Rund 500.000 Nymphensittiche lebten 2025 in deutschen Haushalten. Damit sind sie nach Wellensittichen die beliebtesten Ziervögel, wie eine Erhebung des Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) gemeinsam mit dem ZZF – Zentralverband der Heimtierbranche zeigt. Neben ihrem Aussehen spielt dabei offenbar auch ihr ausgeprägtes Kommunikationsverhalten eine Rolle.
Pfeifen als Zeichen von Wohlbefinden
Ruhige, melodische Pfeiftöne gelten meist als gutes Zeichen. Sie deuten darauf hin, dass sich der Vogel sicher und ausgeglichen fühlt. Vor allem Hähne „singen“ dabei regelrechte Melodien und kommentieren ihre Umgebung.
Auch das Nachahmen von Geräuschen gehört dazu. „Ein gleichmäßiges, ruhiges Singen ist in der Regel ein positives Signal“, erklärt Vogelexpertin Hildegard Niemann. Der Vogel sei dann entspannt und fühle sich wohl. Lautere Gesänge mit bestimmten Körperhaltungen können dagegen Teil des Balzverhaltens sein.
Rufe, Schreie und leise Töne
Lautes Rufen dient vor allem der Kontaktaufnahme. In der Natur halten Nymphensittiche so den Schwarm zusammen. Im Haushalt kann das verstärkt auftreten, wenn der Vogel sich allein fühlt oder Bezugspersonen aus dem Raum gehen.
„Manche Halter reagieren sofort auf diese Rufe – das kann das Verhalten ungewollt verstärken“, so Niemann. Dennoch solle immer geprüft werden, ob der Vogel tatsächlich Aufmerksamkeit braucht.
Schrille, kurze Schreie deuten dagegen häufig auf Aufregung oder Stress hin. Auch scheinbar kleine Veränderungen in der Umgebung können bei den sensiblen Tieren bereits Auslöser sein.
Zeichen von Ruhe und Entspannung
Ein leises Knirschen oder Murmeln des Schnabels gilt als typisches Zeichen für Entspannung. Die Tiere sitzen dabei oft aufgeplustert und ruhig auf ihrer Stange und dösen.
Verhalten immer im Gesamtbild betrachten
Wichtig für Halter ist laut Experten, Laute nie isoliert zu bewerten. Erst im Zusammenspiel mit Körpersprache und Situation im Käfig oder Raum ergibt sich ein klares Bild. So lässt sich besser erkennen, ob ein Vogel entspannt ist oder Stress empfindet.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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