Rosenheim – Wenn niemand für eine Beerdigung aufkommen kann oder Angehörige fehlen, sorgt die Stadt für eine würdevolle Bestattung: Bei einer Sozialbestattung werden Verstorbene gemeinsam beigesetzt. Am Mittwoch, 24. Juni, findet in Rosenheim erneut eine öffentliche Trauerfeier für zehn Verstorbene statt.
Am Mittwoch, 24. Juni 2026, werden auf dem städtischen Friedhof Rosenheim im Rahmen einer Sozialbestattung zehn Verstorbene gemeinsam beigesetzt. Die öffentliche Trauerfeier beginnt um 11 Uhr in der Aussegnungshalle. Bürger sind zur Teilnahme eingeladen.
Sozialbestattungen werden durchgeführt, wenn die Kosten einer Bestattung nicht von Angehörigen oder anderen verantwortlichen Personen übernommen werden können oder keine Angehörigen vorhanden sind. Auch wenn keine finanziellen Mittel hinterlassen wurden, kommt diese Form der Beisetzung zum Einsatz.
Rechtsgrundlage ist das in Artikel 149 der Bayerischen Verfassung verankerte Recht auf eine „schickliche Bestattung“. Damit ist sichergestellt, dass jeder Mensch unabhängig von Vermögen, sozialem Status oder Religionszugehörigkeit würdevoll beigesetzt wird.
Ökumenische Trauerfeier
Die Trauerfeier wird ökumenisch gestaltet. Beteiligt sind die katholische und evangelische Seelsorge sowie das Ordnungsamt und die Friedhofsverwaltung der Stadt Rosenheim.
Unterstützt wird die Bestattung auch durch lokale Betriebe: Eine Rosenheimer Gärtnerei stellt Blumengestecke für die Urnen kostenfrei zur Verfügung, die Holzurnen werden von einem Unternehmen gespendet.
Die Grabstätte für Sozialbestattungen wurde Ende 2025 neu gestaltet. Sie erhielt eine Steineinfassung, eine neue Bepflanzung sowie eine zusätzliche Namensplatte, auf der künftig die Namen der dort beigesetzten Verstorbenen verzeichnet werden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)


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