Traunstein – Wie funktioniert Künstliche Intelligenz wirklich? An den Privatschulen Dr. Kalscheuer in Traunstein entwickeln Schüler eigene KI-Systeme – und lernen dabei, diese kritisch zu hinterfragen.
An den Privatschulen Dr. Kalscheuer geht man beim Thema Künstliche Intelligenz einen besonderen Weg. In der sogenannten KAI-Lernwerkstatt bauen Schüler der 13. Klasse eigene Anwendungen auf Basis von Large Language Models, verknüpfen diese mit Wissensdatenbanken und integrieren sie in Webseiten.
Die Ergebnisse reichen von einem schüchternen Chatbot namens K.I.R.A. bis hin zu einem humorvollen virtuellen Autoteile-Verkäufer.
Lernen am eigenen System
Kern des Projekts ist der kontextsensitive Lernassistent KAI (Kalscheuer Artificial Intelligence). Dieser greift ausschließlich auf Inhalte der schuleigenen Plattform „www.kalscheuer.ai“ zurück und ist für die Schüler vollständig transparent aufgebaut.
So wird nachvollziehbar, wie KI-Systeme funktionieren, eine wichtige Voraussetzung, um sie fundiert beurteilen zu können.
Das pädagogische Leitmotiv: „Die KI folgt dem Unterricht und nicht umgekehrt.“
Fokus auf kritische Reflexion
Neben der technischen Umsetzung steht die kritische Auseinandersetzung im Mittelpunkt. Die Jugendlichen analysieren gezielt typische Fehler von KI-Systemen, etwa Halluzinationen oder Verzerrungen, und nutzen diese als Lernanlass.
Ziel ist es, ein realistisches Bild von den Möglichkeiten und Grenzen Künstlicher Intelligenz zu entwickeln und deren Bedeutung für Beruf und Alltag einschätzen zu können.
Pilotprojekt mit Modellcharakter
Die KAI-Lernwerkstatt ist ein pädagogisches Pilotprojekt der Berufsfachschule für Kaufmännische Assistenten mit Schwerpunkt E-Business Management an den Privatschulen Dr. Kalscheuer in Traunstein. Sie greift aktuelle bildungspolitische Empfehlungen zur Förderung von KI-Kompetenzen auf.
Das Projekt wird von Lehrkräften entwickelt, laufend evaluiert und weiter ausgebaut. Gleichzeitig versteht es sich als offenes Konzept für wissenschaftlichen Austausch und Kooperationen – auch über die Region hinaus.
(Quelle: Pressemitteilung Privatschulen Dr. Kalscheuer gGmbH / Beitragsbild: Copyright Privatschulen Dr. Kalscheuer gGmbH)


0 Kommentare