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Caritas steigt aus: Stadt will Hort in Pang sichern

Hintergrund. Kind baut mit Bauklötzen. Eingeblockt Foto; Blick auf Sitzungsunterlagen am Presstisch bei einer Sitzung. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

17. Juni 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Pang / Rosenheim – Aus wirtschaftlichen  und organisatorischen Gründen will die Caritas die Trägerschaft für den Hort „Kleine Helden“ in Pang abgeben. Um die rund 25 Hortplätze zu sichern, könnte die Stadt Rosenheim übergangsweise einspringen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat dazu am Dienstagabend beraten, die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat.

Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising gibt die Trägerschaft für den Hort im Kinderhaus an der Grundschule Pang zum Ende des Schuljahres 2025/2026 ab. Als Gründe werden wirtschaftliche und organisatorische Belastungen während der laufenden Bau- und Erweiterungsmaßnahmen genannt.

Der Hort war 2019 gemeinsam mit einer Kindergartengruppe gestartet. Durch die derzeit laufenden Umbaumaßnahmen ist der Betrieb seit längerer Zeit eingeschränkt und teilweise ausgelagert. Die vollständige Erweiterung des Kinderhauses mit künftig drei Kindergarten- und zwei Hortgruppen ist für 2027 vorgesehen.

Stadt als möglicher Übergangsträger

Da sich kein freier Träger für die Übernahme der Hortgruppe gefunden hat, bietet sich die Stadt Rosenheim an, die Trägerschaft übergangsweise selbst zu übernehmen. Ziel wäre es, die rund 25 Hortplätze in Pang auch im Schuljahr 2026/2027 zu sichern.

Die Betreuung soll während der Übergangszeit weiterhin im Pfarrheim Pang im ersten Obergeschoss stattfinden. Das Mietverhältnis mit der Pfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt soll dafür bis mindestens Ende 2027 fortgeführt werden. Die monatlichen Mietkosten liegen bei rund 1.126 Euro.

Für den Betrieb der Übergangsgruppe müsste die Stadt zusätzlich Personal einstellen. Vorgesehen sind unter anderem eine Vollzeitstelle für eine Erzieherin oder einen Erzieher, eine Kinderpflegerstelle, eine weitere Vollzeitstelle im Berufspraktikum sowie eine Teilzeitstelle im hauswirtschaftlichen Bereich. Die jährlichen Kosten werden mit rund 193.000 Euro beziffert.

Alle bisherigen Beschäftigten des Caritas-Horts sollen im Falle einer Übernahme im Rahmen eines Betriebsübergangs von der Stadt weiterbeschäftigt werden.

„Hort auflösen keine Option“

Im Ausschuss wurde die Grundsatzfrage deutlich: Einspringen oder Schließung. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan machte klar, dass eine Auflösung des Horts aus Sicht der Verwaltung keine Option sei.

Quer durch die Fraktionen gab es Zustimmung für die vorgeschlagene Richtung. CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Bergmüller äußerte jedoch grundsätzliche Kritik am Rückzug der Caritas aus wirtschaftlichen Gründen und stellte die Frage, ob öffentliche Kitas künftig stärker in staatlicher Hand organisiert werden sollten.

Oberbürgermeister Erdogan verwies in diesem Zusammenhang auf die gesetzlich vorgeschriebene Trägervielfalt. Diese sei bewusst so angelegt, um Eltern Wahlmöglichkeiten zu bieten.

SPD-Fraktionsvorsitzende Elisabeth Jordan betonte neben der Trägervielfalt auch die Bedeutung einer Angebotsvielfalt, etwa bei den Betreuungszeiten. Auch Anna Rutz (Grüne) machte deutlich: „Wir brauchen jeden einzelnen Platz. Eine Auflösung des Horts kommt nicht infrage.“

Entscheidung im Stadtrat steht noch aus

Die Beratung im Haupt- und Finanzausschuss war eine Vorberatung. Die endgültige Entscheidung fällt in der Stadtratssitzung am 23. Juni. Damit soll die Hortbetreuung in Pang zunächst gesichert werden, bis die geplante Erweiterung des Kinderhauses mit insgesamt drei Kindergarten- und zwei Hortgruppen voraussichtlich im Jahr 2027 abgeschlossen ist.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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