TH Rosenheim: 20 Jahre duales Studium – 783 duale Studenten im Wintersemester 2025/26

TH Rosenheim: 20 Jahre duales Studium – 783 duale Studenten im Wintersemester 2025/26

Rosenheim – Die Technische Hochschule Rosenheim feiert 20 Jahre duales Studium und zieht beim DualForum Süd eine positive Bilanz: 783 duale Studenten sind im Wintersemester 2025/26 eingeschrieben – so viele wie nie zuvor. Im bayernweiten Netzwerk hochschule dual hat sich das duale Studienmodell als fester Bestandteil der akademischen Ausbildung etabliert und stärkt den Wirtschaftsstandort in Stadt und Landkreis Rosenheim nachhaltig.

Beim DualForum Süd haben Hochschulen, Praxispartner, Studenten und Alumni die Entwicklung der dualen Studiengänge in Bayern gewürdigt. In den vergangenen 20 Jahren ist das duale Studium unter dem Dach des Netzwerks „hochschule dual“ zu einer festen Größe in der akademischen Bildungslandschaft geworden. Auch an der TH Rosenheim, wo die Veranstaltung stattfand, ist der Anteil der dual Studenten beachtlich gewachsen.
Wer sich im Bachelorstudium für ein duales Studium entscheidet, der kann zwischen zwei Studienmodellen wählen. Im Studium mit vertiefter Praxis wird ein reguläres Bachelorstudium an der Hochschule mit intensiven Praxisphasen beim Praxispartner kombiniert, die sich an den Studieninhalten orientieren. Ein Verbundstudium wiederum ermöglicht es in neun Semestern sowohl eine Berufsausbildung als auch ein Hochschulstudium zu absolvieren.

Rekordzahlen und starke Entwicklung des dualen Studiums

Duale und praxisbegleitende Angebote sind an der TH Rosenheim inzwischen in fast allen Bachelorstudiengängen möglich, das Studium mit vertiefter Praxis sogar in ausgewählten Masterstudiengängen. „Das zeigt: Das duale Studium ist nicht ‚Nische‘, sondern ein zentraler Bestandteil unseres Studienangebots“, sagte Professorin Dr. Stephanie Kapitza, Vizepräsidentin der TH Rosenheim, in ihrer Begrüßung.
Die Anfänge waren noch überschaubar: Im Wintersemester 2005/06 erfolgte der Start mit drei Verbundstudierenden, ein Jahr später waren es bereits acht. Im Wintersemester 2025/26 verzeichnete die TH Rosenheim 783 dual Studenten im Verbundstudium und im Studium mit vertiefter Praxis. Das entspricht knapp acht Prozent aller Studenten an der Hochschule.

Bayernweit erreichte die Zahl der dual Studenten im Wintersemester mit 9.914 einen neuen Höchststand. „Wer im Hörsaal lernt und im Betrieb Verantwortung übernimmt, bekommt das Beste aus beiden Welten. So stärken wir den Wirtschaftsstandort, sichern die Zukunftschancen junger Menschen und machen Bayern fit für den Arbeitsmarkt von morgen“, betont Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume.

(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Vizepräsidentin Prof. Stephanie Kapitza bei der Eröffnung des Dualforum Süd an der TH Rosenheim. Copyright Janine Jess)

Ausbildung mit Vorbildfunktion: Stadt ehrt zwei Rosenheimer Betriebe

Ausbildung mit Vorbildfunktion: Stadt ehrt zwei Rosenheimer Betriebe

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim hat den Martha-Pfaffenberger-Ausbildungspreis 2026 an die Buchbinderei PappenStil und die Gartencenter Rosenheim Nickl GmbH verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt Unternehmen, die sich in besonderer Weise um die berufliche Bildung verdient machen.

Der Preis steht für den hohen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Stellenwert der dualen Ausbildung. Die ausgezeichneten Betriebe leisten laut Stadt einen wesentlichen Beitrag dazu, der heimischen Wirtschaft qualifizierte Nachwuchskräfte zu sichern.

„Ausbildungsberufe sind heute wichtiger denn je. In Zeiten des Fachkräftemangels und rasanter Veränderungen ist die Entscheidung, auszubilden, ein klares Bekenntnis: Sie glauben an die Jugend. Sie geben Chancen. Sie übernehmen Verantwortung. Das ist nicht selbstverständlich – es erfordert bei den Firmen großes Engagement, Geduld und Vertrauen. Und genau das würdigen wir mit diesem Preis.“ betont Oberbürgermeister Andreas März.

Seltenes Handwerk mit Zukunft

Die Buchbinderei PappenStil von Bettina Maier vermittelt ein seltenes Handwerk, das seit 2021 unter dem Schutz der UNESCO steht. Seit 2022 bildet der Betrieb aus, bietet jährlich mehrere Praktikumsplätze an und arbeitet eng mit „Junge Arbeit“ zusammen. Damit eröffnet das Unternehmen jungen Menschen den Zugang zu einem traditionellen Beruf, der nur noch an wenigen Standorten in Deutschland gelehrt wird.

Fünf Jahrzehnte Engagement

Die Gartencenter Rosenheim Nickl GmbH wurde für ihr seit fünf Jahrzehnten andauerndes Ausbildungsengagement ausgezeichnet. Jährlich beginnen dort drei Auszubildende ihre Ausbildung in zehn verschiedenen Abteilungen. Die Übernahmequote liegt bei rund 90 Prozent.
Seit 2018 führen Florian und Leo Nickl den Familienbetrieb in zweiter Generation weiter. Die Ausbildung ist dabei weiterhin ein zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Der Martha-Pfaffenberger-Ausbildungspreis wird zweimal pro Wahlperiode an jeweils höchstens zwei Unternehmen vergeben. Zuletzt ging die Auszeichnung im Jahr 2022 an die esmo AG.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)

Öffentlicher Eislauf im Rosenheimer Eisstadion in der Ferienwoche

Öffentlicher Eislauf im Rosenheimer Eisstadion in der Ferienwoche

Rosenheim – In der kommenden Ferienwoche (KW 08) können alle Eislauffreunde wieder ihre Runden im Rosenheimer Eisstadion drehen. Der öffentliche Lauf findet an folgenden Tagen und Uhrzeiten statt:

  • Montag, 16. Februar: 13:00 – 15:50 Uhr
  • Dienstag, 17. Februar: 13:00 – 15:50 Uhr
  • Mittwoch, 18. Februar: 13:00 – 15:50 Uhr
  • Donnerstag, 19. Februar: 13:00 – 15:50 Uhr sowie 20:15 – 22:00 Uhr
  • Freitag, 20. Februar: 13:00 – 15:50 Uhr
  • Samstag, 21. Februar: kein öffentlicher Eislauf
  • Sonntag, 22. Februar: 13:00 – 14:30 Uhr

Schlittschuhe und Lernhilfen für Kinder können gegen Gebühr im Stadion ausgeliehen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Großes Faschingstreiben in Rosenheim

Großes Faschingstreiben in Rosenheim

Rosenheim – Am Faschingsdienstag /17.2.2026) verwandelt sich die Rosenheimer Innenstadt wieder in ein buntes Narrenparadies. Ab 12:30 Uhr beginnt am Max-Josefs-Platz die größte Open-Air-Faschingsveranstaltung im Landkreis mit Party, Show und Tanz für Groß und Klein.

Das Event wird vom City-Management Rosenheim und der Rosenheimer Faschingsgilde organisiert, unterstützt von Freilinger & Geisler, der Bahn BKK, der Sparkasse sowie den Brauereien Auer, Augustiner, Flötzinger und Maxlrainer.

Auf der Freilinger & Geisler-Bühne sorgt DJ KS für Stimmung, während Rosenheimer Gastronomen Schmankerln anbieten und verschiedene Schaustellerbetriebe für Unterhaltung sorgen. Nach 20 Jahren führt „Mr. Fasching“ Helmut Müller erstmals nicht mehr durch das Programm, sondern übergibt die Organisation der Rosenheimer Faschingsgilde. Nach seinem offiziellen Abschied verabschieden sich Helmut Müller und seine Party-Assistentin Inge Lindner mit einem dreifachen „Rosalia“ von den vielen kleinen und großen Narren.

Der Auftritt der Rosenheimer Faschingsgilde bildet traditionell den Höhepunkt des Tages und steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Liebe – Fasching, der von Herzen kommt.“ Dabei präsentieren sich auch das Rosenheimer Prinzenpaar, Prinzessin Ursula I. und Prinz Korbinian I.

Kindergarde FG Bernau eröffnet Showprogramm

Die Kindergarde FG Bernau eröffnet das Showprogramm, gefolgt von der Faschingsgilde Rosenheim, den Hot Sox Ramberg und den Chiemseenixen Bernau. Das Showprogramm endet mit der Kastenauer Garde.

Für die kleinen Besucher von 5 bis 12 Jahren gibt es von 14:30 bis 16 Uhr den Bahn-BKK-Kinderbereich mit Tanz, Spiel und Show, Auftritten der Kindergarden Bernau sowie einem Meet & Greet mit dem Rosenheimer Prinzenpaar. Kinderschminken wird ebenfalls angeboten. Der Kinderbereich befindet sich am Max-Josefs-Platz neben dem Gasthaus Stockhammer.

Ab 16 Uhr beginnt dann das XXL-Faschingsfinale für alle jungen und junggebliebenen Narren mit DJ NIK Horner an der Sparkassen City-Disco bei Valentino und geht bis 22 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung City-Management Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Gärtnern mit Verantwortung: Heckenschnitt nur noch bis Ende Februar erlaubt

Gärtnern mit Verantwortung: Heckenschnitt nur noch bis Ende Februar erlaubt

Hilpoltstein / Bayern – Der Frühling steht vor der Tür, doch in der Vogelwelt beginnt bald die sensible Brutzeit. Um die Tiere zu schützen, erinnert der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) daran, dass ab 1. März der radikale Rückschnitt von Hecken, Gebüschen und Gehölzen verboten ist. Wer größere Schnitte vornehmen möchte, sollte dies deshalb möglichst schnell erledigen. Die LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson erklärt, dass die gesetzliche Regelung zum Heckenschnitt einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wildtieren leistet: Im dichten Gestrüpp nisten viele Singvögel wie Amsel, Rotkehlchen, Gartengrasmücke oder Heckenbraunelle. Außerdem seien naturnahe Hecken ein wichtiger Lebensraum für andere Tiere wie Igel, Spitzmäuse, Erdkröten oder Blindschleichen.

Die beste Zeit für die Pflege von Hecken ist während der Vegetationsruhe von Oktober bis Februar, bevor im März bereits die ersten Vögel zu brüten beginnen. Nelson betont, dass Jungvögel bei einem Schnitt während der Brutzeit aufgrund fehlender Zweige nicht mehr geschützt sind und leicht Beute für Fressfeinde werden. Auch Altvögel finden dann keine sicheren Schlafplätze mehr, und Insekten, die in einer dichtgewachsenen Hecke leben, fehlen als wichtige Nahrungsquelle.

Klare gesetzliche Vorgaben

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Hecken im öffentlichen Raum sowie in privaten Gärten zwischen dem 1. März und dem 30. September nicht radikal geschnitten werden dürfen. Kleine Form- und Pflegeschnitte seien in diesem Zeitraum zwar erlaubt, allerdings müsse man vorher prüfen, ob Vögel in dem Gebüsch brüten oder ob kleine Säugetiere dort Futtervorräte angelegt haben, so Nelson.

Damit naturnah angelegte Hecken alle Funktionen als Sichtschutz und Lebensraum für Tiere erfüllen, sollten sie gepflegt und verjüngt werden. Überalterte Hecken tragen kaum noch Früchte, werden innen kahl oder sterben ab. Bei der Pflege wird die Hecke in Abschnitten knapp über dem Boden gekürzt, wobei nie die gesamte Heckenreihe entfernt werden sollte, damit Tieren Lebensraum erhalten bleibt. Nelson weist darauf hin, dass Geräte, die Äste und Zweige zerfetzen, den Pflanzen schaden.

Auch bei der Entsorgung von Gartenabfällen sei Vorsicht geboten. Gartenbesitzende sollten ihre Abfälle nicht im Wald oder in der Landschaft ablegen, da dies heimische Pflanzen verdrängen und die Artenvielfalt gefährden kann. Offenes Verbrennen im Garten setze zudem Schadstoffe und Feinstaub frei. Nelson empfiehlt stattdessen, den Grünschnitt auf dem eigenen Kompost zu entsorgen oder eine Benjes-Hecke anzulegen, bei der Zweige, Äste und Gehölzmaterial locker aufeinandergeschichtet werden. Überschüssige Gartenabfälle könnten außerdem bei kommunalen Grüngut-Annahmestellen kostenlos abgegeben oder in der Biomülltonne entsorgt werden – dabei sollten die lokalen Regelungen beachtet werden.
Weitere Informationen gibt es unter lbv.de/hecken.
(Quelle: Pressemitteilung LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wo das bayerische Kommunal-Wahlrecht seine Tücken hat

Wo das bayerische Kommunal-Wahlrecht seine Tücken hat

Rosenheim – Am 8. März 2026 wählen die Bayern ihre kommunalen Gremien, also Stadträte, Gemeinderäte und Kreistage, sowie die meisten Bürgermeister und Landräte neu. Wer in der Stadt Rosenheim wohnt, hat 45 Stimmen: eine Stimme für den Oberbürgermeister und 44 Stimmen für die Stadträte. Im Landkreis ist es noch komplexer: Jeder Wähler hat eine Stimme für Bürgermeister und Landrat, 70 Stimmen für den Kreistag und je nach Größe der Gemeinde zwischen acht und 24 Stimmen für Stadt- bzw. Gemeinderäte.

Um die Besonderheiten des bayerischen Kommunalwahlrechts besser zu verstehen, hat Innpuls.me mit dem Rosenheimer Politik-Analysten und Diplom-Verwaltungswirt Bernhard Baron Boneberg gesprochen. Boneberg hat Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert, an etwa 30 Wahlen eigenhändig ausgezählt und war bereits bei US-Präsidentschaftswahlen aktiv.

In einer mehrteiligen Reihe will Innpuls.me erklären, wie man das System versteht und den Wahlvorgang leichter meistern kann.

Frage:: Herr Baron Boneberg, Sie haben Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert, haben schon bei US-Präsidentschaftswahlen mitgemacht und in Ihrer Laufbahn an etwa 30 Wahlen eigenhändig ausgezählt. Wenn man so viel gesehen hat: Erschüttert einen das bayerische Kommunalwahlsystem noch?
Antwort: Bernhard Baron Boneberg: Erschüttern nicht gerade, aber es nötigt einem schon Respekt ab – im positiven wie im negativen Sinne. Das bayerische Kommunalwahlrecht ist eines der demokratischsten, aber auch eines der komplexesten Systeme überhaupt. Durch das Panaschieren und Kumulieren wird dem Bürger eine Mitwirkungsmöglichkeit in die Hand gegeben, die weit über das „Listenkreuz“ hinausgeht. Aber genau hier liegt auch die Tücke: Die Komplexität ist eine Hürde für den Wähler am Küchentisch, aber auch für die Wahlhelfer bei der Auszählung.

Hinweis: Mehrteilige Serie zum bayerischen Kommunalwahlrecht auf Innpuls.me

Kumulieren, Panaschieren … alles Begriffe, die nicht jedem etwas sagen. Innpuls.me startet ab dem morgigen Samstag (14.2.2026)  eine mehrteilige Reihe: Tipps zum richtigen Wählen bei der bayerischen Kommunalwahl – und wie kann ich mit meinem Stimmzettel maximale Wirkung erzielen?“

Frage: Sie sprechen die Auszählung an. Was macht die bayerische Kommunalwahl für die Wahlvorstände so viel schwieriger als etwa eine Bundestagswahl?
Antwort:
 Bei einer Bundestagswahl hat jeder zwei Stimmen. Das ist für ein geübtes Team in wenigen Stunden erledigt.
Bei der Kommunalwahl in Bayern haben wir es oft mit 40, 60 oder in Großstädten und Landkreisen noch mehr Stimmen pro Stimmzettel zu tun. Ein Wähler kann Stimmen häufeln, sie über verschiedene Listen verteilen und Streichungen vornehmen. Wenn Sie dann am Wahlabend vor einem Stapel Stimmzettel sitzen, die wie „Schnittmusterbögen“ aussehen, brauchen Sie nicht nur volle Konzentration, sondern ein tiefes Verständnis des Wahlsystems. Ein einziger falscher Strich kann einen ganzen Zettel ungültig machen – oder eben nicht, je nach dem Willen des Wählers.

Frage: Gibt es einen „Klassiker“ unter den Fehlern, den Sie immer wieder beobachten?
Antwort: Der häufigste Fehler ist die Überreizung des Kontingents. Wer mehr Stimmen vergibt, als ihm zustehen, macht seinen Stimmzettel ungültig. Ein weiteres Problem sind Zusätze: Viele Bürger wollen ihrem Unmut Luft machen und schreiben Kommentare auf den Zettel, um sich vom klassischen Nichtwähler zu unterscheiden, aber dennoch Protest zu zeigen. Dabei ist die mit Abstand häufigste Aufschrift ein „Ungültig“ quer über den Wahlzettel.

Frage: Sie analysieren auch Politiker-Wahlkampagnen und werden dazu öfter in Sendungen eingeladen. Hat sich die Dynamik der Wahlen über die Zeit verändert?
Antwort:
Ja, schon. Wir sehen eine Polarisierung, die bis in die Gemeinderäte vordringt. Früher war die Kommunalwahl eine reine Persönlichkeitswahl: „Den Alois oder die Lisa kenne ich, die kriegen je drei Stimmen.“ Heute wird die Kommunalwahl auch schon mal zur Denkzettelwahl gegen Landes- oder Bundespolitik genutzt. Das liegt auch daran, dass uns in Deutschland Volksbegehren und Volksentscheide zumindest auf Bundesebene größtenteils vorenthalten werden. Anders als beispielsweise in der Schweiz. Daher benutzen zunehmend mehr Bürger die wenigen Gelegenheiten, bei denen sie ein Stimmungsbild abgeben können, um ihren Unmut auszudrücken. Das hat aber auch Schattenseiten, weil auf kommunaler Ebene eher konstruktive Sacharbeit gefragt ist.

Frage:: Was ist Ihr wichtigster Rat an die Wähler für den kommenden Urnengang?
Antwort::
Nehmen Sie sich Zeit! Die bayerische Kommunalwahl ist kein „Drive-through“. Wer erst in der Wahlkabine anfängt, die Listen zu studieren, hat schon verloren. Nutzen Sie die Möglichkeiten des Kumulierens und Panaschierens, um Einfluss zu nehmen, wer genau – also personell – Ihre Interessen in den nächsten Jahren in Ihrer Stadt oder Gemeinde vertreten soll. Ein gültiger Stimmzettel ist Ihre schärfste Waffe in der Demokratie.
Wer bei der Wahl von der Möglichkeit der Vorzugsstimmen Gebrauch machen möchte, dem rate ich dringend, die Briefwahl zu nutzen und die Wahlzettel zu Hause in Ruhe auszufüllen. Manche Wahlzettel – z. B. für die Kreistagswahl im Landkreis Rosenheim – sind so groß, dass sie kaum auf einer Tischplatte Platz finden.
(Quelle: Interview Karin Wunsam / Beitragsbild: Copyright BBB, eingeblockt Zeichnung Urnengang: re)

Rosenheim: Swingerclub Villa Fantasy nach vielen Jahren geschlossen

Rosenheim: Swingerclub Villa Fantasy nach vielen Jahren geschlossen

Rosenheim – Ein unscheinbarer Bungalow an der Innlände in Rosenheim – von außen kaum auffällig – war über viele Jahre hinweg als Swingerclub Villa Fantasy bekannt und zog Gäste aus der Region, aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich an. Jetzt ist der Club offenbar seit rund einem Monat geschlossen.

Gleich gegenüber des Wertstoffhofs fällt das Gebäude zunächst kaum auf: Ein kleiner, etwas in die Jahre gekommener Bungalow mit Garten, unscheinbar und still. Doch an manchen Nächten verwandelte sich das Areal in einen Ort mit ganz eigener Atmosphäre. Rund um den Club waren dann zahlreiche Autos geparkt – viele mit Kennzeichen aus dem benachbarten Österreich oder anderen Teilen Deutschlands. Besonders an Mottotagen herrschte reges Treiben, Besucher suchten hier nach Erotik, Abwechslung oder einem kleinen Abenteuer.

Der Club war unter den Namen „Villa Fantasy“ bzw. zuletzt „FFF Fantasia“ über viele Jahre hinweg in Betrieb – erste Hinweise datieren ihn bis in die späten 1990er Jahre, in der bekannten Form seit etwa 2002. Während der Corona-Pandemie kam der Betrieb laut Berichten des OVB Heimatzeitungen in finanzielle Schwierigkeiten: Die langen Zwangsschließungen führten zu Einnahmeverlusten, die Betreiber standen vor der Gefahr einer Insolvenz, ehe die Wiedereröffnung im März 2022 unter strengen Auflagen möglich wurde.

Was ist ein Swingerclub – und wie verbreitet sind solche Einrichtungen?

Ein Swingerclub ist ein gewerblich betriebener Treffpunkt für Erwachsene, die einvernehmlich sexuelle Kontakte mit anderen Gästen suchen. Zutritt haben ausschließlich Volljährige. Betreiber unterliegen in Deutschland den Vorgaben des Gewerbe-, Bau- und Ordnungsrechts.

Verlässliche amtliche Zahlen zur Anzahl solcher Einrichtungen gibt es nicht. Nach allgemein zugänglichen Angaben waren im Jahr 2017 deutschlandweit rund 340 Swingerclubs verzeichnet. Aktuelle Zahlen liegen nicht vor.

Für viele Rosenheimer, die den Club selbst nie besucht haben, bestand oft eine gewisse Neugier, wie eine Nacht dort abläuft und wie die Räumlichkeiten gestaltet sind. Einen Eindruck davon vermitteln die noch öffentlich zugänglichen Inhalte auf der Facebook-Seite des Clubs  auf der die jüngsten Fotos aber aus dem Jahr 2013 stammen. Zu sehen sind unter anderem ein Schaukelbett, große Bettlandschaften, Räume, die an ein Wohnzimmer erinnern, sowie ein Gartenhaus, das offenbar für Grillabende genutzt wurde.

In Online-Verzeichnissen und Community-Portalen sind noch Informationen zu früheren Veranstaltungen und Öffnungszeiten zu finden, die zeigen, wie beliebt die Villa Fantasy in der Vergangenheit war. Für viele Rosenheimer war der Club ein offenes Geheimnis: Es wusste zwar die Stadtbevölkerung, aber es wurde häufig nur hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen. Dazu kam bei vielen eine gewisse Neugier, wie es dort tatsächlich aussieht und was in solchen Nächten eigentlich alles passiert.
Ob und wann der Club wieder öffnen wird, ist derzeit unklar. Bis dahin bleibt die Villa Fantasy ein Stück Rosenheimer Stadtgeschichte – ein unscheinbarer Bungalow, der über Jahre hinweg nächtliche Ausflüge in eine erotische Welt ermöglichte, die sicher nicht für jeden Geschmack war, aber viele neugierig machte.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Innpuls.me)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 13. Februar
Es ist der 44. Tag des gregorianischen Kalenders, somit bleiben 321 Tage (in Schaltjahren 322 Tage) bis zum Jahresende.

Namenstag haben: Castor, Christina, Gosbert, Irmhild, Reinhilde, Wiho

3 bekannte Geburtstagskinder:

Pierluigi Collina (1960 –  ist ein italienischer Fußballschiedsrichter, der sechsmal zum „Weltschiedsrichter des Jahres“ gewählt wurde und vielfach als bester Schiedsrichter der Fußballgeschichte angesehen wird.)

Peter Gabriel (1950 – ist ein englischer Musiker und Video-Künstler, der als Frontmann und Gründungsmitglied der Rock-Band „Genesis“ bekannt wurde.)

Robbie Williams (1974 – ist ein britischer Sänger und Musiker, der in den 1990ern als Mitglied der Boygroup „Take That“ bekannt wurde.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1945: Am Faschingsdienstag beginnen dreitägige alliierte Luftangriffe auf Dresden. Bei dem Flächenbombardement und dem darauf folgenden Feuersturm kommen zwischen 18.000 und 25.000 Menschen ums Leben, Dresdens Innenstadt wird beinahe vollständig zerstört.
  • 1960: Der erste Atomwaffentest Frankreichs mit Codenamen Gerboise Bleue findet nahe Tanezrouft in der Algerischen Wüste statt.
  • 1866: Die James-Younger-Gang um Frank und Jesse James begeht mit dem Überfall auf die Clay County Savings Association in Liberty (Missouri) den ersten Banküberfall in den Vereinigten Staaten nach dem Bürgerkrieg.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
Blumen zum Valentinstag: Naturschutzverband wirbt für regionale Alternativen

Blumen zum Valentinstag: Naturschutzverband wirbt für regionale Alternativen

Bayern / Rosenheim – Rosen und Topfpflanzen gehören für viele Paare in Bayern fest zum Valentinstag. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) macht in diesem Zusammenhang auf ökologische Auswirkungen aufmerksam und empfiehlt heimische Sträucher als langfristige und umweltverträglichere Geschenkidee.

Am 14. Februar zeigen viele Menschen ihre Zuneigung mit Blumensträußen und Topfpflanzen. Für Umwelt und Klima ist das jedoch oft keine gute Nachricht. Ein großer Teil der in Bayern verkauften Schnittblumen wird aus Ländern wie Kenia oder Kolumbien importiert. Dort kommen häufig Pestizide zum Einsatz, bevor die Ware per Flugzeug oder Lkw nach Europa transportiert wird – verbunden mit CO₂-Emissionen.
Auch innerhalb Europas produzierte Blumen, etwa aus den Niederlanden, schneiden in Sachen Nachhaltigkeit nicht automatisch besser ab. Der hohe Energiebedarf für beheizte Gewächshäuser belastet die Klimabilanz zusätzlich.

Heimische Sträucher als nachhaltiges Valentinsgeschenk

Statt kurzlebiger Schnittblumen empfiehlt der bayerische Naturschutzverband, gemeinsam einen Wildstrauch zu pflanzen – im Garten oder auf dem Balkon. Bei frostfreiem Wetter ist das den ganzen Winter über möglich.
„Holunder, Schlehe und Kornelkirsche sind blütenreiche Sträucher, mit denen man nicht nur seinem Herzblatt, sondern auch der Natur eine Freude machen kann. Statt kurzlebige Schnittblumen zu verschenken, ist es ein viel schöneres Zeichen der Zuneigung, zum Valentinstag gemeinsam einen Strauch in den Garten oder auf den Balkon zu pflanzen. Das perfekte Symbol für jahrelange Liebe“, sagt die LBV-Bildungsreferentin Marie Radicke.

Besonders geeignet sind:

  • Schlehe (Prunus spinosa) – Nahrungsquelle für Insekten und Vögel
  • Holunder – beliebt bei zahlreichen Vogelarten, vielseitig verwendbar
  • Kornelkirsche – frühe Blüten für Bienen im Frühjahr
  • Felsenbirne – ideal für kleinere Gärten
  • Weißdorn – Beeren für über 30 Vogelarten
  • Salweide – wichtige Nektarquelle für Schmetterlinge wie Kleiner Fuchs und Tagpfauenauge

Diese Gehölze bieten Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten für Vögel, Insekten und kleine Säugetiere. Gerade in Zeiten zunehmenden Artenverlusts sind naturnahe Gärten ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in Bayern, so der LBV.

Torf in Topfpflanzen belastet Moore

Auch viele Topfpflanzen, die rund um den Valentinstag verkauft werden, sind problematisch. Primeln oder Hyazinthen stehen häufig in torfhaltiger Erde. Für den Torfabbau werden Moore entwässert und zerstört – dabei speichern sie große Mengen Kohlenstoff und sind wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten.
„Diese Ökosysteme sind nicht nur wichtiger Lebensraum für gefährdete Arten, sondern speichern sehr große Mengen an Kohlenstoff. Das macht sie unverzichtbar in Zeiten der Klimakrise“, erläutert Marie Radicke.

Liebe geht durch den Magen

Wildsträucher punkten nicht nur ökologisch, sondern auch kulinarisch. Viele ihrer Früchte sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Im Spätsommer und Herbst lassen sich daraus Marmeladen, Sirup, Tees oder Liköre herstellen – etwa Holundersirup, Schlehenlikör oder Felsenbirnenmarmelade.
Ein gemeinsames Pflanzprojekt zum Valentinstag wird so zum langfristigen Symbol für Verbundenheit – und trägt gleichzeitig zur Artenvielfalt in Bayern bei.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

U19 des TSV 1860 Rosenheim mit Testspieldoppelpack

U19 des TSV 1860 Rosenheim mit Testspieldoppelpack

Rosenheim – Am Samstag (8.2.2026) testete die U19 des TSV 1860 Rosenheim zu Hause gegen das Kreisliga-Herrenteam des SV Westerndorf. Das Spiel endete mit einem 3:3-Unentschieden. Bereits in der zweiten Minute gerieten die Gastgeber in Rückstand, doch ein Doppelpack von Florian Hierl drehte die Partie noch in der ersten Hälfte. Weitere Chancen auf weitere Tore blieben ungenutzt.

In der zweiten Halbzeit zeigte das Team zunächst Schwächen und kassierte zwei Gegentreffer. Danach dominierte die U19 wieder das Spiel, blieb jedoch oft zu langsam und ungenau. Erst in der 85. Minute gelang Christian Dangl kurz nach seiner Einwechslung und nach fast zehnmonatiger Verletzungspause per Kopf der verdiente Ausgleich.

Am Sonntag (9.2.2026) folgte ein weiterer Test gegen das Bezirksliga-Herrenteam des SV Aschau. Die Rosenheimer U19 dominierte über die gesamte Spielzeit und siegte 4:0. Die Tore erzielten Florian Hierl, Kim Wolf, Zaeem Syed und Christian Dangl.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Copyright TSV 1860 Rosenheim)

Kunstausstellung „Mensch und Tier – Gleichheit im Sein“ in Bad Aibling

Kunstausstellung „Mensch und Tier – Gleichheit im Sein“ in Bad Aibling

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Der Kunstverein Bad Aibling zeigt in seiner Galerie im alten Feuerwehrgerätehaus (Irlachstraße 5) aktuell eine Ausstellung mit Ölbildern von Hans Sagmeister aus dem Samerberg.

Kunstverein Bad Aibling zeigt Ölbilder von Hans Sagmeister. Fotos: Hendrik Heuser

Symbolik spielt in den Werken von Hans Sagmeister eine große Rolle. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Das historische Gebäude nutzt der Kunstverein seit 2003 für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Die aktuelle  Ausstellung – die erste 2026  trägt den Titel „Mensch und Tier – Gleichheit im Sein“. Sagmeister, ehemaliger Realschullehrer, arbeitet seit 2006 als freischaffender Künstler. Seine Werke waren bereits bei zahlreichen Ausstellungen in Oberbayern und Tirol zu sehen. Die großformatigen Ölbilder zeichnen sich durch eine gegenständliche Bildsprache aus und enthalten häufig symbolische, surrealistische und abstrakte Details.

Kunstverein Bad Aibling zeigt Ölbilder von Hans Sagmeister. Fotos: Hendrik Heuser

Für seine Arbeiten lässt sich der Künstler immer wieder von Musik und Literatur inspirieren. In der aktuellen Ausstellung können Besucher die Gemälde zudem mit den zugehörigen Musiktiteln über Smartphone oder Kopfhörer begleiten. So entsteht ein multisensorisches Galerieerlebnis, das neben dem Sehsinn auch den Hörsinn anspricht.

Die Ausstellung ist noch bis 22. Februar 2026 zu sehen. Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Weitere Informationen zu Künstler und Werken finden Interessierte hier.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Kunstverein Bad Aibling / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Autofahrer prallt gegen Baum in Stephanskirchen

Autofahrer prallt gegen Baum in Stephanskirchen

Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Am Mittwoch (11.2.2026) gegen 18 Uhr, kam es auf der Staatsstraße 2095 im Stephanskirchener Ortsteil Kragling (Landkreis Rosenheim) zu einem Verkehrsunfall. Ein 85-jähriger Rosenheimer erkannte eine scharfe 180-Grad-Kurve zu spät, kam von der Fahrbahn ab und fuhr einen Hang hinauf.

Dabei durchbrach sein Fahrzeug, nach den Angaben der Polizei, Sträucher und Gebüsch, bevor es mit der Front gegen einen Baum prallte. Der Fahrer wurde verletzt und mit Verdacht auf Frakturen im Brustbereich vom Rettungsdienst ins Klinikum Rosenheim gebracht.
Am Pkw entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 8.000 Euro. Das Fahrzeug musste von der Unfallstelle abgeschleppt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)