Rosenheim – Der BUND Naturschutz sammelt aktuell Unterschriften gegen die geplante Entwicklung im Bereich Marienberger Straße im Rosenheimer Norden. Noch bis einschließlich Freitag, 12. Juni, ist das Team dafür auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim aktiv.
Hintergrund ist die geplante 55. Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Bebauungsplan „Marienberger Straße Nord“. Vorgesehen ist eine großflächige Entwicklung im Norden der Stadt mit Wohn- und Gewerbenutzung auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Der BUND Naturschutz (Kreisgruppe und Landesverband) lehnt die Planungen in einer Stellungnahme ab. Kritisiert werden insbesondere der Flächenverbrauch von rund 10,5 Hektar sowie aus ihrer Sicht fehlende Priorität für Innenentwicklung vor Außenentwicklung.
Auch bestehende Grünflächen, die laut Klimaanpassungskonzept der Stadt wichtige Funktionen als Kaltluftleitbahnen übernehmen, seien betroffen. Der Verband verweist zudem auf mögliche Auswirkungen auf das Stadtklima sowie auf Risiken durch Starkregenereignisse in einem als wassersensibel eingestuften Gebiet.
Darüber hinaus sieht der BUND Naturschutz mögliche Folgen für die Nahversorgung in umliegenden Stadtteilen und Gemeinden, falls zusätzliche großflächige Einzelhandelsstrukturen entstehen.
Neben dem BUND äußert auch die Interessengemeinschaft Rosenheim Nord Kritik an den Planungen. Sie warnt unter anderem vor zusätzlichem Verkehr, dem Verlust der Grünzäsur zwischen Rosenheim und Westerndorf St. Peter sowie einer aus ihrer Sicht zu massiven Bebauung.
Der Stadtrat hatte dem Projekt bereits zugestimmt (wir berichteten) Dennoch bleibt der Widerstand in der Bürgerschaft bestehen – die laufende Unterschriftenaktion soll diesen nun sichtbar machen.
(Quelle: BUND Naturschutz Kreisgruppe Rosenheim / Interessengemeinschaft Rosenheim Nord / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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