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Warum pfeifen wir? Drei junge Schiedsrichter aus Vogtareuth berichten

Die drei neuen Jugend-Schiedsrichter vom SV Vogtareuth. Foto: Copyright SV Vogtareuth

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

11. Januar 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Vogtareuth / Landkreis Rosenheim – Stolz auf seinen Nachwuchs an der Pfeife: Der SV Vogtareuth darf sich seit letztem Jahr über drei neue junge Schiedsrichter freuen. Maxi Wiesmeier (13), Moritz Trattner (13) und Leonhard Gaßner (14) haben sich im C-Jugend-Alter für diese verantwortungsvolle Aufgabe entschieden. Alle drei sind aktive Fußballer im Verein und leiten seit einem Jahr offiziell Jugendspiele der Schiedsrichtergruppe Chiem.

Im Januar 2025 starteten die drei ihre Schiedsrichterausbildung. In mehreren Theorieeinheiten sowie einer Lauf- und Abschlussprüfung eigneten sie sich das nötige Regelwissen an. „Man musste schon lernen und die Regeln verstehen, aber es war gut machbar – vor allem, wenn man selbst Fußball spielt“, berichtet Moritz Trattner. Die Ausbildungskosten in Höhe von rund 100 Euro übernahm der SV Vogtareuth vollständig, ebenso die notwendige Ausrüstung.

Erste Spiele unter Begleitung

Der Einstieg ins aktive Pfeifen erfolgte behutsam: Beim ersten Spiel wurden die Jung-Schiedsrichter von erfahrenen Paten begleitet. „Das gibt Sicherheit, gerade am Anfang“, sagt Leonhard Gaßner. „Man lernt, mit Drucksituationen umzugehen und klare Entscheidungen zu treffen.“ Auch Maxi Wiesmeier erinnert sich noch gut an seinen ersten Einsatz: „Ich war nervös, aber danach richtig stolz.“

Persönliche Vorteile und Gemeinschaft

Neben einem kleinen Verdienst – derzeit 31 Euro pro Spiel plus Fahrtkosten – bringt das Schiedsrichtersein vor allem persönliche Vorteile. Die Jugendlichen berichten von wachsendem Selbstbewusstsein, besserem Regelverständnis und mehr Verständnis für Entscheidungen auf dem Platz. „Als Spieler sieht man viele Situationen jetzt ganz anders“, meint Moritz Trattner schmunzelnd.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Gemeinschaft innerhalb der Schiedsrichtergruppe Chiem. Lehrabende, gemeinsame Veranstaltungen, Turniere und sogar Spiele gegen prominente Gegner wie die Schiedsrichter des FC Bayern sorgen für Teamgeist und besondere Erlebnisse. „Man lernt viele neue Leute kennen und ist Teil eines starken Netzwerks“, so Maxi Wiesmeier.

Wichtiger Beitrag für den Verein

Auch für den Verein selbst ist das Engagement der drei Jung-Schiedsrichter von Bedeutung. Vereine sind verpflichtet, Schiedsrichter zu stellen – andernfalls drohen Strafzahlungen. Umso erfreulicher ist es, wenn der Nachwuchs Verantwortung übernimmt. „Das ist gut für den Ruf des Vereins und eine echte Ehre“, betont Leonhard Gaßner.

Alle drei sind sich einig: Die Ausbildung zum Schiedsrichter ist eine klare Empfehlung für andere Jugendliche. „Man übernimmt Verantwortung, verdient etwas Geld und entwickelt sich persönlich weiter“, fasst Maxi Wiesmeier zusammen.

Der nächste Neulingskurs der Schiedsrichtergruppe Chiem startet Ende Februar 2026.
(Quelle: Pressemitteilung SV Vogtareuth / Beitragsbild: SV Vogtareuth)

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