Rosenheim – Rund um den öffentlichen Nahverkehr zur Zeit des Rosenheimer Herbstfestes kommt erneut Bewegung in die politische Diskussion. Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat jetzt einen neuen Antrag eingebracht, der den sogenannten „Promille-Express“ dauerhaft im Wiesn-Fahrplan verankern soll.
Erneut Diskussion um Wiesn-Nachtverkehr
Nach Angaben der Grünen geht es dabei um einen erweiterten Fahrplan während der Festzeit, der die Nacht- und Spätverbindungen im Stadtgebiet verbessern soll. Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und eine bessere Anbindung an das Herbstfest zu schaffen.
Die Fraktion knüpft damit an frühere Initiativen an. Bereits in den vergangenen Jahren war der „Promille-Express“ immer wieder Thema im Stadtrat – inklusive unterschiedlicher Definitionen dessen, was genau darunter zu verstehen ist. Während umgangssprachlich häufig alle Nachtbuslinien zur Wiesnzeit so bezeichnet werden, versteht die Stadt den Begriff deutlich enger..
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Grüne wollen Angebot ausweiten und verstetigen
In ihrem aktuellen Antrag fordert die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen unter anderem eine Ausweitung der Nachtverkehrslinien der Stadtverkehr Rosenheim GmbH: von Montag bis Mittwoch bis 23.30 Uhr, am Donnerstag bis 2 Uhr sowie am Freitag und Samstag bis 4 Uhr morgens. Zusätzlich soll geprüft werden, ob auch sonntags wieder ein erweitertes Busangebot zwischen 12 und 23.30 Uhr möglich ist.
„Wir wollen, dass alle Festbesuchenden eine zuverlässige und sichere Verbindung nach Hause finden“, erklären die Fraktionssprecherinnen Sonja Gintenreiter und Anna Rutz in dem Antrag. Das Angebot solle nach Wunsch der Grünen künftig jährlich zur Wiesnzeit fest eingeplant werden.
🔹 Zur Erinnerung: „Promille-Express“ – eine Dauer-Diskussion in Rosenheim
Der Begriff „Promille-Express“ taucht in Rosenheim seit Jahren im Zusammenhang mit dem Herbstfest auf – ist aber nicht eindeutig definiert.
- Umgangssprachlich wird damit oft der gesamte Nacht- und Spätverkehr während der Wiesnzeit bezeichnet.
- Aus Sicht der Stadt handelt es sich dagegen um konkrete, klar abgegrenzte Shuttle- bzw. Busverbindungen zwischen Innenstadt, Bahnhof und Festgelände.
- In den vergangenen Jahren gab es mehrfach politische Diskussionen über Umfang, Taktung und Finanzierung des Angebots.
- 2023 wurde der Service eingestellt, später teilweise wieder angepasst bzw. neu organisiert.
- Besonders kritisch gesehen wurde von vielen Wiesnbesuchern in der Vergangenheit vor allem das eingeschränkte Angebot an Wochenenden und am Sonntag.
Aktuell wird erneut über eine dauerhafte Ausweitung des Angebots im Stadtrat beraten. Die Grünen fordern eine feste jährliche Verankerung des erweiterten Busverkehrs während der Herbstfestzeit.
Auch der Sonntag spielt im Antrag erneut eine zentrale Rolle. Nach Vorstellung der Fraktion soll geprüft werden, ob ein durchgehender Betrieb an diesem Tag – wie bereits vor der Corona-Pandemie üblich – wieder möglich ist.
Sicherheit und Mobilität im Fokus
Begründet wird der Vorstoß mit der erhöhten Nachfrage während des Herbstfestes. Ein gut ausgebauter Shuttle- und Nachtverkehr könne nach Ansicht der Grünen dazu beitragen, riskante Fahrten im Straßenverkehr zu vermeiden und die Parksituation rund um das Festgelände zu entlasten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Innpuls.me)


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