-Auszeichnung als Überraschung

Bei der ADAC Sport Gala Südbayern 2025 im BallhausForum Unterschleißheim wurde Schadeck mit der Ehrung überrascht. „Ich bin sehr stolz und war wirklich ergriffen […]. Es ist eine Auszeichnung für mein Lebenswerk“, sagte er sichtlich berührt. „Ich habe mit keiner Sekunde damit gerechnet.“ Überreicht wurde die Medaille von Dr. Gerd Ennser, Vorsitzender des ADAC Südbayern und langjähriger Weggefährte Schadecks.

Hier O-Ton von Fritz Schadeck nach der Preisverleihung:

Rund 450 Gäste der Gala waren Zeugen der Auszeichnung. Pro Jahr dürfen maximal zwei Ehrungen dieser höchsten ADAC-Auszeichnung in einem Regionalclub vergeben werden. Voraussetzung ist der Besitz der Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Kranz sowie mindestens 30 Jahre aktive Sportfunktionärstätigkeit. Die Auszeichnung ist nach dem langjährigen ADAC Sportpräsidenten Ewald Kroth benannt.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC Südbayern / Beitragsbild: Copyright ADAC Südbayern/Floh Huber)

Schreibworkshops für Jugendliche und Erwachsene im Kloster Seeon

Schreibworkshops für Jugendliche und Erwachsene im Kloster Seeon

Seeon / Landkreis Rosenheim – Im Rahmen des Literaturfests „Leseglück – Grenzenlos Literatur“ finden Anfang Februar erstmals zwei Schreibworkshops im Kloster Seeon statt. Die Autorinnen und Schreibcoaches Ursula Kollritsch und Katja von Eysmondt laden Jugendliche und Erwachsene zum kreativen Schreiben ein.

Im Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern in Kloster Seeon werden am 6. und 7. Februar erstmals zwei Schreibseminare angeboten. Geleitet werden die Workshops von Ursula Kollritsch und Katja von Eysmondt.
Am Freitag, 6. Februar, richtet sich von 15 bis 17 Uhr ein Workshop an Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren. Unter dem Motto „Schreiben mal anders – Stift statt Handy“ entwickeln die Teilnehmer eigene Geschichten, Figuren und erste Spannungsbögen. Im Mittelpunkt stehen Fantasie, kreatives Ausprobieren und der spielerische Zugang zum Schreiben.
Der Workshop „Hurra Schreibfreude“ für Erwachsene ab 16 Jahren findet am Samstag, 7. Februar, von 10 bis 18.30 Uhr statt. Er richtet sich an alle, die gerne schreiben, erste Ideen umsetzen oder einen Einstieg in das kreative Schreiben finden möchten. Mit professionellen Schreibübungen und praktischen Anregungen vermitteln die Kursleiterinnen Wege zu eigenen Texten und Schreibroutinen.

Details:

Beide Workshops sind für Anfänger geeignet. Mitzubringen sind Schreibstifte und Notizmaterial, eigene Texte können optional mitgebracht werden.
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an kultur@kloster-seeon.de. Weitere Informationen sowie Teilnahmegebühren sind online im Veranstaltungskalender des Klosters Seeon zu finden. Für den Workshop am Samstag sind nur noch wenige Plätze verfügbar.
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Fasching in Rosenheim: Ball der Wendelstein Werktstätten

Fasching in Rosenheim: Ball der Wendelstein Werktstätten

Rosenheim – Fasching Helau – Am Freitag, 6. Februar 2026, heißt es in der Auerbräu Festhalle in Rosenheim wieder Fasching feiern beim traditionellen Ball der Wendelstein Werkstätten. Alle sind willkommen, egal ob alt oder jung, mit oder ohne Handicap. Wer Lust auf gute Laune hat, kann dabei sein.

Für Stimmung sorgen die Band „Sixpack“ und der mitreißende Showauftritt der Rock’n’Roll-Tanzgruppe „Hot Socks“. Höhepunkt des Abends ist das Rosenheimer Prinzenpaar mit Garde, Elferrat und Showtanz.
Auch die jungen Gäste sind aktiv eingebunden: Schüler der Ergofachschule Rosenheim haben die Dekoration, Mitmachstände, die Maskenprämierung sowie einen Schminkstand gestaltet. Für das beste Einzel- und Gruppenkostüm gibt es Kinogutscheine.
Die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen, die Tanzfläche meist bis Mitternacht gut gefüllt. Beginn ist um 19.30 Uhr.
(Quelle:  Pressmitteilung Caritasverband der Erzdiözese München und Freising / Beitragsbild: Archiv Caritasverband der Erzdiözese München und Freising)

ÖPNV-Streik. ver.di ruft in Bayern zu Streiks im kommunalen Nahverkehr auf

ÖPNV-Streik. ver.di ruft in Bayern zu Streiks im kommunalen Nahverkehr auf

Bayern – In der aktuellen Tarifrunde bei den kommunalen Nahverkehrsunternehmen ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Beschäftigten für Montag, 02. Februar 2026 in ganz Bayern zu ganztägigen Warnstreiks auf.

Betroffen sein können laut einer aktuellen Pressemitteilung von ver.di Bayern alle Verkehrsunternehmen, in denen der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Anwendung findet. Insbesondere in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt ist demnach mit erheblichen Auswirkungen zu rechnen. Die S-Bahnen sind nicht betroffen, da diese von der Deutschen Bahn betrieben werden.

Und mit Blick auf Rosenheim: Der Stadtverkehr Rosenheim meldet aktuell auf Instagram, dass die Verkehrsgesellschaft Rosenheim am Montag, 2. Februar, nicht bestreikt wird. Alle Busse verkehren regulär.

Der Tarifvertrag Nahverkehr findet in über 20 Unternehmen Anwendung und regelt damit die Entgelte und Arbeitsbedingungen von ca. 9.000 Beschäftigten.

Das sind die Forderungen von ver.di

ver.di fordert eine Entgeltsteigerung von 668,75€ sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. „Mit der Anhebung der Löhne würden Differenzen im Lohngefüge beglichen werden: Zum einen die, die innerhalb des Personals in den Werkstätten der Stadtwerkekonzerne besteht. Zum anderen könnten die Einstiegsgehälter im Fahrdienst in Bayern zu denen in Baden-Württemberg aufschließen. Eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit und die Verlängerung der Mindestruhezeit auf elf Stunden würden der hohen Belastung im Schichtbetrieb entgegenwirken und wären somit ein wichtiges Element im Rahmen des Gesundheitsschutzes“, heißt es dazu in der Pressemitteilung.
Bereits im vergangenen Jahr fanden Gespräche zwischen ver.di und dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) statt. Im Rahmen dieser hatte ver.di gefordert, die Lohnsteigerungen aus dem Tarifvertrag im öffentlichen Dienst auf den Nahverkehr zu übertragen (Gehaltssteigerung von ca. 5,8% in zwei Schritten), um im Jahr 2026 ausschließlich über die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu verhandeln. ver.di hatte dabei unterschiedliche Kompromisswege vorgeschlagen, die von den Arbeitgebern kategorisch abgelehnt wurden.

„Die Eskalation in der Tarifrunde liegt allein in der Verantwortung der Verhandler*innen auf der Seite der Arbeitgeber*innen“, so Katharina Wagner, Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen. „Wir haben im letzten Jahr deutlich gemacht, dass wir die Arbeitsbedingungen und die Löhne der Beschäftigten in Bayern mit einer langfristigen Strategie verbessern und sichern wollen. Dies wäre über die Verabredung verschiedener Etappenziele möglich gewesen. Einzig zu einem Tarifabschluss, bei dem uns die Bedingungen diktiert werden, waren wir nicht bereit.“ Sinan Öztürk, stellvertretener Landesbezirksleiter ver.di Bayern betont: „Wir erwarten ein positives Signal der Arbeitgeber*innen schon vor der zweiten Verhandlungsrunde am 13. Februar 2026 und kein Mauern der anderen Seite, andernfalls ist mit steigender Intensität der Streiks in den kommenden Tagen und Wochen zu rechnen.“
(Quelle: Pressemitteilung ver.di Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Spiegelende Heckscheibenpoesie: Wenn Winterschmutz den Blick freigibt

Spiegelende Heckscheibenpoesie: Wenn Winterschmutz den Blick freigibt

Aschau / Landkreis Rosenheim – Auch eine verschmutzte Heckscheibe vom Auto kann – im richtigen Licht – ihren ganz eigenen Zauber entfalten. Wie dieser Schnappschuss aus Aschau im Chiemgau zeigt.

Zwischen Staub, Regentropfen und Straßenspuren öffnet der gereinigte Wischer-Bereich einen klaren Moment: Darin spiegelt sich die katholische Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ in Aschau im Chiemgau – als würde sie kurz aus dem Alltag auftauchen und uns daran erinnern, dass selbst im Unscheinbaren Schönheit wohnt. Manchmal braucht es nur einen kleinen freien Blick, um das Große zu erkennen.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)

Viel Schnee in Bayern: Eulen und Greifvögel haben Probleme bei der Nahrungssuche

Viel Schnee in Bayern: Eulen und Greifvögel haben Probleme bei der Nahrungssuche

Hilpoltstein / Bayern – Die starken Schneefälle der vergangenen Tage in Bayern sind nicht nur für Auto- und Bahnreisende eine Herausforderung, sondern können auch für Eulen und Greifvögel problematisch werden. Liegt über längere Zeit eine dicke Schneedecke, haben viele der Mäusejäger Schwierigkeiten, an ihre Beute zu gelangen.

„Während Vogelarten wie Mäusebussard und Turmfalke vor Kälte und Schnee in weniger winterliche Regionen flüchten können, sind die meisten Eulen Standvögel, die den ganzen Winter in ihren angestammten Revieren bleiben. Fehlen schneefreie Flächen, drohen Hunger und in strengen Wintern sogar deutliche Bestandseinbrüche“, sagt Torben Langer, Eulenexperte des Bayerischen Naturschutzverbands LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz).

In vielen Teilen Bayerns sind in den vergangenen Tagen mehr als 30 Zentimeter Neuschnee gefallen. Im Winter fressen Eulen normalerweise Mäuse. Werden diese knapp, versuchen sie auf Vögel auszuweichen. Erfolgreich sind dabei meist nur große Arten wie der Uhu. Kleinere Eulen und Käuze haben es deutlich schwerer, da alternative Beute oft nicht ausreicht. „Besonders Schleiereulen und Steinkäuze in Nordbayern leiden aktuell stark unter den Schneemengen, vor allem dann, wenn ihnen der Zugang zu Scheunen oder Ställen fehlt, in denen sie auch im Winter jagen könnten“, erklärt Langer.

Ställe und Scheunen für Eulen öffnen

Der LBV bittet Landwirte und Gebäudeeigentümer, Eulen den Zugang zu Ställen und Scheunen zu ermöglichen. Im Inneren der Gebäude können die Vögel auch bei geschlossener Schneedecke weiter auf Mäusejagd gehen und leisten so zugleich einen Beitrag zur natürlichen Regulierung von Nagetieren. „Früher waren aus diesem Grund sogenannte Eulenlöcher selbstverständlich. Wo solche Einfluglöcher heute fehlen, genügt oft schon ein geöffnetes Fenster oder ein offener Spalt im Scheunentor, um die Vögel vor dem Verhungern zu bewahren“, so Langer.
Weitere Schutzmaßnahmen für Eulen

Auch andere Flächen – etwa auf dem landwirtschaftlichen Hof oder im Wald – lassen sich mit wenig Aufwand in Nahrungsräume für Mäusejäger verwandeln. Werden einige Bereiche geräumt, entstehen schneefreie Zonen. Wer hier mit geeignetem Futter Kleintiere anfüttert, bietet den Eulen Winternahrung. Geeignet ist eine Mischung aus Wildvogelfutter, Weizen, gefetteten Haferflocken, Karottenstücken und Meisenknödeln. Auch Strohballen erhöhen die Attraktivität dieser Flächen für Mäuse und helfen den Eulen und Käuzen.

Langfristig lässt sich die Nahrungsverfügbarkeit zudem durch sogenannte Mäuseburgen erhöhen. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Strohballen und Futterstelle, in der sich Nagetiere verstecken und ansiedeln können. An einer trockenen, sonnigen Stelle fühlen sie sich besonders wohl. Eulen und Greifvögel profitieren besonders, wenn in der Nähe ein geeigneter Ansitz wie ein Baum oder Zaunpfahl vorhanden ist.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Foto ai generiert)

Forschungsprojekt zu sozialem Miteinander an der TH Rosenheim gestartet

Forschungsprojekt zu sozialem Miteinander an der TH Rosenheim gestartet

Rosenheim / Landkreis – Wie ist es um das Gemeinschaftsgefühl an der Technischen Hochschule Rosenheim bestellt und was lässt sich eventuell verbessern? Diese Frage steht im Mittelpunkt des neuen Forschungsprojekts „Bridges4RO“, das an der Hochschule gestartet ist. Ziel ist es, in den kommenden Jahren vor allem das studentische Miteinander zu untersuchen, aber auch die Beschäftigten der Hochschule werden einbezogen.

Das soziale Miteinander an einer Hochschule spielt eine zentrale Rolle für das Wohlbefinden und den Studienerfolg der Studenten. Ein unterstützendes, wertschätzendes Umfeld fördert den Wissensaustausch, motiviert zum Lernen und hilft, Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Freundschaften, Lerngruppen und ein offener Dialog schaffen Zugehörigkeit und stärken die persönliche Entwicklung.

„Besonders für internationale Studenten ist ein starkes soziales Netzwerk von großer Bedeutung. Sie stehen oft vor zusätzlichen Herausforderungen wie Sprachbarrieren, kulturellen Unterschieden oder der räumlichen Distanz zur Familie. Eine inklusive Hochschulkultur, die Begegnungen erleichtert und interkulturellen Austausch fördert, kann diesen Studenten helfen, sich schneller einzuleben und Vertrauen aufzubauen“, sagt Projektleiterin Dr. Ulrike Fettke.

Drei Aktionsfelder im Fokus

Das Projekt Bridges4RO konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche:

  1. Zugang zur Hochschulgemeinschaft für neue Studenten: „Wünschenswert ist, dass sie sich nicht ausschließlich mit Leuten umgeben, die sie vielleicht schon kennen oder im selben Studiengang eingeschrieben sind“, so Fettke.
  2. Partizipationskultur: Hier wird untersucht, wie Angebote und Aktionen genutzt werden, die das Miteinander fördern. „Hier sehen wir uns an, was sich die Studenten wünschen und wie die vorhandenen Möglichkeiten genutzt werden“, ergänzt Projektkoordinatorin Denise Leonhardt. Auch Angebote für Beschäftigte der Hochschule werden betrachtet.
  3. Bildungsgüte: Im Fokus stehen insbesondere neuartige Lehr- und Lernformate an der TH Rosenheim.

Das Forschungsprojekt ist zunächst bis 2029 angelegt, eine Verlängerung um zwei Jahre ist möglich. Die Stiftung für Innovation in der Hochschullehre stellt dafür bis zu 4,86 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld wird in erster Linie für zusätzliche Stellen im Zentrum für Forschung, Entwicklung und Transfer eingesetzt. Die Hochschulleitung verantwortet das Projekt über Vizepräsidentin Professorin Dr. Sabine Ittlinger.
(Quelle: Pressemitteilung Technische Hochschule Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Max Baudrexl)