Rosenheim – Das Hans-Klepper-Hallenbad in Rosenheim wird wohl in absehbarer Zeit saniert. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde am Dienstagabend (16.6.2026) über den Zustand des Bades sowie mögliche Fördermittel für anstehende Maßnahmen beraten. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat.
Das Hallenbad wurde zuletzt 2008 grundlegend saniert. Seitdem gab es nur kleinere Maßnahmen, etwa den Einbau einer Bio-Sauna im Jahr 2014. Eigentümerin des Bads sind die Stadtwerke Rosenheim (SWRO).
Nach Angaben der Stadt erfüllt das Bad zentrale Aufgaben für die Stadtgesellschaft – von der Schwimmausbildung über den Schulsport bis hin zu Gesundheitsförderung und sozialer Begegnung. Um diese Funktionen langfristig zu sichern, sind bauliche und technische Modernisierungen vorgesehen.
Sanierung mit Kosten von rund 1,6 Millionen Euro
Die Stadtwerke kalkulieren für die geplanten Maßnahmen mit Kosten von rund 1,64 Millionen Euro. Mit der Sanierung soll das Hallenbad technisch und baulich weiterentwickelt und langfristig erhalten werden.
Ein Teil der Finanzierung könnte über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ erfolgen. Der Bund fördert dabei je nach Projekt bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der verbleibende Anteil müsste über kommunale Mittel der Stadt Rosenheim abgesichert werden. Ob und in welchem Umfang Fördermittel fließen, ist offen. Klar scheint jedoch, dass die Sanierung des Rosenheimer Hallenbads in absehbarer Zeit notwendig werden dürfte.
Im städtischen Haushalt 2026 sind bislang keine Mittel für das Projekt eingeplant. Wie hoch der städtische Anteil am Ende tatsächlich ausfällt, hängt vom Ergebnis des Förderantrags und der weiteren Ausgestaltung der Finanzierung ab.
„Nicht akut, aber absehbar notwendig“
Im Ausschuss wurde auch über den Zustand des Hallenbads diskutiert. Auf Nachfrage aus den Reihen der Freien Wähler hieß es aus der Verwaltung: akut bestehe kein akuter Handlungsbedarf, in absehbarer Zeit werde eine Sanierung jedoch unvermeidbar.
CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Bergmüller äußerte sich skeptisch zu den Chancen auf eine Förderung. Diese seien seiner Einschätzung nach gering – „das wäre wie ein Lottogewinn“. Gleichzeitig betonte er, dass die Maßnahme unabhängig von einer Förderung perspektivisch ohnehin notwendig werde und im Finanzplan berücksichtigt werden müsse.
Entscheidung im Stadtrat steht noch aus
Die Beratung im Haupt- und Finanzausschuss ist eine Vorstufe. Die endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen fällt in der Stadtratssitzung am 23. Juni.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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