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Weltkatzentag: 10 erstaunliche Fakten über unsere Samtpfoten

Katze

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

8. August 2026

Lesezeit: 4 Minute(n)

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Rosenheim / Region – Sie schlafen scheinbar den halben Tag, sitzen plötzlich auf den unmöglichsten Plätzen und wissen ganz genau, wann es Zeit für Futter ist. Katzen begleiten uns seit Jahrhunderten – und trotzdem gibt es bei den Samtpfoten noch einiges zu entdecken. Selbst wer schon lange mit einer Katze zusammenlebt, kennt vielleicht nicht alle ihre erstaunlichen Fähigkeiten. Zum Weltkatzentag am Samstag, 8. August, haben wir deshalb zehn Fakten zusammengestellt, die für den einen oder anderen Aha-Moment sorgen dürften.

 

Auch bei uns spielen Katzen eine wichtige Rolle im Alltag – wobei wir ehrlich gesagt manchmal den Eindruck haben, dass nicht wir die Katzen haben, sondern sie uns. Gimli, Rosie und Samwise gehören bei uns zur Familie und sind ganz offensichtlich die eigentlichen Herrscher im Haus. Zum Weltkatzentag zeigen wir euch deshalb nicht nur zehn erstaunliche Fakten über die Samtpfoten, sondern auch unsere drei ganz persönlichen „Hauschefs“ in einer kleinen Fotoreihe.

1. Katzen können Süßes nicht schmecken

Kuchen, Eis oder Schokolade können uns Menschen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Bei Katzen funktioniert das nicht. Ihnen fehlt ein funktionsfähiger Rezeptor für den süßen Geschmack. Katzen können unter anderem bitter, sauer, salzig und umami wahrnehmen, Süße gehört dagegen nicht zu ihren Geschmacksqualitäten.

2. Katzen haben ein zweites „Riechsystem“

Wenn eine Katze plötzlich mit leicht geöffnetem Maul dasitzt und dabei aussieht, als hätte sie etwas besonders Merkwürdiges gerochen, steckt dahinter ein spezielles Sinnesorgan: das Jacobson- oder Vomeronasalorgan. Es sitzt im Bereich des Gaumens und hilft dabei, bestimmte chemische Signale – unter anderem Pheromone – wahrzunehmen. Die Katze nimmt solche Informationen gewissermaßen über einen zusätzlichen Weg auf. Das typische „Stinkgesicht“ hat also einen ziemlich wissenschaftlichen Hintergrund.

3. Die raue Katzenzunge ist ein kleines Hightech-Werkzeug

Wer schon einmal von einer Katze abgeschleckt wurde, kennt das Gefühl: Die Zunge fühlt sich erstaunlich rau an. Verantwortlich dafür sind winzige, nach hinten gerichtete Hornzähnchen, sogenannte Papillen. Sie helfen beim Putzen des Fells und können dabei sogar verfilzte Stellen lösen. Die Papillen sind außerdem hohl und können Speichel aufnehmen und ins Fell transportieren. Die besondere Konstruktion der Katzensprache hat Forscher bereits zu technischen Entwicklungen inspiriert.

4. Katzen hören Töne, die wir gar nicht wahrnehmen

Unser Gehör endet ungefähr bei 20 Kilohertz. Katzen können dagegen deutlich höhere Frequenzen wahrnehmen – bis etwa 60 Kilohertz. Das ist für ein Raubtier durchaus praktisch: Auch die hohen Frequenzen von kleinen Beutetieren können so wahrgenommen werden.

5. Katzen haben ein drittes Augenlid

Im inneren Augenwinkel sitzt eine dünne, helle Membran, die bei Katzen normalerweise kaum auffällt. Dabei handelt es sich um das sogenannte dritte Augenlid. Es schützt die empfindliche Oberfläche des Auges und hilft dabei, sie feucht zu halten. Bei einer gesunden Katze ist diese zusätzliche Schutzmembran normalerweise nicht dauerhaft sichtbar.

6. Schnurrhaare sind Sinnesorgane – und nicht bloß Haare

Die Tasthaare rund um die Katzenschnauze sitzen in besonders tiefen und nervenreichen Haarfollikeln. Sie registrieren unter anderem Bewegungen der Luft und helfen der Katze dabei, ihre unmittelbare Umgebung wahrzunehmen.
Interessant: Schnurrhaare gibt es nicht nur an der Schnauze. Katzen besitzen solche spezialisierten Tasthaare unter anderem auch über den Augen, am Kinn und an den Vorderbeinen.

7. Katzen können chemische Nachrichten „lesen“

Für Katzen ist Geruch eine wichtige Form der Kommunikation. Über Gerüche und Pheromone können sie unter anderem Informationen über andere Tiere aufnehmen. Duftmarkierungen können beispielsweise Hinweise darauf geben, welches Tier einen bestimmten Bereich markiert hat. Deshalb ist eine Begegnung zwischen zwei Katzen oft zunächst eine ziemlich ausführliche Geruchsangelegenheit. Für die Tiere ist das weit mehr als eine neugierige Begrüßung.

8. Katzen können ihre Ohren gezielt auf Geräusche ausrichten

Die auffälligen Ohrmuscheln sind nicht nur zum Hören da. Katzen können ihre Ohren gezielt auf Geräuschquellen ausrichten. So können sie sehr genau feststellen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt – und müssen dafür nicht unbedingt den Kopf bewegen. Wer eine Katze einmal dabei beobachtet, wie ihre Ohren plötzlich in unterschiedliche Richtungen zeigen, kann dieses kleine akustische Ortungssystem bei der Arbeit sehen.

9. Beim Trinken machen Katzen etwas ganz anderes als wir

Eine Katze schöpft Wasser nicht einfach mit der Zunge wie mit einem kleinen Löffel. Beim Trinken berührt die Zungenspitze die Wasseroberfläche und zieht sie sehr schnell wieder nach oben. Dabei entsteht eine Flüssigkeitssäule, die die Katze mit einem schnellen Schließen des Mauls aufnimmt. Erst durch Hochgeschwindigkeitsaufnahmen wurde deutlich, wie ausgeklügelt diese Trinktechnik tatsächlich ist.

10. Katzen schwitzen nicht über den ganzen Körper

Während wir Menschen bei Hitze über große Teile unserer Haut schwitzen können, besitzen Katzen Schweißdrüsen nur an bestimmten Körperstellen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Pfotenballen.
Bei großer Hitze reicht das allerdings nicht aus, um den Körper auf die gleiche Weise zu kühlen wie beim Menschen. Deshalb ist auch für Katzen ein kühler Rückzugsort an heißen Sommertagen wichtig.

Drei Samtpfoten, drei Persönlichkeiten

Und wie sieht es bei unseren drei Hauschefs aus? Gimli, Rosie und Samwise könnten unterschiedlicher kaum sein – und genau das macht das Zusammenleben mit Katzen so besonders.

Zum Weltkatzentag zeigen wir euch unsere drei Samtpfoten deshalb in einer kleinen Fotoreihe. Denn bei aller Wissenschaft gilt natürlich auch: Jede Katze hat ihre ganz eigene Persönlichkeit, ihre eigenen Marotten – und meistens ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie das Zusammenleben mit ihren Menschen zu funktionieren hat.

Vielleicht war für dich bei unseren zehn Fakten trotzdem etwas dabei, das du über Katzen tatsächlich noch nicht wusstest. Denn so selbstverständlich uns die Samtpfoten im Alltag erscheinen: Bei genauerem Hinsehen sind sie erstaunliche kleine Spezialisten. Und wer mit einer Katze zusammenlebt, weiß ohnehin: Am Ende sind wir Menschen vor allem dafür da, ihnen ein schönes Zuhause zu bieten.😺
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

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