Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1980er-Jahre. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die kleine Fußgängerzone in Rosenheim – allerdings zu einer Zeit, als dort noch Autos, Lieferverkehr und Passanten gemeinsam den Straßenraum nutzten.
Das Bild zeigt einen Alltag, den sich viele heute kaum noch vorstellen können: Auf der Münchener Straße zwischen der heutigen König-Otto-Kreuzung und dem Bereich des ehemaligen Kaufhauses Karstadt rollte damals dichter Verkehr durch die Innenstadt. Gleichzeitig waren zahlreiche Menschen unterwegs, um in den Geschäften entlang der Straße einzukaufen.
Die Münchener Straße war schon damals eine der wichtigsten Einkaufsstraßen Rosenheims. Autos, Busse und Fußgänger mussten sich den begrenzten Platz teilen. Entsprechend lebhaft ging es in diesem Bereich der Innenstadt zu.
Der Weg zur Fußgängerzone
In den 1980er-Jahren begann Rosenheim damit, die Innenstadt schrittweise vom Autoverkehr zu entlasten und attraktiver für Fußgänger zu gestalten. Ein erster großer Schritt erfolgte 1984 mit der Umgestaltung zentraler Bereiche wie dem Max-Josefs-Platz.
Einige Jahre später folgte die Münchener Straße: Ab 1989 wurde der Abschnitt zwischen König-Otto-Kreuzung und dem damaligen Karstadt-Bereich zur sogenannten „kleinen Fußgängerzone“ umgebaut. Dafür wurden unter anderem neue Pflasterflächen geschaffen und die Straße neu gestaltet.
Anfang der 1990er-Jahre war die Umwandlung abgeschlossen. Seitdem gehört die Münchener Straße zum Fußgängerbereich der Rosenheimer Innenstadt.
Heute erinnert vor Ort kaum noch etwas daran, dass hier früher dichter Verkehr durch die Stadt rollte. Die historische Aufnahme zeigt damit nicht nur eine Straße, sondern auch den Wandel des Rosenheimer Stadtbildes.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)


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