Parfümdiebstahl in Rosenheimer Drogerie – Täter gestellt

Parfümdiebstahl in Rosenheimer Drogerie – Täter gestellt

Rosenheim – Am Dienstagmittag (31.3.2026)  beobachteten Beamte der zivilen Einsatzgruppe (ZEG) Bad Aibling in einer Drogerie in der Kufsteiner Straße in Rosenheim zwei Männer beim Diebstahl mehrerer Parfüms.

Ein 21-jähriger Mann aus Bosnien-Herzegowina entfernte die Sicherungsetiketten von Parfüms und steckte diese in seine Taschen. Zeitgleich wurde ein 52-jähriger Mann, ebenfalls aus Bosnien-Herzegowina, dabei beobachtet, wie er Parfüms in seine Jackentaschen legte. Beide versuchten, den Laden zu verlassen, ohne zu bezahlen. Der 21-Jährige konnte noch vor Ort festgenommen werden, der 52-Jährige zunächst flüchten, wurde aber im Nahbereich ebenfalls gestellt.
Bei den Männern wurden mehrere hochwertige Parfüms im Gesamtwert von fast 2.000 Euro sichergestellt. Gegen beide wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Ladendiebstahls eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Rauchentwicklung in Wohnung – Plastikschüssel Auslöser

Rauchentwicklung in Wohnung – Plastikschüssel Auslöser

Rosenheim – Am Dienstagnachmittag (31.3.2026)  bemerkten Anwohner in der Kaiserstraße in Rosenheim starken Rauch und verbrannten Geruch in einem Mehrfamilienhaus und verständigten die Rettungskräfte.

Vor Ort traf die Feuerwehr einen 58-jährigen Rosenheimer an. Wie sich herausstellte, hatte er auf der eingeschalteten Herdplatte eine Plastikschüssel stehen lassen, die durch die Hitze nach und nach zerschmolz. Dabei entstand der Brand- und Rauchgeruch.
Personen wurden nicht verletzt, es entstand kein Sachschaden. Lediglich das Plastikgefäß wurde unbrauchbar. Die Feuerwehr lüftete die Wohnung, die anschließend wieder genutzt werden konnte.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Entgegenkommendes Fahrzeug übersehen – zwei Autos kollidieren

Entgegenkommendes Fahrzeug übersehen – zwei Autos kollidieren

Rosenheim – Auf der Äußeren Münchener Straße in Rosenheim kam es am Dienstagnachmittag (31.3.2026) gegen 16:30 Uhr, zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Pkw.

Ein 33-jähriger Autofahrer aus Bad Endorf wollte an der Einmündung nach Fürstätt nach links abbiegen. Dabei übersah er, nach den Angaben der Polizei, den entgegenkommenden, vorfahrtsberechtigten 45-jährigen Fahrer aus Bruckmühl. Die Fahrzeuge stießen zusammen, verletzt wurde niemand. An beiden Fahrzeugen entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 3.000 Euro. Gegen den Fahrer aus Bad Endorf wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet; es drohen Punkte in Flensburg.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

HPV-Impfaktion: Gesundheitsamt Rosenheim bietet Impfungen am Karolinen-Gymnasium

HPV-Impfaktion: Gesundheitsamt Rosenheim bietet Impfungen am Karolinen-Gymnasium

Am Karolinen-Gymnasium in Rosenheim hatte das Gesundheitsamt Rosenheim im März Schüler der 5. bis 11. Klassen die Möglichkeit, sich gegen das Humane Papillomvirus (HPV) impfen zu lassen. Insgesamt nutzten 46 Schüler dieses Angebot.

💉 Impfaktion am Gymnasium

Am 16. März 2026 führte das Gesundheitsamt Rosenheim die HPV-Impfungen im Rahmen einer Schulaktion durch. Die Aktion richtete sich an alle Klassenstufen von 5 bis 11.

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim, sagte wörtlich:„Gebärmutterhalskrebs wird nahezu immer durch Humane Papillomviren verursacht. Er verursacht schweres Leid, kann ein höheres Risiko für Frühgeburten darstellen, auch durch die damit verbundene operative Therapie, und auch einen tödlichen Verlauf nehmen.“  In Rosenheim seien die Impfquoten deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt. In enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung des Karolinen-Gymnasiums seien darum Schüler sowie ihre Eltern in diesem Schuljahr für das Thema HPV sensibilisiert und im Rahmen der Schulaktion Impfungen angeboten worden. Insgesamt ließen sich 46 Schüler zwischen neun und 17 Jahren impfen. Die Aktion wertete das Gesundheitsamt als großen Erfolg.

📊 Impfquoten in Rosenheim

Die HPV Impfquote im Landkreis Rosenheim liegt laut dem Rosenheimer Gesundheitsamt unter dem bayerischen Durchschnitt:

  • Mädchen 15 Jahre: 39 % (Stadt Rosenheim: 43 %), bundesweit 55 %
  • Jungen 15 Jahre: 17 % (Stadt Rosenheim: 21 %), bundesweit 36 %

HPV-Impfungen werden weiterhin am Gesundheitsamt Rosenheim sowie bei Haus-, Kinder- und Frauenärzten angeboten.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Staatspreis 2026: Rosenheimer Berufsschüler feiern ihre Top-Leistungen

Staatspreis 2026: Rosenheimer Berufsschüler feiern ihre Top-Leistungen

Wasserburg / Landkreis – Über 100 Absolventen der vier Berufsschulen im Landkreis Rosenheim wurden am Freitag (27. 3. 2026) im historischen Rathausaal in Wasserburg für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Viele von ihnen schlossen ihre Ausbildung mit der Traumnote 1,0 ab.

🏅 Landrat Lederer lobt Einsatz und Disziplin

„Den Staatspreis bekommt man nicht einfach so. Hinter dieser Auszeichnung stehen Einsatz, Disziplin, Ausdauer – und oft auch der Wille, noch einen Schritt weiterzugehen, wenn es eigentlich schon gereicht hätte“, sagte Landrat Otto Lederer. „Sie dürfen stolz auf sich sein. Wir alle sind es.“

💡 Erfolg als Chance für die Zukunft

Wasserburgs erster Bürgermeister Michael Kölbl betonte in seinem Grußwort, dass der Staatspreis eine ideale Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Zukunft ist, die oft auch eine erfüllende private Zukunft begleiten kann. „Nutzen Sie Ihre Chancen, schauen Sie neugierig hinter die Türen, die sich Ihnen öffnen“, riet er den Absolventen.
Auch Claus Schemm, Schulleiter am Beruflichen Schulzentrum Rosenheim I, würdigte die Leistungen der Staatspreisträger: „Können und Haltung im Alltag macht bei ihnen den Unterschied. Deswegen sitzen Sie heute hier.“

🎓 Urkunde und Geldpreis als Anerkennung

Als Zeichen der Anerkennung erhielten die Geehrten eine Urkunde sowie einen Geldpreis von 50 Euro, bereitgestellt vom Landkreis Rosenheim und der Regierung von Oberbayern.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

Großhöhenrain: RO6 in den Osterferien teilweise gesperrt

Großhöhenrain: RO6 in den Osterferien teilweise gesperrt

Großhöhenrain / Landkreis Rosenheim – In Großhöhenrain (Landkreis Rosenheim) muss auf der RO 6 in den Osterferien mit Verkehrseinschränkungen gerechnet werden. Straßenbauarbeiten sorgen an mehreren Tagen für Vollsperrungen und Umleitungen.

Das Rosenheimer Landratsamt informiert: Ab dem heutigen 1. April 2026 ist die RO 6 in der Ortsdurchfahrt von Großhöhenrain teilweise komplett gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Kreuzung RO 6/Kirchdorfer Straße und der Kreuzung RO 6/RO 3. Eine Umleitung ist ausgeschildert und führt über Kleinhöhenrain, Feldkirchen und Aschhofen.

🛠️ Sperrzeiten und Verkehrsregelung

Vollständig gesperrt ist die RO 6 an folgenden Tagen:

  • Mittwoch und Donnerstag, 01./02. April 2026
  • Dienstag und Mittwoch, 07./08. April 2026

Von Karfreitag bis Ostermontag (03.–06. April) ist die Straße halbseitig befahrbar und wird mit einer Ampelregelung gesteuert.

⚡ Hintergrund der Bauarbeiten

Im Rahmen der Bauarbeiten verlegt die Bayernwerke Kabel. Da die Arbeiten stark witterungsabhängig sind, kann es zu Verschiebungen im Terminplan kommen.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neu Tankregeln – wann tankst Du am günstigsten?

Neu Tankregeln – wann tankst Du am günstigsten?

Rosenheim – Seit dem heutigen  1. April 2026 gelten in Deutschland neue Regeln für Tankstellen: Die Preise dürfen künftig nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags steigen – Preissenkungen bleiben jederzeit möglich. Das hat Auswirkungen darauf, wann man jetzt am besten tankt.

Ab heute dürfen Tankstellen ihre Spritpreise nur noch einmal am Tag erhöhen – um genau 12 Uhr mittags. Frühere Praxis, bei der Preise mehrmals täglich angepasst wurden, gehört damit der Vergangenheit an. Sinkende Preise bleiben jedoch weiterhin jederzeit möglich, sodass sich der Tagesverlauf der Spritpreise nun deutlich verändert.

🕐 Vormittags tanken lohnt sich jetzt am meisten

Bislang waren oft Abend- oder Nachtstunden besonders günstig, weil die Preise nachmittags oder abends gesenkt wurden. Mit der neuen Regel ist das anders: Direkt nach 12 Uhr greifen viele Tankstellen die erlaubte Erhöhung – der Preis bleibt dann erst einmal hoch.

Die Folge: Wer sparen möchte, sollte laut Auskunft von Experten künftig vormittags, am besten vor 12 Uhr, tanken. In dieser Phase liegen die Preise in der Regel noch auf dem Niveau vom Vortag oder leicht darunter. Spätere Senkungen am Nachmittag erreichen oft nicht mehr die vormittäglichen Preisvorteile.

💡 Was bedeutet das für Autofahrer?

Die neue Preisregel soll vor allem für Planbarkeit im Tagesverlauf sorgen. Starke Preisschwankungen, wie sie früher innerhalb eines Tages vorkamen, sollen reduziert werden. Ob die Preise insgesamt dadurch dauerhaft sinken, ist jedoch unklar.

Kurz gesagt: Wer vormittags tankt, nutzt den günstigsten Abschnitt des Tages. Nachmittags oder abends zu tanken, ist dagegen meist wohl teurer.  Auf die früher oft günstigen Abendpreise sollte  man dagegen nicht mehr hoffen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Osterverkehr rollt an: Gründonnerstag dürfte staureichster Tag werden

Osterverkehr rollt an: Gründonnerstag dürfte staureichster Tag werden

Rosenheim – Zum langen Osterwochenende erwartet der ADAC eine deutlich erhöhte Verkehrsdichte auf Deutschlands Autobahnen. Besonders am Gründonnerstag dürfte es auf vielen Strecken zu langen Staus kommen.

Zum Osterreiseverkehr rechnet der ADAC mit einem spürbar höheren Verkehrsaufkommen auf Deutschlands Autobahnen. Urlaubsreisen in Richtung Süden, Besuche bei Verwandten sowie zahlreiche Kurztrips sorgen für volle Straßen. Neben klassischen Zielen wie Nord- und Ostsee stehen weiterhin auch höher gelegene Wintersportgebiete in den Alpen hoch im Kurs.

Die Lage verschärft sich zusätzlich, weil in insgesamt zwölf Bundesländern bereits Osterferien sind. Mit Sachsen, Thüringen und dem Saarland starten nun weitere Bundesländer in die schulfreie Zeit – der Reiseverkehr dürfte sich damit nochmals verdichten.

Gründonnerstag besonders staugefährdet

Bereits am Mittwoch vor Gründonnerstag ist mit einer deutlichen Zunahme des Verkehrs zu rechnen, da viele Reisende früher starten, um den Hauptreisetag zu umgehen. Am Gründonnerstag selbst dürfte die Staugefahr ihren Höhepunkt erreichen. Besonders am Nachmittag und in den Abendstunden müssen Autofahrer auf den Fernstraßen mit erheblichen Verzögerungen rechnen.

Deutlich entspannter dürfte die Lage am Karsamstag und Ostersonntag sein – sie gelten als die verkehrsärmsten Tage des langen Wochenendes. Am Ostermontag rollt dann die nächste Reisewelle: Vor allem am Nachmittag und Abend sorgt der Rückreiseverkehr für zahlreiche Staus. Auch in den Tagen danach bleibt es regional angespannt, da in mehreren norddeutschen Bundesländern die Ferien enden.

Viele bekannte Engstellen betroffen

Für etwas Entlastung sorgen die Feiertagsfahrverbote für Lkw über 7,5 Tonnen an Karfreitag und Ostermontag jeweils von 0 bis 22 Uhr. Insgesamt bleibt die Staugefahr jedoch hoch.

Besonders belastet sind laut ADAC unter anderem folgende Autobahnen (in beide Richtungen):

  • A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg
  • A1/A3/A4 Kölner Ring
  • A2 Oberhausen – Dortmund und Braunschweig – Magdeburg
  • A3 Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Görlitz – Dresden – Chemnitz
  • A5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Frankfurt – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte und Hannover – Flensburg
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A44 Dortmund – Kassel
  • A81 Heilbronn – Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96 Lindau – München
  • A99 Autobahnring München

Auch im Ausland müssen sich Reisende auf Verzögerungen einstellen. In Österreich betrifft das vor allem die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn. In der Schweiz gelten die A1, A2 und A3 als staugefährdet. In Italien ist insbesondere die Brennerroute betroffen, zusätzlich kann es in beliebten Tälern wie dem Puster-, Grödner-, Gadertal und Vinschgau zu mehr Verkehr kommen.
Bei der Einreise nach Deutschland sind weiterhin Grenzkontrollen möglich, wodurch es zu Wartezeiten an einzelnen Übergängen kommen kann.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Christkönigkirche, Rosenheim, 1940

Christkönigkirche, Rosenheim, 1940

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1940. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Rosenheimer Christkönigkirche.

Passend zum Start in den Monat April präsentieren wir Euch heute ein altes Foto, von dem wir wissen, dass es tatsächlich einst in diesem Monat entstand. Darauf zu sehen ist die Rosenheimer Christkönigkirche – im Jahr 1940 stand sie quasi noch auf dem Land. Diese Zeiten sind längst vorbei. Das Gebiet drumherum ist heute dicht bebaut.
Noch Fakten zur Kirche: feierlich eingeweiht wurde sie am 29. Oktober 1929 von Kardinal Faulhaber. Erbaut wurde sie von Adolf Muesmann.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Unser Aprilscherz 2026: Rosenheim plant Drohnen-Landeplatz am Max-Josefs-Platz – Stadtrat will „Leuchtturmprojekt“

Unser Aprilscherz 2026: Rosenheim plant Drohnen-Landeplatz am Max-Josefs-Platz – Stadtrat will „Leuchtturmprojekt“

Rosenheim – Was zunächst als Gedankenspiel im Stadtenwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss begann, könnte nun überraschend schnell konkrete Formen annehmen: Rosenheim soll einen eigenen Drohnen-Landeplatz bekommen – und zwar mitten im Herzen der Stadt.

Update 2.4.2026: Die meisten haben es ja schon erkannt, aber einige zweifelten dann doch: Stimmt das ? Wir lösen auf: Nein – bei diesem Artikel handelt es sich um unseren Aprilscherz 2026. 😉👍

Ausgangspunkt war die Quartiersentwicklung im Rosenheimer Stadtteil Endorfer Au. Dort wurde am Montag (23.3.2926) im Ausschuss auch über langfristige Perspektiven gesprochen. Aus den Reihen der Freien Wähler kam dabei der Appell, bei der Planung „nicht nur an heute, sondern an übermorgen“ zu denken – und dabei auch technologische Entwicklungen stärker einzubeziehen.

Was dann folgte, entwickelte schnell eine ganz eigene Dynamik.

Die Stadträte zeigten sich fraktionsübergreifend so angetan von der Idee, dass sie sich spontan dafür aussprachen, nicht erst die Entwicklung der Endorfer Au abzuwarten, sondern den Einstieg in die Drohnen-Infrastruktur möglichst rasch zu prüfen.

„Im klassischen ÖPNV gibt es noch viel zu tun. Aber in der Luft können wir durchstarten“, heißt es aus den Reihen der Grünen. Zustimmung kam auch von SPD, CSU und AfD. Ein Stadtrat brachte es auf den Punkt: „Rosenheim ist Holzstadt, Bierstadt, Herbstfest-Stadt – warum nicht auch Drohnen-Stadt? Das hat doch Aufwind.“

Blick in die Welt – und nach oben

Tatsächlich ist die Idee nicht ganz aus der Luft gegriffen. International sind Drohnen längst im Einsatz: In China werden sie für Lieferungen genutzt, in afrikanischen Ländern wie Rwanda und Ghana transportieren sie Medikamente in entlegene Regionen. In Australien gehören Drohnenlieferungen in Städten wie Canberra bereits zum Alltag. Auch in Europa gibt es erste Projekte, etwa in Helsinki oder Irland.

In Deutschland wiederum existiert in Lüdenscheid ein genehmigter Drohnen-Linienbetrieb – bislang allerdings ausschließlich für industrielle Zwecke.

Die Vorteile liegen aus Sicht der Befürworter auf der Hand: schnellere Lieferzeiten, weniger Verkehr auf den Straßen – und ein Innovationsschub für die Stadt.

„Wenn wir das wollen, dürfen wir nicht kleckern, sondern müssen klotzen“, so ein Stadtrat. Ziel sei ein flächendeckendes Drohnen-Verkehrsnetz mit Verbindungen in alle Stadtteile – perspektivisch sogar in den gesamten Landkreis. „Das wird ein echtes Leuchtturmprojekt.“

Leuchtturm im wahrsten Sinne des Wortes

Und genau dieser Begriff wurde im weiteren Verlauf der Diskussion überraschend wörtlich genommen.

Denn eine der größten Herausforderungen bei Drohnenlieferungen sind geeignete Landeplätze. In vielen Städten wird deshalb auf Abseilsysteme oder Dachstationen gesetzt. Die Rosenheimer Stadtverwaltung brachte nun einen Vorschlag ins Spiel, der für Aufmerksamkeit sorgen dürfte:

Ein zentraler Drohnen-Turm – auf dem Max-Josefs-Platz.

„Dort steht ohnehin die barrierefreie Teil-Pflasterung an. Das ließe sich gut verbinden“, sagten die Stadträte. Der Turm soll dabei nicht nur funktional sein, sondern auch gestalterisch Akzente setzen. Geplant ist ein offener Kunstwettbewerb.

Ein Stadtrat zeigte sich bereits inspiriert: „Warum nicht eine überdimensionale Rose? Die Drohnen könnten darauf landen wie Bienen. Das wäre ein echter Hingucker mit Summ-Effekt.“

Erinnerungen wurden dabei auch an die bekannte Skulptur am Rosenheimer Bahnhof wach – die „zweibeinige Uhr ohne Uhrzeiger“, bei der man die Zeit also nicht ablesen kann, die aber überregional für Gesprächsstoff gesorgt hat. Ein ähnlicher „Buzz“ wird nun offenbar auch für das neue Projekt angestrebt.

Drohnen bis unters Dach

Doch damit nicht genug: Perspektivisch könnten auch in den Stadtteilen entsprechende Strukturen entstehen. Diskutiert wird, Hausdächer schrittweise mit kleineren Landeplätzen auszustatten.

Die erwarteten Effekte gehen dabei weit über die Logistik hinaus:
„Viele Autos könnten stehen bleiben, vielleicht braucht es auch weniger Fahrräder. Das würde einige Diskussionen in der Verkehrspolitik elegant umfliegen“, so ein Teilnehmer der Sitzung.

Auch innerhalb der Stadtverwaltung könnten Drohnen künftig eine größere Rolle spielen. Ein Vorschlag aus dem Gremium: interne Postzustellung ausschließlich per Drohne.

„Die Fenster sollten dann allerdings geöffnet bleiben – sonst gibt es einen Rückstau im Luftraum“, wurde augenzwinkernd angemerkt.

Ob und wann die Pläne tatsächlich abheben, bleibt abzuwarten. Klar ist aber schon jetzt: In Rosenheim denkt man offenbar nicht nur in neuen Bahnen – sondern zunehmend auch in neuen Flughöhen
(Quelle: Artikel Karin SummSam / Beitragsbild: ai generiert) 

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Mittwoch, 1. April – Guten Morgen!

Wusstest du, dass unsere QWERTZ-Tastatur ursprünglich gar nicht auf Schnelligkeit ausgelegt war?
Ihre Anordnung wurde bewusst so gewählt, dass Schreibmaschinen langsamer bedient werden konnten – damit sich die filigrane Mechanik nicht verhakt.
Bis heute nutzen wir dieses System – obwohl es effizientere gäbe.

Vielleicht hinterfragst Du heute eine Gewohnheit – sie hat oft einen überraschenden Ursprung.

Wir wünschen Dir einen neugierigen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)