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Blackout als Weckruf: Johanniter schulen für den Krisenfall

Blackout -Symbol gezeichnet mit Stromstecker und Glühlampe vor Nachtszenario. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

17. April 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Am 27. April und 15. Mai bieten die Johanniter-Unfall-Hilfe in Wasserburg kostenfreie Kurse zur Krisenvorsorge an – nach dem Stromausfall am 1. April  in teilen des Landkreises Rosenheim ein Thema mit neuer Aktualität.

Ein Stromausfall in Teilen der Landkreises Rosenheim am 1. April habe gezeigt, wie abhängig der Alltag von funktionierender Infrastruktur ist. Fallen Strom, Wasser oder Kommunikationswege aus, geraten viele Abläufe schnell ins Stocken.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe im Ortsverband Oberbayern-Südost reagieren darauf mit speziellen Schulungen in Wasserburg. In den kostenfreien Kursen „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten – Modul 2: Vorbeugung und Reaktion im Zivilschutz und Katastrophenfall“ lernen Teilnehmer in rund zweieinhalb Stunden, wie sie sich auf Krisensituationen vorbereiten und im Ernstfall handlungsfähig bleiben.

Praktische Themen im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stehen praktische Themen wie Notfallvorräte, organisatorische Vorsorge und wichtige Dokumente. Ziel ist es, Menschen dazu zu befähigen, sich selbst und ihre Familie zu versorgen und auch im Umfeld Unterstützung zu leisten, bis professionelle Hilfe eintrifft.

Kursleiterin Vera Berninger berichtet aus der Praxis, wie sehr das vermittelte Wissen zur Sicherheit beiträgt. Gleichzeitig entlaste Vorsorge auch die Einsatzkräfte. „Bei einem Stromausfall ist uns natürlich sehr geholfen, dass wir uns um medizinische Notfälle und Ähnliches kümmern können und nicht am zweiten Tag alle Menschen auf der Straße stehen, weil sie kein Trinkwasser mehr zu Hause haben“, sagt sie.

Ein wichtiger Aspekt der Schulungen ist dabei der richtige Umgang mit dem Thema Krise. Es gehe darum, vorbereitet zu sein, ohne Angst zu schüren. „Das ist vergleichbar mit einer Brandschutzversicherung. Keiner will, dass es bei ihm daheim brennt, aber jede und jeder hat eine Brandschutzversicherung. Und da würde ich auch die ganze Befähigung für Krisensituationen mit einordnen“, erklärt Berninger.

Weiteres Angebot an pflegende Angehörige

Ein weiteres Angebot richtet sich gezielt an pflegende Angehörige: Am 20. Juni findet erstmals der Kurs „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten – Modul 4: Private Begleitung von Hilfebedürftigen mit Pflegebedarf im Zivilschutz und Katastrophenfall“ statt. Dort erhalten Teilnehmer praxisnahe Tipps, wie sie Menschen mit Pflegebedarf auch in Ausnahmesituationen sicher begleiten und versorgen können.

Weitere Informationen zu Inhalten, Terminen und Anmeldung sind online verfügbar.
(Quelle: Pressemitteilung Johanniter / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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