Traditionsreicher Patronatstag der Holzknechte in Kammer

Traditionsreicher Patronatstag der Holzknechte in Kammer

Kammer / Landkreis Traunstein – Mit einem festlichen Gottesdienst, einem musikalisch begleiteten Festzug und dem traditionellen „Lüngerlessen“ im Gasthaus zur Post in Kammer (Landkreis Traunstein)  feierten Holzarbeiter, Förster und Bauern aus der Region den Sebastianitag.

Gottesdienst der Holzknechte in der Pfarrkirche mit Pfarrer Roider. Foto: Hubert Hobmaier

Gottesdienst der Holzknechte in der Pfarrkirche mit Pfarrer Roider – links der Heilige Sebastian. Fotos: Copyright Hubert Hobmaier

Der heilige Sebastian gilt als Schutzpatron der Holzknechte. Erste Erwähnungen des Festes reichen bis ins Jahr 1880 zurück; in seiner heutigen Form wird das Patronatsfest nachweislich seit 1956 gefeiert – heuer somit zum 70. Mal.

Rund 60 aktive und ehemalige Holzknechte versammelten sich in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, um gemeinsam mit Stadtpfarrer Konrad Roider den Gottesdienst zu begehen. Anschließend formierte sich vor der Kirche der Festzug, angeführt von der Blaskapelle Otting, und zog zum Gasthaus zur Post. Mitorganisator Sebastian Ober zeigte sich erfreut über die zahlreiche Teilnahme von Holzarbeitern, Bauern, Förstern, Forstunternehmern und einigen Behördenvertretern.
„Selbst die Tradition des Festzuges mit der Blaskapelle Otting reicht bis ins Jahr 1960 zurück“, berichtet Hansi Jobst. Zahlreiche Kammerer Holzknechte pflegen diese Veranstaltung seit Jahrzehnten. Heinrich Jobst aus Rettenbach gehört dem Festtag seit der ersten Stunde an, Peter Parzinger und Hubert Babinger halten den Brauch seit rund 50 Jahren aufrecht.

Lüngerlessen und gelebte Tradition

Im Gasthaus servieren die Wirtsleute das traditionelle „saure Lüngerl“. Heinrich Jobst erklärt: „Unsere Vorgänger hatten schlichtweg kein Geld, um sich beim Wirt ein teures Essen leisten zu können. Das Lüngerl war daher eine schmackhafte und günstige Alternative.“ Heute wird diese Tradition von der nächsten Generation weitergeführt.
Alfons Ober aus Alterfing, Josef Poller und Heinrich Jobst aus Rettenbach hatten den Sebastianitag in seiner heutigen Form vor 70 Jahren ins Leben gerufen. Jobst betont: „Es freut mich von Herzen, dass wir seit drei Jahren mit Hansi Jobst, Martin Schmalzbauer und Sebastian Ober drei engagierte Männer haben, die diese Tradition am Leben erhalten und Jahr für Jahr den Patronatstag organisieren.“

Der heilige Sebastian war Hauptmann im römischen Heer, Märtyrer und gilt als Schutzpatron gegen Pest und Seuchen. „Unsere Vorfahren haben sich für den heiligen Sebastian entschieden, weil in der Pfarrkirche eine hölzerne Figur des Schutzpatrons aufgestellt ist“, erklärt Martin Schmalzbauer. Die Figur wird bei kirchlichen Festen wie Fronleichnam von vier Standesvertretern getragen.

Neben der Bitte um himmlische Fürsprache pflegen die Holzknechte an diesem Tag auch gesellige Traditionen. So bleibt der Sebastianitag in Kammer nicht nur ein religiöses Patronatsfest, sondern auch ein lebendiges Zeugnis gelebter Gemeinschaft und überlieferter Handwerkstradition.
Quelle: Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild; Foto: Hubert Hobmaier)

Gefiederter Gast im Fundbüro: Bundespolizei kümmert sich um Huhn „Henrietta“

Gefiederter Gast im Fundbüro: Bundespolizei kümmert sich um Huhn „Henrietta“

München – Ein ungewöhnlicher Fund am Münchner Hauptbahnhof sorgte für ein kleines Highlight im Alltag der Bundespolizei: Am Freitag gegen 17:30 Uhr wurde ein herrenloses Huhn am Fundbüro der Deutschen Bahn abgegeben. Eine aufmerksame Reisende hatte das Tier zuvor am nördlichen Ausgang zur Arnulfstraße entdeckt und direkt ins Fundbüro gebracht.

Da auch gefiederte „Reisende“ Anspruch auf Hilfe haben, nahmen Beamte der Bundespolizeiinspektion München Henrietta – so der Name, den das Huhn erhielt – in Obhut. In einem ruhigen Raum und mit einer Portion Haferflocken versorgt, konnte sich das Tier zunächst von seinen mutmaßlichen Abenteuern erholen.

Da während der Nachtstunden kein Kontakt zum zuständigen Vogelnotdienst hergestellt werden konnte, übernahmen die Beamten kurzerhand selbst die nächtliche Betreuung. Mit Fürsorge und wachsamen Augen begleiteten sie Henrietta durch die Nachtschicht, um sie am Morgen ausgeschlafen an die Tagschicht zu übergeben.

Am Samstagmorgen (31.2.2026)  wurde Henrietta schließlich wohlauf an den Vogelnotdienst Olching übergeben, wo sie nun fachkundig weiterbetreut wird.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Bundespolizei)

Hoher Besuch bei der Staatsanwaltschaft Traunstein

Hoher Besuch bei der Staatsanwaltschaft Traunstein

Traunstein – Der Münchner Generalstaatsanwalt Reinhard Röttle, Dienstvorgesetzter aller zehn südbayerischen Staatsanwaltschaften, besuchte die Staatsanwaltschaft Traunstein zu seinem Abschied. Röttle, der seit knapp acht Jahren das Amt des Generalstaatsanwalts innehatte, wird zum Präsidenten des Bayerischen Obersten Landesgerichts befördert und nutzte den Besuch für einen kurzen Rückblick.

Bei seinem Amtsantritt hatte die Staatsanwaltschaft Traunstein, die mit ihrer Zweigstelle Rosenheim die Strafverfolgung in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting, Mühldorf am Inn, Rosenheim und der kreisfreien Stadt Rosenheim obliegt, 38,5 Staatsanwaltsstellen. Inzwischen ist die Behörde auf insgesamt 55,5 Staatsanwaltsstellen angewachsen, auch der Geschäftsstellenbereich wurde aufgrund des deutlich erhöhten Arbeitsanfalls erheblich verstärkt. Der Bevölkerungszuwachs in der Region, zunehmender Tourismus, viele Durchreisende sowie die Flüchtlings- und Migrationskrise führten zu einer deutlichen Steigerung der Fallzahlen.

Der Behördenleiter der Staatsanwaltschaft Traunstein, Leitender Oberstaatsanwalt Dr. Wolfgang Beckstein, bedankte sich gemeinsam mit den Abteilungsleitern und dem Geschäftsleiter bei Generalstaatsanwalt Röttle für die stetige Unterstützung. Besonders hervorgehoben wurde, dass Röttle der Initiator des im August 2018 eingeführten „Traunsteiner Modells“ zur Verfolgung grenzüberschreitender und organisierter Kriminalität war. Durch zusätzliche Staatsanwälte konnten Ermittlungsverfahren spezialisiert und konzentriert bearbeitet werden – ein Ansatz, der inzwischen auf alle bayerischen Grenzstaatsanwaltschaften ausgeweitet wurde.

Aktenflut im Herbst 2022

Beckstein dankte Röttle zudem für die schnelle und unbürokratische Hilfe im Herbst 2022, als die Schleuser- und Flüchtlingszahlen sprunghaft anstiegen. Durch die Abordnung eines Staatsanwalts und einer Geschäftsstellenmitarbeiterin von der Generalstaatsanwaltschaft München sowie weitere Unterstützungsmaßnahmen und spätere zusätzliche Stellen konnte die Staatsanwaltschaft Traunstein arbeitsfähig bleiben und die Aktenflut bewältigen.
Der Behördenleiter berichtete, dass die Staatsanwaltschaft Traunstein trotz weiterhin hoher Arbeitsbelastung durch die entspanntere Lage an den Grenzen, den Rückgang der Schleuser- und illegalen Einreiseverfahren sowie die Stellenmehrungen gut aufgestellt ist. So können aufwändige Ermittlungen gegen Hinterleute und organisierte Banden geführt werden, um die Bevölkerung zu schützen, entwendete Vermögenswerte zurückzubringen und Opfer zu unterstützen.

Generalstaatsanwalt Röttle zeigte sich beeindruckt von den Leistungen und bedankte sich bei sämtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft Traunstein für ihren überobligatorischen Einsatz. Er wünschte der Behörde alles Gute für die Zukunft.

Quelle: Staatsanwaltschaft Traunstein

Max-Josefs-Platz, Rosenheim, um ca. 1890

Max-Josefs-Platz, Rosenheim, um ca. 1890

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um ca. 1890. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Max-Josefs-Platz in Rosenheim. 

Bei unserem heutigen Fotooldie lohnt wieder der Blick auf das Detail – da wären die für die diese Zeit typische Bekleidung mit den langen Röcken bei den Frauen, die Kutschen als Fortbewegungsmittel und die Buben, die barfuß unterwegs waren. 
(Quelle: Beitragsbild: Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Warnstreik im ÖPNV in Bayern: Einschränkungen am Montag, 2. Februar 2026

Warnstreik im ÖPNV in Bayern: Einschränkungen am Montag, 2. Februar 2026

Rosenheim / München / Bayern -Für Montag, 2. Februar 2026, hat die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in ganz Bayern zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen sein können laut ver.di alle Verkehrsunternehmen, in denen der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N Bayern) Anwendung findet. Dieser regelt die Arbeitsbedingungen und Entgelte von rund 9.000 Beschäftigten in über 20 Unternehmen.

Voraussichtlich betroffene Verkehrsmittel am morgigen Tag:
  • München (MVG): U-Bahn, Tram und Bus bis zur Liniennummer 199
  • U-Bahn bleibt aus Sicherheitsgründen zunächst außer Betrieb
  • Tram-Einsatz abhängig von verfügbarem Personal, Priorität auf Linie 20
  • Busbetrieb teilweise möglich, aber unregelmäßig
  • Landshut (Stadtwerke): Busbetrieb voraussichtlich nicht möglich
Nicht vom Warnstreik betroffen:
  • MVV-Regionalbus (alle Liniennummern ab 200)
  • S-Bahn
  • Regionalzüge (RE, RB)
  • Rosenheim: Alle Busse verkehren regulär, die Verkehrsgesellschaft Rosenheim ist nicht bestreikt (Stand: Instagram-Meldung der VGR). Wir berichteten. 

Hintergrund zum Tarifkonflikt:

Die Forderungen von ver.di beinhalten eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Ziel ist es, Lohnunterschiede innerhalb der Unternehmen auszugleichen, die Einstiegsgehälter im Fahrdienst in Bayern an die von Baden-Württemberg anzupassen und die Belastungen im Schichtbetrieb durch längere Mindestruhezeiten und verbesserte Gesundheitsschutzmaßnahmen zu reduzieren.

Hinweise für Fahrgäste:

Reisende sollten sich am Streiktag aktuell informieren, alternative Verkehrsmittel nutzen, Fahrgemeinschaften bilden oder – wenn möglich – Home Office einplanen. Aktuelle Informationen gibt es in der MVV-App, über die MVV-Fahrplanauskunft oder auf den Webseiten von MVG (www.mvg.de) und Stadtwerke Landshut (www.stadtwerke-landshut.de)
(Quellen: MVV, MVG, Stadtwerke Landshut, ver.di Bayern, Innpuls.me (29.01.2026) / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Rosenheim feiert Fasching: Gaudi vor dem OrthoDorn-Zentrum

Rosenheim feiert Fasching: Gaudi vor dem OrthoDorn-Zentrum

Rosenheim – Bunt, fröhlich und bei strahlendem Sonnenschein: Die Faschingsgaudi vor dem OrthoDorn-Zentrum in der Isarstraße in Rosenheim hat am gestrigen Samstag (31. Januar 2026) erneut zahlreiche Besucher angelockt. Von 10 bis 16 Uhr verwandelte sich der Vorplatz des Unternehmens in eine große Bühne für den regionalen Fasching – bei freiem Eintritt und mit einem abwechslungsreichen Programm für die ganze Familie.

Faschingsgaudi OrthoDorn 2026. Fotos: Josefa Staudhammer

Die Bad Aiblinger Kinder- und Jugendgarde bedachte Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März mit einem Faschingsorden – auch auch Geschwister, guten Freunde, Mütter, Omas und Uromas. Fotos: Copyright Josefa Staudhammer / OrthoDorn

Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung vor sieben Jahren von OrthoDorn-Geschäftsführer Erhard Seiler. Damals traten die Kolbermoorer Schäffler sowie die Rosenheimer Faschingsgilde auf. Von Jahr zu Jahr wuchs die Zahl der teilnehmenden Garden. Heuer waren insgesamt sechs Faschingsgarden aus Stadt und Landkreis Rosenheim mit von der Partie. Ebenfalls mit dabei waren die Kolbermoorer Schäffler – genau wie bei der allerersten Faschingsgaudi vor sieben Jahren. Nach einer siebenjährigen Pause eröffneten sie diesmal wieder die Veranstaltung. Der Schäfflertanz wird traditionell im siebenjährigen Turnus aufgeführt und kehrte nach der letzten Saison 2019 zurück. Ziel der Gruppe ist es, Brauchtum, Freude und Gemeinschaft in der Region zu verbreiten.

Mit dabei waren außerdem die Kindergarde Kastenauer „Crazy Teens“, die Bad Endorfer Kinder- und Jugendgarde, die Showtanzgruppe „Hot Socks“ des SV Ramerberg, die Bad Aiblinger Faschingsgilde mit Prinzenpaar, die Rosenheimer Faschingsgilde mit Prinzenpaar sowie die Kolbermoorer Faschingsgilde mit Prinzenpaar.

Zwischen den Auftritten sorgten Musik sowie ein kulinarisches Angebot für Unterhaltung und Stärkung der Besucher. So viele Garden und Gruppen an einem Ort und bei freiem Eintritt sind eine Seltenheit – entsprechend groß war die Resonanz. Über den Tag verteilt feierten rund 1.000 Besucher mit. Auch Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März war vor Ort.

Wie bei Faschingsveranstaltungen üblich, wurden zahlreiche Faschingsorden verliehen – unter anderem an das Stadtoberhaupt und an Veranstalter Erhard Seiler. Eine besondere Geste zeigte die Bad Endorfer Kinder- und Jugendgarde, die Orden auch an Geschwister, Freunde sowie Mütter, Omas und Uromas vergaben.

Erhard Seiler zeigte sich mit dem Verlauf der Faschingsgaudi sehr zufrieden: „Ich will mit dieser Veranstaltung den Besuchern ebenso eine Freude machen wie den Garden. Sie trainieren das ganze Jahr so fleißig und sollen dann auch die Möglichkeit bekommen, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, so der Geschäftsführer.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer / Fotos: Josefa Staudhammer und OrthoDorn)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 1. Februar
Es ist der 32. Tag des gregorianischen Kalenders, somit bleiben 333 Tage (in Schaltjahren 334 Tage) bis zum Jahresende.

Namenstag haben: Barbara, Katharina, Reginald, Severus, Siegbert

3 bekannte Geburtstagskinder:

K´naan (1978 –  ist ein somalisch-kanadischer Sänger, der mit seiner international erfolgreichen Single „Wavin‘ Flag“ zur Fußballweltmeisterschaft 2010 bekannt wurde.)

Karl Dall (1941 – war ein deutscher Komiker, Moderator und Sänger, der ab Ende der 1960er mit der Komikerband „Insterburg & Co.“ bekannt wurde.)

Harry Styles (1994 – ist ein britischer Sänger und das jüngste Mitglied der britisch-irischen Boygroup „One Direction“.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1861: Mit Texas tritt der siebte Südstaat aus den Vereinigten Staaten von Amerika aus. Im März tritt es den Konföderierten Staaten von Amerika bei.
  • 1933: Zwei Tage nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler löst Reichspräsident Paul von Hindenburg auf dessen Wunsch den deutschen Reichstag auf. Die Nationalsozialisten setzen damit einen weiteren Schritt zur „Machtergreifung“ und zur Auflösung der Weimarer Republik.
  • 1899: Lina Hähnle gründet in Stuttgart den Bund für Vogelschutz, der heute als Naturschutzbund Deutschland bekannt ist.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)