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TH Rosenheim setzt auf nachhaltige Zukunft – neue Strategie vorgestellt

Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit an der TH Rosenheim: (v.l.) Vizepräsident Prof. Dr. Uwe Strohbeck, Prof. Dr.-Ing. Isabell Nemeth, das Team für Klimaschutzmanagement der Hochschule mit Rosina Lohmeyer und Dr. Bettina Ruth-Anneser, sowie Präsident Prof. Heinrich Köster bei der Vorstellung der neuen Nachhaltigkeitsstrategie. (Foto: Julia Hinterseer)

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

10. Juni 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Wie nachhaltig kann eine Hochschule sein? Die Technische Hochschule Rosenheim hat jetzt ihre neue Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt – und will damit ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung dauerhaft im Hochschulalltag verankern.

Die Strategie betrifft dabei alle Bereiche: von Lehre und Forschung über den Campusbetrieb bis hin zur Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft. Grundlage sind die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs). Entwickelt wurde das Konzept seit 2023 in gemeinsamen Workshops mit Hochschulangehörigen.

„Mit Blick auf die Alpen gestalten wir einen grünen Campus, der Tradition und nachhaltige Zukunft verbindet“, beschreibt die Hochschule ihre Vision. Nachhaltigkeit solle dabei nicht als Einzelmaßnahme verstanden werden, sondern als übergreifende Aufgabe in allen Bereichen.

Auch Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster betont den umfassenden Anspruch: Nachhaltigkeit sei nicht nur ein ökologisches Thema, sondern ein Gesamtkonzept, das auch soziale und wirtschaftliche Verantwortung einschließe. Gleichzeitig verweist er darauf, dass die Umsetzung ambitionierter Ziele nur im Rahmen der vorhandenen finanziellen und strukturellen Möglichkeiten erfolgen könne.

Sechs Handlungsfelder für mehr Nachhaltigkeit

Die Strategie der TH Rosenheim ist in sechs Bereiche gegliedert: nachhaltige Lehre, Forschung, Hochschulsteuerung, Campusbetrieb, studentisches Engagement sowie Vernetzung und Transfer. Sie ergänzt das bereits bestehende Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2022, das vor allem konkrete Maßnahmen zur Emissionsreduktion und Energieeffizienz enthält.

Bereits umgesetzt wurden laut Hochschule unter anderem neue Fahrradstellplätze, ein Bikesharing-Angebot, Aktionen rund ums Radfahren, die Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität sowie der Bezug von klimaneutralem Strom. Auch Photovoltaik und nachhaltige Bauprojekte spielen eine zentrale Rolle.

Ein Schwerpunkt ist der neue Technologiepark mit Studierendenzentrum – das größte Bauprojekt der Hochschule. Es wird in Holz-Hybridbauweise errichtet und soll besonders energieeffizient betrieben werden. Ziel ist eine Zertifizierung nach „Nachhaltiges Bauen“ in Gold.

Schrittweise Umsetzung geplant

Die Hochschule betont zugleich, dass viele Maßnahmen nur schrittweise umgesetzt werden können, da sie oft projektfinanziert sind. Als großer Arbeitgeber in der Region sieht sich die TH Rosenheim dennoch in der Verantwortung, Ressourcen nachhaltig einzusetzen.
Geplant sind unter anderem ein Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001, zusätzliche Energieeinsparmaßnahmen sowie mehr Begrünung und Entsiegelung am Campus. Auch ein sogenanntes „Green Office“ soll von Studierenden aufgebaut werden.

Vizepräsident Prof. Dr. Uwe Strohbeck sieht Nachhaltigkeit als zentralen Zukunftsfaktor – sowohl in der Lehre als auch für die Attraktivität der Hochschule als Studien- und Lebensort.
(Quelle: Technische Hochschule Rosenheim / Beitragsbild: Julia Hinterseer)

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